Verkehrszahlen für ausgewählte Tempo 30-Bereiche in Sendling-Westpark

Eiche

1 Dokument im RIS

Sitzungsunterlagen im RIS München öffnen

Klick öffnet die offizielle Tagesordnungs-Seite mit allen aktuellen Anlagen.

  • 20-26 _ B 03161_11.03 NB Verkehr_in_Tempo_30-Zonen-Oetztaler-Strasse_x2.pdf
  • 20-26 _ B 03161_B_03161_Verkehrszahlen T30 Sendling-Westpark_AS.pdf
Unterlagen herunterladen (ZIP)
Text aus den Unterlagen
=== 20-26 _ B 03161_11.03 NB Verkehr_in_Tempo_30-Zonen-Oetztaler-Strasse_x2.pdf === S P D - F r a k t i o n im Bezirksausschuss 7 - Sendling-Westpark - 26.10.2021 Verkehrszahlen für ausgewählte Tempo 30-Bereiche in Sendling-Westpark Antrag 1. Das Mobilitätsreferat analysiert die Verkehrszahlen in den Tempo 30-Zonen, die begrenzt sind durch die Fürstenrieder-/ Alb.-Roßhaupter- /Hansastraße/Westpark bzw. Lindauer Autobahn bezüglich des Verkehrsaufkommens und der gefahrenen Geschwindigkeiten. 2. Das Mobilitätsreferat stellt dem Bezirksausschuss Kennwerte zur Verfügung, mit welchem Verkehrsaufkommen für jede dieser Tempo 30 Zonen zu rechnen ist – auch in Abhängigkeit von der Größe und Einwohnerzahl der Tempo 30-Zonen. Begründung: Bürgerinnen und Bürger haben immer häufiger den Eindruck, dass in ihrem Wohnge- biet zu viele Pendler*innen bzw. Schleichwegfahrer*innen unterwegs sind und zudem zu schnell gefahren wird. In Sendling-Westpark war der Bereich Drachensee-/ Oetztaler Straße immer wieder Gegenstand von diesbezüglichen Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern. Die Initiative „Verkehrs-Fakten“ ermittelte mittels einer TOPO-Box in einer Art Snapshot Verkehrszahlen in der Oetztaler Straße. Auf den ersten Blick spiegeln die ermittelten Zahlen nicht das Geschehen wider, wie es von den Anwohnerinnen und Anwohnern beschrieben wird. Für eine bessere Bewertung wären jedoch Benchmark-Werte erforderlich. Ein Vergleich zwischen den Erwartungswerten und den reellen Zahlen könnte die Notwendigkeit bzw. den Umfang eventueller verkehrsregulierender Maßnahmen sichtbar machen. gez. Stefanie Krammer Für die SPD-Fraktion im BA 7 === 20-26 _ B 03161_B_03161_Verkehrszahlen T30 Sendling-Westpark_AS.pdf === U-Bahn: Linien U3,U6 Haltestelle Poccistraße muenchenunterwegs.de Bus: Linie 62 Haltestelle Poccistraße muenchen.de/mor Bus: Linie 132 Haltestelle Senserstraße [ LHM-Schutzbedarf: 2 ] Landeshauptstadt München Mobilitätsreferat Landeshauptstadt München, Mobilitätsreferat Postfach, 80313 München Bezirksmanagement Süd MOR-GB2.141 Per E-Mail Über das DIR – BA-Geschäftsstelle Süd bag-sued.dir@muenchen.de An den BA 07 - Sendling-Westpark Herr Keller Ihr Schreiben vom Ihr Zeichen Unser Zeichen Datum 27.05.2026 [ LHM-Schutzbedarf: 2 ] Verkehrszahlen für ausgewählte Tempo 30-Bereiche in Sendling-Westpark BA-Antrag Nr. 20-26 / B 03161 des Bezirksausschusses des Stadtbezirkes 07 - Sendling Westpark Sehr geehrter Herr Keller, Am 26.10.2021 wurde durch den BA 7 eine Analyse von bestimmten Tempo-30-Zonen bezüglich des Verkehrsaufkommens und der gefahrenen Geschwindigkeiten beantragt. Konkret sollte der Bereich zwischen folgenden Straßen untersucht werden: Fürstenrieder Straße – Lindauer Autobahn – Hansastraße – Albert-Roßhaupter-Straße / Waldfriedhofstraße. Darüber