Reduzierung des Ausweichverkehrs in der Garmischer Straße an der Tunneloberfläche

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=== 20-26 _ B 04129_11.02 Reduzierung des Ausweichverkehrs in der Garmischer Strasse an der Tunneloberflaeche.pdf === S P D - F r a k t i o n im Bezirksausschuss 7 - Sendling-Westpark - 10.06.2022 Betreff: Reduzierung des Ausweichverkehrs in der Garmischer Straße an der Tunneloberfläche Antrag Das MOR erarbeitet ein Konzept, wie der Ausweichverkehr in der Garmischer Straße über dem Luise-Kiesselbach-Tunnel reduziert werden kann. Dabei sollen u.a. auch Änderungen an den bestehenden Ampelschaltungen sowie die Planung der neuen Fußgängerampel betrachtet werden, um zudem eine Beschleunigung der Busse der Linie 63 zu erreichen. Begründung: Die Verkehrszahlen in der Garmischer Straße auf der Tunneloberfläche übersteigen die Prognosen bei der Tunnelplanung bei weitem und erfüllen nicht die den Anwohnerinnen und Anwohnern vor dem Tunnelbau gemachten Versprechen. Zu den Hauptverkehrszeiten reihen sich zwischen dem LKP und der Hinterbärenbad- straße in Richtung Norden Fahrzeug an Fahrzeug. Öffentliche Busse kommen in diesem Streckenabschnitt nur langsam voran und können deshalb ihre Fahrpläne nicht einhalten. gez. Walter Sturm für die SPD-Fraktion === 20-26 _ B 04129_B 04129_Reduzierung des Ausweichverkehrs in der Garmischer Strasse an der Tunneloberflaeche AS.pdf === U-Bahn: Linien U3,U6 Haltestelle Poccistraße muenchenunterwegs.de Bus: Linie 62 Haltestelle Poccistraße muenchen.de/mor Bus: Linie 132 Haltestelle Senserstraße [ LHM-Schutzbedarf: 2 ] Landeshauptstadt München Mobilitätsreferat Landeshauptstadt München, Mobilitätsreferat Postfach, 80313 München Geschäftsbereich Verkehrs- und Bezirksmanagement Bezirksmanagement Süd MOR-GB2.141 Per E-Mail Über das DIR – BA-Geschäftsstelle Süd bag-sued.dir@muenchen.de An den BA 07 - Sendling-Westpark Herr Keller Ihr Schreiben vom 10.06.2022 Ihr Zeichen Unser Zeichen Datum 13.04.2026 [ LHM-Schutzbedarf: 2 ] Reduzierung des Ausweichverkehrs in der Garmischer Straße an der Tunneloberfläche BA-Antrag Nr. 20-26 / B 04129 des Bezirksausschusses des Stadtbezirkes 07 – Sendling-Westpark Sehr geehrter Herr Keller, sehr geehrte Damen und Herren, der o.g. Antrag des Stadtbezirkes 07 – Sendling-Westpark wurde dem Mobilitätsreferat zur federführenden Bearbeitung zugeleitet. Im Antrag vom 10.06.2022 bitten Sie die Landeshauptstadt München um Erarbeitung eines Konzepts, wie der Ausweichverkehr in der Garmischer Str. über dem Luise-Kiesselbach-Tunnel reduziert werden kann. In der Begründung wird darauf hingewiesen, dass die Verkehrsbelastung an der Tunneloberfläche in Richtung Norden zu den Hauptverkehrszeiten zu Staus und Verkehrsbehinderungen für den Öffentlichen Verkehr führen. Zu Ihrem Antrag nimmt das Mobilitätsreferat wie folgt Stellung: Durch den Bau des Luise-Kiesselbach-Tunnels mit Fertigstellung im Jahr 2015 kam es grundsätzlich zu einer signifikanten Verkehrsminderung in der Garmischer Str. (Oberfläche). Die Antragstellenden bemängeln jedoch, dass es in dem Bereich der Garmischer Str. an der Oberfläche auch weiterhin eine größere Anzahl an Fahrzeugbewegungen gibt, welche gemäß Aussage im Antrag über das ursprünglich erwartete Maß hinausgehen soll. Leider liegen uns Auswertungen zu Verkehrszahlen im Bereich der Garmischer Str. an der Tunneloberfläche nicht vor. Eine Anfrage dazu wird derzeit in der zuständigen Abteilung für Verkehrsdaten bearbeitet. I. Seite 2 von 3 [ LHM-Schutzbedarf: 2 ] Im Allgemeinen liegen die Ursachen für Ausweichverkehr entweder in der Überlastung oder einem Ereignis auf der Hauptroute (z.B. Verkehrsunfälle, Pannen oder Straßensperrungen). Um den daraus resultieren Stau zu umfahren, weichen die Verkehrsteilnehmenden auf das nachgeordnete Straßennetz aus. Wenn diese anliegenden Straßen nicht für die Aufnahme großer Verkehrsmengen geeignet sind, folgt dort eine Überlastung. Für die lokale Bevölkerung bedeutet dies zusätzliche Belastungen durch Lärm und Abgase, Reisezeitverluste im lokalen Verkehr, Beeinträchtigungen des öffentlichen Verkehrs sowie negative Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit. Für