Maximale Sicherheit für Radlerinnen und Radler

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  • 20-26 _ B 06697_4.7.1 Fahrradunfall_interfraktionell.pdf
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=== 20-26 _ B 06697_4.7.1 Fahrradunfall_interfraktionell.pdf === Bezirksausschuss des 15. Stadtbezirkes Landeshauptstadt München Trudering-Riem Landeshauptstadt München, Direktorium D-HA II / BA Geschäftsstelle Ost An die Referatsleitung des Mobilitätsreferats der Landeshauptstadt München per E-Mail Vorsitzender Stefan Ziegler Privat: Telefon: 0172/ 894 33 34 Telefax: (089) 4 39 87 115 E-Mail: ba@ziegler-muc.de Geschäftsstelle Ost: Friedenstraße 40 81660 München Telefon: (089) 233 - 61490 Telefax: (089) 233 – 989 61490 E-Mail: bag-ost.dir@muenchen.de München, 01.05.2024 Ihr Schreiben vom Ihr Zeichen Unser Zeichen 9.1.5 – 05/2024 Tödlicher Verkehrsunfall am 26.04.2024 in Trudering-Riem Sehr geehrter Herr Dunkel, sehr geehrte Damen und Herren, der BA15 Trudering-Riem ist bestürzt über den tragischen Verkehrsunfall auf einer rot einge- färbten Radspur in Mittellage auf der stadtauswärtsführenden Kreillerstraße in Höhe der Baju- warenstraße, bei dem eine 65-jährige Radfahrerin tödlich verunglückte. Es ist jetzt sicherlich die Zeit der Anteilnahme und unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Verstorbenen. Dann aber gilt es, in Ergänzung zu den Ermittlungen der staatlichen Behörden zum konkreten Unfallhergang, auch auf Seiten der zuständigen Verwaltungseinheiten der LH München im Ein- vernehmen mit der Polizei, die Gründe für das Unglück ausfindig zu machen und Maßnahmen anzugehen, dass sich ein solches Unglück (insbesondere an der selben Stelle) nicht mehr er- eignet. Dies ist im Sinne der vom Stadtrat beschlossenen Verkehrssicherheitsstrategie "Vision Zero", die seit einigen Jahren vom Mobilitätsreferat als Leitlinie umgesetzt wird, dringend erfor- derlich. In gemeinsamer lokalpolitischer Verantwortung für die Verkehrssicherheit im Stadtbezirk bittet der BA 15 daher kurzfristig an der Kreuzung Kreiller-/Bajuwarenstraße stadtauswärts zusam- men mit Vertreterinnen und Vertretern des Mobilitätsreferats, des Polizeipräsidiums, der örtlich zuständigen Polizeiinspektion 25 und dem Fahrradbeauftragten der LH München um einen Orts- termin. Ziel dieses Ortstermins ist, auf Grundlage des Berichts von Polizei und Unfallkommis- sion, um deren Übersendung wir vorab bitten, notwendige Sofortmaßnahmen abzustimmen. Sofern bereits ein Ortstermin der städtischen Stellen geplant ist, bitten wir um Mitteilung des Termins und eine entsprechende Einladung. Gemeinsames Ziel muss die Erhöhung der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer, insbesondere aber für Radfahrerinnen und Radfahrer sowie Zufußgehende, sein. Seite 2 In einem weiteren Schritt bittet der BA 15 zeitnah durch die strategischen Fachverantwortlichen der "Vision Zero" sowie des ADFC um eine Einschätzung zu folgenden Punkten: • Vorschläge zur Entschärfung der Unfallstelle für die Zukunft • Grundsätzliche Informationen und Einschätzungen zu typischen Straßenraumsituationen, wie beispielsweise den rot eingefärbten Radspuren in Mittellage mehrerer Kfz-Spuren (Kreillerstraße, Truderinger Straße, Rosenheimer Straße [2 mal], u.a.) • Eine systematische Auswertung der Unfalldaten der vergangenen 10 Jahre im Stadtbezirk Trudering-Riem mit Aufzeigen von auffälligen Örtlichkeiten mit Handlungsbedarf • Entwicklung eines Verkehrssicherheitskonzepts für den Stadtbezirk 15, das neben der Analyse der Situation einen Plan zur Beseitigung von Missständen, inklusive Maßnahmen, Zeitplan, Ressourcenbedarf und Verbesserung von Prozessabläufen enthält. Seit dem Umbau des besagten Kreuzungsbereichs vor einigen Jahren, kam es bereits immer wieder zu Beschwerden, da sich viele Radfahrende aller