=== 20-26 _ B 06740_C 1.2.1 NEU_Antrag Revitalisierung und Erhalt der U-Bahnhoefe in der Maxvorstadt_geschwaerzt_geschwaerzt.pdf ===
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München, den 01.06.2024
Revitalisierung und Erhalt der U-Bahnhöfe in der Maxvorstadt
Antrag
Der BA 3 bittet die Landeshauptstadt München (LHM), bei der Erneuerung der U-Bahnhöfe im
Bezirk durch ihre Tochtergesellschaften, die Stadtwerke München GmbH bzw. die Münchner
Verkehrsgesellschaft mbH, in die architektonische Neugestaltung rechtzeitig und angemessen
miteinbezogen zu werden. Dies betrifft nach aktuellem Stand folgende U-Bahnhöfe, die sich
zum Teil schon in der so genannten Transformation befinden, oder deren Umbau in den
nächsten Jahren geplant ist ¹:
• Linie U2: Josephsplatz und Theresienstraße
• Linie U1: Stiglmaierplatz
• Linie U1: Maillingerstraße (zusammen mit dem BA 9)
• Linien U3/U6: Universität
• Linien U3/U6 und U4/U5: Odeonsplatz (zusammen mit dem BA 1)
Weiter fordert der BA 3 die LHM auf, den an der Linie U2 gelegenen U-Bahnhof Königsplatz
in seiner ursprünglichen architektonischen Gestaltung weitestgehend zu erhalten. Für
unumgängliche architektonische Veränderungen (z.B. aufgrund von Brandschutzmaßnahmen)
soll der BA 3 ebenfalls rechtzeitig und angemessen miteinbezogen werden.
Begründung
Der BA 3 begrüßt grundsätzlich Maßnahmen zur Erneuerung und Modernisierung der oben
genannten U-Bahnhöfe, die in den 1970er und 1980er Jahren erbaut und nach damaligen
Maßstäben unter Beteiligung zahlreicher Architekturbüros gestaltet wurden ². Verbesserungen
wurden dem BA 3 bereits 2019 in Aussicht gestellt ³. Die erst Anfang diesen Jahres dem BA 3
vorgestellten Änderungen ¹ lassen aber nahezu keine optischen Verbesserungen oder gar
Aufwertungen erkennen. Im Gegenteil sind sie doch vielmehr Ausdruck einer Sparpolitik der
SWM/MVG, mit der ursprünglich ansprechende Bauwerke auf ein Minimum an Gestaltung
reduziert werden sollen. Dauerhaft entfernte Verkleidungselemente an Wänden und Decken
stellen nicht nur ein optisch erzeugtes Defizit dar, sondern sie verändern auch die Akustik in
den Bauwerken nachhaltig negativ. Im Zuge der nach wie vor angestrebten Verkehrswende
kann es daher nicht als zielführend angesehen werden, derart minimalistisch zu agieren.
Bereits heute gleichen die in die Jahre gekommenen U-Bahnanlagen der SWM/MVG mehr
und mehr Räumlichkeiten, die dem allseits bekannten Leitmotto vom „Umsteigen auf den
ÖPNV“ eher zuwiderlaufen als dieses klar zu unterstützen.
Beim U-Bahnhof Königsplatz, eröffnet im Herbst 1980, handelt es sich zudem um den mit
Abstand am aufwändigsten gestalteten U-Bahnhof entlang der damals als U8 bezeichneten
Linie vom Scheidplatz bis nach Neuperlach Süd ². Dieser ist durchaus als Baudenkmal zu
sehen, was nachfolgende Abbildungen zum Ausdruck bringen sollen. Er muss daher in seiner
ursprünglichen Gestaltung, insbesondere hinsichtlich Wand- und Stützenverkleidungen,
Bodenbeläge sowie der integrierten Vitrinen mit Exponaten aus bedeutsamen kulturellen
Einrichtungen der Maxvorstadt, weitestgehend erhalten bleiben. Abweichend von den
Abbildungen 1 bis 3 wurden die Deckenverkleidungen über den Gleisen bereits restlos entfernt
und ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis auch hier der architektonische Kahlschlag folgt.
BA 3, Juni 2024
Anhang: Abbildungen 1 bis 3
Fraktionen im Bezirksausschuss 3 München Maxvorstadt
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Anhang (Teil 2)
Abbildung 3: U-Bhf. Königsplatz, Bsp. für Fußbodengestaltung
Quellen:
¹: Protokoll der Sitzung des UA Mobilität und Öffentlicher Raum des BA 3 am 04.01.2024,
Anhang zu TOP C3.4: Präsentation der SWM/MVG, Erneuerung Hintergleisfassaden (…),
Stand 12.12.23.
²: Firmengruppe und U-Bahn-Referat der LHM (Hrsg.), U-Bahn-Linie 8/1, 1980,
Bruckmann KG, München.
³: Antrag Nr. 14-20 / B 05594 des BA 3 v. 11.12.2018 mit Antwort der LHM v. 14.02.2019,
https://risi.muenchen.de/risi/antrag/detail/5277926?dokument=v5277931#ergebnisse
(zuletzt abgerufen am 01.06.2024).
Abbildungen 1 bis 3:
u-bahn.muenchen.de, U-Bahnhof Königsplatz (U2, U8),
https://www.u-bahn-muenchen.de/netz/bahnhoefe/kn/ (Stand 01.06.2024).