Herzog-Heinrich-Str. 15

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in Bezirksausschuss 02 - Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt, München

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Hintergrundinformationen

6 Quellen
Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt (BA 02) 3 Geschosse Baudenkmal Ø Miete 14,77 €/m² 3 Wikipedia
Adress-Steckbrief
Stadtbezirk
Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt (BA 02)
Bebauungsplan
keiner an dieser Stelle

Geodaten © Landeshauptstadt München, DL-DE-BY-2.0

Denkmalschutz

Baudenkmal · Herzog-Heinrich-Straße 15

Mietshaus, syn. Miethaus, syn. Zinshaus

Mietshaus, dreigeschossiger Eckbau mit Fassadengliederung im Stil des Neubarock, mit abgeschrägter Ecke mit dreiseitigem Bodenerker, Zwerchhaus und Ziergiebel, mit Lisenen, gebändertem Erdgeschoss und Putzdekor, von Karl Bädecker, 1892-93; mit Pfeiler-Gitter-Einfriedung, gleichzeitig; Gruppe mit Kaiser-Ludwig-Platz 1.

Aktennummer D-1-62-000-2526

Baudenkmal · Herzog-Heinrich-Straße 15;Kaiser-Ludwig-Platz 1

Einfriedung

Mietshaus, dreigeschossiger Eckbau mit Fassadengliederung im Stil des Neubarock, mit abgeschrägter Ecke mit dreiseitigem Bodenerker, Zwerchhaus und Ziergiebel, mit Lisenen, gebändertem Erdgeschoss und Putzdekor, von Karl Bädecker, 1892-93; mit Pfeiler-Gitter-Einfriedung, gleichzeitig; Gruppe mit Kaiser-Ludwig-Platz 1.