Altersklassen unsicher fühlen, wenn sie sich vom zunächst räumlich abgetrennten Radweg einige Meter bis zur Lichtsignalanlage zwischen zwei Kfz-Spuren einreihen müssen, wovon eine Kfz-Spur eine Rechtsabbiegespur darstellt. Darüber hinaus befindet sich auf selber Höhe eine Tankstelle mit je einer Ein- und Ausfahrt. Für viele Verkehrsteilnehmer stellt das eine äußerst unübersichtliche Situation dar, die höchste Auf- merksamkeit erfordert. Auch wenn die gefühlte und die tatsächliche Sicherheit teilweise voneinander abweichen, ist es für die Akzeptanz von verkehrsordnenden Maßnahmen wichtig, dass auch eine subjektive Sicherheit gegeben ist. Für Rückfragen stehe ich selbstverständlich gerne zur Verfügung Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen Stefan Ziegler Vorsitzender === 20-26 _ B 06697_B 06697_Fahrradunfall_interfraktionell AS.pdf === U-Bahn: Linien U3,U6 Haltestelle Poccistraße muenchenunterwegs.de Bus: Linie 62 Haltestelle Poccistraße muenchen.de/mor Bus: Linie 132 Haltestelle Senserstraße Landeshauptstadt München Mobilitätsreferat Landeshauptstadt München, Mobilitätsreferat Postfach, 80313 München Geschäftsbereich Verkehrs- und Bezirksmanagement Bezirksmanagement und Projektentwicklung Bezirk Ost | MOR-GB2.13 80313 München gb2-13.mor@muenchen.de Per E-Mail Über das DIR – BA-Geschäftsstelle Ost bag-ost.dir@muenchen.de An den BA 15 - Trudering-Riem Herrn Stefan Ziegler Ihr Schreiben vom 16.05.2024 Ihr Zeichen 9.1.5 – 05/2024 Unser Zeichen Datum 08.04.2026 Maximale Sicherheit für Radler*innen BA-Antrag Nr. 20-26 / B 06697 des Bezirksausschusses des Stadtbezirkes 15 - Trudering- Riem vom 16.05.2024 Sehr geehrter Herr Ziegler, zu Ihrem Schreiben vom 01.05.2024 und Ihrem Antrag vom 16.05.2024 teilen wir Ihnen Folgendes mit: In o.g. Antrag fordern Sie Vorschläge zur Entschärfung der konkreten Unfallstelle, grundsätzliche Begutachtung und Auswertungen zu Unfalldaten im Stadtbezirk Trudering- Riem und die Erstellung eines Verkehrssicherheitskonzepts für den Stadtbezirk. Nach erfolgtem Ortstermin am 23.07.2024 mit Vertreter*innen des Bezirksausschusses 15, des Mobilitätsreferates, der örtlichen Polizeiinspektion und des ADFC an der Unfallstelle Kreillerstraße / Bajuwarenstraße wurden die Untersuchungen zur Verkehrssicherheit bzgl. Radfahrstreifen in Mittellage sowie insbesondere zu dem im BA-Antrag genannten Abschnitt durchgeführt und ausgewertet. Informationen hierzu und zum weiteren Vorgehen wurden Mitte Januar 2025 an den Vorsitzenden des BA 15, Herrn Stefan Ziegler, versandt. Neben dem Sachstand zur stadtweiten Überprüfung der Radfahrstreifen in Mittellage (RiM) durch die AG „Sichere Knotenpunkte“ wurde auch das weitere Vorgehen hinsichtlich des Knotens Kreillerstraße / Bajuwarenstraße erläutert. Am 23.07.2025 erfolgte zudem ein persönlicher Austausch zwischen dem Vorsitzenden des BA 15, Herrn Stefan Ziegler und dem Mobilitätsreferenten, Herrn Georg Dunkel, in dem unter anderem das weitere Vorgehen bzgl. der Planungen um den RIM an der Kreuzung Kreilelrstraße / Bajuwarenstraße erläutert wurde. Seite 2 von 3 Es lässt sich zusammenfassend feststellen: Eine generelle und pauschale Ablehnung von RiM für München wird nach Sichtung vorhandener Gutachten und wissenschaftlicher Literatur als nicht zielführend angesehen. Sie stellen unter bestimmten Bedingungen neben weiteren Maßnahmen ein Werkzeug für die Verbesserung der objektiven Radverkehrssicherheit an Knotenpunkten dar. Zur Überprüfung der Eignung eines RiM als Führungsform für den jeweiligen Standort wurde ein Kriterienkatalog erstellt („RiM-Checkliste“). Anhand dessen wurden Bestandsdaten aller RiM im Stadtgebiet vor Ort aufgenommen und dokumentiert. Im nächsten Schritt sollen als Ergebnis der Datenanalyse Defizite festgestellt und in Einzelfällen Sicherheitsaudits durchgeführt, sowie