Fröttmaningerstr. 14a - 18c

4 Einträge für diese Adresse

in Bezirksausschuss 12 - Schwabing-Freimann, München

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Hintergrundinformationen

5 Quellen
Schwabing-Freimann (BA 12) 3 Geschosse Ensemble Ø Miete 13,65 €/m²
Adress-Steckbrief
Stadtbezirk
Schwabing-Freimann (BA 12)
Bebauungsplan
keiner an dieser Stelle

Geodaten © Landeshauptstadt München, DL-DE-BY-2.0

Denkmalschutz

Ensemble

Die als Arbeitersiedlung 1919 bis 1927 nach Plänen von Theodor Fischer errichtete Kleinwohnungsanlage Alte Heide ist ein Ensemble. Als erstes Beispiel von Zeilenbauten in Deutschland wie auch als erstes großes Wohnungsbauprojekt für Arbeiter in München nach dem Ersten Weltkrieg nimmt die Alte Heide eine wichtige Stelle in der Entwicklung der gemeinnützigen Siedlungsbauten ein. Die von sechs Industriebetrieben und dem "Verein zur Verbesserung der Wohnungsverhältnisse in München e. V.“ 1918 gegründete "Gemeinnützige Baugesellschaft Alte Heide" hatte die Schaffung von kleinen Wohnungen für Arbeiter der Großindustrieanlagen im Norden der Stadt zum Ziel. Trotz der Inflationszeit und des wachsenden Mangels an Baustoffen unmittelbar nach Kriegsende konnte ein großer Teil des Projekts 1919-23 durchgeführt werden. Etwa 600 Wohnungen, ein Konsum-Gebäude mit Laden und Haushaltungsschule und ein Bade- und Verwaltungsgebäude entstanden bis 1923. Mit dem Bau von etwa 100 weiteren Wohnungen an der Fröttmaninger Straße, nach wie vor nach dem ursprünglichen Plan von Theodor Fischer, wurde die Anlage 1926/27 fertiggestellt. Die Siedlung umfasste zudem einen Kleinkinderhort und einige in den Wohnblöcken integrierte Läden und Gastwirtschaften. Die Anlage besteht aus 19 Wohnzeilen, die – bis auf drei Wohnblöcke an der Dietersheimer Straße – in Nord-Süd-Richtung aufgereiht und quer zu den Straßen liegen. Zwischen den Zeilen liegen Wohnwege und Nutzgärten; Eingänge befinden sich abwechselnd auf beiden Längsseiten jeder Zeile. Die strenge Zeilenbauweise ist durch die Anordnung der Konsum- und Verwaltungsgebäude aufgelockert. Das Konsumgebäude schließt den Blick von der Echinger Straße nach Westen und das im Siedlungszentrum liegende Verwaltungsgebäude teilt die Hauptachse Alte Heide in zwei parallel verlaufende Straßenzüge. Zwischen diesen liegt ein großer eingezäunter Spielhof. Außerhalb der Siedlung, jedoch die Wohnanlage beherrschend, erbaute Hans Grässel 1926/27 die städtische Volksschule. Die dreigeschossigen Häuserzeilen sind schlicht gestaltet; historisierende Elemente sind auf die monumentalen Ecklisenen und die spitzbogigen Öffnungen neben den Eingängen beschränkt. Dazu wirken das dreigeschossige Konsumgebäude mit Walmdach, Zwerchhaus und reichem historisierendem Kratzputzdekor und das zweigeschossige Verwaltungsgebäude mit Eingangstürmchen und Volutengiebeln als Kontrast. Entsprechend der Notwendigkeit, wirtschaftliche Wohnungen für die Bevölkerung mit kleinem Einkommen bereitzustellen, erhielt die überwiegende Zahl der Wohnungen eine Wohnfläche von 60 qm mit zwei Zimmern, die in München übliche Wohnküche, WC und Vorplatz sowie eine Loggia. Die gemeinschaftliche Badeanlage im Verwaltungsgebäude bot Wannen- und Brausebäder an. Ab 1926 plante Fischer ohne äußere Veränderungen die noch zu bauende Wohnungen mit neuen Grundrissen: mit je vier Zimmern, Küche, Speisekammer und Bad, um dem Bedürfnis nach größeren Wohnungen nachzukommen. Aufgrund der Wohnungsnot der zweiten Nachkriegszeit wurden 1949 zwei Dachwohnungen in jeder Zeile eingebaut. Im Gegensatz zur verdichteten Mietshausbebauung mit den engen Hinterhofsituationen boten die Nord-Süd-orientierten Zeilen der Alten Heide Vorteile für Besonnung, Belüftung und Lärmschutz und die mögliche Zuordnung von Gärten zu den einzelnen Wohnungen. Die Zeilenbauweise fand im modernen Siedlungsbau der 1920er Jahre in Deutschland bald weitgehend Anwendung. In München jedoch blieb die Alte Heide die einzige derartige Wohnanlage; erst 1928-30 bevorzugte auch hier die Stadt diese Bauweise bei ihrem Großsiedlungs-Programm.

Aktennummer E-1-62-000-3

Jede bauliche Änderung an einem Baudenkmal oder in einem Ensemble braucht eine Erlaubnis nach Art. 6 BayDSchG.

Geofachdaten © Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (CC BY-ND 4.0)

Nachbarschaft (Zensus 2022)

Werte für die 100 × 100 m große Rasterzelle, in der diese Adresse liegt. Fehlende Werte hält das Statistische Bundesamt aus Datenschutzgründen zurück.

Nettokaltmiete Ø
13,65 €/m²
Einwohner
211
Wohnungen
97
Eigentümerquote
26,8 %
Wohnfläche Ø
55 m²
Durchschnittsalter
39,7 Jahre
Anteil ab 65
14,2 %
Gebäude vor 1949
100 %
Häufigste Heizung
Gas

© Statistisches Bundesamt (Destatis), Zensus 2022, 100-m-Gitter, DL-DE-BY-2.0

Gebäude
Geschosse
3
Typ
apartments
Dachform
gabled

© OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL)

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Verlauf an dieser Adresse

Behandlungen im Bezirksausschuss und amtliche Bekanntmachungen der Lokalbaukommission, neueste zuerst. Ab der Veröffentlichung im Amtsblatt läuft für Nachbarn eine einmonatige Klage- bzw. Einwendungsfrist.