Aktennummer D-1-62-000-2526

Ensemble

Die Theresienwiese mit Bavaria, Ruhmeshalle und mit anschließendem sogenannten Ausstellungspark sowie die östlich angelegte Villenbebauung bilden zusammen das Ensemble Wiesenviertel. Das Ensemble umfasst im Westen die Theresienhöhe mit dem Ausstellungspark und im Osten das Gebiet zwischen Schwanthalerhöhe, St.-Paul-Straße, Pettenkoferstraße, Goethestraße bis Goetheplatz und Lindwurmstraße bis Poccistraße. Auf der sogenannten Theresienwiese wurde im Oktober 1810 zum Abschluss der Hochzeitsfeier der Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen und dem bayerischen Kronprinzen Ludwig, dem späteren König Ludwig I., ein Pferderennen veranstaltet. Dieses Festgeschehen fand großen Zuspruch seitens der Bevölkerung, so dass es, nun benannt nach dem Zeitpunkt der Austragung und die Wiese bezeichnet zu Ehren der Prinzessin, alljährlich abgehalten werden sollte. Die westliche Geländestufe, einst Zuschauertribüne für das Rennen, bot einen weiten Panoramablick über München. 1826 bis 1831 wurde hier zunächst ein Eichenhain angelegt und nach 1843 entstand die Ruhmeshalle mit der Bavaria, was der Grünanlage die Umbenennung in Bavariapark einbrachte. Der Park wurde 1908 in die Anlagen des Ausstellungsgeländes der Messe einbezogen. Die Fläche der Theresienwiese war bis in die 1880er Jahre knapp doppelt so groß wie heute und erstreckte sich im Osten bis zum Gebiet des Allgemeinen Krankenhauses vor dem Sendlinger Tor. Sie blieb bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts unbebaut. Mit der beschleunigten Urbanisierung begann die Auseinandersetzung um die Erhaltung der Wiese und dem Wunsch der Grundbesitzer nach einem Baulinienplan. Als Kompromiss fand 1882 ein Bebauungsentwurf des Baurates August Voit d. J., in dem er mehrere andere Pläne zu einem endgültigen Plan verarbeitet hatte, die Zustimmung sowohl der Gemeindekollegien wie der Grundbesitzer. Der Plan sah vor, dass der ganze westliche Teil der Wiese mit ca. 150 Tagwerk für immer frei bleiben sollte, während auf dem östlichen Teil mit rund 105 Tagwerk eine Bebauung vorgesehen war. Um die Ruhmeshalle mit der Bavaria auf der Theresienhöhe als beherrschenden Mittelpunkt der weiteren Bauanlagen weiter bestehen zu lassen, sollten alle auf die Wiese zuführenden Straßen auf die Bavaria ausgerichtet sein. Daneben legte Voit einen polygonalen Gartenplatz, den Kaiser-Ludwig-Platz, später mit Reiterdenkmal, an, von welchem in einem unregelmäßigen Sechseck strahlenförmig Straßen abgehen sollten. Nach den städtischen Vorstellungen war den zukünftigen Bauanlagen der Charakter eines Villenquartiers zugedacht, weshalb ein umfangreicher Satzungstext beschlossen wurde. Dieser enthielt neben der Abgrenzung der Anlage, der Regelung der Frage der Grundabtretungen und der Straßenherstellung vor allem detaillierte Bauvorschriften. Zu den wichtigsten Vorschriften gehörten die Festlegung der offenen Bauweise, einzeln oder zu Zweiergruppen gebunden, die Vorgartentiefen mit einer Einfriedung aus Eisengittern auf Steinsockeln, die Gebäudehöhe mit zwei Stockwerken über dem Erdgeschoss und einer maximalen Traufhöhe von 15 Metern, die Abstände zwischen den Häusern und das Verbot der Betreibung eines Gewerbes. Von der Architektur der Villenbebauung wurde eine gehobene Qualität verlangt. Der Ausbau des Wiesenviertels dauerte bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts an, wobei der Schwerpunkt der Bautätigkeit in den1890er Jahren gelegen hatte. Die Villenbebauung erfolgte teilweise von bedeutenden Architekten wie Emanuel und Gabriel Seidl und August Thiersch, vorwiegend in den Formen der deutschen Neurenaissance und des Neubarocks. Architektonische Dominante des Wiesenbereichs ist der mächtige, dreitürmige Bau der katholischen Pfarrkirche St. Paul, im Stil der Kathedralgotik 1892-1906 von Georg Hauberrisser erbaut. Diese ist im Gegensatz zum übrigen Wiesenviertel mit einem verdichteten Gebäudebestand, einer Blockrandbebauung angenähert, umgeben, der ihre kathedralartige Wirkung nochmals steigert und zudem zu den dichter bebauten angrenzenden Bereichen überleitet. So, wie die Gestalt der Theresienwiese von den Bauanlagen an ihrer Ostseite entscheidend mitgeformt wurde, die sich als weiter, bogenförmiger Kranz durchgrünter Villenbauten und Alleen entwickelten, genauso erhielt umgekehrt das Wiesenviertel sein Gepräge durch die Bedeutung der Theresienhöhe für das Stadtbild. Während des Zweiten Weltkrieges hat das Wiesenviertel schwere Beschädigungen erlitten, die in den 1950er Jahren beseitigt wurden, wobei neben der Wiederherstellung des Altbaubestandes auch Ersatzbauten im gestalterischen Sinne des Quartierscharakters errichtet wurden. In der Reihe der Stadterweiterungen Münchens aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts ist die Bebauung des Wiesenviertels das jüngste Beispiel für eine geometrische Auffassung im Städtebau, gleichzeitig aber das älteste Villenquartier, in welchem die in den 1880er Jahren propagierte offene Bauweise erstmals exemplarisch angewandt wurde. Als Spätform der geometrischen Stadterweiterung in offener Bauweise und als Villenviertel im Bezug zur traditionsreichen Festwiese bildet das Wiesenviertel eine städtebauliche Besonderheit. Diese Bedeutung hat das Ensemble, nicht zuletzt aufgrund des identitätswahrenden Wiederaufbaus, durch die beträchtlichen Beschädigungen während des Zweiten Weltkrieges sowie die Abrisse und Neubauten in jüngerer Zeit nicht verloren. In die städtebauliche Struktur des Wiesenviertels hat man nach 1945 nur bei der Einmündung der Haydnstraße in den Goetheplatz eingegriffen.

Aktennummer E-1-62-000-67

Jede bauliche Änderung an einem Baudenkmal oder in einem Ensemble braucht eine Erlaubnis nach Art. 6 BayDSchG.

Geofachdaten © Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (CC BY-ND 4.0)

Nachbarschaft (Zensus 2022)

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Nettokaltmiete Ø
14,77 €/m²
Einwohner
60
Wohnungen
18
Eigentümerquote
32,1 %
Wohnfläche Ø
116 m²
Durchschnittsalter
42,3 Jahre
Anteil ab 65
10,0 %
Gebäude vor 1949
71 %
Häufigste Heizung
Gas

© Statistisches Bundesamt (Destatis), Zensus 2022, 100-m-Gitter, DL-DE-BY-2.0

Gebäude
Geschosse
3
Typ
apartments

© OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL)

Wikipedia · 3

Mietshaus

Kaiser-Ludwig-Platz 1

Mietshaus Herzog-Heinrich-Straße 15; Kaiser-Ludwig-Platz 1 in München (D-1-62-000-2526#1)

Wikidata (CC0) / Wikipedia (CC BY-SA 4.0)

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Verlauf an dieser Adresse

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