KI-Unterstützung für die BA-Arbeit – datenschutzkonform und freiwillig

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=== 20-26 _ B 08877_B 08877 BA RISI Muenchen.pdf === 1 Christlich-Soziale Union Antrag KI-Unterstützung für die BA-Arbeit – datenschutzkonform und freiwillig Der Bezirksausschuss möge beschließen: Die Landeshauptstadt München wird gebeten zu prüfen und umzusetzen, dass im Ratsinformationssystem (RISI München) für die Mitglieder des Bezirksausschusses optional datenschutzkonforme, europäische KI-gestützte Assistenzfunktionen (KI-Agenten) bereitgestellt werden. Diese sollen es den Mitgliedern des Bezirksausschusses auf freiwilliger Basis ermöglichen, umfangreiche Sitzungsunterlagen, Vorlagen und Anlagen automatisiert zusammenzufassen und strukturiert aufzubereiten, ohne dass personenbezogene oder vertrauliche Daten die europäische Rechts- und Datenhoheit verlassen. Dabei ist sicherzustellen, dass: • ausschließlich DSGVO-konforme KI-Lösungen eingesetzt werden, • keine Weitergabe von Daten an Drittstaaten erfolgt, • die Nutzung freiwillig ist und keine Verpflichtung für Mitglieder besteht, • keine inhaltliche Veränderung, Bewertung oder automatische Entscheidungsfindung erfolgt, • die Verantwortung für Inhalte weiterhin vollständig bei den Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern verbleibt. Begründung: Die ehrenamtliche Tätigkeit im Bezirksausschuss setzt voraus, dass sich die Mitglieder intensiv mit umfangreichen Sitzungsunterlagen mit ihren Anlagen auseinandersetzen. In den vergangenen Jahren ist sowohl der Umfang als auch die inhaltliche Dichte dieser Unterlagen deutlich gestiegen. Dies stellt insbesondere für berufstätige, familiär eingebundene oder mehrfach engagierte Mitglieder eine zunehmende Belastung dar. Ziel dieses Antrags ist es daher, das Ehrenamt durch zeitgemäße digitale Unterstützung zu entlasten, ohne die politische Verantwortung oder Entscheidungsfindung zu verändern. Datenschutzkonforme KI-Agenten können auf Wunsch der Mitglieder dabei helfen, umfangreiche Dokumente strukturiert zusammenzufassen und zentrale Inhalte hervorzuheben. Dadurch wird es möglich, sich schneller einen fundierten Überblick zu verschaffen und die begrenzte Vorbereitungszeit effizienter zu nutzen. Diese Form der Unterstützung ersetzt weder das Lesen der Originalunterlagen noch die politische Bewertung oder Diskussion. Vielmehr schafft sie die Voraussetzung, sich trotz hoher Dokumentenmenge intensiver und gezielter mit den relevanten Themen auseinanderzusetzen. Die eingesparte Zeit in der reinen Informationsaufnahme kann für inhaltliche Vertiefung, Rückfragen, Austausch im Gremium und die Beschäftigung mit Bürgeranliegen genutzt werden. 2 Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die zeitgemäße Ausgestaltung der Gremienarbeit. Künstliche Intelligenz ist längst Teil des beruflichen Alltags vieler Menschen. Um die kommunalpolitische Arbeit anschlussfähig zu halten und neue Engagierte nicht abzuschrecken, sollte es auch im Rahmen des Ratsinformationssystems München möglich sein, moderne digitale Hilfsmittel verantwortungsvoll einzusetzen. Dabei hat der Datenschutz höchste Priorität. Vorgesehen ist ausschließlich der Einsatz europäischer, DSGVO-konformer KI-Lösungen, bei denen keine Daten an Drittstaaten übermittelt und keine Inhalte zu Trainingszwecken verwendet werden. Die Nutzung erfolgt freiwillig und ausschließlich unterstützend. Die Verantwortung für Inhalte, Bewertungen und Entscheidungen verbleibt uneingeschränkt bei den Mitgliedern des Bezirksausschusses. Mit diesem Antrag wird ein pragmatischer, datenschutzbewusster