=== 20-26 _ B 08682_B 08682 Christbaumsammelplatz Franzosenviertel.pdf ===
Bezirksausschuss des 5. Stadtbezirkes Landeshauptstadt
München
Au-Haidhausen
Landeshauptstadt München, Direktorium
Friedenstr. 40, 81660 München
Abfallwirtschaftsbetrieb München
Vorsitzender:
Jörg Spengler
E-Mail:
joerg.spengler@muenchen.de
BA-Geschäftsstelle Ost:
Friedenstr. 40, 81660 München
Zi. 2.207
Telefon: 2 33-6 14 84
Telefax: 2 33-6 14 85
E-Mail: bag-ost.dir@muenchen.de
München, 19.02.2026
Ihr Schreiben vom Ihr Zeichen Unser Zeichen
BVII 4.1 / 02/26
Alternativer Sammelplatz für Christbäume im Franzosenviertel
Bürgeranliegen
Sehr geehrte Damen und Herren,
der Bezirksausschuss 5 Au- Haidhausen hat in seiner Sitzung am 11.02.2026 folgendes ein-
stimmig beschlossen:
Vor dem Hintergrund der ablehnenden Haltung des Abfallwirtschaftsbetrieb München
gegenüber weiteren Sammelstellen bittet der BA die Verwaltung, alternative Verbesserungen
der bestehenden Regelung zu prüfen (z. B. bessere Information, eine temporäre
Informationskampagne im Advent, temporäre Optimierungen oder logistische Anpassungen),
um lange Wege und illegale Ablagerungen zu vermeiden.
Das Bürgeranliegen leiten wir dem AWM mit der Bitte um erneute Stellungnahme aus Sicht
der Stadtteilverträglichkeit weiter.
Mit freundlichen Grüßen
gez.
Jörg Spengler
Vorsitzender im BA 5
Au-Haidhausen
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Raum und Ressourcen für München
Landeshauptstadt
München
Kommunalreferat
Edwin Grodeke
Leiter des Kommunalreferats
An den Vorsitzenden des BA
05 - Au-Haidhausen
Herrn Jörg Spengler
Rathaus
25.08.2026
Alternativer Sammelplatz für Christbäume im Franzosenviertel
BA-Antrags-Nr. 20-26 / B 08682 des Bezirksausschusses
des Stadtbezirkes 05 - Au-Haidhausen vom 11.02.2026
Sehr geehrter Herr Spengler,
der Bezirksausschuss des Stadtbezirkes 05 - Au-Haidhausen fordert mit dem oben genannten
Antrag die Landeshauptstadt München (LHM), Kommunalreferat, Abfallwirtschaftsbetrieb
München (AWM) auf, „vor dem Hintergrund der ablehnenden Haltung des
Abfallwirtschaftsbetrieb München gegenüber weiteren Sammelstellen (…) alternative
Verbesserungen der bestehenden Regelung zu prüfen (z. B. bessere Information, eine
temporäre Informationskampagne im Advent, temporäre Optimierungen oder logistische
Anpassungen), um lange Wege und illegale Ablagerungen zu vermeiden“.
Dieser Antrag betrifft ein laufendes Geschäft nach Art. 88 Abs. 3 Satz 1 der Gemeindeordnung
in Verbindung mit der Betriebssatzung des Eigenbetriebes, weil die Bearbeitung aller
Fragestellungen in Zusammenhang mit der Abfallentsorgung zu den laufenden Geschäften
des AWM gehört. Die Behandlung erfolgt deshalb mit diesem Schreiben.
Zunächst möchte ich mich für die gewährte Fristverlängerung bedanken.
Der AWM hat als städtischer Eigenbetrieb ein großes Interesse an der Sauberkeit der Stadt
und möchte durch die Bereitstellung von Christbaumsammelstellen wilde Sammelstellen
vermeiden. Die derzeitige Christbaum-Entsorgungsinfrastruktur, die durch den AWM
gewährleistet wird, basiert auf einer freiwilligen Teilnahme eines Teils der über das Stadtgebiet
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verteilten Münchner Schulen und Kindertagesstätten (aktuell elf) sowie auf der zentralen und
ganzjährig kostenlosen Abgabemöglichkeit an den zwölf Münchner Wertstoffhöfen.
