Schinkelstraße 46

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in Bezirksausschuss 12 - Schwabing-Freimann, München

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Hintergrundinformationen

4 Quellen
Schwabing-Freimann (BA 12) Ensemble Bebauungsplan Nr. 783b Ø Miete 12,78 €/m²
Adress-Steckbrief
Stadtbezirk
Schwabing-Freimann (BA 12)
Bebauungsplan
Nr. 783b
Planinhalt bei der Stadt einsehen

Geodaten © Landeshauptstadt München, DL-DE-BY-2.0

Denkmalschutz

Ensemble

Das auf Grundlage eines Wettbewerbs 1978 verwirklichte Wohngebiet Berliner Straße bildet als einheitlich geplante Siedlung ein Ensemble. Die Siedlung ist ein herausragendes Beispiel für die einheitliche Weiterentwicklung von städtischem Raum in geschlossenen Strukturen und damit ist die Gesamtanlage für ihre Entstehungszeit eine wegweisende Anlage der postmodernen Siedlungsarchitektur. Die Ausführung auf der Vorgabe des Wettbewerbs erfolgte in mehreren Teilabschnitten. Die Bebauung entstand auf dem Gelände eines ehemaligen Straßenbahndepots mit Steinlager und galt als eine der letzten großen zusammenhängenden Freiflächen in Innenstadtnähe. Begrenzt wird die Siedlung im Norden durch die Schenkendorfstraße, im Osten durch die Ungererstraße mit dem angrenzenden Nordfriedhof, im Süden durch die Freiflächen des Ungererbades und im Westen durch die Randbebauung der Leopoldstraße. Die Landeshauptstadt München lobte 1978 einen zweistufigen Wettbewerb aus den der Architekt Peter Petzold mit den Landschaftsarchitekten Gottfried und Anton Hansjakob für sich entscheiden konnten. Diese Planung war Grundlage für die zukünftige Bebauung. Mit Hilfe dieses einheitlichen Konzeptes war es möglich trotz der Verteilung der einzelnen Gebäudeteile an unterschiedliche Architekturbüros einen einheitlichen Siedlungscharakter zu bewahren. Das städtebauliche Konzept beruht auf der Weiterführung des bestehenden Stadtgebietes durch eine städtische Blockrandbebauung mit ruhigen Innenhöfen und dem Einfluss einer Gartenstadtidee. Der Städtebau ist durch Straßen, Wege und Plätze differenziert und wird von begrünten Parkflächen begleitet. Die umlaufende Berliner Straße als auch die zentral hindurch laufende Schinkelstraße, welche im unteren Siedlungsteil nach Osten ausläuft, ist an den Straßenverkehr angeschlossen. Ein hoher Anteil der Siedlungsräume ist dem Straßenverkehr jedoch abgewandt und die Innenhöfe in geschlossene als auch halböffentliche Bereiche unterschieden. Diese Hierarchie der Außenräume und des Wegesystems ist entscheidend für das Freiraumkonzept innerhalb der Siedlung. Die unterschiedlichen Außenräume werden gezielt miteinander verbunden oder voneinander getrennt. Im Zentrum der Wohnanlage bildet ein See, welcher mit Wasser des Nymphenburger Kanals versorgt wird, den Mittelpunkt des Wegesystems. Die im Areal verteilten Kunstwerke betonen die einheitliche Planung des Areals. Die Gebäude wurden in verschiedenen Bauphasen und durch verschiedene Architekturbüros in den Jahren von 1982 bis 1987 auf der Grundlage des Städtebaulichen Konzepts des Wettbewerbs von 1978 errichtet. Die Landschaftsgestaltung lag in Händen von Gottfried und Anton Hansjakob. Zu den planenden Architekten zählen: Peter Zänker und Jörg Menzinger, Franz Ruf, Heinz Hilmer und Christoph Sattler, Friedrich Kurrent, Helmut Bier mit Hans Korn und Hansjürg Zeitler, Friedrich Kurrent, Helmut von Werz mit Christoph Ottow, Erhard Bachmann und Michel Marx, Helmut Schöner-Fedrigotti, Georg Kowalczuk, Hans Ziegert und Peter Petzold, welcher den größten Abschnitt im Osten realisierte. Das Blockrandkonzept wird durch die Ausführung der Eckbebauungen als überkreuzenden Knotenpunkte in der Architektur hervorgehoben und dient als vereinendes Element in der Gebäudekubatur. Obwohl die Siedlung als Gesamtheit wirksam ist, unterscheiden sich die Bauten in ihrer Außengestaltung durch verschiedene Konzeptionen der Blockecke als auch durch gezielt unterschiedliche Formensprachen der Balkone, Fenster, Dachabschlüsse und Erschließungen. Eine besondere Rolle kann ebenfalls den Hauseingängen zugeschrieben werden, welche durch Hervorhebungen in der Fassadengestaltung kenntlich gemacht werden und den Straßenraum mit Eingängen, welche z. T. über die Gebäudeecke erschlossen werden, neu definieren. An der Nordwestecke des Sees als auch im hinteren Verlauf der Schinkelstraße sind zwei Häuserteile unterführt, wodurch die Gebäude als Brücken oder Tore inszeniert werden. Die Wohnanlage ist durch die konstante Abstimmung von Architektur, Straßenraum und Grünflächen und deren Miteinander als zusammenhängendes Ganzes erkennbar.

Aktennummer E-1-62-000-104

Jede bauliche Änderung an einem Baudenkmal oder in einem Ensemble braucht eine Erlaubnis nach Art. 6 BayDSchG.

Geofachdaten © Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (CC BY-ND 4.0)

Nachbarschaft (Zensus 2022)

Werte für die 100 × 100 m große Rasterzelle, in der diese Adresse liegt. Fehlende Werte hält das Statistische Bundesamt aus Datenschutzgründen zurück.

Nettokaltmiete Ø
12,78 €/m²
Einwohner
188
Wohnungen
99
Leerstand
4,2 %
Eigentümerquote
13,0 %
Wohnfläche Ø
65 m²
Durchschnittsalter
43,2 Jahre
Anteil ab 65
23,4 %
Gebäude vor 1949
0 %
Häufigste Heizung
Fernwärme

© Statistisches Bundesamt (Destatis), Zensus 2022, 100-m-Gitter, DL-DE-BY-2.0

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Verlauf an dieser Adresse

Behandlungen im Bezirksausschuss und amtliche Bekanntmachungen der Lokalbaukommission, neueste zuerst. Ab der Veröffentlichung im Amtsblatt läuft für Nachbarn eine einmonatige Klage- bzw. Einwendungsfrist.

Baugenehmigung erteilt veröffentlicht am 21.05.2024 Klagefrist abgelaufen am 21.06.2024

DG-Ausbau von 6 Mehrfamilienhäusern zur Errichtung von 11 Wohnungen und Erweiterung einer best. Wohnung (Schinkelstr. 46 – 52 / Theodor-Dombart-Str. 21 + 23) – ÄNDERUNGSANTRAG zu 1.2-2022-23430-41 – Hier: Ergänzung von Photovoltaikanlagen auf den Dachflächen

Mit Bescheid der Lokalbaukommission der Landeshauptstadt München vom 29.04.2024, Az. 6024-1.232-2024-5763-41, wurde die Baugenehmigung für das oben genannte Vorhaben unter Auflagen/Nebenstimmungen/Abweichungen/Befreiungen erteilt.

Aktenzeichen:
1.232-2024-5763-41
Bescheid vom:
29.04.2024
Gemarkung / Flurnummer:
Schwabing 859/17