Erhalt der Palliativstation München-Klinik Schwabing München Klinik gGmbH (MüK)

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=== 20-26 _ V 17877_V 17877 MueK Erhalt Palliativstation KS BE.pdf === Telefon: 233-747675 Gesundheitsreferat Gesundheitsplanung Beteiligungsmanagement Kliniken GSR-GP-BM Erhalt der Palliativstation München-Klinik Schwabing München Klinik gGmbH (MüK) Erhalt der Palliativstation München-Klinik Schwabing, Empfehlung Nr. 20-26 / E 02799 der Bürgerversammlung des Stadtbezirks 4 - Schwabing- West vom 25.06.2025 Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 17877 Beschluss in der Sitzung des Gesundheitsausschusses vom 16.10.2025 (SB) Öffentliche Sitzung Kurzübersicht zum beiliegenden Beschluss Anlass Empfehlung der Bürgerversammlung des 4. Stadtbezirks Schwabing West vom 25.06.2025 zum Erhalt der Palliativstation in der München Klinik Schwabing mit zehn Plätzen. Inhalt • Begriffsdefinitionen • Sachstand Palliativstation der München Klinik gGmbH • Gründe für die Verlagerung der Palliativstation Schwabing Gesamtkosten / Gesamterlöse -/- Klimaprüfung Eine Klimaschutzrelevanz ist gegeben: Nein Entscheidungs- vorschlag Der BV-Empfehlung „Erhalt der Palliativstation München-Klinik Schwabing“, Empfehlung Nr. 20-26 / E 02799 der Bürgerversammlung des Stadtbezirks 4 - Schwabing-West vom 25.06.2025 wird nicht entsprochen. Gesucht werden kann im RIS auch unter Palliativstation, München Klinik gGmbH, Schwabing Ortsangabe Stadtbezirk 4 - Schwabing Telefon: 233-787413 Gesundheitsreferat Gesundheitsplanung Beteiligungsmanagement Kliniken GSR-GP-BM Erhalt der Palliativstation München-Klinik Schwabing München Klinik gGmbH (MüK) Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 17877 1 Anlage Beschluss in der Sitzung des Gesundheitsausschusses vom 16.10.2025 (SB) Öffentliche Sitzung I. Vortrag der Referentin Mit Empfehlung Nr. 20-26 / E 02799 der Bürgerversammlung des Stadtbezirks 4 - Schwabing-West vom 25.06.2025 „Erhalt der Palliativstation München-Klinik Schwabing“ fordert der Bezirksausschuss den Erhalt der Palliativstation in der München Klinik Schwabing (MüK) mit zehn Plätzen, da es in Schwabing West und in den anderen Kliniken im Münchner Norden, Münchner Osten und in der München Klinik Bogenhausen keine Palliativstation gebe. In der Empfehlung wird vorgetragen, dass die Palliativstation in Schwabing noch im Jahr 2025 geschlossen werden solle. Mit der vorliegenden Beschlussvorlage wird der aktuelle Stand der Palliativversorgung der München Klinik gGmbH aufgezeigt, und es werden die Gründe für die Verlagerung der Palliativstation im Klinikum Schwabing genannt. Des Weiteren wird dem Stadtrat ein Entscheidungsvorschlag zur Empfehlung Nr. 20-26 / E 02799 vorgelegt. 1. Begriffsdefinitionen und Palliativversorgung in der München Klinik gGmbH München verfügt über ein umfangreiches und breit gefächertes Angebot an palliativmedizinischen Leistungen. Mit Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 15775 „Hospiz- und Palliativversorgung München – Aktueller Stand“ wurde dem Gesundheitsausschuss am 22.05.2025 ausführlich über die hospizliche und palliative Versorgung in München berichtet. 1.1 Begriffsdefinition Nachfolgend werden verschiedenen Bereiche der Palliativversorgung erläutert: • Allgemeine Palliativversorgung im Krankenhaus: Die allgemeine Palliativversorgung im Krankenhaus findet außerhalb der Palliativstationen in den Fachabteilungen und Allgemeinstationen im Rahmen der Regelversorgung statt. Seite 2 • Spezialisierte Palliativversorgung durch Palliativdienste: Der Palliativdienst (auch: Palliativmedizinischer Dienst, Palliativ Konsiliardienst, Palliativteam) betreut stationäre Patient*innen, die außerhalb einer Palliativstation behandelt werden. Ein Palliativdienst im Krankenhaus ist ein spezialisiertes Team aus Mitarbeitenden unterschiedlicher Berufsgruppen (Ärzt*innen, Pflegenden, Sozialarbeiter*innen, Körpertherapeut*innen). • Spezialisierte Palliativversorgung auf Palliativstationen: Eine Palliativstation ist Teil eines Akutkrankenhauses. Dort werden Patient*innen mit einer nicht heilbaren und lebensbegrenzenden Erkrankung ganzheitlich durch ein multiprofessionelles Team betreut. Ziel der Aufnahme auf eine Palliativstation ist die fachgerechte Linderung krankheitsbedingter Symptome, z. B. Schmerzen, Atemnot, Angst, Übelkeit, Unruhe, um eine Verbesserung der Lebensqualität zu ermöglichen. 