Lehel
Das Lehel, veraltet auch St.-Anna-Vorstadt, ist ein Stadtteil der bayerischen Landeshauptstadt München, der aus Gründerzeitvierteln besteht. Zusammen mit dem Stadtteil Altstadt bildet er den Münchner Stadtbezirk Nr. 1 Altstadt-Lehel.
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in Bezirksausschuss 01 - Altstadt-Lehel, München
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Geodaten © Landeshauptstadt München, DL-DE-BY-2.0
Baudenkmal · Thierschstraße 48
Versicherung, syn. Versicherungsgebäude
Versicherungsgebäude, viergeschossiger Walmdachblock mit einfach stuckierter Neurenaissancefassade, südlichem Eck- und abgeschrägtem Nordrisalit, 1877-79, vereinfacht; vgl. Sternstraße 3 und Gewürzmühlstraße 8.
Aktennummer D-1-62-000-6912
Ensemble
Die Thierschstraße mit dem Thierschplatz im Norden und dem Mariannenplatz im Süden sowie dem Forum der Maximilianstraße in der Mitte, auf dessen Ost-West-Achse sie in Höhe des Maxmonuments rechtwinklig bezogen ist, ist als besondere städtebauliche Leistung des späteren 19. Jahrhunderts ein Ensemble. Mit der Platzfolge von Thierschplatz, Forum und Mariannenplatz läßt sich das im Lehel seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wirksame städtebauliche Erschließungssystem in charakteristischer Weise fassen. Entwicklungsgeschichtlich ist für den ehemaligen Vorstadtbereich, der ursprünglich nur durch Bachläufe und Kanäle der Isar und ein unregelmäßiges Wegenetz strukturiert war, als erste städtebauliche Planung die Führung der schnurgeraden Hildegard- und rechtwinklig dazu der Adelgundenstraße in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts fixierbar. Wie eine breite Bresche legt sich ab 1853 quer über den ganzen Lehelbereich der monumentale Zug der Maximilianstraße, das vorhandene Erschließungssystem konsequent überlagernd. Nach der baulichen Vollendung des Forums wird ab ca. 1875 der Verlauf der Thierschstraße festgelegt und damit eine neue Nord-Süd-Verbindung im Lehel hergestellt, wobei das Maxmonument den Schnittpunkt für das Achsensystem bildet. Der neue Straßenzug bleibt nicht nur Verkehrsverbindung, sondern erhält eine städtebauliche Bedeutung durch die beiden Platzbildungen, die gleichzeitig mit der einheitlichen Überbauung der Thierschstraße gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstehen. Thierschplatz und Mariannenplatz sind einmal auf das Maxmonument bezogen, zusätzlich besteht ein optisches Bezugssystem zwischen den Plätzen selbst. Der Thierschplatz ist bereits in Grundrißplänen des frühen 19. Jahrhunderts als dreieckige Grundform vorgegeben. Er verbindet im Norden den älteren Straßenraum der Triftstraße mit dem jüngeren der Tattenbachstraße und mündet im Süden in die neu angelegte Thierschstraße. Der unregelmäßig dreieckige Platz, dessen Mitte ein von Bäumen umstandener Brunnen einnimmt, weist eine homogene und geschlossene Randbebauung mit Mietshäusern auf, die zwischen 1885 und 1900 im Stil der Neurenaissance errichtet wurden. Mit den spitzwinklig zueinander stehenden Baufluchten, den einheitlichen Traufhöhen und den betont horizontal gegliederten, flachplastischen Fassaden erhält der Platz einen stark räumlichen Charakter. In der Blickachse öffnet er sich nach Süden, wo sich mit dem Verlauf der Thierschstraße der Blickbezug zum Maxmonument und weiter auf Chor und Kuppel der St.-Lukas-Kirche am Mariannenplatz herstellt. Beim Mariannenplatz handelt es sich um einen vergleichsweise weitläufigen Platz in Rechteckform, der an drei Seiten durch vornehme Mietshäuser der Gründerzeit geschlossen bebaut ist, zum Isarkai hin offen bleibt und beherrscht wird durch die in seiner Mitte freistehende Kirche St. Lukas. Der Platz verdankt seine städtebauliche Bedeutung vor allem seiner exponierten Lage am Isarkai, die durch den monumentalen Zentralbau der Kirche mit ihrer Oktogonalkuppel und den hohen Portaltürmen zur Isar hin hervorragend genutzt ist. Auffallend repräsentativ ist die westliche Platzseite gestaltet. Hier, in leicht zurückgenommener Bauflucht, entstand 1899 eine stattliche, dreiteilige Baugruppe, bestehend aus einem risalitartig überhöhtem Mittelbau mit betont prächtiger Hausteinfassade und reichem plastischem Dekor sowie zwei spiegelbildlich angeordneten Eckbauten mit Eckkuppeln. Der Mariannenplatz wirkt in seinem überbauten Bereich infolge der immer leicht schräg einmündenden Straßen durchweg geschlossen. In leichten Abknickungen führt auch die Thierschstraße tangential an ihm vorbei, um dann aber schnurgerade und in wandartiger Geschlossenheit die Verbindung zu Forum und Thierschplatz herzustellen. Ihre Kreuzungspunkte mit dem Forum sind durch risalitartig betonte Kopfbauten markiert. Das Maxmonument innerhalb seiner Rondellanlage ist Gelenkstelle für die stadtbaugeschichtlich älteren Blickbezüge nach Osten zum Maximilianeum hin und nach Westen über das weit ausgreifende Forum mit seinen Parkanlagen und Denkmälern.
Aktennummer E-1-62-000-26
Jede bauliche Änderung an einem Baudenkmal oder in einem Ensemble braucht eine Erlaubnis nach Art. 6 BayDSchG.
Geofachdaten © Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (CC BY-ND 4.0)
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© Statistisches Bundesamt (Destatis), Zensus 2022, 100-m-Gitter, DL-DE-BY-2.0
© OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL)
Das Lehel, veraltet auch St.-Anna-Vorstadt, ist ein Stadtteil der bayerischen Landeshauptstadt München, der aus Gründerzeitvierteln besteht. Zusammen mit dem Stadtteil Altstadt bildet er den Münchner Stadtbezirk Nr. 1 Altstadt-Lehel.
Der Schnitterinbrunnen ist ein Brunnen auf dem Thierschplatz in München, im Stadtteil Lehel. Er wird auch Ceresbrunnen oder seltener Erntebrunnen oder früher nach dem Stifter Waitzfelderbrunnen genannt.
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