Transparente Vergabe des Integrativen Maibaums und des Maibaumfests am Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz nach verbin…
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Transparente Vergabe des Integrativen Maibaums und des Maibaumfests am Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz nach verbindlichen Richtlinien an einen Verein aus dem Viertel; Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen – Rosa Liste
=== 26-32 _ T 006390_26.09 B 1.2 Antrag Gruene_RosaListe_VergabeIntegrativerMaibaumKHU.pdf ===
Landeshauptstadt Bezirksausschuss 2 Fraktion
München Ludwigsvorstadt -
Isarvorstadt
Fraktion Die Grünen / Rosa Liste
Fraktionssprecher*innen:
Clarissa Mayer, Arne Brach
Mitglieder: Paul Bickelbacher, Benoît Blaser, Jutta Schmid-Melms, Andreas Klose, Henriette Kuhrt,
Claudia Lowitz, Florian Petrich, Martin Scheuring, Alexandra Rudat
19.08.2026
Transparente Vergabe des Integrativen Maibaums und des Maibaumfests am
Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz nach verbindlichen Richtlinien an einen Verein
aus dem Viertel
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Der Bezirksausschuss 2 möge beschließen:
Die städtische Verwaltung vergibt die Verantwortung für den integrativen Maibaum
und das jährliche Maibaumfest am Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz ab 2027 in einem
transparenten und offenen Verfahren dauerhaft an einen Verein aus dem Viertel. Der
BA2 wird an der Vergabe beteiligt. Verbindliche Richtlinien stellen sicher, dass
Baum und Fest den ursprünglichen Gedanken aus dem Antrag der Rosa Liste vom
13.02.2006 (https://risi.muenchen.de/risi/antrag/detail/859285) gerecht werden.
Begründung:
Auf Initiative der Rosa Liste im BA 2 wurde 2008 zum ersten Mal ein integrativer Maibaum
auf dem Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz aufgestellt. Der Baum wurde durch eine Privatspende
finanziert, bis 2011 koordinierte sub e.V. zusammen mit zahlreichen Initiativen und
Einrichtungen aus dem Viertel den Baum, schmückte ihn mit künstlerisch gestalteten
Tafeln und organisierte ein Maifest für alle mit buntem Programm, Blasmusik und Tanz.
Nun wurde bereits zum dritten Mal ohne Beteiligung von BA und Öffentlichkeit die
Verantwortung für den Baum und damit das Recht, das Maibaumfest zu organisieren an
Privatpersonen weitergegeben, zum ersten Mal an Personen, die nicht im Viertel leben
oder arbeiten. Wir sind allen, die sich bisher um Baum und Fest gekümmert haben, sehr
dankbar für die verantwortungsvolle Fortführung der Tradition. Allerdings können wir nicht
nachvollziehen, dass der BA, der diesen Maibaum initiiert, den Ort im öffentlichen Raum
vorgeschlagen und das Konzept festgelegt hat, nicht in die Weitergabe eingebunden wird
und niemand weiß, nach welchen Kriterien, mit welchen Vereinbarungen und wie lange
die Verantwortung für einen Maibaum im öffentlichen Raum übertragen werden. Es muss
sichergestellt werden, dass die ursprünglichen Ideen weitergeführt werden (z.B.
Identifikationspunkt mit künstlerischer Gestaltung, regelmäßiger Ergänzung der Schilder,
Symbol für die Vielfalt, das Besondere und das friedliche Miteinander aller in unserem
Viertel, Initiative und Finanzierung aus der queeren Community, Integrationsgedanke aller
Bevölkerungsschichten im Vordergrund). Das kann langfristig - wie bei vielen anderen
Maibäumen und -festen üblich – nur durch einen Verein geleistet werden, der sich diesen
Zielen auf Dauer verpflichtet fühlt, gut im Viertel vernetzt ist und bei dem nicht die
Gewinnerzielung im Vordergrund steht. 2027 muss ein neuer Maibaum aufgestellt
werden, deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt für eine neue Vergabe.
Initiative: Martin Scheuring