(U) Straßenbenennung im 1. Stadtbezirk Altstadt-Lehel Fritz-Neuland-Straße

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=== 20-26 _ V 17394_V 17394 OE Strassenbenennung Fritz-Neuland-Strasse BE.pdf === Telefon: 089 233-721890 Kommunalreferat GeodatenService München Straßenbenennung im 1. Stadtbezirk Altstadt-Lehel Fritz-Neuland-Straße Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 17394 Beschluss des Kommunalausschusses vom 18.09.2025 (SB) Öffentliche Sitzung Kurzübersicht zum beiliegenden Beschluss Anlass Die Fraktion CSU mit FREIE WÄHLER hat vorgeschlagen, Fritz Neuland mit einer Straßenbenennung zu ehren. Inhalt Dem Vorschlag wird nachgekommen und Fritz Neuland mit der Benennung einer Verkehrsfläche geehrt. Gesamtkosten / Gesamterlöse -/- Klimaprüfung Eine Klimaschutzrelevanz ist gegeben: Nein Entscheidungsvor- schlag Das nördliche Teilstück der Corneliusstraße von der Blumen- straße bis zur Prälat-Zistl-Straße wird Fritz-Neuland-Straße be- nannt. Gesucht werden kann im RIS auch unter Corneliusstraße, St-Jakobs-Platz, Prälat-Zistl-Straße Ortsangabe 1. Stadtbezirk Altstadt-Lehel Telefon: 089 233-721890 Kommunalreferat GeodatenService München Straßenbenennung im 1. Stadtbezirk Altstadt-Lehel Fritz-Neuland-Straße Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 17394 Beschluss des Kommunalausschusses vom 18.09.2025 (SB) Öffentliche Sitzung I. Vortrag des Referenten 1. Ausgangslage Aus der Fraktion CSU mit FREIE WÄHLER wurde an den Münchner Stadtrat der Vor- schlag herangetragen, Fritz Neuland mit einer Straßenbenennung zu ehren. Der Ältesten- rat hat sich geschlossen für die Benennung ausgesprochen und die Verwaltung beauf- tragt, eine geeignete Verkehrsfläche vorzuschlagen. 2. Benennungsvorschlag Zur Benennung nach Fritz Neuland wurde ein Teilstück der Corneliusstraße, von der Blu- menstraße bis zur Prälat-Zistl-Straße und dem St.-Jakobs-Platz vorgeschlagen (siehe Bild, Seite 2). Diese vorgesehene Fläche wurde vorab mit den Angehörigen von Fritz Neu- land abgestimmt. Die Nähe zur Synagoge und dem Jüdischem Museum tragen zur Eh- rung von Fritz Neuland bei, auf dessen Initiative die Israelitische Kultusgemeinde Mün- chen und Oberbayern (IKG) im Juli 1945 neu gegründet wurde. Im Zuge der Benennung des nördlichen Teilstücks der Corneliusstraße wird der Verlauf der Corneliusstraße entsprechend angepasst. Die Verlaufsänderung und die Benennung haben keine Auswirkung auf die bestehenden Adressen der Corneliusstraße. Seite 2 3. Straßenbenennung nach Fritz Neuland Amtliche Namenserläuterung: Fritz Neuland, geb. am 30. Januar 1889 in Bayreuth, gest. am 04. November 1969 in Mün- chen; Fritz Neuland war ein jüdischer Münchner Rechtsanwalt. Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten wurde ihm im August 1933 die Zulassung als Rechtsanwalt entzogen. Da er als Soldat am ersten Weltkrieg teilgenommen hat, konnte Fritz Neuland sich auf sei- nen Frontkämpferstatus berufen und er erhielt die Zulassung 1934 zurück. 1938 wurde sie ihm endgültig entzogen und er durfte sich nur als sogenannter „Rechtskonsulent“ für jüdi- sche Mandanten betätigen. Während des Zweiten Weltkriegs musste er Zwangsarbeit in einem Rüstungsbetrieb leisten. Seine Mutter Albertine wurde im Juli 1942 in das KZ The- resienstadt deportiert, wo sie 1944 an Hunger und Entbehrungen starb. Seine Tochter Charlotte konnte er retten, indem die ehemalige Haushälterin seines Bruders das Mäd- chen bei sich aufnahm und als ihr uneheliches Kind ausgab. Im Februar 1945 tauchte auch Fritz Neuland unter und entzog sich so der drohenden Deportation in das KZ There- sienstadt. Er überlebte gesundheitlich sehr gezeichnet mit Hilfe von Freunden in einem Versteck. Seit 1946 konnte er wieder als Rechtsanwalt in München arbeiten und speziali- sierte sich auf Wiedergutmachungsfragen. Auf