(U) Kanalnetz Sanierung des Hauptsammelkanals Oberwiesenfeld Abschnitt zwischen Waisenhausstraße/Klugstraße un…

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(U) Kanalnetz Sanierung des Hauptsammelkanals Oberwiesenfeld Abschnitt zwischen Waisenhausstraße/Klugstraße und Knoten 3 (Abschnitt West) sowie Abschnitt zwischen Schleißheimer Straße und Leopoldstraße (Abschnitt Ost) Projektgenehmigung

Sanierung

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=== 20-26 _ V 17112_V 17112 Sanierung HSK Oberwiesenfeld BE.pdf === Telefon: 089 233-62320 Münchner Stadtentwässerung Kanalnetz Sanierung des Hauptsammelkanals Oberwiesenfeld Abschnitt zwischen Waisenhausstraße/Klugstraße und Knoten 3 (Abschnitt West) sowie Abschnitt zwischen Schleißheimer Straße und Leopoldstraße (Abschnitt Ost) Projektgenehmigung Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 17112 Beschluss des Stadtentwässerungsausschusses vom 16.09.2025 (SB) Öffentliche Sitzung Kurzübersicht zum beiliegenden Beschluss Anlass Sanierung des Hauptsammelkanals Oberwiesenfeld Inhalt Projektgenehmigung Gesamtkosten / Gesamterlöse 147,5 Mio. Euro brutto Klimaprüfung Eine Klimaschutzrelevanz ist gegeben: Ja, negativ Anhand des Klimaschutzcheck 2.0 des Referates für Klima- und Umweltschutz und ergänzenden Berechnungen wurde das Vorhaben als teilweise klimarelevant bewertet, genauere Erläuterungen sind im Beschlusstext zu finden. Entscheidungs- vorschlag 1. Auf der Grundlage des Projekthandbuches 2 wird das Projekt „Sanierung des Hauptsammelkanals Oberwiesenfeld Abschnitt zwischen Waisenhausstraße/Klugstraße und Knoten 3 (Abschnitt West) sowie Abschnitt zwischen Schleißheimer Straße und Leopoldstraße (Abschnitt Ost)“ mit Gesamtkosten in Höhe von 147,5 Mio. Euro brutto genehmigt. 2. Die Münchner Stadtentwässerung wird beauftragt, die Baumaßnahme durchzuführen. Gesucht werden kann im RIS auch unter: - Münchner Stadtentwässerung - Kanalsanierung - Oberwiesenfeld Ortsangabe - 4. Stadtbezirk Schwabing-West - 9. Stadtbezirk Neuhausen - Nymphenburg - 12. Stadtbezirk Schwabing - Freimann - Klugstraße - Schleißheimer Straße - Rümannstraße Telefon: 089 233-62320 Münchner Stadtentwässerung Kanalnetz Sanierung des Hauptsammelkanals Oberwiesenfeld Abschnitt zwischen Waisenhausstraße/Klugstraße und Knoten 3 (Abschnitt West) sowie Abschnitt zwischen Schleißheimer Straße und Leopoldstraße (Abschnitt Ost) Projektgenehmigung Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 17112 Anlagen 1. Projekthandbuch 2 2. Stellungnahme des BA 4 zur BA-Anhörung vom 04.07.2025 3. Stellungnahme des BA 9 zur BA-Anhörung vom 11.07.2025 Beschluss des Stadtentwässerungsausschusses vom 16.09.2025 (SB) Öffentliche Sitzung I. Vortrag der Referentin 1. Anlass Für die vorgenannte Maßnahme wurde durch die Werkleitung der Münchner Stadtentwässerung am 18.12.2019 das Bedarfsprogramm genehmigt, um die Grundlagenermittlung und Vorplanung durchzuführen. Ebenfalls wurde am 13.12.2023 die Vorprojektgenehmigung beschlossen, um die Entwurfsplanung und Genehmigungsplanung durchzuführen. Auf Grundlage der Ergebnisse der Entwurfsplanung wurde das Projekthandbuch 2 erarbeitet. Der Entwurf der Maßnahme „Sanierung