die Garmischer Straße trifft diese Umschreibung in Ausnahmefällen, z. B. bei Störungen in den Tunneln zu. Der in den Anträgen beschriebene Verkehr an der Oberfläche ist jedoch nicht grundsätzlich als Ausweichverkehr anzusehen. Fahrzeuge, welche z. B. von der Albert- Roßhaupter-Str., der Waldfriedhofstr., sowie den angrenzenden Siedlungsgebieten kommen und in Richtung Norden unterwegs sind, können den Luise-Kiesselbach-Tunnel aufgrund der Lage der Zufahrtsmöglichkeiten teilweise nur bedingt nutzen. Somit stellt für diese Fahrbeziehungen allein die Garmischer Str. (Oberfläche) die mögliche Streckenführung dar. Darüber hinaus gibt es Menschen, die aus unterschiedlichen persönlichen Gründen die Route an der Oberfläche einer Fahrt im Tunnel vorziehen. Für die in der Garmischer Str. verkehrende Buslinie 63 wurde bereits im südlichen Zufluss zum Luise-Kiesselbach-Platz und bei dessen Querung in Fahrtrichtung nach Norden eine separate Busspur mit Sonderschaltung etabliert. Auch die dortigen Lichtsignalanlagen (LSA) sind vollständig dafür ausgelegt, den dort verkehrenden Linienbussen eine beschleunigte Passage dieses Streckenabschnittes zu ermöglichen. Im weiteren Verlauf der Garmischer Str. (Oberfläche), ist die Fahrbahn nur mehr einspurig und auch die dortigen LSA sind standardmäßig ÖPNV-beschleunigt. Die Ursache des im Antrag beschriebene Rückstaus in der Garmischer Str. (Oberfläche, Fahrtrichtung nach Norden) scheint unserer Auffassung nach vorwiegend im weiteren Verlauf der Garmischer Str. - und zwar im Übergangsbereich auf den eigentlichen Mittleren Ring - zu liegen. Die angeregten Anpassungen der dortigen LSA scheinen uns deshalb auch unwirksam und werden keinen Einfluss auf das weitere Verkehrsgeschehen im Übergang zum Mittleren Ring haben. Da zudem aufgrund der Einspurigkeit der Garmischer Str. (Oberfläche) auch die dortige Buslinie auf einen möglichst leistungsfähigen Durchsatz der Garmischer Str. (Oberfläche) angewiesen ist und wir davon ausgehen müssen, dass das Straßenprofil der Garmischer Str. (Oberfläche) unveränderlich bleibt, bestehen auch diesbezüglich keine Anpassungsmöglichkeiten. Durch die neu geplante Fußgängerschutzanlage Garmischer Str. / Kohlgruber Str., die selbstverständlich mit den Mechanismen der ÖPNV-Beschleunigung ausgestattet sein wird, sind keine leistungssteigernden Effekte auf das dortige Verkehrsgeschehen zu erwarten. Aufgrund der Einspurigkeit fährt der Busverkehr mit dem Kfz-Signal, weshalb hier keine Unterscheidung zwischen Kfz und Bus möglich ist. Auch hinsichtlich einer evtl. angedachten Dosierung der Zuflüsse zur Garmischer Str. (Oberfläche) möchten wir anmerken, dass dies voraussichtlich zu einer Verlagerung der Problematik auf andere ggf. noch kritischere Bereiche führen würde, wovon dann andere Bevölkerungsgruppen und wahrscheinlich auch die dort verkehrenden Linienbusse unmittelbar betroffen sein werden. Seite 3 von 3 [ LHM-Schutzbedarf: 2 ] Abschließend möchten wir auch auf die zusätzlichen Verkehrsverlagerungen hinweisen, die der langjährige Bau der Tram-Westtangente mit sich bringt. Auch die Garmischer Str. (Oberfläche) ist hiervon unmittelbar betroffen. Die temporär zu beobachtenden Effekte dehnen sich dadurch sowohl räumlich als auch zeitlich aus. Mit Blick auf die beschriebenen, bereits umgesetzten / geplanten ÖPNV-Beschleunigungs- maßnahmen an den Lichtsignalanlagen und den zusätzlichen, aber zeitlich begrenzten Einschränkungen durch die Bauphase der Tram-Westtangente ist die Erstellung eines zusätzlichen Konzeptes nicht vorgesehen. Dem Antrag des Bezirksausschusses zur Erarbeitung eines Konzeptes zur Reduzierung des Ausweichverkehrs in der Garmischer Straße an der Tunneloberfläche kann insoweit nicht nachgekommen werden. Der Antrag des Bezirksausschusses ist damit satzungsgemäß erledigt. Mit freundlichen Grüßen Ihr Team Bezirksmanagement Süd (MOR-GB2.141) Abteilung Bezirksmanagement und Projektentwicklung

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Bezirksausschuss

Bezirksausschuss 07 - Sendling-Westpark

Sitzungsdatum

28.04.2026 um 19:30 Uhr

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