=== 26-32 _ B 00077_B 00077SPD Antrag Spielhaus Sophienstrasse.pdf ===
Fraktion im Bezirksausschuss 3 Maxvorstadt
GEORG FLEISCHER, FELIX LANG, NELE METZLER (SPRECHERIN), SVEN MÜLLER
München, den 28.5.2026
Antrag: Erhalt des Spielhauses Sophienstraße
Der Bezirksausschuss 3 Maxvorstadt möge beschließen:
Der Bezirksausschuss fordert die Landeshauptstadt München sowie den
Kreisjugendring München-Stadt auf,
1. das Spielhaus in der Sophienstraße dauerhaft zu erhalten,
2. den Betrieb der Einrichtung weiterhin mit einer arbeitsfähigen und fachlich
angemessenen Personalstärke sicherzustellen, damit das bestehende Angebot für
Kinder und Familien zuverlässig fortgeführt werden kann,
3. mögliche organisatorische oder konzeptionelle Veränderungen ausschließlich
unter frühzeitiger und konstruktiver Beteiligung des bisherigen Personals zu prüfen
und weiterzuentwickeln, um die langjährige Erfahrung und fachliche Expertise der
Mitarbeitenden angemessen einzubeziehen.
Begründung
Der Presse war zuletzt zu entnehmen, dass Überlegungen bestehen, das Spielhaus
Sophienstraße in seiner bisherigen Form aufzugeben und stattdessen „zu einem
Stützpunkt für überregionale Ferienangebote“ mit reduziertem Personal
umzustrukturieren (AZ vom 27. Mai 2026).
Das Spielhaus in der Sophienstraße ist seit nahezu 80 Jahren ein fester Bestandteil
der Münchner Kinder- und Jugendarbeit und erfüllt bis heute eine wichtige soziale,
pädagogische und kulturelle Funktion.
Als niedrigschwelliger, offener Treffpunkt bietet die Einrichtung Raum für Spiel,
Begegnung, Kreativität und soziale Teilhabe. Besonders für die Schülerinnen und
Schüler des benachbarten Luisengymnasiums ist das Spielhaus ein wichtiger
Aufenthalts- und Begegnungsort im direkten schulischen Umfeld. Das Angebot
unterstützt nicht nur eine sinnvolle Freizeitgestaltung, sondern stärkt zugleich soziale
Kompetenzen, Gemeinschaftssinn und Integration.
Darüber hinaus ist das Spielhaus insbesondere während der Ferienzeiten ein
bedeutender Anlaufpunkt für Kinder und Familien aus dem gesamten Münchner
Stadtgebiet. Gerade in einer dicht bebauten Innenstadtlage sind frei zugängliche und
pädagogisch betreute Räume für Kinder von besonderer Bedeutung. Die Einrichtung
Fraktion im Bezirksausschuss 3 Maxvorstadt
GEORG FLEISCHER, FELIX LANG, NELE METZLER (SPRECHERIN), SVEN MÜLLER
leistet damit einen wichtigen Beitrag zu Chancengleichheit, Familienfreundlichkeit
und einer kindgerechten Stadtentwicklung.
Die langjährige Geschichte sowie die hohe Akzeptanz des Spielhauses verdeutlichen
seinen nachhaltigen Wert für die Stadtgesellschaft. Der Erhalt des Hauses bedeutet
daher nicht nur die Bewahrung eines traditionsreichen Ortes, sondern auch die
Sicherung eines dringend benötigten sozialen Angebots für heutige und kommende
Generationen.
Zudem konnten in den vergangenen Monaten Sicherheit und Sauberkeit im Umfeld
des Hauptbahnhofs und insbesondere im Alten Botanischen Garten spürbar
verbessert werden. Das Spielhaus trägt mit seiner kontinuierlichen Präsenz und
sozialen Arbeit zu dieser positiven Entwicklung bei. Eine deutliche Reduzierung des
Angebots oder eine Nutzung ausschließlich in Ferienzeiten würde die bisherigen
Fortschritte gefährden und könnte zu Rückschritten im Quartier führen.