Ergänzt wird dieses Sammelkonzept seit einigen Jahren durch Sammelstellen auf öffentlichem
Grund (derzeit 24) – eine freiwillige Maßnahme des AWM, um das Baureferat bei seiner
Aufgabe zur Sauberhaltung des öffentlichen Raumes durch die Reduzierung der wilden
Ablagerungen in der Nachweihnachtszeit zu unterstützen. Diese Sammelstellen sind im
gesamten Stadtgebiet München verteilt und werden über einen Zeitraum von fünf Wochen
durch den AWM entsorgt. Insgesamt stehen den Münchner Bürger*innen somit 47
Sammelstellen zur Abgabe ihrer Christbäume stadtweit zur Verfügung.
Für Hausverwaltungen und Münchner Bürger*innen besteht zudem die Möglichkeit einer
kostengünstigen Abholung direkt vor Ort durch die Sperrmüllabholung des AWM ab einer
Anzahl von 20 Bäumen. Dieser Service kann auch von den Bezirksausschüssen beworben
und genutzt werden, solange sich die Sammelfläche auf Privatgrund befindet. Dieses Angebot
wird bereits von zahlreichen Hausverwaltungen in Anspruch genommen.
Trotz der verschiedenen kommunalen Angebote der LHM lassen sich wilde Ablagerungen
nicht gänzlich verhindern. Aus der Erfahrung werden Christbäume schon weit vor oder erst
nach den festgelegten Terminen von Bürger*innen abgelegt. Die auf Gehwegen oder auf
Straßen entsorgten Christbäume behindern Fußgänger*innen und Radfahrer*innen. Auch eine
Beeinträchtigung für den Verkehr ist nicht auszuschließen, da Bäume bei starkem Wind auf
die Straße verwehen können. Dies hat die Straßenreinigung dazu bewogen, den AWM um
Unterstützung zu bitten.
Eine ordnungsgemäße Entsorgung kann nur im Zusammenspiel zwischen einem gut
zugänglichen Angebot und der aktiven Mitwirkung der Bürger*innen gelingen. Daher bemüht
sich der AWM um eine umfassende analoge und digitale Informationskampagne. Anfang
Dezember jeden Jahres wird eine genaue Lagekarte mit allen Abgabemöglichkeiten in
München auf der Website des AWM veröffentlicht. Dort kann die Adresse zusammen mit
einem exakten Foto der Sammelstelle eingesehen werden. Die Karte wird von vielen lokalen
Tageszeitungen abgedruckt. Auch Radios und Stadtportale sowie (Informations-) Websites
greifen die Information auf und geben diese an ihre Leser*innen und Hörer*innen weiter.
Die Kundenbetreuung des AWM informiert zeitgleich die Münchner Hausverwaltungen und
stellt Informationsmaterial zur Veröffentlichung zur Verfügung. Dieses wird von vielen
Hausverwaltungen in den Quartieren ausgelegt und aufgehängt. Jährlich am 27. Dezember,
pünktlich zum Ende der Festlichkeiten, wird die Christbaumsammlung durch eine
Pressemeldung angekündigt, die wieder auf vielen verschiedenen Kanälen aufgegriffen wird.
Nach der intensiven ca. vierwöchigen Informationskampagne im Dezember bleiben die
Informationen selbstverständlich auf der Website und können bis zum offiziellen Abschluss der
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Sammlung Ende Februar eingesehen werden. Aus Nachhaltigkeitsgründen hat der AWM die
Printmedienproduktion in Form von Flyern, Handzetteln und Plakaten eingestellt.
