=== 20-26 _ V 19436_V 19436 Verkehrsberuhigung Tuerkenstrasse Nord BE.pdf ===
Telefon: 233 - 6 12 00 Baureferat
Tiefbau
Antrag zur Verkehrsberuhigung Türkenstraße Nord/
Georgenstraße
Empfehlung Nr. 20-26 / E 03047
der Bürgerversammlung des Stadtbezirkes 3 Maxvorstadt
am 20.10.2025
Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 19436
Anlage
Empfehlung Nr. 20-26 / E 03047
Beschluss des Bezirksausschusses des Stadtbezirkes 3 Maxvorstadt
vom 10.03.2026
Öffentliche Sitzung
I. Vortrag der Referentin
Die Bürgerversammlung des Stadtbezirkes 3 Maxvorstadt hat am 20.10.2025 die
anliegende Empfehlung beschlossen, wonach das nördliche Ende der Türkenstraße (ab
Akademiestraße) sowie die westliche und südliche Georgenstraße durch bauliche
Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung (z. B. mindestens vier Fahrbahnschwellen)
ausgestattet werden sollen.
Das Baureferat nimmt wie folgt Stellung:
Die Empfehlung betrifft einen Vorgang, der nach Art. 37 Abs. 1 GO und § 22 GeschO
des Stadtrates zu den laufenden Angelegenheiten zu zählen ist. Da es sich um eine
Empfehlung einer Bürgerversammlung handelt, muss diese nach Art. 18 Abs. 5 Satz 1 GO
und § 2 Abs. 4 Satz 1 Bürger- und Einwohnerversammlungssatzung vom Stadtrat bzw.
Bezirksausschuss und gemäß § 9 Abs. 4 Bezirksausschusssatzung vom Bezirksausschuss
behandelt werden. Der Beschluss des Bezirksausschusses hat jedoch gegenüber der
Verwaltung nur empfehlenden Charakter.
Bremsschwellen - oder auch Bodenschwellen genannt - bringen Gefährdungspotenziale
und Limitierungen mit sich, die aus Sicht der Landeshauptstadt München als zuständige
Straßenbaulastträgerin gegen den Einsatz dieser auf öffentlichen Verkehrsflächen
montierten Barrieren sprechen.
Seite 2 von 4
Werden die Schwellen von auf der Fahrbahn fahrenden Verkehrsteilnehmer*innen zu spät
erkannt oder nicht mit reduzierter Geschwindigkeit überfahren, können sie eine massive
Gefahr darstellen. Für Rettungsfahrzeuge und Feuerwehrfahrzeuge sind insbesondere
quer zur Fahrbahn aufgebrachte Kunststoffschwellen Hindernisse, die Rettungseinsätze
verlangsamen und/oder die Insass*innen/Patient*innen von Rettungsfahrzeugen potenziell
gefährden können. Außerdem sind sie im Räumeinsatz (Bekämpfung von Schnee und Eis)
nicht verkehrssicher, da die Schwellen durch die Räumschilde aus der Verankerung
gerissen und beschädigt werden können und dadurch eine zusätzliche Gefahr für den
Verkehr entsteht.
Vor allem für Radfahrende können trotz verkehrsgerechtem Verhalten durch die
Bodenelemente unerwünschte Gefahrenlagen entstehen. Beispielsweise ist das
Ausweichen oder Bremsen beeinträchtigt und schränkt die Verkehrsteilnehmenden in ihrer
Flexibilität und in ihrem Reaktionsspielraum ein.
Im letzten Jahr hat sich im Stadtgebiet München außerhalb öffentlicher Verkehrsflächen
ein tödlicher Unfall im Zusammenhang mit Fahrbahnschwellen ereignet.
Aus oben genannten Gründen ist der Einsatz von Fahrbahnschwellen zur effektiven
Geschwindigkeitsreduzierung nicht zielführend.
Der Empfehlung Nr. 20-26 / E 03047 der Bürgerversammlung des Stadtbezirkes 3
Maxvorstadt vom 20.10.2025 kann gemäß Vortrag nicht entsprochen werden.
Da von der Empfehlung auch Gebiete der Bezirksausschüsse 4 Schwabing-West und 12
Schwabing-Freimann betroffen sind, haben diese als Information einen Abdruck der
Sitzungsvorlage erhalten.
Der Korreferent des Baureferates, Herr Stadtrat Ruff, und der Verwaltungsbeirat
der Hauptabteilung Tiefbau, Herr Stadtrat Schönemann, haben je einen Abdruck der
Sitzungsvorlage erhalten.
II. Antrag der Referentin
1. Von der Sachbehandlung - laufende Angelegenheit (§ 22 GeschO) - wird Kenntnis
genommen.
Das Baureferat verzichtet auf den Einsatz von Bremsschwellen zur
Geschwindigkeitsreduzierung, da sie Hindernisse mit entsprechenden
Gefährdungspotenzialen und Limitierungen darstellen.
2. Die Empfehlung Nr. 20-26 / E 03047 der Bürgerversammlung des Stadtbezirkes 3
Maxvorstadt am 20.10.2025 ist damit gemäß Art. 18 Abs. 5 Gemeindeordnung
behandelt.
Seite 3 von 4
III. Beschluss
nach Antrag.
Der Bezirksausschuss des Stadtbezirkes 3 der Landeshauptstadt München
Die Vorsitzende Die Referentin
Dr. Svenja Jarchow-Pongratz Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer
Berufsm. Stadträtin
IV. Wv. Baureferat - RG 4 zur weiteren Veranlassung.
Die Übereinstimmung des vorstehenden Abdruckes mit dem Original wird bestätigt.
