Metzstr. 42

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in Bezirksausschuss 05 - Au-Haidhausen, München

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Hintergrundinformationen

5 Quellen
Au-Haidhausen (BA 05) Baudenkmal Bebauungsplan Nr. 2171 Ø Miete 13,50 €/m² 5 Wikipedia
Adress-Steckbrief
Stadtbezirk
Au-Haidhausen (BA 05)
Bebauungsplan
Nr. 2171
Nr. 1707
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Geodaten © Landeshauptstadt München, DL-DE-BY-2.0

Denkmalschutz

Baudenkmal · Metzstraße 42

Mietshaus, syn. Miethaus, syn. Zinshaus

Mietshaus, viergeschossiger barockisierender Eckbau mit Schweifgiebel und Fachwerk am Eckerker, um 1900; mit Einfriedung, Marienmedaillon am Mauerzug, um 1900.

Aktennummer D-1-62-000-4549

Baudenkmal · Metzstraße 42

Einfriedung

Mietshaus, viergeschossiger barockisierender Eckbau mit Schweifgiebel und Fachwerk am Eckerker, um 1900; mit Einfriedung, Marienmedaillon am Mauerzug, um 1900.

Aktennummer D-1-62-000-4549

Ensemble

Das ab 1870 angelegte Ostbahnhofviertel ist das bedeutendste Beispiel des geometrischen Städtebaus der Gründerzeit in München. Als einheitlich geplantes und bebautes Stadterweiterungsgebiet und als deutlich nach außen begrenztes und in sich geschlossenes Quartier mit den Merkmalen starker räumlicher und architektonischer Homogenität bildet es ein Ensemble. Über die historischen und ästhetischen Qualitäten hinaus zeichnet sich der Stadtteil durch ausgeprägte urbane Eigenschaften aus, deren Entstehung unter anderem mit den strukturell vorgegebenen architektonischen Bezugsfunktionen und den deutlichen Orientierungsqualitäten der Raum- und Architekturbeschaffenheit zu begründen sind. Vor dem Hintergrund gleichzeitiger und in etwa flächengleicher Stadterweiterungsprojekte in Deutschland nimmt das Ostbahnhofviertel eine einmalige Stelle ein. In der zeitlichen Abfolge der Münchner Stadterweiterungen der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts steht das Ostbahnhofviertel in der Mitte zwischen dem ab 1860 entstandenen Gärtnerplatzviertel und dem ab 1880 konzipierten Villenviertel um die Theresienwiese. Nach dem Gärtnerplatzviertel ist das Ostbahnhofviertel seiner Funktion nach das zweite Mietshausviertel in München und planungsgeschichtlich gesehen die erste Stadterweiterung unter kommunaler Obhut. Seine Entstehung ist eng mit den privatwirtschaftlichen Unternehmungen des Barons Karl von Eichthal verknüpft, dem es als Mitbegründer und Teilhaber der Ostbahnhofgesellschaft möglich war, dieses Eisenbahngeschäft mit einer weiteren Bodenspekulation zu verbinden. Die Situierung des Ostbahnhofs und der Grunderwerb des ehemals als "Auf der Lüften" bezeichneten Gebietes stehen in unmittelbarem Zusammenhang. Als im Jahre 1868 die Ostbahnhofgesellschaft mit der Verlegung der Bahnlinie nach Simbach und Rosenheim begann und die Errichtung des heute nicht mehr erhaltenen Ostbahnhofs projektiert wurde, war eine Überplanung des Geländes zwischen der zukünftigen Bahnlinie und der Vorstadt Haidhausen unumgänglich geworden. Nach der Jahrhundertmitte hatte sich zudem der Bevölkerungszuwachs Münchens beschleunigt und die Zahl der auf Mietwohnungen angewiesenen, lohnabhängigen Arbeiter stark zugenommen. Den Stadterweiterungsplan für das neue Viertel entwickelte der städtische Oberbaurat Arnold von Zenetti. Dieser Plan wurde im Juli 1871 mit geringfügigen Änderungen ministeriell genehmigt. Während das Gebiet nordöstlich des ehem. Klosters zum Guten Hirten aufgrund des damals nicht zu erwerbende Grundstückes nur grob vorstrukturiert blieb, wurde das dem Ostbahnhof westlich vorgelagerte Gelände bis hin zur Rosenheimer Straße und Steinstraße mit einem differenziert gegliederten Straßennetz überplant. Die Grundstruktur dieses Straßensystems besteht aus einem auf der Orleans- und Rosenheimer Straße aufbauenden Rechteckraster, das von einem in sich symmetrischen Dreistrahl gegliedert wird. Mit dem Dreistrahl-Grundriss, einem Grundgedanken aus dem französischen Städtebau der Barockklassik, stand den städtischen Planern ein Motiv zur Verfügung, das offenbar den verkehrsbedingten wie gestalterischen Bedürfnissen gleichermaßen entgegenkam. Als struktureller und perspektivischer Bezugspunkt der Anlage dient der Ostbahnhof. Von ihm gehen die Hauptlinien des Systems aus und durch ihn sind auch die Richtungen der übrigen Straßen vorbestimmt. Das Hauptmotiv der Anlage, der Dreistrahl, wird von der als Symmetrieachse festgelegten Wörthstraße und den beiden Diagonalen der Weißenburger Straße und der wegen des Klosters bedeutend kürzeren