Gollierstraße 45 - 45c

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in Bezirksausschuss 08 - Schwanthalerhöhe, München

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Hintergrundinformationen

6 Quellen
Schwanthalerhöhe (BA 08) Baudenkmal Ø Miete 6,35 €/m² 2 Wikipedia 1 Stadt-Chronik
Adress-Steckbrief
Stadtbezirk
Schwanthalerhöhe (BA 08)
Bebauungsplan
keiner an dieser Stelle

Geodaten © Landeshauptstadt München, DL-DE-BY-2.0

Denkmalschutz

Baudenkmal · Ganghoferstraße 26;Gollierstraße 41;Gollierstraße 41 a;Gollierstraße 43;Gollierstraße 45;Gollierstraße 45 a;Gollierstraße 45 b;Gollierstraße 45 c;Gollierstraße 47;Gollierstraße 49;Gollierstraße 49 a;Gollierstraße 49 b;Gollierstraße 49 c;Gollierstraße 51;Gollierstraße 53;Gollierstraße 53 a;Kazmairstraße 38;Kazmairstraße 38 a;Kazmairstraße 38 b;Kazmairstraße 40;Kazmairstraße 42;Kazmairstraße 46;Kazmairstraße 48;Kazmairstraße 50;Kazmairstraße 52;Kazmairstraße 54

Wohnsiedlung, syn. Wohnanlage

Wohnanlage, viergeschossige Walm- und Mansarddachbauten, barockisierende Putzfassaden mit eingezogenem Mittelteil, nach Süden vorgelagertem Flachbau mit Terrasse, übergiebelten und gerade verdachten Zwerchhäusern, von Hans Eisenrieth, um 1912.

Aktennummer D-1-62-000-3332

Ensemble

Der Gollierplatz mit seiner geschlossenen Bebauung an der Nordseite, der aufgelockerten Bebauung im Süden und mit den sich östlich anschließenden Wohnblöcken in der Gollierstraße ist als Beispiel für ein um die Jahrhundertwende planmäßig angelegtes Stadtteilzentrum ein Ensemble. Bereits in der Zeit um 1880 war für das „westliche Westend“ jenseits der Ganghoferstraße ein streng rechtwinkliges Straßengefüge geplant, wobei sich die Gollierstraße in ihrer Fortsetzung zu einem zentralen Platz, dem Gollierplatz, ausweiten sollte. Von diesen Plänen wurde zunächst kaum etwas realisiert: Die vorgesehene, beidseitige Zurücksetzung der Baufluchten am Platz ist an dem Bau der Bergmannschule nachvollziehbar. Das zweiflügelige Schulgebäude wurde 1889-91 in Neurenaissanceformen von Carl Hocheder d. Ä. errichtet, es stand zur Zeit der Erbauung im noch leeren Gelände allein da. Die weitere Anlage des Platzes erfolgte erst um 1900 nach dem Stadterweiterungswettbewerb von 1892 in abgewandelter, aufgelockerter Form. Der Platz behielt seine querrechteckige Grundform und wurde auch an der Nordseite in wandartiger Geschlossenheit bebaut, dafür aber wurde er auf seiner Südseite platzartig zum Kiliansplatz aufgeweitet. Die geschlossene Bebauung der Nordseite ist durch viergeschossige Mietshäuser in späten Jugendstilformen geprägt. In der Mitte der Südseite, westlich der Schule wurde 1901-03 von Gabriel von Seidl die Kath. Pfarrkirche St. Rupert erbaut. Dieser neuromanische Zentralbau mit Vierungsturm erfährt durch den platzartigen Umgriff auf der Westseite (Kiliansplatz) seine optische Steigerung, wobei dem nach Osten vorgerückten Eckhaus Kiliansplatz 6 von 1902 mit seinen zwei Staffelgiebeln und dem Eckerker eine besondere städtebauliche Bedeutung zukommt. Die Wohnbauten des Kiliansplatzes, nach Entwurf Paul Böhmers, weisen mehrheitlich Stilformen der deutschen Renaissance auf. Das südlich an den Kirchenbau angeschlossene Pfarrhaus entstand erst 1926, ein Walmdachbau des Architekten Ludwig Naneder. Der westliche Abschnitt der Gollierstraße verweist in seinem schnurgeraden, von der Gangoferstraße rechtwinklig abgehenden Verlauf auf das frühe Rasterkonzept. Die erste Bebauung entstand erst kurz vor dem Ersten Weltkrieg. Zwischen Gollier- und Kazmair-, Gerolt- und Ganghoferstraße ließ die soeben gegründete „Baugenossenschaft Ludwigsvorstadt“ 1911-13 eine gemeinnützige Wohnanlage nach Entwurf Hans Eisenrieth errichten. Es handelt sich um einen weiträumigen, viereckigen Baublock in stark reduzierten, leicht barockisierenden Jugendstilformen. Nach dem Weltkrieg setzten die Baugenossenschaften ihre Bautätigkeit fort. Die neu formierte Genossenschaft „Rupertusheim“ ließ durch Ludwig Naneder zwischen 1918 und 1922 zwei Wohnanlagen an der Nordseite der Gollierstraße zwischen der Ganghoferstraße und Geroltstraße sowie zwischen der Geroltstraße und der Bergmannstraße errichten. Die vielachsigen Wohnanlagen mit Binnenhöfen wiederholen in ihrer Gesamtform die Bebauung der gegenüberliegenden, zuvor errichteten Anlage. Die barockisierende Gestaltung ist durch achsen- und stockwerksgliedernde Fensterreihungen und Putzornamentik, mittels risalitartigen Flacherkern und Ecktürmen geprägt. Mit dem Bau des Ledigenheims von Theodor Fischer erhielt der Gollierplatz schließloch 1925-27 seinen Abschluss im Südosten. Der kantige Rohziegelbau ist mit seinen streng gegeneinander gesetzten und zueinander versetzten flachen wie hohen Trakten ein frühes Hauptwerk einer sachlichen Bauweise in München. Ebenfalls als Rohziegelbau entstand - in stilistischer Adaption zu dem Theodor-Fischer-Bau und östlich anschließend - die Evang.-Luth. Auferstehungskirche mit Pfarrhaus durch German Bestelmeyer in den Jahren 1930-31. In den Platzanlagen innerhalb der Grünbepflanzung befindet sich im östlichen Teil der Nymphenbrunnen von Elmar Dietz aus dem Jahre 1934.

Aktennummer E-1-62-000-19

Jede bauliche Änderung an einem Baudenkmal oder in einem Ensemble braucht eine Erlaubnis nach Art. 6 BayDSchG.

Geofachdaten © Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (CC BY-ND 4.0)

Nachbarschaft (Zensus 2022)

Werte für die 100 × 100 m große Rasterzelle, in der diese Adresse liegt. Fehlende Werte hält das Statistische Bundesamt aus Datenschutzgründen zurück.

Nettokaltmiete Ø
6,35 €/m²
Einwohner
374
Wohnungen
234
Leerstand
1,7 %
Wohnfläche Ø
61 m²
Durchschnittsalter
43,2 Jahre
Anteil ab 65
17,7 %
Gebäude vor 1949
0 %
Häufigste Heizung
Gas

© Statistisches Bundesamt (Destatis), Zensus 2022, 100-m-Gitter, DL-DE-BY-2.0

Wikipedia · 2

Teil einer barockisierenden Wohnanlage

Wohnanlage

Wikidata (CC0) / Wikipedia (CC BY-SA 4.0)

Stadt-Chronik · 1

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