und zukunftsorientierter Beitrag zur Stärkung des Ehrenamts geleistet, der es ermöglicht, auch bei wachsender Informationsmenge eine qualitativ hochwertige und verantwortungsvolle kommunalpolitische Arbeit zu gewährleisten. CSU Fraktion im Bezirksausschuss 5 Au-Haidhausen N. Haeusgen  M. Kneißl  H. Liebhart  A. Micksch  B. Schaumberger München, den 22.04.2026 Initative: Barbara Schaumberger Fraktionssprecher: Herbert Liebhart === 20-26 _ B 08877_B 08877_08913 Antwortschreiben.pdf === Agnes-Pockels-Bogen 21 80992 München Telefon: 089 233-767777 Telefax: 089 233-767812 Landeshauptstadt München IT-Referat Landeshauptstadt München, IT-Referat Agnes-Pockels-Bogen 21, 80992 München Dr. Laura Dornheim IT-Referentin An den Vorsitzenden des Bezirksausschusses 05 - Au-Haidhausen Vorsitzender Herr Jörg Spengler, Friedenstraße 40, 81660 München und An die Vorsitzende des Bezirksausschusses 03 - Maxvorstadt Vorsitzende Frau Dr. Svenja Jarchow- Pongratz, Marienplatz 8, 80331 München 23.07.2026 KI-Unterstützung für die BA-Arbeit – datenschutzkonform und freiwillig BA-Antrags-Nr. 20-26 / B 08877 des Bezirksausschusses des Stadtbezirkes 05 - Au-Haidhausen vom 22.04.2026 KI-Unterstützung für die BA-Arbeit – datenschutzkonform und freiwillig BA-Antrags-Nr. 20-26 / B 08913 des Bezirksausschusses des Stadtbezirkes 03 - Maxvorstadt vom 21.04.2026 Sehr geehrte Frau Jarchow-Pongratz, Sehr geehrter Herr Spengler, die beiden o. g. BA-Anträge sind im Wortlaut und den Forderungen identisch. Da für die Beantwortung auch keine Unterscheidung zwischen den beiden Stadtbezirken gemacht wird, beantworten wir beide Anfragen in einem Antwortschreiben. In den BA-Anträgen wird die Landeshauptstadt München gebeten, zu prüfen, ob und unter welchen technischen, datenschutzrechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen im Ratsinformationssystem der Landeshauptstadt München für die Mitglieder der Bezirksausschüsse optional datenschutzkonforme, in Europa betriebene KI-gestützte Assistenzfunktionen bereitgestellt werden können. Diese sollen es den Mitgliedern des Bezirksausschusses auf freiwilliger Basis ermöglichen, umfangreiche Sitzungsunterlagen, Vorlagen und Anlagen automatisiert zusammenzufassen und strukturiert aufzubereiten, ohne dass personenbezogene oder vertrauliche Daten die europäische Rechts- und Datenhoheit verlassen. Seite 2 von 3 Dabei ist sicherzustellen, dass: • ausschließlich DSGVO-konforme KI-Lösungen eingesetzt werden, • keine Weitergabe von Daten an Drittstaaten erfolgt, • die Nutzung freiwillig ist und keine Verpflichtung für Mitglieder besteht, • keine inhaltliche Veränderung, Bewertung oder automatische Entscheidungsfindung erfolgt, • die Verantwortung für Inhalte weiterhin vollständig bei den Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern verbleibt. Hierzu möchten wir wie folgt Stellung nehmen: Einleitend möchten wir betonen, dass die von den Bezirksausschüssen 03 und 05 gestellten Anfragen nach einer KI-Unterstützung für die Bezirksausschuss-Arbeit in Form einer Zusammenfassung und strukturierten Aufbereitung von umfangreichen Sitzungsunterlagen durchaus nachvollziehbar sind. Wir haben uns bezüglich dieses Antrags mit dem Hersteller des Ratsinformationssystems in Verbindung gesetzt, um eine Schätzung der Entwicklungskosten einzuholen. Ebenso haben wir die internen Kosten für die Realisierung dieser Anforderung eruiert. Intern würden vor allem Kosten für Projektleitung, Anforderungsmanagement und Test anfallen. Die Entwicklung eines entsprechenden KI-Assistenten für das Ratsinformationssystem würde laut den eingeholten