Belfortstraße gebildet. Dabei sind die Kreuzungsstellen der Hauptachsen mit dem Rechteckraster zu Plätzen von unterschiedlicher Form und Größe ausgeweitet, so dass in ihrem Verlauf rhythmische Platzfolgen entstehen. Den Auftakt gibt der halbrunde Orleansplatz vor dem Ostbahnhof, auf den in der Mittelachse das längsrechteckige Forum der Wörthstraße und in der Weißenburger Straße der quadratische Pariser Platz und der runde Weißenburger Platz folgen. Am Ende der zweiten Diagonale, der Belfortstraße, war spiegelbildlich zum Pariser Platz ein weiterer quadratischer Platz vorgesehen, der jedoch nie ausgeführt wurde. Im Unterschied zur Max-Vorstadt und zum Gärtnerplatzviertel haben die Straßen und Plätze des Ostbahnhofviertels erstmals unterschiedlich breite Querprofile. Am breitesten ist das Forum der Wörthstraße. Auch in der Bebauungshöhe kam es zu einer Differenzierung: die Hauptstraßen und die Plätze wurden fünfgeschossig, die Nebenstraßen viergeschossig bebaut. Nach der Münchner Bauordnung von 1863, die nur das "geschlossene Bausystem" kannte, und im Interesse der Bodenspekulation wurde das Ostbahnhofviertel in geschlossen bebauten Häuserblocks errichtet. Allein in der Metz- und in Teilen der Steinstraße wurde das in der Bauordnung von 1879 eingeführte "offene Bausystem" in der Form von Pavillonbauten angewandt. Die Ausführung des Haidhauser Stadterweiterungsplanes zog sich bis zur Jahrhundertwende hin. Als direkte Verbindung zwischen Rosenheimer Platz und Ostbahnhof wurde als erste Straße die Weißenburger Straße angelegt. Bis 1880 waren lediglich an dieser Straße und am gleichnamigen Platz sowie an der Ostseite der Steinstraße und im Bereich des Rosenheimer Platzes Wohngebäude errichtet, die an ihren schlichten, spätklassizistischen Fassaden zu erkennen sind. Die eigentliche Ausbauphase beginnt in den frühen 1880er Jahren und endet bald nach 1900 mit der völligen baulichen Saturierung des Ostbahnhofviertels. Zunächst wurden die, an die verschiedenen Plätze angrenzenden Grundstücke aufgefüllt, so dass hier Häuser im Stile der Neurenaissance vorherrschen. Repräsentativstes Beispiel ist die ab 1872 angelegte Wörthstraße als Hauptachse des Viertels. Mit ihrer Allee, dem forumartig verbreiterten Mittelteil, dem Anlagen mit einem Brunnen eingefügt sind, hat sie boulevardartigen Charakter. Die Achse setzt am Halbrundplatz (Orleansplatz) vor dem repräsentativen, in Baukörper gegliederten Ostbahnhofgebäude an und findet ihren Abschluss in einer platzartigen Erweiterung mit Einmündung Milch- und Preysingstraße, zusätzlich betont durch einen städtebaulich besonders wirksames Schulgebäude. Die Bebauung dieser Achse zeigt fünfgeschossige Mietshäuser im Stile der Neurenaissance. In den restlichen, nach 1890 bebauten Straßen beherrscht die neubarocke Fassade das Straßenbild. Im Gegensatz zu dem überwiegend im Besitz von Eichthal befindlichen Areal, konnten die Straßen, die auf dem Gelände des ehem. Klosters zum Guten Hirten geplant waren, mangels eines Enteignungsinstrumentes der unnachgiebigen Klosterverwaltung gegenüber nicht realisiert werden. Da sich aber in Zeiten geometrischer Stadtplanung niemand zu einer Planänderung entschließen konnte, dauerte es bis zum Amtsantritt Theodor Fischers, der das Problem in den 1890er Jahren kurzerhand durch die Krümmung der Elsässer- und der Breisacher Straße löste. Aufgrund der späten Bebauung sind hier Formen des Jugendstils vorzufinden. Wie in weiten Teilen der Stadt kam es während des Zweiten Weltkriegs auch im Ostbahnhofviertel zu schweren Schäden und bis hin zu vollständigen Zerstörungen baulicher Anlagen. Die größten Verluste gab es am Weißenburger Platz und den angrenzenden Baublöcken. Der im Blickpunkt der Hauptachse des Viertels gelegene Ostbahnhof wurde bei den Luftangriffen im April 1944 schwer beschädigt und später abgebrochen. An seiner Stelle entstand später ein Neubau des Bahnhofs. Der am gegenüberliegenden Ende der Hauptachse gelegene Schulhausbau brannte vollständig aus und wurde ebenfalls abgetragen. Beim Wiederaufbau der Wörthschule 1958/59 berücksichtigte man die besondere städtebauliche Situierung und gestaltete diesen mit seiner Masse und Außenerscheinung wieder als Blickpunkt. Auch alle anderen Bereiche des Viertels wurden hauptsächlich in den 1950er- bzw. 1960er Jahren wieder aufgebaut und die gerissenen Lücken damit geschlossen. Dabei berücksichtigte man die vorgegebene Struktur und Höhenentwicklung der Umgebung und nahm bei den städtebaulich wichtigen Gebäuden mit der Gestaltung auf den städtebaulichen Kontext Rücksicht.