des Hauptsammelkanals Oberwiesenfeld Abschnitt zwischen Waisenhausstraße/Klugstraße und Knoten 3 (Abschnitt West) sowie Abschnitt zwischen Schleißheimer Straße und Leopoldstraße (Abschnitt Ost)“ wird hiermit zur Genehmigung vorgelegt. Der Hauptsammelkanal Oberwiesenfeld (HSK OWF) wurde zwischen 1906 bis 1912 erstellt und ist seither ein wichtiger Bestandteil mit übergeordneter Verbindungsfunktion im Münchner Kanalnetz. Der Sammelkanal verläuft auf einer Gesamtlänge von ca. 4,5 km ausgehend von der Waisenhausstraße und der Klugstraße durch das Olympiaparkgelände und anschließend über die Schleißheimer Straße bis zur Leopoldstraße. Das Kanalprofil des HSK OWF wurde als Haubenprofil mit Trockenwettergerinne und seitlichen Laufbermen ausgebildet. Die lichte Höhe beträgt ca. 3,35 m, die Breite des Kanals ca. 4,20 m. Die Tragkonstruktion des Kanals besteht aus einer sogenannten „Stampfbetonkonstruktion“ mit einer Klinkerauskleidung. Seite 2 Der Kanal weist in einigen Teilen seit einem längeren Zeitraum erhebliche Schäden auf und wird daher seit 2004 einem intensiven Monitoring mit einer regelmäßigen Beobachtung der Schadensbildentwicklung unterzogen. Die Auswertung der Rissbewegungen hat gezeigt, dass eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Risse hin zu einem kritischen statischen Zustand in mittelfristiger Zukunft für das gesamte Bauwerk nicht mit der notwendigen Sicherheit ausgeschlossen werden kann. Auf Grund dieser Feststellungen wurde vom Ingenieurbüro Schiessl-Gehlen-Sodeikat empfohlen, den Kanal auf gesamter Länge einer Sanierung zu unterziehen. Der stärker geschädigte Abschnitt zwischen der Dachauer Straße und der Schleißheimer Straße wurde aufgrund der höheren Dringlichkeit bereits 2015 - 2018 saniert. Die nun zur Sanierung vorgesehene Kanalstrecke mit einer Gesamtlänge von ca. 2.855 m teilt sich in folgende Teilabschnitte auf: Abschnitt Sanierungslänge Waisenhausstraße/Klugstraße bis Knoten 3 (Sanierungsabschnitt West) ca. 750 m Schleißheimer Straße bis Leopoldstraße (Sanierungsabschnitt Ost) ca. 2.105 m Tabelle 1: Sanierungsabschnitte und -längen Der Sanierungsabschnitt West erstreckt sich von der Kreuzung Waisenhausstraße/ Klugstraße im Straßenbereich der Klugstraße in östliche Richtung bis zum sogenannten Verteilerbauwerk „Knoten 3“ im Kreuzungsbereich Dachauer Straße/ Landshuter Allee. Der Sanierungsbereich Ost beginnt an der Bechsteinstraße nahe dem Kreuzungsbereich Ackermannstraße/Schleißheimer Straße und endet an der Leopoldstraße. 2. Auswahl des Sanierungsverfahrens Im Zuge der Vorplanung (Variantenuntersuchung) wurden verschiedene mögliche Sanierungsverfahren zur Instandsetzung des Hauptsammelkanals untersucht und nach technischen, wirtschaftlichen und umweltrelevanten Kriterien bewertet. Der Neubau des Kanals in anderer Trassenführung wurde aus Kostengründen und aufgrund bestehender Konfliktpunkte mit dem vorhandenen U-Bahnnetz nicht weiterverfolgt. Die Sanierung durch Auskleidung des Altkanals mit einem Rohr-in-Rohr-System mittels vorgefertigter Rohrprofile aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK-Einzelrohrliningverfahren) führt bei Betrachtung der Sanierungsverfahren im