=== 26-32 _ B 00078_B 00078 Eilantrag Zieblandstrasse.pdf ===
FRAKTION IM BEZIRKSAUSSCHUSS 3 MAXVORSTADT
Fraktionsvorsitzender: Dr. Gerhard Pischel
Lionel Behrends, Christine Cmarits, Rebecca Hartmann,
Dr. Svenja Jarchow, Regine Pell, Gerhard Müller,
Valeska Schmidt, Nadine Stryewski, Richard Weiss
Internet: www.gruene-maxvorstadt.de
München, den 16.06.2026
Eilantrag für die BA-Sitzung am 16.06.2026
Erhalt des Wohnheims in der Zieblandstraße
Der BA3, Maxvorstadt fordert die Landeshauptstadt München (LHM) auf, den Verkauf des
Wohnheims in der Zieblandstraße zu verhindern.
Hierfür soll sofort mit der Caritas und dem anscheinend bereits vorhandenen Käufer Kontakt
aufgenommen werden und der Stand des Verkaufs sowie die Konditionen geklärt werden.
Zudem wird die LHM aufgefordert auf Kardinal Marx zuzugehen und diesen in einem
persönlichen Gespräch über die Tragweite des Verkaufs zu informieren und ihn zu bitten von
seinem Vetorecht aufgrund der Satzung der Caritas Gebrauch zu machen.
Es müssen schnellstmöglich die Bedingungen für die Studierenden/Auszubildenden geklärt
werden, da die Mietverträge nur noch semesterweise vergeben wurden.
Hierbei wird auch gebeten die Möglichkeiten einer Übernahme durch die Münchner Wohnen
oder andere städtische Beteiligungen zu prüfen.
Zudem sollen die 5 Arche-Wohneinheiten gesichert werden. Auch hierfür bitten wir die LHM
Möglichkeiten zu finden und auszuschöpfen.
Begründung:
Der Bezirksausschuss setzt sich schon länger für den Erhalt des Wohnheims ein. Es gibt für
die Personengruppe keine Alternativen in der Maxvorstadt und auch nur sehr wenige in
München. Der Erhalt der sozialen Strukturen muss unbedingt gewährleistet werden.
Für die Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN
Richard Weiss
=== 26-32 _ B 00078_B 00078 Eilantrag Ziebland AS.pdf ===
Orleansplatz 11
81677 München
Telefon: 233 – 48088
[
LHM-Schutzbedarf:
2
]
Landeshauptstadt
München
Sozialreferat
Dorothee Schiwy
Sozialreferentin
Landeshauptstadt München
Direktorium, BA-Geschäftsstelle Mitte
Vorsitzende des BA 03
Frau Dr. Jarchow-Pongratz
Marienplatz 8
80331 München
Datum: 12.08.2026
[ LHM-Schutzbedarf: 2 ]
Erhalt des Wohnheims in der Zieblandstraße
BA-Antrags-Nr. 26-32 / B 00078 des Bezirksausschusses
des Stadtbezirkes 03 - Maxvorstadt vom 16.06.2026
Sehr geehrte Frau Dr. Jarchow-Pongratz,
bei dem o. g. Antrag handelt es sich um eine laufende Angelegenheit der Verwaltung,
weswegen die Erledigung auf dem Büroweg erfolgt.
Mit o. g. Antrag fordert der BA 03-Maxvorstadt die Landeshauptstadt München (LHM) auf, den
Verkauf des Wohnheims in der Zieblandstraße zu verhindern.
Hierfür soll mit der Caritas und dem bereits vorhandenen Käufer Kontakt aufgenommen
werden und der Stand des Verkaufs sowie die Konditionen geklärt werden.
Zudem wird die LHM aufgefordert auf Herrn Kardinal Marx zuzugehen und diesen in einem
persönlichen Gespräch über die Tragweite des Verkaufs zu informieren und ihn zu bitten von
seinem Vetorecht aufgrund der Satzung der Caritas Gebrauch zu machen.
Es müssten schnellstmöglich die Bedingungen für die Studierenden/Auszubildenden geklärt
werden, da die Mietverträge nur noch semesterweise vergeben wurden.
Hierbei wird auch gebeten, die Möglichkeiten einer Übernahme durch die Münchner Wohnen
oder andere städtische Beteiligungen zu prüfen.
Zudem sollen die fünf Arche-Wohneinheiten gesichert werden. Auch hierfür wird die LHM
gebeten, Möglichkeiten zu finden und auszuschöpfen.