1.2 Palliativmedizin an der München Klinik Die Palliativmedizin ist ein wesentlicher Bestandteil eines ganzheitlichen Therapieangebotes bei schweren Erkrankungen ohne kurative Therapiemöglichkeit. Die stationäre Palliativmedizin fokussiert sich auf die Symptomkontrolle, sofern eine Behandlung im häuslichen Umfeld nicht gewährleistet werden kann. Die MüK kooperiert dabei mit Hausärzt*innen (palliativmedizinische Grundversorgung) und SAPV-Teams (spezielle ambulante Palliativversorgung), um eine palliativmedizinische Versorgung sowohl stationär als auch ambulant sicherzustellen. Neben dem Palliativangebot für Erwachsene bietet die München Klinik an den Standorten Schwabing und Harlaching auch eine spezialisierte pädiatrische Palliativversorgung an. Das multiprofessionelle Kinderpalliativteam begleitet schwerstkranke Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit unheilbaren oder lebensverkürzenden Erkrankungen sowie deren Familien ganzheitlich. Das palliativmedizinische Leistungsangebot der MüK (Palliativstationen) stellt sich aktuell wie folgt dar: • Standort Harlaching (10 Betten, künftig 18) • Standort Schwabing (8 Betten, künftig 0) Die MüK wird die spezialisierte Versorgung stationärer Palliativpatient*innen künftig auf einer erweiterten Palliativstation am Standort Harlaching anbieten. Diese entsteht durch die Zusammenlegung der bisherigen Palliativstationen der München Klinik Schwabing und der München Klinik Harlaching. Mit Inbetriebnahme des Neubaus Harlaching werden die entsprechenden Betten- und Versorgungskapazitäten vom Standort Schwabing nach Harlaching verlagert. Im Rahmen des vom Stadtrat beschlossenen Zielbild MüK 20++ und Medizinkonzept (Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 13436 vom 24.07.2024) wird die stationäre Palliativmedizin folglich gebündelt und konzentriert. Für alle weiteren Klinikstandorte ist die Einrichtung eines spezialisierten palliativmedizinischen Konsiliardienstes vorgesehen, der eine standortübergreifende, bedarfsgerechte Versorgung sowie eine fachlich qualifizierte Unterstützung gewährleistet: • Palliativdienste mit multiprofessionellem Team: Standorte Harlaching, Bogenhausen, Neuperlach • Allgemeine Stationäre Pädiatrische Palliativversorgung (ASPPV): Kinderklinik Harlaching und Kinderklinik Schwabing • Spezialisierte Ambulante Pädiatrische Palliativversorgung (SAPPV) (auch Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung für Kinder und Jugendliche: SAPV- KJ): SAPPV-Team „Kleine Riesen“ vom Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, eine Kooperation der München Klinik und des Klinikums Rechts der Isar Seite 3 TU München (derzeit in der Zulassungsphase als SAPPV-Team) 2. Gründe für die Verlagerung der Palliativstation in Schwabing Der Freistaat Bayern und die Landehauptstadt München investieren über eine Milliarde Euro in die Modernisierung und in Neubauten der München Klinik. Das ist eines der größten Zukunftsprojekte im deutschen Gesundheitswesen. Dahinter steht ein medizinisches Konzept der Zentrenbildung und klarer medizinischer Schwerpunkte an den Standorten der München Klinik. In diesem Kontext werden Fachbereiche zu großen Einheiten zusammengeführt. Das Medizinkonzept sieht vor dem Hintergrund u. a. vor, die Palliativmedizin an zwei Standorten der Maximalversorgung – München Klinik Bogenhausen und München Klinik Harlaching – zu konzentrieren und auch vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Herausforderungen und der Neustrukturierung medizinischer Schwerpunkte im Sinne der Krankenhausreform zu bündeln. Die Fokussierung auf Zentren und die Bündelung von Leistungen ist auch bedingt durch die laufende Krankenhausreform des Bundes. Zentren sorgen für eine höhere und bessere Verfügbarkeit der Leistungen durch größere Teams, in denen Ausfälle kompensiert werden können. Vor allem steigt nachweislich die Behandlungsqualität für die Patient*innen durch höhere