Kanalbestand zu den geringsten Oberflächeneingriffen und gleichzeitig zu minimalen hydraulischen Querschnittsverlusten. Das Verfahren wurde bereits im sanierten Abschnitt zwischen Dachauer Straße und Schleißheimer Straße angewandt und hat sich als praktikable Lösung erwiesen. Seite 3 3. Planungskonzept Im Zuge des GFK-Einzelrohrliningverfahrens werden die werkseitig hergestellten Rohrprofile zur Baustelle geliefert und über neu herzustellende Einziehgruben in den Kanal eingehoben sowie mittels sogenannter Einschubwägen bis zum Einbauort vorgeschoben. Nach Justierung der Profile erfolgt die Verdämmung des Ringraumes zwischen dem neuen Rohr und dem bestehenden Kanalbauwerk. Im Sanierungsabschnitt der Schleißheimer Straße verläuft die Kanaltrasse unterhalb der Trambahngleisanlage. Um den Trambahnverkehr der Schleißheimer Straße durch Anordnung von Einziehgruben in der Trambahntrasse nicht zu beeinträchtigen, werden die zwei erforderlichen Einziehgruben seitlich der Schleißheimer Straße in den Nebenstraßen angeordnet. Die Anbindung an den Kanal erfolgt durch ebenfalls neu herzustellende Spritzbetonstollen unterhalb der Schleißheimer Straße. Da die bestehenden Kanäle während der Sanierung weiterhin betrieben werden, sind Anlagen zur Abwasserüberleitung erforderlich. Im Sanierungsabschnitt West wird aufgrund großer Abwassermengen eine Heberanlage erstellt. Im Sanierungs- abschnitt Ost ist aufgrund des wesentlich geringeren Abwasseranfalls die Überleitung mit einer Pumpanlage und anschließender Druckrohrleitung möglich. 4. Baumfällungen und Abstimmung mit weiteren Beteiligten Mit dem gewählten Sanierungsverfahren wird die Anzahl der zu fällenden Bäume auf ein Minimum reduziert. Trotzdem ist nach aktuellem Planungsstand die Fällung von 27 Bäumen erforderlich. Die Lage der Einziehgruben wurde so gewählt, dass die Anzahl der zu fällenden Bäume minimiert wird sowie, wo möglich, eine bauzeitliche Verpflanzung der Bäume erfolgen kann. Die Genehmigung der Eingriffe in den Baumbestand wurde unter Einhaltung natur- und artenschutzrechtlicher Auflagen durch die Untere Naturschutzbehörde und Lokalbaukommission in Aussicht gestellt. Da nach Abschluss der Baumaßnahme die Fällungen durch Ersatzpflanzungen vor Ort ausgeglichen werden, ist eine Eingriffs-/Ausgleichsbilanzierung nicht notwendig. Die Verkehrsführung während der Bauzeit wurde mit dem Mobilitätsreferat (MOR) und der Münchner Verkehrsgesellschaft mbH (MVG) abgestimmt. 5. Klimaprüfung Anhand des Klimaschutzcheck 2.0 des Referates für Klima- und Umweltschutz (RKU) und ergänzenden Berechnungen wurde das Vorhaben als teilweise klimarelevant bewertet. Eine vertiefte Prüfung wurde intern durchgeführt. Das Vorgehen zur Durchführung der Klimaschutzprüfung und das Ergebnis wurden mit dem RKU abgestimmt. Die Sanierungsmaßnahme hat aufgrund des Ressourcenbedarfs durch die Rohr- herstellung, den Einsatz neuer Baumaterialien sowie aufgrund des Strom- bzw. Energieverbrauchs während der Bauphase durch den Betrieb von Baumaschinen und -fahrzeugen eine negative Klimarelevanz. Positive Auswirkung auf die Klimarelevanz zeigt bei dieser Maßnahme insbesonde- re die bestandsorientierte Sanierung, wodurch der Bedarf an neuem Material durch Nutzung der vorhandenen Bausubstanz reduziert wird. Seite 4 Im Betrieb des Kanalbauwerkes entstehen auch in Zukunft aufgrund des Abflusses im Freispiegel keinerlei Energieverbräuche. 