hinaus wurden Grenzwerte angefragt, die für diese Bereiche anzusetzen sind, um einen Abgleich von realer und verträglicher Verkehrsbelastung zu ermöglichen. Zunächst möchten wir uns für die deutliche Verzögerung bei der Bearbeitung Ihres Anliegens entschuldigen. Zu Ihrem Antrag teilen wir Ihnen Folgendes mit: 1. Verkehrsaufkommen Grundsätzlich wurde für die Analyse ein sehr großes Gebiet angefragt (siehe Abbildung 1). Im beschriebenen Umgriff befinden sich 21 Zählstellen des Mobilitätsreferates, davon 3 Dauerzählstellen (lila Standortsymbol). An den Standorten liegen unterschiedlich datierte Erhebungen vor. Das Erhebungsjahr einer Zählung ist nicht zwangsweise gleichzusetzen mit ihrer Aktualität. Entscheidender sind dafür vielmehr die strukturellen Entwicklungen in den umgebenden Bereichen, z.B. Veränderungen im Straßennetz, neue Bebauungen oder Nutzungsänderungen im Umfeld. Diese sind für die Bewertung der Aktualität und die anschließende Interpretation stets zu berücksichtigen. Dennoch gelten für eine Analyse des aktuellen Verkehrsgeschehens, z.B. für eine Straßenraumneuaufteilung, normalerweise I. Seite 2 von 18 [ LHM-Schutzbedarf: 2 ] Zählungen als veraltet, die mehr als ca. 3 Jahre zurück liegen, und sind nicht mehr heranzuziehen. Da das Ziel des vorliegenden Antrags eher eine grobe Einschätzung der Verkehrsbelastungen ist, wurden nach Abwägung auch die 5 Zählstellen mit älteren Daten als Hintergrundinformation aufgenommen und kenntlich gemacht (siehe Abbildungen 3 und 4). Abbildung 1: Untersuchungsgebiet und Zählstellen des Mobilitätsreferats. Blau: Einzelerhebung. Lila: Dauerzählstelle. Quelle: Eigene Darstellung nach DAVe. Bedauerlicherweise liegen nur sehr wenige der Zählstellen tatsächlich innerhalb der Tempo- 30-Zonen des angefragten Gebietes. Abbildung 2 zeigt die Bereiche mit Tempo-30-Zonen. Aus finanziellen Gründen kann das Mobilitätsreferat keine flächendeckenden Zählungen vornehmen. Gezählt werden deshalb neben den größeren Straßen (meist Tempo 50) nur Knotenpunkte mit sicherheitsrelevanten Problemen oder im Umfeld von Neu- oder Ausbauplanungen. Die vom BA 7 bereits eingesetzten Topo-Boxen stellen deshalb ein wichtiges Mittel dar, um Erhebungslücken bestmöglich zu minimieren. Seite 3 von 18 [ LHM-Schutzbedarf: 2 ] Abbildung 2: Tempo-30-Zonen. Grün kariert: Tempo 30. Rot: Tempo 30 Einzelanordnung. Weiß: Tempo 50. Quelle: Eigene Darstellung nach GeoInfoWeb. Für die Analyse wurden bei den relevanten Zählstellen jeweils die Kreuzungsarme ausgewählt, die in die Tempo-30-Zonen innerhalb des Untersuchungsgebiets hineinführen. Die Abbildungen 3 und 4 zeigen die vorliegenden Belastungszahlen, aufgeschlüsselt nach Kfz pro Spitzenstunde, Kfz pro Tag und Erhebungsjahr (Daten älter als 3 Jahre in Rot). Dabei stellen die Angaben die Verkehrsbelastung im Querschnitt der Straße dar, also die Summe beider Fahrtrichtungen auf dem Kreuzungsarm. Für die Darstellung wurden die Werte jeweils auf Hunderter gerundet. Detailliertere Darstellungen der einzelnen Verkehrsströme sowie der weiteren Kreuzungsarme finden sich in den Datenauszügen in Anhang 1 bis 8. Die Zählungen sind eine Momentaufnahme und immer im Zusammenhang mit dem Umfeld zu