Das Gebiet „Franzosenviertel“ ist kein offiziell definierter Stadtteil Münchens. Deshalb geht der
AWM davon aus, dass sich die Bezeichnung auf das Viertel um das Dreieck zwischen dem
Ostbahnhof (Orleansplatz) im Osten, dem Rosenheimer Platz im Westen und dem Wiener
Platz/Maximiliansanlagen im Nordwesten bezieht. Die nächstgelegenen öffentlichen
Sammelstellen zum Pariser Platz liegen in der Auenstraße 100, am St.-Anna-Platz und am
Piusplatz.
Eine weitere Ausweitung der öffentlichen Sammelstellen hängt insbesondere von der
Verfügbarkeit geeigneter Flächen sowie den jeweils erforderlichen Zustimmungen und
Genehmigungen ab. Die Akquise zusätzlicher Standorte gestaltet sich daher teilweise (sehr)
schwierig und ist vom AWM nicht allein steuerbar. Vor diesem Hintergrund bemüht sich der
AWM jährlich zusätzlich um eine möglichst breite Beteiligung der Münchner
Bildungseinrichtungen an der Christbaumsammlung. Für zeitlich begrenzte Sammelaktionen
auf Schulgrundstücken bestehen dabei günstigere Rahmenbedingungen, da geeignete
Flächen unmittelbar vor Ort genutzt werden können und insbesondere keine gesonderte
Sondernutzungserlaubnis für den öffentlichen Verkehrsraum erforderlich ist. Die in der Anfrage
genannte Grundschule in der Einsteinstraße wird seit 2023 auf Wunsch der Schule nicht mehr
als offizielle Sammelstelle geführt.
Der AWM hat zwischenzeitlich Bildungseinrichtungen im „Franzosenviertel“, die als
Christbaumsammelstelle in Frage kämen, ermittelt. Anschließend wurde das zuständige
Referat für Bildung und Sport (RBS) darum gebeten, zu prüfen, ob eine dieser
Bildungseinrichtung im „Franzosenviertel“ als eine weitere Christbaumsammelstelle in Frage
käme. Laut offizieller Aussage des RBS vom 15.05.2026 ist die Einrichtung von
Christbaumsammelstellen auf den Schulgeländen im Innenstadtbereich aufgrund fehlender
Flächenreserven und sicherheitsrelevanter Vorgaben nicht möglich. Zusätzlich stünden an den
genannten Standorten in den kommenden Jahren umfangreiche Baumaßnahmen an, „eine
weitere zusätzliche zeitweise Überlassung einer Teilfläche des sowieso schon sehr
eingeschränkten Pausenhofes für eine Christbaumsammelstelle ist deshalb auch aus diesen
Gründen nicht möglich“.
Eine Kooperation mit einem Grundstückseigentümer zur Errichtung einer Sammelstelle auf
einem privaten Grundstück wäre empfehlenswert. Dort könnten die Christbäume gesammelt
und anschließend durch die kostengünstige Sperrmüllabholung durch den AWM entsorgt
werden.
Es steht Ihnen selbstverständlich trotzdem frei, direkt auf Grundstückseigentümer und/oder
Einrichtungsleitungen von Schulen und Kindertageseinrichtungen zuzugehen und die
Bereitschaft zur Beteiligung zur Christbaumsammlung anzufragen. Sollte sich hierbei etwas
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ergeben, prüft der AWM sehr gerne die Möglichkeit auf Aufnahme in die bestehende
Sammelroute.
Der AWM dankt allen Bürgerinnen und Bürgern und den örtlichen Bezirksausschüssen für ihre
Mithilfe, die Stadt gemeinsam sauber zu halten – auch in der Nachweihnachtszeit.
Nur gemeinsam lassen sich praktikable Lösungen finden, die dem Miteinander und dem
Stadtbild gleichermaßen zugutekommen.
Der Antrag des Bezirksausschusses des Stadtbezirkes 05 - Au-Haidhausen, vom 11.02.2026
ist damit satzungsgemäß erledigt.
Mit freundlichen Grüßen
gez.
Edwin Grodeke
Leiter des Kommunalreferats