Informationen Gesamtkosten im mittleren 6-stelligen Bereich verursachen. Diese Kosten sind in der derzeit angespannten Haushalts- und Ressourcenlage der Landeshauptstadt München leider nicht realisierbar. Zudem ergibt sich durch die Einführung eines entsprechenden KI-Assistenten im Ratsinformationssystem kein monetärer Nutzen im Sinne der Beschlussvorlage "Digitale Dividende", der laut Stadtratsbeschlusslage Voraussetzung für die Einführung neuer IT-Verfahren ist. Eine erneute Befassung mit diesem Thema kann erst dann wieder erfolgen, wenn sich die finanziellen und personellen Rahmenbedingungen der Landeshauptstadt ändern. Unabhängig von diesen zu beachtenden Rahmenbedingungen sind auch inhaltlich, fachliche Zusammenhänge beim Einsatz von KI-Assistenten zu beachten. Die Nutzung von KI- gestützten Anwendungen kann die Erstellung und Zusammenfassung von Texten durchaus unterstützen. Eine automatisierte Erstellung von Zusammenfassungen ersetzt jedoch nicht die fachliche, rechtliche und redaktionelle Verantwortung für die Texte von den jeweiligen Entwurfsverfasser*innen. Insbesondere im Kontext von Sitzungsvorlagen wäre zum derzeitigen Stand der Technologie weiterhin eine inhaltliche Prüfung und Freigabe durch die jeweiligen Entwurfsverfasser*innen notwendig, um die Übereinstimmung mit der Originalfassung sowie die fachliche und rechtliche Verbindlichkeit sicherzustellen. Durch diese erforderliche menschliche Qualitätsprüfung der Textergebnisse aus KI-Agenten ist aktuell noch fraglich, ob der Nutzen tatsächlich gegeben wäre. Wir beschäftigen uns bei der Landeshauptstadt intensiv mit dem Thema KI und prüfen deren Einsatz kontinuierlich. Daher ist es wichtig und gut, wenn Impulse zum Einsatz solcher KI- Assistenten aus unterschiedlicher Richtung mitgedacht werden. Als Beispiel möchten wir hier aufführen, dass im Rahmen der Weiterentwicklung des Ratsinformationssystems im März dieses Jahres eine KI-Suche für die öffentlich zugänglichen Informationen zur Verfügung gestellt wurde. Sie gelangen über diesen Link zur KI-Suche: https://riski.muenchen.de/ Bürger*innen und Mitarbeitende der Stadt München können über diese KI-Suche nun einfacher an Informationen der Landeshauptstadt München gelangen. Seite 3 von 3 Auch wenn dies ihr Anliegen nach KI-generierter Zusammenfassungen nicht trifft, möchten wir an diesem Beispiel aufzeigen, dass wir kontinuierlich an Weiterentwicklungen unserer Systeme arbeiten. Der Auftrag zur Umsetzung dieser Funktionalität wurde im Stadtratsbeschluss Nr. 20-26 / V 14682 KI-Roadmap (S.6, I. 2. 3.) festgelegt. Abschließend ist noch auszuführend, dass den Anliegen der Bezirksausschüsse bereits insofern Rechnung getragen wird, dass in den, den Bezirksausschüssen zur Unterrichtung oder Stellungnahme zugeleiteten Stadtratsvorlagen bereits eine Zusammenfassung dergestalt enthalten ist, dass im Rahmen der vorangestellten Kurzübersicht u.a. in den Rubriken Anlass, Inhalt, Gesamtkosten / Gesamterlöse, Klimaprüfung und Entscheidungsvorschlag für den schnellen Überblick die wesentlichen Inhalte der Sitzungsvorlage dargestellt werden. Ich gehe davon aus, dass die BA-Anträge Nr. 20-26 / B 08877 und Nr. 20-26 / B 08913 damit satzungsgemäß erledigt sind. Mit freundlichen Grüßen gez. Dr. Laura Dornheim IT-Referentin II. Abdruck an das Direktorium HA II / BA BA-Geschäftsstelle Ost, Friedenstraße 40, 81660 München und HA II / BA BA-Geschäftsstelle Mitte, Marienplatz 8, 80331 München

Sitzungsinformationen

Bezirksausschuss

Bezirksausschuss 05 - Au-Haidhausen

Sitzungsdatum

16.09.2026 um 19:00 Uhr

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