bewerten, z.B. Baustellensituationen in der Nähe, die zu temporären Veränderungen führen. Sie dienen lediglich als grober Richtwert für die durchschnittliche Belastung der Knotenpunkte. Seite 4 von 18 [ LHM-Schutzbedarf: 2 ] Abbildung 3: Verkehrsbelastungen an ausgewählten Kreuzungsarmen. Rot: Zählung älter als 3 Jahre. Blau: Zählung jünger als 3 Jahre. Quelle: Eigene Daten. Kartenbasis: Google Maps. Seite 5 von 18 [ LHM-Schutzbedarf: 2 ] Abbildung 4: Verkehrsbelastungen an ausgewählten Kreuzungsarmen. Rot: Zählung älter als 3 Jahre. Blau: Zählung jünger als 3 Jahre. Quelle: Eigene Daten. Kartenbasis: Google Maps. 2. Grenzwerte und Beispiele aus dem angefragten Umgriff Damit der BA eine Einschätzung der mittels Topo-Boxen erhobenen Werte vornehmen kann, wurde im folgenden Abschnitt ein Auszug der offiziellen Grenzwerte zusammengestellt. Es handelt sich dabei um eine Zusammenfassung der in der Richtlinie zur Anlage von Stadtstraßen (Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen 2006: 39ff) dargestellten „Typischen Entwurfssituationen“. Dabei werden für bestimmte wiederkehrende Nutzungen im öffentlichen Raum Straßentypen festgelegt. Diese werden durch Funktion, Anbauformen, mögliche Straßenquerschnitte mit Bemaßungen und Belastungsgrenzwerte in Kfz pro Spitzenstunde charakterisiert. Ursprünglich sind diese Typischen Entwurfssituationen zur Planung neuer Gebiete auf unbebauter Fläche gedacht, weniger zur Prüfung der Einhaltung von Belastungsgrenzen. Ein Rückschluss auf Überlastungen ist also nur möglich, Seite 6 von 18 [ LHM-Schutzbedarf: 2 ] wenn die Bestimmung der Entwurfssituation über die anderen Merkmale des Straßentyps erfolgt (Querschnitt, Anbauformen, Nutzungsformen, Abschnittslänge, etc.). Wichtig für den Vergleich der Erhebungsdaten mit den Grenzwerten ist, den Wert der Spitzenstunde heranzuziehen. Die Zuordnung bestimmter Straßen zu den typischen Entwurfssituationen ist nie trennscharf. Typische Entwurfssituation nach RASt 06 (ab S. 39) Beschreibung Beispiele im angefragten Umgriff Wohnweg - Vorherrschende Bebauung mit Reihen- und Einzelhäusern - Geringe Länge (bis ca. 100 m) - Ausschließlich Wohnen - Nutzungsansprüche: Aufenthalt - Verkehrsstärke unter 150 Kfz/h Meier-Helmbrecht- Straße Wohnstraße - Unterschiedliche Bebauung: Zeilen-, Reihen-, Einzelhäuser - Geringe Länge (bis ca. 300 m) - Ausschließlich Wohnen - Nutzungsansprüche: Aufenthalt, Parken - Normalerweise T-30-Zone - Verkehrsstärke unter 400 Kfz/h Andreas-Vöst- Straße Fernpaßstraße Oetztaler Straße Ortlerstraße Sammelstraße - Unterschiedliche Bebauung: oft Zeilenbebauung, Punkthäuser - Länge je nach Siedlung 300-1000 m - Wohnen, einzelne Geschäfte, Gemeinbedarfseinrichtungen - Nutzungsansprüche: Fußgängerlängsverkehr, oft punktuelles Queren, meist Linienbusverkehr - 400 bis 800 Kfz/h Ehrwalder Straße Treffauerstraße Quartiersstraße - Geschlossene, dichte Bebauung, meist gründerzeitlich - Abschnittslängen 100 – 300 m - Gemischte Nutzung: Wohnen, Gewerbe, Dienstleistungen - Nutzungsansprüche: Fußgängerlängsverkehr, Parken - 400 bis 1000 Kfz/h Dörfliche Hauptstraße - Ländlich geprägte Siedlungsstruktur - Je nach Dorf 100 m bis mehrere km - Kein Nutzungsanspruch dominant - Linienbusverkehr - 200 bis 1000 Kfz/h Seite 8 von 18 [ LHM-Schutzbedarf: 2 ] Anbaufreie Straße - Straßenabgewandte Bebauung oder unbebaute Grundstücke vor bebauten Gebieten - Minimale sonstige Nutzung - Linienbusverkehr - 800 bis 2600 Kfz/h Einordnung der vorliegenden Verkehrszahlen: Die Andreas-Vöst-Straße und die Meier-Helmbrecht-Straße sind mit ihren Straßenquerschnitten von beidseitigen, ca. 2 m breiten Gehbahnen und einer ca. 5 m breiten Fahrbahn sowie der angrenzenden Wohnbebauung mit Beparkung der Kategorie Wohnstraße, bzw. Wohnweg zuzuordnen. Beide befinden sich innerhalb der Belastungsgrenzen. Der Querschnitt der Ehrwalder Straße ist nicht eindeutig zuzuordnen. Aufgrund der Länge der Straße (ca. 1 km), der Erschließungsfunktion, sowie der durchmischten, offenen Bebauungsform und der überwiegenden Wohnnutzung mit einzelnen Geschäften ist sie am ehesten als Sammelstraße zu kategorisieren. Mit 700 Kfz in der Spitzenstunde liegt auch die Ehrwalder Straße im Rahmen. Ähnlich ist die Treffauerstraße in der Verlängerung der Ehrwalder Straße einzuordnen, hier entfällt lediglich der Grünstreifen. Mit 400, bzw. 300 Kfz pro Spitzenstunde liegt die Treffauerstraße am unteren Rand, bzw. sogar unter dem Belastungsbereich für eine Sammelstraße. Die Fernpaßstraße dient mit einer 3 m breiten Fahrspur, einseitigem Parken und einer ebenfalls 3 m breiten Gehbahn vor allem dem Fußverkehr sowie dem Parken entlang der ausschließlichen Wohnbebauung. Hier ist von einer Wohnstraße auszugehen. Deren Grenzwerte werden nicht überschritten. Die Straßenabschnitte westlich und nördlich des Partnachplatzes stellen einen nicht zu kategorisierenden Sonderfall dar. Als Zubringer für die Wohngebiete entlang der Treffauerstraße, der Partnachstraße sowie der Zillertalstraße haben sie eine Verteilfunktion. Mit 400 Kfz/h liegt eine vertretbare Verkehrsbelastung vor. Die Oetztaler Straße ist von der angrenzenden Wohnnutzung geprägt und bietet beidseitige Gehbahnen und einseitiges Parken. Vereinzelt sind jedoch auch Geschäfte angesiedelt. Die Fahrbahn ist 5 m breit. Insgesamt kann auch die Ötztaler Straße einer Wohnstraße zugeordnet werden. Sie liegt mit 200 Kfz in der Spitze im Mittelfeld einer Wohnstraße. Die Ortlerstraße ist als Fahrradstraße ausgebildet. Sie wird beidseitig beparkt und ist ebenfalls durch Wohnnutzungen begrenzt. Vereinzelt befindet sich auch hier Gewerbe. Aufgrund des Querschnitts und der Nutzung ist von einer Wohnstraße auszugehen, für die die Ortlerstraße mit 150 Kfz pro Spitzenstunde im unteren Bereich liegt. Einordnung zu Schleichverkehr / Pendler*innen-Verkehr Anlass des BA-Antrages waren gehäufte Meldungen von Anwohnenden zu Schleichverkehr, Pendler*innen-Verkehr und überhöhten Geschwindigkeiten in Wohngebieten. Grundsätzlich machen Verkehrsbelastungszahlen allein keine...

Sitzungsinformationen

Bezirksausschuss

Bezirksausschuss 07 - Sendling-Westpark

Sitzungsdatum

30.06.2026 um 19:30 Uhr

Alle TOPs dieser Sitzung anzeigen

Wenn hier etwas Neues kommt, erfährst du es zuerst

Folge dieser Adresse oder dem ganzen Bezirk und bekomme eine E-Mail bei jedem neuen Antrag — kostenlos und jederzeit kündbar.

Kostenlos · keine Kreditkarte · jederzeit abbestellbar