6. Dringlichkeit Als Ergebnis der aktuellen Bauwerksuntersuchung (Monitoring) wird empfohlen, die Sanierung der Bereiche Klugstraße (Sanierungsabschnitt West) und Schleißheimer Straße bis Leopoldstraße (Sanierungsabschnitt Ost) zeitnah durchzuführen. Der Baubeginn der Maßnahme ist zum derzeitigen Planungsstand für das Jahr 2027 vorgesehen. Die Inbetriebnahme der Gesamtmaßnahme soll im Jahr 2032 erfolgen. 7. Gesamtkosten Die Projektkosten (Kostenberechnung) für das Projekt „Sanierung des Hauptsammelkanals Oberwiesenfeld Abschnitt zwischen Waisenhausstraße/ Klugstraße und Knoten 3 (Abschnitt West) sowie Abschnitt zwischen Schleißheimer Straße und Leopoldstraße (Abschnitt Ost)“ betragen 147,5 Mio. € brutto. Darin enthalten ist ein Ansatz von 15 % Unvorhergesehenes. Unabhängig davon ist eine Kostenfortschreibung auf Grund von Index- bzw. Marktpreisentwicklungen zulässig. 8. Finanzierung Das Projekt ist im Wirtschaftsplan 2025 / Investitionsprogramm 2024 - 2028 unter der Kontonummer 8-3005 enthalten. Die Anpassung der Kostenentwicklung erfolgt mit der Aufstellung des Wirtschaftsplans 2026 / Investitionsprogramm 2025 - 2029. Die Werkleitung hat der Beschlussvorlage zugestimmt. Gemäß der Satzung für die Bezirksausschüsse, § 9 Abs. 2 und 3 i. V. m. Ziffer 7.2 des Katalogs der Fälle der Entscheidung, Anhörung und Unterrichtung der Bezirks- ausschüsse, besteht ein Anhörungsrecht für die Bezirksausschüsse 4 Schwabing-West sowie 9 Neuhausen - Nymphenburg und i. V. m. Ziffer 17.2 ein Unterrichtungsrecht für den Bezirksausschuss 12 Schwabing - Freimann. Das Sanierungsvorhaben wurde am 18.06.2025 in der Sitzung des Unterausschusses für Bau- und Stadtplanung im Rahmen eines Informationstermins zur BA-Anhörung dem Bezirksausschuss 9 Neuhausen - Nymphenburg vorgestellt. Zur vorgestellten Planung wurde durch das Vollgremium des BA 9 am 24.06.2025 folgende Stellungnahme einstimmig beschlossen: „Wir bitten Sie um rechtzeitige Information der Anwohner und Anwohnerinnen über Beginn und Ablauf der Maßnahme, bitte mit Nennung eines Ansprechpartners während der gesamten Durchführung. Der BA sieht den vorgesehenen Zugang zur Tramhaltestelle Olympiapark West bei hohem Besucherandrang kritisch. Lösungen (Führung Besucherströme, ggf. auch Reduzierung der MIV-Höchstgeschwindigkeit, etc.) bitten wir frühzeitig mit MOR, Olympiapark GmbH und SAP-Garden abzustimmen. Seite 5 Bitte beziehen Sie den BA in die Maßnahme weiterhin mit ein, wenn möglich ist auch eine Besichtigung gewünscht.“ Die Anmerkungen der Stellungnahme können von Seiten der Münchner Stadtentwässerung wie folgt berücksichtigt werden: Die Münchner Stadtentwässerung wird spätestens vier Wochen vor Baubeginn die Anwohnerinnen und Anwohner über die Hintergründe der Maßnahmen informieren. Dabei werden auch di...

Sitzungsinformationen

Bezirksausschuss

Bezirksausschuss 04 - Schwabing-West

Sitzungsdatum

26.11.2025 um 19:30 Uhr

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