=== 20-26 _ V 19265_V 19265 Klimaresilienz Messestadt Riem BE.pdf ===
Stärkung der Klimaresilienz in der Messestadt Riem
Empfehlung Nr. 20-26 / E 03159
der Bürgerversammlung des Stadtbezirkes 15 Trudering-Riem
am 13.11.2025
Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 19265
Anlage
Empfehlung Nr. 20-26 / E 03159
Beschluss des Bezirksausschusses des Stadtbezirkes 15 Trudering-Riem
vom 26.03.2026
Öffentliche Sitzung
I. Vortrag der Referentin
Die Bürgerversammlung des Stadtbezirkes 15 Trudering-Riem hat am 13.11.2025 die
anliegende Empfehlung beschlossen, wonach die Landeshauptstadt München
aufgefordert wird, zur Stärkung der Klimaresilienz in der Messestadt Riem geeignete
Maßnahmen umzusetzen und dabei das Konzept der „Schwammstadt“ sowie
Bürgerbeteiligung und Vernetzung mit lokalen Einrichtungen zu berücksichtigen.
Das Baureferat nimmt zu Punkt 1 wie folgt Stellung:
Mit den Stadtratsbeschlüssen „Einbindung des ‚Schwammstadt‘- Prinzips in Prozesse
der Stadtplanung“ (Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 02590 vom 15.09.2021) und „Prinzipien
der Schwammstadt auf den öffentlichen Flächen umsetzen“ (Sitzungsvorlage Nr. 20–26 /
V 07943 vom 06.12.2022) hat der Münchner Stadtrat die Verwaltung beauftragt, die
Prinzipien der Schwammstadt verstärkt in die städtebaulichen Planungs- und
Bauprozesse zu integrieren und umzusetzen. In den jeweiligen Beschlusstexten werden
die Schwammstadt-Prinzipien sowie unterschiedliche Maßnahmen und deren
Wirkungspotenzial umfassend beschrieben.
Auf Grundlage der Beschlüsse werden nunmehr bereits im Rahmen von städtebaulichen
und landschaftsplanerischen Wettbewerben Maßnahmen nach dem Schwammstadt-
Prinzip berücksichtigt, um frühzeitig auf möglicherweise auftretende
Flächenkonkurrenzen eingehen zu können und geeignete Lösungen (z. B. dezentrales
Regenwassermanagement, Starkregenvorsorge, Hitzeschutz etc.) für dicht geplante
Quartiere zu entwickeln.
Auch bei der Neu- und Umgestaltung von Straßenräumen, öffentlichen Plätzen und
Grünanlagen im Bestand werden die Prinzipien der Schwammstadt verstärkt in den
planerischen Abwägungsprozessen berücksichtigt. Diese bestehen im Wesentlichen
Telefon: 233 - 61100
Telefax: 233 - 61105
Baureferat
Tiefbau
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darin, für eine zuverlässige Entwässerung der befestigten Flächen zu sorgen sowie das
Niederschlagswasser soweit wie möglich oberflächennah zurückzuhalten, um Kühlung
durch Verdunstung und die Bewässerung sowie die verbesserte Wasserversorgung der
Vegetation zu ermöglichen. Ein vorrangiges planerisches Ziel - auch bei kleinräumigen
Umgestaltungen und Neuaufteilungen des öffentlichen Raums - ist hierbei die Erhöhung
des Entsiegelungsgrades und des Vegetationsanteils, insbesondere durch die Schaffung
von zusätzlichen Baumstandorten, als zentraler Baustein für eine erfolgreiche
Schwammstadt-Strategie in München.
Die Beschlusslage gilt grundsätzlich stadtweit. Damit werden die Umsetzung und die
Berücksichtigung des Schwammstadt-Prinzips bei allen planerischen und baulichen
Maßnahmen im öffentlichen Raum - auch im Bereich des Stadtbezirks Trudering-Riem -
sichergestellt.
Folgende Maßnahmen zur Stärkung der Klimaresilienz werden derzeit im Stadtbezirk 15
Trudering-Riem seitens des Baureferates umgesetzt.
Das Baureferat wurde mit der Überprüfung der Machbarkeit von Baumpflanzungen im
öffentlichen Raum gemäß den Vorschlägen aus den Bezirksausschüssen beauftragt.
