=== 26-32 _ B 00075_B 00075 Antrag Nachbarschaftstage.pdf ===
Vermüllung der Maxvorstadt entgegenwirken – Nachbarschaftstage – AWM München am
Ackermannbogen als Vorbild nehmen
Wie in den Vorjahren waren auch die Nachbarschaftstage des AWM München auch am 09. Mai 2026
ein Erfolg am Ackermannbogen. Kostenlose Sperrmüllentsorgung, kostenlose Wertstoffannahme,
einen Tausch- und Verschenkmarkt, die Annahme von Waren für die Halle 2 und das Infomobil des
AWM waren vor Ort.
Der Bezirksausschuss Maxvorstadt fordert die Landeshauptstadt München in Zusammenarbeit mit
dem AWM-München dazu auf, die Maxvorstadt in die Aktion der Nachbarschaftstage mit
aufzunehmen. Ein Standort wäre beispielsweise der Josephsplatz und/oder der Arnulfpark.
Begründung
Die Vermüllung in der Maxvorstadt nimmt immer mehr zu. Sperrmüll wird vor die Häuser gestellt, in
der Hoffnung, dass er von irgendjemandem gebraucht wird, in der Regel muss dies jedoch von der
Straßenreinigung entsorgt werden, was zur Folge hat, dass diese ihre täglichen Touren nicht vollständig
schaffen kann, weil man die Fahrzeuge gesondert leeren muss und Zeit verloren geht, was sich
wiederum auf die Sauberkeit negativ auswirkt.
Antragsteller:
Gerhard Mittag
München, den 1. Juni 2026
Frederik Jehle Michael Laub Gerhard Mittag Simon Rettmann Isabell Simic Günther Westner
=== 26-32 _ B 00075_B 00075 Vermuellung Maxvorstadt - Nachbarschaftstage AS.pdf ===
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80335 München
Telefon: 089 233-722871
Telefax: 089 233-726057
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Raum und Ressourcen für München
Die Nachbarschaftstage sind ein seit 2023 laufender Pilotversuch des AWM, bei welchem in
wechselnden Vierteln die Aktivitäten zur Kreislaufwirtschaft und Abfallvermeidung vor Ort
bekannt gemacht und den Bewohner*innen ein temporäres und fußläufiges Angebot zur
Sperrmüllentsorgung zur Verfügung gestellt werden soll. Im Rahmen der vergangenen
Nachbarschaftstage bot der AWM insbesondere die Leistungen Sperrmüllentsorgung, die
Abgabe von Wertstoffen (z. B. Metall, Elektrogeräte, Altkleider), die Tausch- und
Verschenkbörsen für gut erhaltene Gegenstände sowie mobile Angebote der Halle 2 und eine
Abfallberatung an.
Die Veranstaltungen wurden in Kooperation mit lokalen Akteur*innen wie Nachbarschaftstreffs
und Wohnungsunternehmen umgesetzt und stießen auf hohe Akzeptanz.
Unabhängig von den Leistungen der Nachbarschaftstage stehen Münchner Bürger*innen
weiterhin die regulären Entsorgungsmöglichkeiten des AWM offen. Sperrmüll kann bis zu
einem Volumen von 2 m³ pro Tag kostenfrei an den zwölf Wertstoffhöfen abgegeben werden.
Zusätzlich besteht die Möglichkeit, eine kostenpflichtige Abholung über den
Sperrmüllabholdienst zu beauftragen.
Die Finanzierung der Nachbarschaftstage erfolgte in den Jahren 2023 bis 2024 aus dem
Budget der „Zero-Waste-Kampagne in Großwohnsiedlungen“. Bereits im Jahr 2025 gab es
keine finanzielle Unterstützung mehr von dieser Seite. Die Nachbarschaftstage stellen eine
personalintensive Maßnahme dar, die vom AWM im laufenden Betrieb zusätzlich an
Samstagen umgesetzt wird. Ohne entsprechende finanzielle Unterstützung kann dieses
Angebot daher nicht dauerhaft als kostenfreier Service aufrechterhalten werden.
Für das Jahr 2026 übernahm der AWM die Finanzierung von drei Nachbarschaftstagen, um
die Pilotphase abzuschließen und die gesammelten Erfahrungen hinsichtlich Aufwand, Nutzen
und Übertragbarkeit abschließend zu bewerten. Ab dem Jahr 2027 ist eine vollständige
Finanzierung durch den AWM jedoch nicht mehr möglich. Dies liegt zum Teil an höheren
Kosten und daran, dass städtische Fördermittel für die laufenden Pilotvorhaben wegfallen.
Zum anderen ist der AWM als gebührenfinanzierter Betrieb dazu verpflichtet, allen
Bürger*innen vergleichbare Leistungen anzubieten. Eine kostenlose Durchführung von
Nachbarschaftstagen ausschließlich an einzelnen Standorten würde daher zu einer
Ungleichbehandlung führen.
Für die Zukunft ist daher ein neues Finanzierungsmodell geplant. Analog zum Vorgehen in
Berlin, wonach der Senat die sogenannten „Kieztage“ finanziert und so für die gesamte Stadt
ermöglicht, wurde bereits ein Antrag gestellt, die Nachbarschaftstage in den städtischen
Leistungskatalog der Bezirksausschüsse aufzunehmen. Dadurch wird es den Bezirks-
ausschüssen ermöglicht, entsprechende Veranstaltungen eigenständig zu beauftragen.
Sobald die Termine feststehen, wird der AWM alle Bezirksausschüsse per E-Mail über das
Angebot informieren und zu einer Informationsveranstaltung einladen. Im Rahmen dieser
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Veranstaltung werden der Leistungsumfang sowie eine Kostenübersicht vorgestellt. Genaue
Zahlen liegen dem AWM aufgrund derzeit noch laufender Kalkulationen aktuell nicht vor.
Die Beauftragung eines Nachbarschaftstages erfolgt über einen Antrag des
Bezirksausschusses zur Bestellung einer städtischen Leistung im Ratsinformationssystem
(RIS). Anschließend wird der AWM rechtzeitig auf Sie zukommen, um die konkrete Umsetzung
eines Nachbarschaftstags in der Maxvorstadt gemeinsam zu planen. Die von Ihnen
vorgeschlagenen Standorte bieten hierfür bereits eine geeignete Grundlage. Wir würden uns
daher sehr freuen, nächstes Jahr gemeinsam einen Nachbarschaftstag für die Maxvorstadt
durchzuführen.
Der Antrag des Bezirksausschusses des Stadtbezirkes 03 - Maxvorstadt vom 16.06.2026 ist
damit satzungsgemäß erledigt.
Mit freundlichen Grüßen
gez.
Edwin Grodeke
Leiter des Kommunalreferats