Initiative:
Georg Fleischer
Felix Lang
=== 26-32 _ B 00077_B 00077 SPD Antrag Spielhaus Sophienstrasse AS.pdf ===
Orleansplatz 11
81677 München
Telefon: 233 – 48088
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LHM-Schutzbedarf:
2
]
Landeshauptstadt
München
Sozialreferat
Dorothee Schiwy
Sozialreferentin
Landeshauptstadt München
Direktorium,
BA-Geschäftsstelle Mitte
Vorsitzende des BA 03
Frau Dr. Svenja Jarchow-Pongratz
Marienplatz 8
80331 München
Datum: 20.08.2026
Erhalt des Spielhauses Sophienstraße
BA-Antrags-Nr. 26-32 / B 00077 des Bezirksausschusses
des Stadtbezirkes 03 - Maxvorstadt vom 16.06.2026
Sehr geehrte Frau Dr. Svenja Jarchow-Pongratz,
bei dem o. g. Antrag handelt es sich um eine laufende Angelegenheit der Verwaltung,
weswegen die Erledigung auf dem Büroweg erfolgt.
Mit Ihrem Antrag fordern Sie das Sozialreferat auf, das Spielhaus in der Sophienstraße
dauerhaft zu erhalten, qualifiziertes Personal für die zuverlässige Betreuung sicherzustellen
und das bisherige Personal bei organisatorischen Veränderungen einzubeziehen, um deren
Erfahrung zu nutzen.
Die Haushaltslage der Landeshauptstadt München erfordert seit mehreren Jahren
Konsolidierungsbeiträge sämtlicher Referate. Von diesen Mittelkürzungen ist auch das
Sozialreferat betroffen und damit auch der dort verortete Zuschusshaushalt für die Freie Seite.
Gleichzeitig erhöhen sich durch die Auswirkungen der vorangegangenen Krisen, aber auch
durch aktuelle Kostensteigerungen die finanziellen Bedarfe der vom Sozialreferat
bezuschussten Träger und Projekte. Daher war es erforderlich einen Prozess aufzusetzen, um
Lösungen zu finden, wie unter den genannten Konsolidierungsbeiträgen aber andererseits
auch mit Blick auf die stetigen Kostensteigerungen im Personal- und Sachkostenbereich, mit
dem zur Verfügung stehenden Zuschussbudget bedarfsgerecht umgegangen werden kann.
Daher hat das Sozialreferat gemeinsam mit der ARGE Freie, KJR, Münchner Trichter den
Zukunftssicherungsprozess begonnen. Ziel dieses Prozesses ist die soziale Landschaft und
Angebotsstruktur weitestmöglich aufrecht zu erhalten und die bestehenbleibenden Projekte
auskömmlich auszufinanzieren.
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LHM-Schutzbedarf:
2
]
Es wurden gemeinsam sogenannte Abwägungskriterien erarbeitet, die sowohl Daten
(Monitoring für das Sozialreferat, Bevölkerungsprognose etc.) als auch qualitativ fachliche
Gesichtspunkte berücksichtigen. Mit dieser Methodik wurde die bestehende
Angebotslandschaft durch die Verwaltung im Hinblick auf Anpassungsoptionen betrachtet.
Die Träger konnten zudem Rückmeldungen zu möglichen Synergien einspeisen. Diese fließen
in die Gesamtbetrachtung ein und werden – dort wo möglich – entsprechend berücksichtigt.
Um Sie möglichst frühzeitig über den Prozess und das Vorgehen zu informieren, fand am
09.06.2026 die Informationsveranstaltung für die Bezirksausschüsse des Sozialreferats statt.
Im Rahmen des Mitzeichnungsverfahrens der Bezirksausschüsse für den genannten
Beschluss wird darauf geachtet, dass die Frist ausreichend für eine Befassung ist.
Im Vorfeld des Mitzeichnungsverfahrens wird es noch eine weitere Veranstaltung mit den
Bezirksausschüssen zu den Ergebnissen des Prozesses geben. Der Termin wird noch
festgesetzt.
Die Befassung des Stadtrats mit den Ergebnissen des Zukunftssicherungsprozesses – auch
zum Spielhaus in der Sophienstraße – ist voraussichtlich für Dezember 2026 vorgesehen.
Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich Ihnen deshalb leider noch keine weitergehende Information
geben, da der Prozess noch nicht abgeschlossen ist. Hierfür muss ich um Verständnis bitten.
Der Antrag Nr. 26-32 / B 00077 des Bezirksausschusses des 3. Stadtbezirkes vom 16.06.2026
ist damit geschäftsordnungsgemäß behandelt.
Bei weiteren Fragen können Sie sich gerne an folgendes Gruppenpostfach wenden:
jugendarbeit.soz@muenchen.de
Mit freundlichen Grüßen
gez.
Dorothee Schiwy
Berufsmäßige Stadträtin