„Weniger is(s)t mehr!“ – Beachtung von essbaren Arten beim Rückschnitt von Gehölzen in öffentlichen Grünanlage…

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„Weniger is(s)t mehr!“ – Beachtung von essbaren Arten beim Rückschnitt von Gehölzen in öffentlichen Grünanlagen

Grünanlage

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  • 26-32 _ T 007375_D.1.3_Antrag_Fruchtgehölze.pdf
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=== 26-32 _ T 007375_D.1.3_Antrag_Fruchtgehölze.pdf === Seite 1 von 3 Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen im BA 12 Schwabing-Freimann An die Landeshauptstadt München Direktorium / HA II / Bezirksausschussangelegenheiten Marienplatz 8 80331 München Antrag 15.09.2026 „Weniger is(s)t mehr!“ – Beachtung von essbaren Arten beim Rückschnitt von Gehölzen in öffentlichen Grünanlagen Das Baureferat wird gebeten, beim Rückschnitt der Gehölze in öffentlichen Grünanlagen auf essbare Arten zu achten und diese so zu beschneiden, dass noch fruchttragende Zweige in greifbarer Höhe bleiben für die Bürger*innen. Es handelt sich um eine rein organisatorische Maßnahme, die ohne zusätzliche Kosten auskommt und so trotz der angespannten Haushaltslage einen hohen Mehrwert für die Bürger*innen ermöglicht. Begründung: In den städtischen Grünanlagen gibt es viele Sträucher, Büsche und Bäume, die nicht nur Nahrung für Vögel und Insekten bieten, sondern auch für den Menschen essbare Früchte tragen. Beim turnusmäßigen Rückschnitt der Gehölze im Frühjahr und Herbst werden diese leider oft so stark zurück- geschnitten, dass sich die verbleibenden fruchttragenden Zweige größtenteils außerhalb greifbarer Höhe befinden. Zudem wurden viele Sträucher dieses Jahr (eventuell hitzebedingt) bereits Anfang/Mitte August beschnitten, bevor die Früchte überhaupt reif wurden – z.B. entlang der Niebuhrstraße am Nordfriedhof und in der Grünanlage zwischen Guerickestraße und Fröttmaninger Straße (Beispielfotos im Anhang). Essbare Wildpflanzen im öffentlichen Raum ergänzen die Ernährung mit frischen und nährstoffreichen Lebensmitteln, die im Handel nur schwer oder gar nicht erhältlich sind. Sie dienen der Umweltbildung und dem Wissen über natürliche und saisonale Lebensmittel und fördern so eine lebendige Seite 2 von 3 Beziehung der Bevölkerung mit der Natur. Dies ist besonders wertvoll für unsere in der Stadt aufwachsenden Kinder und Jugendlichen. Essbare Wildpflanzen bereichern zudem den Naherholungswert der öffentlichen Grünflächen und die Lebensqualität im Viertel und tragen damit wesentlich zum psychischen Wohlbefinden bei. Die gesundheitsförderliche Wirkung entfaltet sich so auf vielfältigen Ebenen. Dies zahlt sowohl auf die globalen Nachhaltigkeitsziele1 ein als auch auf den OneHealth-Ansatz der WHO2 (Wechselwirkungen der Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt), der auch in der Leitlinie Gesundheit der Landeshauptstadt München3 einen hohen Stellenwert hat. Daher bitten wir das Baureferat, den Rückschnitt der Gehölze künftig bei folgenden Arten so vorzunehmen, dass noch fruchttragende Zweige in greifbarer Höhe erhalten bleiben, bzw. diese erst nach der jeweiligen Reifezeit zu beschneiden – in beiden Fällen mit dem Ziel, dass die Nutzung der Früchte durch interessierte Bürger*innen möglich bleibt: ▪ Schwarzer Holunder ▪ Kornelkirsche ▪ Felsenbirne ▪ Schlehe ▪ Sanddorn ▪ Brombeere ▪ Himbeere ▪ Hundsrose (Hagebutte) ▪ Mirabelle ▪ Wildkirsche ▪ Haselnuss ▪ Walnuss Initiative: Birgit Prechtl Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen 1 https://unric.org/de/17ziele/#sdg-de-ziele 2 https://www.who.int/europe/de/news/item/23-03-2023-5-things-to-know-about-one-health-in-the-who- european-region 3 https://stadt.muenchen.de/infos/leitlinie-gesundheit.html Seite 3 von 3 Abbildungen: Schwarzer Holunder und Kornelkirsche – verbleibende Früchte nach dem Rückschnitt (Grünanlage Guerickestraße / Fröttmaninger Straße)

Sitzungsinformationen

Bezirksausschuss

Bezirksausschuss 12 - Schwabing-Freimann

Sitzungsdatum

29.09.2026 um 19:30 Uhr

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