seine Initiative wurde am 15. Juli 1945 die Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern (IKG) neu gegründet und Fritz Neuland zu ihrem 1. Vizepräsidenten gewählt. Von 1951 an war er 18 Jahre lang Präsi- dent der IKG. Er gehörte zu den Mitbegründern des im Dezember 1946 wiedererstande- nen "Landesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern" und setzte sich un- ermüdlich für einen Neubeginn jüdischen Lebens in München ein. Von 1952 bis 1963 war er Mitglied des Bayerischen Senats und wurde 1959 mit dem Bayerischen Verdienstorden geehrt. Auf seine Initiative wurde 1969 der Gedenkstein für die ehemalige Münchner Hauptsynagoge in der Herzog-Max-Straße errichtet. Verlauf: Von der Blumenstraße bis zum St.-Jakobs-Platz und zur Prälat-Zistl-Straße. Seite 3 4. Zuständigkeit für die Benennung Zuständig für die Benennung ist der Kommunalausschuss des Stadtrats, da es sich um eine personenbezogene Benennung handelt. 5. Gutachter*innen Die am Straßenbenennungsverfahren beteiligten Gutachter*innen haben der Straßenbe- nennung nach Fritz Neuland zugestimmt. 6. Ältestenrat Der Ältestenrat erklärte sich in seiner Sitzung am 28.04.2025 damit einverstanden, das dargestellte Teilstück der Corneliusstraße nach Fritz Neuland zu benennen. 7. Klimaprüfung Ist Klimaschutzrelevanz gegeben: Nein 8. Anhörung des Bezirksausschusses In dieser Beratungsangelegenheit ist die Anhörung des Bezirksausschusses vorgeschrie- ben (vgl. Anlage 1 der BA-Satzung). Dem Bezirksausschuss des 1. Stadtbezirks Altstadt- Lehel wurde ein Abdruck der Sitzungsvorlage zugeleitet. Das Gremium hat sich in seiner Sitzung am 24.07.2025 mit der Sitzungsvorlage befasst und dieser einstimmig zuge- stimmt. 9. Unterrichtung der Korreferentin und des Verwaltungsbeirates Die Korreferentin des Kommunalreferats, Frau Stadträtin Sibylle Stöhr, und der Verwal- tungsbeirat, Herr Stadtrat Paul Bickelbacher, haben einen Abdruck der Sitzungsvorlage erhalten. 10. Beschlussvollzugskontrolle Diese Sitzungsvorlage soll nicht der Beschlussvollzugskontrolle unterliegen, weil die Erle- digung durch Beschlussfassung gegeben ist. Seite 4 II. Antrag des Referenten 1. Das nördliche Teilstück der Corneliusstraße von der Blumenstraße bis zum St.-Ja- kobs-Platz und zur Prälat-Zistl-Straße wird Fritz-Neuland-Straße benannt. 2. Der Beschluss unterliegt nicht der Beschlussvollzugskontrolle. III. Beschluss nach Antrag. Der Stadtrat der Landeshauptstadt München Die Vorsitzende Der Referent Verena Dietl 3. Bürgermeisterin i.V. Dr. Christian Scharpf Berufsmäßiger Stadtrat Seite 5 IV. Abdruck von I. mit III. über Stadtratsprotokolle (D-II/V-SP) an das Direktorium – Dokumentationsstelle an das Revisionsamt z. K. V. Wv. Kommunalreferat – GeodatenService - STR 1. Die Übereinstimmung des vorstehenden Abdrucks mit der beglaubigten Zweitschrift wird bestätigt. 2. An das Direktorium den Bezirksausschuss des 1. Stadtbezirks Altstadt-Lehel das Stadtarchiv die Gleichstellungsstelle für Frauen das Kulturreferat - Abt. 4, Public History München die Direktion der Städt. Bibliotheken das Kreisverwaltungsreferat die Stadtwerke München GmbH - Bereich Verkehrsbetriebe die Stadtwerke München GmbH - MM - MV den Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) das Referat für Stadtplanung und Bauordnung das Baureferat - RG4 das Baureferat - GS das Baureferat - HA Ingenieurbau - JZ3 das Mobilitätsreferat das Referat für Klima- und Umweltschutz das Sozialreferat das Sozialreferat - Leitung der Bezirkssozialarbeit und der Sozialbürgerhäuser S-IV-L das Gesundheitsreferat das Referat für Bildung und Sport z. K. Am

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Bezirksausschuss

Bezirksausschuss 01 - Altstadt-Lehel

Sitzungsdatum

20.11.2025 um 18:30 Uhr

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