=== 20-26 _ B 08496_B 08496 (Rad-)verkehr Ortskern Trudering.pdf ===
An die Geschäftsstelle des BA 15
Friedenstr. 40
81660 München
10.12.2025
Konkrete Sicherheit für Radfahrer im Ortszentrum Trudering – Teil 2
Antrag:
Mit Verweis auf den bislang nicht beantworteten interfraktionellen BA-Antrag vom
19.2.2025 (s. Seiten 3+4) und den wenig befriedigenden Ortstermin mit Vertretern der
Stadtverwaltung und der Polizei am 26.11.2025 fordert der BA15 erneut konkrete
Maßnahmen zur Erhöhung der objektiven und subjektiven Sicherheit aller
Radfahrenden im Ortskern Trudering.
Vorrangiges Ziel dabei ist, allen Radfahrerinnen und Radfahrern ein hohes Sicherheits-
gefühl auf der gesamten Strecke im Ortskern zu vermitteln, die Radfahrenden vom
Gehsteig auf die Fahrbahn mit Höchstgeschwindigkeit T20 zu bringen und dadurch auch
den größtmöglichen Schutz aller Fußgängerinnen und Fußgänger auf den
Gehwegen zu erzielen.
Dazu fordert der BA15 die Stadtverwaltung auf, zügig folgende konkrete Maßnahmen im
Einvernehmen mit dem BA15 zu prüfen und umzusetzen.
1.) Sofortmaßnahme: im Abschnitt „Verkehrsberuhigter Geschäftsbereich“ im
Truderinger Ortskern, werden die Anzahl der weißen Radfahrsymbole in beiden
Fahrtrichtungen deutlich erhöht und vergrößert.
2.) Sofortmaßnahme: an den Einfahrten zum „Verkehrsberuhigten Geschäftsbereich“
im Truderinger Ortskern (Kreuzungen und Einmündungen) werden neue Markierungen
T20 in beiden Fahrtrichtungen auf die Fahrbahn aufgebracht.
Beispiel siehe neue T30-Markierungen vor der Feldbergschule.
3.) Sofortmaßnahme: Gefordert werden kontinuierliche Kontrollen durch die Polizei
zur Unterbindung von überhöhter Geschwindigkeit und Parkverstößen sowie bei
unerlaubtem Radeln/E-Scooter-fahren auf dem Gehweg.
4.) Prüfung/Beantwortung:
Die Stadtverwaltung wird beauftragt in Zusammenarbeit mit dem BA15 und der Polizei
zügig alternative Lösungsansätze zur Verbesserung und Erhöhung der Sicherheit für den
Radverkehr im ampelgeregelten Kreuzungsbereich am Schmuckerweg zu erarbeiten.
Eine Antwort auf den eingangs erwähnten interfraktionellen Antrag aus dem Februar
2025 sowie die Ergebnisse der ausstehenden Verkehrszählungen hinsichtlich des
Radverkehrs auf der Straße und auf den Gehbahnen sollten dafür eine angemessene,
faktenbasierte Grundlage darstellen.
5.) Prüfung: Die Zebrastreifen haben sich als sichere Querungshilfe und Instrument zur
Entschleunigung bewährt, deshalb soll zwischen Bajuwarenstraße und Lehrer-Götz-Weg
auf Höhe des Trudering Rathauses ein weiterer Zebrastreifen geprüft und nach
Möglichkeit umgesetzt werden.
6.) Prüfung: Geprüft wird die dauerhafte Installation eines Dialog-Displays analog zu
den bewährten Geschwindigkeitsanzeigen an der Rosenheimer Straße. Ggfs. kann über
das Motiv auch vermittelt werden, dass das Radfahren von Erwachsenen auf dem
Gehweg zu unterlassen ist.