Fallzahlen und damit größerer Erfahrung und mehr Expertise in großen Zentren. Die Krankenhausstrukturen befinden sich insgesamt in Deutschland im Wandel. Auch die München Klinik ist mit den Neubauten und der damit verbundenen Zentrenbildung in einem aktiven Transformationsprozess – das Konzept dazu wurde gemeinsam mit den Mitarbeitenden entwickelt und im vergangenen Jahr vom Stadtrat beschlossen (Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 13436 vom 24.07.2024). Neben den dargestellten Erläuterungen und Herausforderungen wurde im Rahmen der Neubaupläne am Standort Harlaching die spezialisierte Versorgung stationärer Palliativpatient*innen auf einer eigenen Palliativstation vorgesehen. Durch die Zusammenlegung der Palliativstation Schwabing und Harlaching werden die Kapazitäten in Harlaching dabei um die Palliativplätze aus Schwabing erweitert. 3. Palliativmedizinische Versorgung in der Region Neben den genannten Standorten der München Klinik existieren Palliativstationen auch an folgenden weiteren Krankenhäusern: - TUM Universitätsklinikum rechts der Isar - Klinikum der Universität München – Dr. von Haunersches Kinderspital - Klinikum der Universität München – Campus Großhadern - Krankenhaus Barmherzige Brüder München Darüber hinaus sind gemäß Fachprogramm „Palliativversorgung in Krankenhäusern“ laut Krankenhausplan des Freistaats Bayern an folgenden weiteren Münchner Krankenhäusern zudem Palliativdienste eingerichtet: - HELIOS Klinikum München-West - Klinikum Dritter Orden - Rotkreuzklinikum München Die vorstehend aufgeführten Palliativstationen bzw. Palliativdienste an Krankenhäusern sowohl der München Klinik als auch anderer Trägerinstitutionen, deren Aufzählung nicht zwingend abschließend ist, sind ausgewogen über das Stadtgebiet verteilt und tragen somit zu einer angemessenen und für alle Bürger*innen erreichbaren stationären Seite 4 Palliativversorgung in München bei. Außerhalb ausgewiesener Palliativstationen erfolgt die Palliativbehandlung in Kliniken zunehmend durch spezialisierte konsiliarische Palliativdienste, deren Anzahl zuletzt ausgebaut wurde. Eine Reduktion des Versorgungsangebots findet daher nicht statt. Es kommt lediglich zu einer regionalen Verschiebung ausgewiesener palliativstationärer Betten in einem insgesamt überschaubaren Ausmaß. Die Verlagerung der momentan noch bestehenden acht Betten der Palliativstation von der München Klinik Schwabing an die München Klinik Harlaching lässt nicht befürchten, dass es im Münchner Norden bzw. Osten oder anderen Regionen zu einer relevanten Verschlechterung der Versorgungsituation kommt. Demgegenüber stehen jedoch qualitative Vorteile in der Patient*innenversorgung, welche durch die Zentralisierung der stationären Leistungserbringung an entsprechend ausgestatteten und erfahrenen Zentren entstehen. Das GSR beobachtet die Entwicklungen in der regionalen Hospiz- und Palliativversorgung und wird weiterhin die Vernetzung sowie die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Leistungserbringer*innen an den Schnittstellen zwischen stationären und ambulanten Angeboten fördern und unterstützen. Die Notwendigkeit dieser Vernetzung bleibt ein zentrales Thema im Hospiz- und Palliativnetzwerk München. Innerhalb des Netzwerks hat der Arbeitskreis „Palliativversorgung im Krankenhaus“ das Ziel, Wissen und Erfahrungen von Palliativstationen und palliativen Diensten der Münchener Kliniken zu bündeln, zu diskutieren und interne Abläufe zu optimieren. Zudem wird angestrebt, die Schnittstellen zu den weiterführenden ambulanten Palliativangeboten zu verbessern, um schnell auf die teilweise dynamisch wechselnden Versorgungsbedürfnisse reagieren zu können. Auf Grund der aufgeführten Erläuterungen wird vorgeschlagen, der BV-Empfehlung Erhalt der Palliativstation München-Klinik Schwabing, Empfehlung Nr. 20-26 / E 02799 der Bürgerversammlung des Stadtbezirks 4 - Schwabing-West vom 25.06.2025 nicht zu entsprechen. 4. Klimaprüfung Ist Klimaschutzrelevanz gegeben: Nei...

Sitzungsinformationen

Bezirksausschuss

Bezirksausschuss 04 - Schwabing-West

Sitzungsdatum

26.11.2025 um 19:30 Uhr

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