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[
LHM-Schutzbedarf:
2
]
Das Sozialreferat nimmt dazu wie folgt Stellung:
Das Sozialreferat war bereits im vergangenen Jahr mehrfach mit der Caritas im Austausch
bezüglich der geplanten weiteren Verwertung des Wohnheims in der Zieblandstraße und hat
zur Immobiliensituation insgesamt mit der Geschäftsführung der Caritas persönlich Gespräche
geführt.
Zum Gesprächszeitpunkt war bereits klar, dass die Landeshauptstadt München angesichts der
städtischen Finanzsituation nicht in die Verkaufsverhandlungen für das Wohnheim einsteigen
kann.
Gleichzeitig hatte der damalige Herr Oberbürgermeister Reiter bereits im Juli 2025 mit einem
persönlichen Schreiben an den Caritas Vorstand sowie Herrn Kardinal Marx an die soziale
Verantwortung appelliert, das Wohnheim zu erhalten und sich weiter im Bereich des
Auszubildendenwohnens zu engagieren.
Die Caritas teilte daraufhin mit, dass sich der Verband künftig auf seine Kernkompetenz, den
Betrieb von sozialen Einrichtungen, konzentrieren möchte.
Durch Verkauf des Immobilienbestands und zukünftige Anmietung von geeigneten Objekten
solle die "Baulast" in Form der bisher durch die Caritas als Eigentümer*in erbrachten
Aufwände für Betrieb und Instandhaltung der Gebäude verringert werden. Am Verkauf wurde
weiterhin festgehalten.
Im Juni 2026 hat das Sozialreferat erfahren, dass es einen Käufer gibt, der das Wohnheim
unter sozialen Gesichtspunkten weiterführen wird. Aus der Presse war im Juli zu entnehmen,
dass sich die Konditionen vor Ort jedoch künftig verändern sollen.
Das Sozialreferat hat in der Folge Kontakt zum neuen Eigentümer sowie zur Caritas
aufgenommen, um den tatsächlichen Sachstand abzufragen.
Im Rahmen eines persönlichen Gesprächs mit den neuen Eigentümern wurden das
Sozialreferat informiert, dass der Verkauf des Objektes vollzogen ist. Das Objekt soll künftig
komplett als Studierendenwohnheim, wie es laut Aussage der Eigentümer zum Zeitpunkt des
Verkaufs überwiegend auch genutzt wurde, weitergeführt werden.
Aktuelle Mietverhältnisse bleiben jedoch unverändert bestehen, neue Mietverhältnisse werden
– ebenfalls analog der bisherigen Vergabepraxis – befristet für vier Semester vergeben.
Bezüglich der bestehenden Mietverhältnisse von Arche und Azubis teilte die Caritas auf
Anfrage des Sozialreferates schriftlich mit, dass sie mit allen Mietenden seit Längerem im
Austausch sei, allerdings zu einzelnen Mietverhältnissen keine Auskunft geben könnte.
Im Zuge des gemeinsamen Gesprächs signalisierten die neuen Eigentümer aber durchaus
Interesse, mit der LHM zusammenarbeiten zu wollen, sofern die Lösung wirtschaftlich
tragfähig wäre. Nachdem die Mietverträge für die Studierenden befristet sind, kann im
Grundsatz auch mittelfristig wieder in Richtung (volljährige) Auszubildende umsteuert werden.
Es wurde vereinbart, dass das Sozialreferat in Kooperation mit dem Azubiwerk und die
Eigentümer weiter im Kontakt bleiben, um Möglichkeiten für die Zielgruppe der
Auszubildenden zu eruieren.
Das Sozialreferat sieht aufgrund des dargelegten Sachverhalts derzeit über den Kontakterhalt
und die Gesprächsbereitschaft hinaus keine weiteren Möglichkeiten, um auf den künftigen
Betrieb des Wohnheimes einzuwirken.
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[
LHM-Schutzbedarf:
2
]
Der Antrag Nr. 26-32 / B 00078 des Bezirksausschusses des 03. Stadtbezirkes vom
16.06.2026 ist damit geschäftsordnungsgemäß behandelt.
Bei weiteren Fragen können Sie sich gerne an folgendes Gruppenpostfach wenden:
belegrechtsprogramm@muenchen.de
Mit freundlichen Grüßen
gez.
Dorothee Schiwy
Berufsmäßige Stadträtin