7.) Prüfung: Wie beim Ortstermin am 26.11. angeregt, soll zur Erhöhung der
Verkehrssicherheit und Einhaltung der Mindestabstände die Anordnung eines
Überholverbotes einspuriger Fahrzeuge im Ortskern (ggfs. ergänzend die Markierung
einer durchgehenden Mittellinie) geprüft werden. Alternativ dazu könnte auch das
Verkehrsschild “Abstand halten 1,5 m zu Radfahrer*innen” aufgestellt werden.
Begründung:
Nach nunmehr mehr als 3 Jahren praktischer und täglich gelebter Erfahrungen bleiben
vorrangig folgende Erkenntnisse:
I) Der Umbau des Truderinger Ortskerns hat einige seiner Ziele erreicht.
Insbesondere die 20 neuen Bäume mit den zahlreichen Staudenbeeten, Bänke und der
Brunnen sorgen für ein deutlich verbessertes Erscheinungsbild im Ortskern und eine
deutlich höhere Aufenthaltsqualität. Dies begrüßt der BA15 außerordentlich.
II) Das Ziel einer gewünschten maximalen objektiven und subjektiven
Verkehrssicherheit für den Radverkehr wurde bislang leider nicht erreicht,
ebensowenig das Freihalten der Gehwege vom Radverkehr und unerlaubtem Parken.
Diesbezüglich erreichen den BA15 laufend Beschwerden aus der Bevölkerung.
Ursächlich ist – das muss man leider betonen – ein Planungsfehler der Stadtverwaltung
mit dem Ergebnis, dass die bis kurz vor Ende der Planungsphase beidseitig
eingeplanten Fahrradsicherheitsstreifen auf der gesamten Länge, kurz vor der Bauphase
ersatzlos gestrichen wurden, gegen vehementen Protest des BA15 und der Bevölkerung.
Das daraus resultierende Unsicherheitsgefühl von Radfahrenden und zu Fuß gehenden
ist ein auf Dauer nicht hinzunehmender Makel, der nun endlich in konkrete Maßnahmen
zur Verbesserung der Verkehrssicherheit münden muss.
Beschlossen in der BA-Sitzung am 11.12.2025 Ja ……………. Nein …………….
Initiative Grüne:
Herbert Danner, Christoph Heidenhain, Susanne Weiß, Christoph Hanusch
Initiative SPD:
Eva Blomberg
Nachfolgend der BA-Antrag vom Februar 2025
Bezirksausschuss 15 – Trudering-Riem Interfraktioneller Antrag 19.2.2025
Konkrete Sicherheit für Radfahrer im Ortszentrum Trudering
Antrag:
Mit Verweis auf den schweren Unfall eines erwachsenen männlichen Radfahrers im
September 2024, und bezugnehmend auf den BA-Antrag vom Januar 2025, wird die
Stadtverwaltung gebeten:
1.) im Abschnitt „Verkehrsberuhigter Geschäftsbereich“ im Truderinger Ortskern, die
Anzahl der weißen Radfahrsymbole in beiden Fahrtrichtungen deutlich zu erhöhen,
teilweise farblich aufzufrischen/zu erneuern, und zu vergrößern.
2.) vor der Ampel Truderinger Straße / Schmuckerweg stadteinwärts den Radverkehr so
zu führen, dass er vor dem Kfz-Verkehr zu stehen kommt, insbesondere vor den
stadteinwärts fahrenden Bussen der Linien 185 und 192. D. h. die Haltelinie zwischen
dem Fahrradstreifen und der Kfz-Fahrbahn sollen so versetzt sein, dass die Räder weiter
vorne stehen (sog. Fahrradschleuse, Fachbegriff “aufgeweitete Radaufstellfläche”).
In gleicher Weise soll dies auch vor der Ampel Truderinger Straße / Max Rothschild
Straße, d.h. in stadtauswärtiger Richtung geschehen. Dies ist umso bedeutender, da hier
noch zwei weitere Buslinien hinzukommen, nämlich die Linien 139 und 194.
Weiterhin wird empfohlen, die Radpiktogramme an den jeweiligen Haltelinien
(stadteinwärts in Höhe Truderinger Straße 311 und stadtauswärts in Höhe Truderinger
Straße 308) zu entfernen oder anders anzuordnen.
