Steinstr. 11

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in Bezirksausschuss 05 - Au-Haidhausen, München

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Hintergrundinformationen

6 Quellen
Au-Haidhausen (BA 05) 4 Geschosse Baudenkmal Bebauungsplan Nr. 2171 Ø Miete 13,32 €/m² 5 Wikipedia
Adress-Steckbrief
Stadtbezirk
Au-Haidhausen (BA 05)
Bebauungsplan
Nr. 2171
Nr. 1707
Planinhalt bei der Stadt einsehen

Geodaten © Landeshauptstadt München, DL-DE-BY-2.0

Denkmalschutz

Baudenkmal · Steinstraße 11

Mietshaus, syn. Miethaus, syn. Zinshaus

Mietshaus, viergeschossiger Neurenaissance-Eckbau mit Walmdach, von Johann Wittig, 1881.

Aktennummer D-1-62-000-6634

Ensemble

Der Bereich von Haidhausen in seiner Ausdehnung zwischen Kirchenstraße, Preysingstraße, Steinstraße bis hin zum Maximilianeum ist ein Ensemble. Er ist anschauliches Beispiel für die sukzessive Umwandlung einer ursprünglichen Dorf- und Vorstadtsituation in ein städtisches Quartier; wobei das frühe und mittlere 19. Jahrhundert neue bauliche Strukturen schafft, das späte 19. Jahrhundert alte Linien in der Bebauung übernimmt, aber überformt und städtebaulich erst pointiert. Nach teils schweren Schäden im 2. Weltkrieg erfolgte eine Wiederherstellung in Kontinuität der städtebaulichen Konturen und weitgehend in identitätswahrenden Formen bis in die 1960er Jahre. Das ehemalige Dorf Haidhausen auf dem rechten Isarhochufer wurde erstmals im 9. Jahrhundert urkundlich erwähnt und ist somit älter ist als München. Es besteht zu Anfang des 19. Jahrhunderts - bezogen auf den Ensemblebereich - aus folgenden Elementen: der ehemaligen Salzstraße in ihrem Verlauf der Inneren und Äußeren Wiener Straße, der Kirche mit Kirchenstraße, der Wolfgang- und Leonhardstraße als eigentlichem Dorfkern, aus den Herbergen, die sich auf alle genannten Straßen verteilen, der geradlinigen Preysingallee, die zum Preysingschen Schloss führt, und dem Hofmarkschloss im Bereich zwischen Kirchen- und Äußerer Wiener Straße (jetzt Einsteinstraße). Nicht bebaut, aber als Straßenzug vorhanden ist die spätere Steinstraße, welche mit ihrem Namen an die auf den Kiesbänken des Isarschotters arbeitenden Steinklauber und allgemein an die Bedeutung des Dorfes Haidhausen in seiner Funktion als Baustoff- und Bausteinlieferant für die Stadt München erinnert. Kurz nach 1800 - mit Umwandlung des Hofmarkschlosses zum Dorfschulhaus - wird der Schlossanger südlich davon an einen Metzgermeister verkauft; die Schlossstraße wird hier angelegt. Im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts kommt es weiter westlich in Richtung Isarkante zur Anlegung der Bogen- und Grütznerstraße. Die Bebauung mit Wohnhäusern im schlichten biedermeierlich-klassizistischen Stil ist in ihrem Vorstadtcharakter im Wesentlichen erhalten. In den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts beginnt der Besitzer des sog. Metzgerangers, ein Münchener Handelsmann, im Ostteil seines Besitzes die Anger-(jetzige Walser-) und die Obere und Untere Johannisstraße anzulegen und Bauplätze zu verkaufen. Auch diese vorstädtische Bebauung in spätklassizistischen Formen ist im Wesentlichen erhalten. 1849 kauft die Gemeinde Haidhausen den restlichen Anger und lässt die neue Kirche St. Johann Baptist errichten. Damit entsteht - als wichtigste bauliche Neustrukturierung - der Johannisplatz als großer Rechteckplatz um die in der Mitte gelegene Kirche. Auch der Platz wird mit Häusern spätklassizistischen Typs bebaut. Gleichzeitig mit der Vollendung des Maximilianeums in den 1870er Jahren entsteht als Fortsetzung der Maximilianstraße die Max-Planck-Straße (urspr. Äußere Maximilianstraße) mit einheitlicher Bebauung von Miets- und Wohnhäusern in Übergangsformen vom Spätklassizismus zur Neurenaissance. Im gleichen Stil werden die Häuser gebaut, die zur gleichen Zeit entlang der Grünanlagen zum Maximilianeum hin an der neuen Sckellstraße und Maria-Theresia-Straße entstehen. 1854 wurde Haidhausen nach München eingemeindet. Gegen Ende des 19 Jahrhunderts erhält der Max-Weber-Platz seinen monumentalen Ausbau. Am Wiener Platz stehen stattliche Bauten der Gründerzeit mit erhalten geblienenen Klein- und Herbergshäusern in einem spannungsreichen Kontrast und bilden gemeinsam den städtebaulichen Rahmen des 1899 neu entstandenen Platzes. In ganz Haidhausen werden in dieser Zeit überwiegend stattliche Mietshäuser in neubarocken Stilformen und in den Formen der deutschen Renaissance errichtet. Auch die Steinstraße erhält schließlich ihre architektonische Prägung und städtische Uminterpretation. Die geschichtliche und gestalterische Komplexität Haidhausens zeigt sich deutlich in seiner alten Hauptstraße, der Kirchenstraße, wo Kleinhausbebauung des frühen und mittleren 19. Jahrhunderts, Mietshäuser des späten 19. Jahrhunderts und Bauten noch dörflichen Zuschnitts noch unverbunden nebeneinander stehen. Auch in dieser nicht konsequenten Neustrukturierung einer Straße hat sich die `Vorstadt` erhalten. Eine wichtige, sozialgeschichtliche Komponente für das `alte` Haidhausen hat sich in den Klein- und Herbergshäusern manifestiert, wie sie in größerer Dichte im östlichen Bereich der Preysingstraße und An der Kreppe überkommen sind.

Aktennummer E-1-62-000-22

Jede bauliche Änderung an einem Baudenkmal oder in einem Ensemble braucht eine Erlaubnis nach Art. 6 BayDSchG.

Geofachdaten © Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (CC BY-ND 4.0)

Nachbarschaft (Zensus 2022)

Werte für die 100 × 100 m große Rasterzelle, in der diese Adresse liegt. Fehlende Werte hält das Statistische Bundesamt aus Datenschutzgründen zurück.

Nettokaltmiete Ø
13,32 €/m²
Einwohner
204
Wohnungen
87
Leerstand
2,4 %
Eigentümerquote
28,1 %
Wohnfläche Ø
81 m²
Durchschnittsalter
42,4 Jahre
Anteil ab 65
18,1 %
Gebäude vor 1949
113 %
Häufigste Heizung
Gas

© Statistisches Bundesamt (Destatis), Zensus 2022, 100-m-Gitter, DL-DE-BY-2.0

Gebäude
Geschosse
4
Typ
apartments

© OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL)

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Mietshaus

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Wikidata (CC0) / Wikipedia (CC BY-SA 4.0)

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