An den Bezirksausschuss 3
An das Direktorium - HA II - BA-Geschäftsstelle Mitte
An das Direktorium - Dokumentationsstelle
An das Revisionsamt
An die Stadtkämmerei
An das Baureferat - T2, T/Vz - zu T-Nr. 25774
An das Baureferat - T22/Mitte
An das Baureferat - RG 4
zur Kenntnis.
Mit Vorgang zurück an das Baureferat - T23/SPM
zum Vollzug des Beschlusses.
Am .....................
Baureferat - RG 4
I. A.
Seite 4 von 4
V. Abdruck von I. - IV.
1. An das
Es wird gebeten, von der Abänderung des Beschlusses durch den Bezirksausschuss
Kenntnis zu nehmen, der Beschluss betrifft auch Ihr Referat.
Es wird um umgehende Mitteilung ersucht, ob der Beschluss aus dortiger Sicht
vollzogen werden kann.
2. Zurück an das Baureferat - RG 4
Der Beschluss
kann vollzogen werden.
kann / soll nicht vollzogen werden (Begründung siehe gesondertes Blatt).
VI. An das Direktorium - D-II-BA
Der Beschluss des Bezirksausschusses 3 kann vollzogen werden.
Der Beschluss des Bezirksausschusses 3 kann / soll nicht vollzogen werden
(Begründung siehe Beiblatt).
Der Beschluss ist rechtswidrig (Begründung siehe Beiblatt).
Es wird gebeten, die Entscheidung des Oberbürgermeisters zum weiteren Verfahren
einzuholen.
Am .....................
Baureferat - RG 4
I. A.
=== 20-26 _ V 19436_V 19436 Verkehrsberuhigung Tuerkenstrasse Nord A1.pdf ===
Betreff
Antrag zur Verkehrsberuhigung Türkenstraße Nord/Georgenstraße
Antrag zum Themengebiet Verkehr
Die Landeshauptstadt München wird aufgefordert, das nördliche Ende der
Türkenstraße (ab Akademiestraße) sowie die westliche und südliche
Georgenstraße durch bauliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung (z.B. mind.
4 Fahrbahnschwellen) auszustatten. Begründung: Der genannte Bereich wird
insbesondere bei Sperrung der Leopoldstraße aufgrund von Straßenfesten als
Ausweichstrecke mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit, vor allem nachts,
befahren. Das nördliche Ende der Türkenstr. sowie die Georgenstr. entwickelt
sich zur "Rennstrecke" (siehe Bild "burnout", knapp 50m während IAA Mobility
Sperrung in Georgenstr.), was die Verkehrssicherheit für Anwohner,
Fußgänger und Radfahrer erheblich beeinträchtigt. Da bereits an der Kreuzung
Schellingstraße/Türkenstraße eine Fahrbahnschwelle vorhanden ist, sprechen
keine grundsätzlichen Bedenken (z.B. Rettungswege) gegen weitere
Maßnahmen. Die Umsetzung kann kostengünstig mit nachträglich
aufgebrachten, fahrradfreundlichen Kunststoffschwellen erfolgen.
=== B 03_VG 21.04.2026 oeff. 2.1 1..pdf ===
Datum: 07.08.2026
Telefon: 089 - 233-21333
Telefax:
Email: bag-mitte.dir@muenchen.de
Direktorium
HA II / BA
BA-Geschäftsstelle Mitte
An das Baureferat
(E) Antrag zur Verkehrsberuhigung Türkenstraße Nord/
Georgenstraße
Antrag zur Verkehrsberuhigung Türkenstraße Nord/ Georgenstraße
BV-Empfehlung Nr. 20-26 / E 03047 der Bürgerversammlung des 03. Stadtbezirkes
Maxvorstadt vom 20.10.2025
Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 19436
Abstimmungsergebnis
zur o.g. Sitzungsvorlage aus der Sitzung des
BA 03 - Maxvorstadt
vom 21. April 2026
☒ Zustimmung einstimmig
☐ Zustimmung mehrheitlich
☐ Ablehnung einstimmig (Begründung siehe unten)
☐ Ablehnung mehrheitlich (Begründung siehe unten)
Maßgaben / sonstige Hinweise:
Begründung der Ablehnung:
=== 20-26 _ E 03047_E 03047 7_Verkehrsberuhigung Tuerkenstrasse Nord-Georgenstrasse_oeff.pdf ===
Betreff
Antrag zur Verkehrsberuhigung Türkenstraße Nord/Georgenstraße
Antrag zum Themengebiet Verkehr
Die Landeshauptstadt München wird aufgefordert, das nördliche Ende der
Türkenstraße (ab Akademiestraße) sowie die westliche und südliche
Georgenstraße durch bauliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung (z.B. mind.
4 Fahrbahnschwellen) auszustatten. Begründung: Der genannte Bereich wird
insbesondere bei Sperrung der Leopoldstraße aufgrund von Straßenfesten als
Ausweichstrecke mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit, vor allem nachts,
befahren. Das nördliche Ende der Türkenstr. sowie die Georgenstr. entwickelt
sich zur "Rennstrecke" (siehe Bild "burnout", knapp 50m während IAA Mobility
Sperrung in Georgenstr.), was die Verkehrssicherheit für Anwohner,
Fußgänger und Radfahrer erheblich beeinträchtigt. Da bereits an der Kreuzung
Schellingstraße/Türkenstraße eine Fahrbahnschwelle vorhanden ist, sprechen
keine grundsätzlichen Bedenken (z.B. Rettungswege) gegen weitere
Maßnahmen. Die Umsetzung kann kostengünstig mit nachträglich
aufgebrachten, fahrradfreundlichen Kunststoffschwellen erfolgen.