Diese Vorschläge sollen auf dem im Januar geforderten OT besprochen und möglichst
schnell umgesetzt werden.
Begründung:
Der BA 15 hat bereits mit Antrag vom Januar 2025 um Aufklärung über den
Unfallhergang am 27.9.2024 und um Gesprächsbereitschaft hinsichtlich neuer
Lösungsansätze zur Erhöhung der Verkehrssicherheit gebeten.
Zu 1.) Die deutliche Erhöhung der Radfahrsymbole wäre eine sehr kurzfristige und
kostengünstige Maßnahme, ohne großen Planungsaufwand und ohne wesentlichen
Baustellenaufwand. Im Sinne des Münchner Zieles „Vision Zero“ bittet der BA 15
eindringlich, die gewünschte Maßnahme zeitnah umzusetzen. Eine Vergrößerung der
Symbole würde deren Sichtbarkeit erhöhen und Fahrradfahrer*innen ermutigen, die
Fahrbahn nicht nur an den rechten Fahrbahnrand gedrängt zu befahren.
Zu 2.) An dieser Stelle hat sich am 17.9.2024 ein Unfall zwischen einem Linienbus und
einem Radfahrer ereignet. Auch wenn der genaue Hergang immer noch nicht geklärt ist,
ist der Radfahrer zu Sturz gekommen und hat sich Brüche zugezogen. Vermutlich hat
auch die unmittelbar an die Kreuzung anschließende Bushaltestelle eine Rolle gespielt,
dass es zum Konflikt zwischen Bus und Fahrrad kam. Mit der beantragten Lösung
würden Radfahrer eine gute Chance haben, vor dem Bus die Kreuzung und den Hal-
testellenbereich zu passieren.
Rein vom Platz her erscheint eine Umsetzung der o. e. Lösung gut machbar..
Im Prinzip ist die Situation auch in der stadtauswärtigen Richtung gleich. Hinzu kommen
noch die beiden Buslinien 139 und 194. Die Buslinie 139 biegt nach links ab und die
Buslinie 194 biegt nach rechts ab, was sogar eine noch größere Gefahr bedeutet.
Für Kraftfahrzeugfahrer*innen und Radfahrer*innen sind die o.g. Piktogramme
verwirrend. Denn eine Radfahrer*in, die nach links abbiegen möchte, sollte sich
notwendigerweise weiter in die Mitte der Fahrbahn begeben, um zu signalisieren, dass in
dieser Situation keine Kraftfahrzeuge links vorbeifahren sollen. Das Piktogramm verweist
Radfahrer*innen aber an den rechten Rand was gerade dieses Vorbeifahren befördert.
Die Max-Rothschild-Straße und der Schmuckerweg haben keine Piktogramme. Es ist zu
beobachten, dass Radfahrer*innen hier ganz selbstverständlich in die Mitte der
Fahrbahn wechseln um nach links abzubiegen.
Beschlossen in der BA-Sitzung am 20.2.2025 Ja einstimmig Nein …………….