Maßnahmenvorschläge erarbeitet werden. Das Mobilitätsreferat legt nach Abschluss der Untersuchungen zu den Radfahrstreifen in Mittellage die Ergebnisse der Prüfungen dem Mobilitätsausschuss zur Beschlussfassung über das weitere Vorgehen vor (vgl. Beschluss des Stadtrats vom 17.12.2025, Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 17190, „Verkehrssicherheitskonzept „Vision Zero“ in München Fortschrittsbericht 2024“, Antragspunkt Nr. 2). Ebenso erfolgt grundsätzlich regelmäßig und stadtweit eine systematische Auswertung von Unfalldaten. Sich daraus ableitende Maßnahmen werden innerhalb des Mobilitätsreferates weiterverfolgt: über die Fortschritte in der Umsetzung der „Vision Zero“ mit Benennung künftiger Schwerpunkte und geplanter Maßnahmen wurde berichtet (s.o.). Sachstand, weiteres Vorgehen und Empfehlungen des Mobilitätsreferates zum RiM an der Kreillerstraße / Bajuwarenstraße Mit Stand August 2024 ist der Vorgang seitens der Unfallkommission (UK) aufgearbeitet und abgeschlossen. Ein ursächlicher Zusammenhang der Radverkehrsanlage mit dem Unfall wurde durch die UK nicht festgestellt. Ein Bestandsaudit nach Richtlinie für das Sicherheitsaudit von Straßen (RSAS - FGSV 2019) wurde erstellt, auch um zu eruieren, ob die an dem Knoten gegebene Infrastruktur grundsätzlich einen Einfluss auf das Unfallgeschehen haben kann. Als Ergebnis hat das Auditorenteam festgestellt, dass der RiM, „wenn auch nicht regelwidrig, doch Defizite aufweist“, welche zwar nicht unfallursächlich sind, aber darauf hindeuten, dass er an dieser Örtlichkeit nicht die optimale Wahl der Führungsform für den Radverkehr sei. Im Bestand lassen sich diese Defizite allerdings nicht verbessern, da sie nicht in der Ausführung der Anlage begründet liegen, sondern in den Begleitumständen der Örtlichkeit, die keine andere Gestaltung der Führungsform „RiM“ zulässt. Kurzfristig wurde als erste Maßnahme durch die Unfallkommission bereits angeordnet, zwischen den beiden vorhandenen absoluten Haltverbotszeichen („Absolutes Haltverbot Anfang“ und „Absolutes Haltverbot Ende“), ca. fünf Meter westlich der Tankstellenausfahrt, zur Verdeutlichung noch ein Zeichen 283-30 StVO („Absolutes Haltverbot Mitte“) zu errichten. Die Zeichen wurden am 21.05.2024 vom Baureferat installiert. Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit bei der Tankstellenausfahrt und der Ausfahrt der Gewerbeeinheit wurde als weiterer kurzfristiger Schritt Kontakt mit dem Eigentümer aufgenommen und dieser gebeten, den Rückschnitt von Büschen auf Privatgrund zur Freihaltung des Sichtfeldes durchzuführen. Im Fall des RiM Bajuwaren- / Kreillerstraße wurde durch das Mobilitätsreferat im nächsten Schritt eine verkehrstechnische Untersuchung (VTU) beauftragt, die die verkehrlichen Auswirkungen von organisatorischen, signaltechnischen und baulichen Veränderungen am Knotenpunkt Bajuwaren-/ Kreillerstraße für alle Verkehrsteilnehmer*innen analysiert. Gemäß dem Auditing des MOR ergeben sich für den Knotenpunkt kleinere Optimierungen. Die Ergebnisse der verkehrstechnischen Untersuchung werden hiernach referatsintern Seite 3 von 3 bewertet und das weitere Vorgehen entsprechend festgelegt. Der Bezirksausschuss wird über das weitere Vorgehen zu gegebener Zeit informiert werden. Ein Verkehrssicherheitskonzept spezifisch für den 15. Stadtbezirk ist vor dem Hintergrund der bereits bestehenden und geplanten Maßnahmen nicht vorgesehen. Der Antrag Nr. 20-26/ B 06697 vom 16.05.2024 ist damit satzungsgemäß behandelt. Mit freundlichen Grüßen Ihr Team Bezirk Ost (MOR-GB2.13) Abteilung Bezirksmanagement und Projektentwicklung

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Bezirksausschuss

Bezirksausschuss 15 - Trudering-Riem

Sitzungsdatum

23.04.2026 um 19:00 Uhr

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