Aktennummer E-1-62-000-48

Jede bauliche Änderung an einem Baudenkmal oder in einem Ensemble braucht eine Erlaubnis nach Art. 6 BayDSchG.

Geofachdaten © Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (CC BY-ND 4.0)

Nachbarschaft (Zensus 2022)

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Nettokaltmiete Ø
13,50 €/m²
Einwohner
52
Wohnungen
27
Wohnfläche Ø
67 m²
Durchschnittsalter
44,8 Jahre
Anteil ab 65
15,4 %
Gebäude vor 1949
100 %
Häufigste Heizung
Gas

© Statistisches Bundesamt (Destatis), Zensus 2022, 100-m-Gitter, DL-DE-BY-2.0

Wikipedia · 5

Erzbischöfliches Edith-Stein-Gymnasium München

Das Erzbischöfliche Edith-Stein-Gymnasium München ist ein katholisches Mädchengymnasium im Münchner Stadtteil Haidhausen. Das sprachliche, naturwissenschaftlich-technologische und wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Gymnasium ist eine private, staatlich anerkannte Ersatzschule in Trägerschaft der Erzdiözese München und Freising. Namensgeberin und Patronin der Schule ist die Heilige Edith Stein.

Katholische Stiftungshochschule München

Die Katholische Stiftungshochschule München ist eine staatlich anerkannte Hochschule der kirchlichen Stiftung des öffentlichen Rechts Katholische Bildungsstätten für Sozialberufe in Bayern mit Standorten in München und Benediktbeuern. Eine konfessionelle Zugehörigkeit wird bei Studierenden nicht vorausgesetzt. Die KSH ist nach der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt die zweitgrößte Bildungseinrichtung der römisch-katholischen Kirche in Bayern sowie die älteste katholische Ausbildungsstätte für Soziale Arbeit in Deutschland.

Metzstraße 42

Das Haus Metzstraße 42 ist ein denkmalgeschütztes Mietshaus im Münchner Stadtteil Haidhausen.

Metzstraße 37 (München)

Das Haus Metzstraße 37 ist ein denkmalgeschütztes Mietshaus im Münchner Stadtteil Haidhausen, das Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet wurde.

Metzstraße 35

Das Haus Metzstraße 35 ist ein denkmalgeschütztes Mietshaus im Münchner Stadtteil Haidhausen.

Wikidata (CC0) / Wikipedia (CC BY-SA 4.0)

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Verlauf an dieser Adresse

Behandlungen im Bezirksausschuss und amtliche Bekanntmachungen der Lokalbaukommission, neueste zuerst. Ab der Veröffentlichung im Amtsblatt läuft für Nachbarn eine einmonatige Klage- bzw. Einwendungsfrist.