Initiative GRÜNE: Herbert Danner, Christoph Heidenhain, Susanne Weiß, Christoph
Hanusch
Initiative CSU: Stefan Ziegler, Christopher Parry, Georg Kronawitter
Initiative SPD: Eva Blomberg, Gerhard Fuchs
=== 20-26 _ B 08496_B 08496 (Rad-)verkehr Ortskern Trudering AS.pdf ===
U-Bahn: Linien U3,U6
Haltestelle Poccistraße
muenchenunterwegs.de
Bus: Linie 62
Haltestelle Poccistraße
muenchen.de/mor
Bus: Linie 132
Haltestelle Senserstraße
Landeshauptstadt
München
Mobilitätsreferat
Landeshauptstadt München, Mobilitätsreferat
Postfach, 80313 München
Betrieb
MOR-GB2.412
80313 München
Bezirksausschuss des 15. Stadtbezirkes
Trudering-Riem
Herrn Stefan Ziegler
BA-Geschäftsstelle Ost
Friedenstr. 40
81660 München
Ihr Schreiben vom Ihr Zeichen Unser Zeichen Datum
23.02.2026
Konkrete Sicherheit für Radfahrer im Ortszentrum Trudering – Teil2
BA-Antrags-Nr. 20-26 / B 08496 des Bezirksausschusses
des Stadtbezirkes 15 – Trudering-Riem vom 11.12.2025
Sehr geehrter Herr Ziegler,
zu Ihrem Antrag vom 11.12.2025 möchten wir Ihnen Folgendes mitteilen:
Die Beantwortung Ihrer ursprünglichen BA-Antrag Nr. 20-26 / B 07506 "Konkrete Sicherheit für
Radfahrer im Ortszentrum Trudering“ und die Zuleitung Ihrer aktuellen BA-Antrag Nr. 20-26 / B
08496 "Konkrete Sicherheit für Radfahrer im Ortszentrum Trudering – Teil 2" haben sich zeit-
lich knapp überschnitten.
Sofern einzelne Themenpunkte Ihrer aktuellen BA-Antrag Nr. 20-26 / B 08496 („Teil 2“) bereits
in unserer Antwort zu der ursprünglichen BA-Antrag Nr. 20-26 / B 07506 aufgegriffen wurden,
werden wir diese – der Vollständigkeit halber -erneut ausführen. Sollten sich zwischenzeitlich
keine neuen Sachverhalte ergeben haben, werden wir aus unserer damaligen Antwort zitieren.
1.) Sofortmaßnahme: im Abschnitt „Verkehrsberuhigter Geschäftsbereich“ im Truderinger
Ortskern, werden die Anzahl der weißen Radfahrsymbole in beiden Fahrtrichtungen deutlich
erhöht und vergrößert.
Das Mobilitätsreferat bereitet derzeit gemeinsam mit dem Baureferat eine wie von Ihnen ange-
regte Änderung der „Piktogrammkette Fahrrad“ vor. Sowohl die Häufigkeit als auch die Aus-
führungsgröße der Fahrradpiktogramme werden angepasst. Bis zur Umsetzung bitten wir um
Geduld.
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2.) Sofortmaßnahme: an den Einfahrten zum „Verkehrsberuhigten Geschäftsbereich“ im Tru-
deringer Ortskern (Kreuzungen und Einmündungen) werden neue Markierungen T20 in beiden
Fahrtrichtungen auf die Fahrbahn aufgebracht.
„Die Aufbringung von Tempo 20-Symbolen östlich der Bajuwarenstraße und westlich des
Schmuckerweges ist grundsätzlich denkbar, wenn die aus den Geschwindigkeitsmessungen
der Kommunalen Verkehrsüberwachung (KVÜ) resultierende Beanstandungsquote deutlich
über dem städtischen Durchschnitt liegt. Dies ist aktuell nicht der Fall.
…
Wenn uns die kompletten Daten für 2025 vorliegen, werden wir unaufgefordert auf den BA
zukommen.“
3.) Sofortmaßnahme: Gefordert werden kontinuierliche Kontrollen durch die Polizei zur Un-
terbindung von überhöhter Geschwindigkeit und Parkverstößen sowie bei unerlaubtem Ra-
deln/E-Scooter-fahren auf dem Gehweg.
a) Das Polizeipräsidium München hat uns hierzu Folgendes mitgeteilt
„Der Ortskern Trudering befindet sich in dem Straßenabschnitt der Truderinger Straße von der
Bajuwarenstraße bis zum Schmuckerweg in einer Tempo-20-Zone.
Ein Radweg ist in diesem besagten Abschnitt nicht existent, so dass die Radfahrer die Fahr-
bahn benutzen müssen. Auf der Fahrbahn ist lediglich ein schmaler Fahrradstreifen einge-
zeichnet. Dies hat in der Verga...