Dabei wurden die Bürger*innen des Stadtbezirks 15 Trudering-Riem eng
miteingebunden, und viele Vorschläge wurden eingebracht. Das Ergebnis wurde am
05.12.2023 im Bauausschuss vorgetragen und das Baureferat wurde beauftragt, die
dargestellten Baumpflanzungen vorbehaltlich der Bewilligung der finanziellen Mittel zu
realisieren (Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 09855). Diese Projekte werden sukzessiv
bearbeitet und einige befinden sich stadtweit bereits in der Umsetzung. In der
Messestadt Riem sind nach Abstimmung mit dem Bezirksausschuss z. B.
Baumpflanzungen in der Heinrich-Böll -Straße vorgesehen.
Des Weiteren beginnt Anfang 2026 die Umsetzung des Umbaus des Willy-Brandt-
Platzes gemäß Projektgenehmigung des Stadtrates vom 26.03.2025 (Sitzungsvorlage
Nr. 20-26 / V 12180). Dort werden große Flächen entsiegelt und begrünt sowie
zahlreiche Bäume gepflanzt
Das Baureferat wird die bereits laufenden Maßnahmen weiterhin engagiert umsetzen,
um die genannten Ziele zu erreichen.
Zu Punkt 2 teilt das Referat für Stadtplanung und Bauordnung Folgendes mit:
„Klimaresilienz in der Planung des 5. BA Messestadt Riem
Die Planung des 5. Bauabschnitts der Messestadt Riem berücksichtigt Strategien der
Klimaresilienz, um den Herausforderungen des Klimawandels – insbesondere Hitze,
Starkregen und Trockenperioden – langfristig zu begegnen. Ziel ist es, ein robustes,
anpassungsfähiges und lebenswertes Stadtquartier zu entwickeln.
Hitzeanpassung & Mikroklima
Durch einen hohen Anteil an Grün- und Freiflächen sowie straßenbegleitende
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Baumpflanzungen mit klimaresilienten Arten wird der Entstehung von Hitzeinseln
entgegengewirkt. Ergänzend sorgen Verschattungselemente durch Vegetation und
bauliche Strukturen für thermischen Komfort im öffentlichen Raum. Die Berücksichtigung
von Durchlüftungsachsen stellt zudem sicher, dass Kaltluftströme aus dem Umland
wirksam in das Quartier einfließen können.
Regenwassermanagement (Schwammstadt-Prinzip)
Die Planung orientiert sich am Prinzip der Schwammstadt und setzt auf eine dezentrale
Regenwasserbewirtschaftung. Mulden-Rigolen-Systeme, Versickerungsflächen und
begrünte Dächer tragen dazu bei, Niederschlagswasser zurückzuhalten, zu verdunsten
oder zeitverzögert abzuführen. Gleichzeitig wird der Versiegelungsgrad durch
wasserdurchlässige Beläge reduziert, sodass natürliche Bodenfunktionen erhalten
bleiben. Gesammeltes Regenwasser kann darüber hinaus zur Bewässerung öffentlicher
Grünflächen genutzt werden.
Freiraum- und Landschaftsplanung
Klimaresilienz wird durch vernetzte Grün- und Freiräume als ökologische und klimatische
Ausgleichsräume angestrebt. Diese Flächen übernehmen mehrere Funktionen zugleich:
Sie dienen der Erholung, verbessern das Stadtklima und fördern die biologische Vielfalt
durch strukturreiche und naturnahe Gestaltung.
Gebäude & Energie
Eine klimatisch günstige Ausrichtung der Baukörper, kompakte Bauformen sowie der
Einsatz energieeffizienter Bauweisen reduzieren den Energiebedarf. Dach- und
Fassadenbegrünungen verbessern zusätzlich den sommerlichen Wärmeschutz und
unterstützen die Regenwasserrückhaltung. Passive Maßnahmen zur Vermeidung
sommerlicher Überhitzung (Sonnenschutzelemente, Aktivierung von Speichermassen,
Nachtauskühlung etc.) stehen dabei im Vordergrund. Die Heizungsenergie wird
voraussichtlich aus dem bestehenden, mit Geothermie betriebenen Fernwärmenetz der
Messestadt geliefert werden.
Resiliente Stadtstruktur
Flexible Nutzungsstrukturen, eine gute fuß- und radläufige Erschließung sowie die
Reduktion des motorisierten Verkehrs tragen dazu bei, ein zukunftsfähiges,
klimaangepasstes und lebenswertes Quartier zu schaffen.“
Der Empfehlung Nr. 20-26 / E 03159 der Bürgerversammlung des Stadtbezirkes 15
Trudering-Riem am 13.11.2025 kann nach Maßgabe des Vortrags entsprochen werden.
Dem Korreferenten des Baureferates, Herrn Stadtrat Ruff, und dem Verwaltungsbeirat
der Hauptabteilung Tiefbau, Herrn Stadtrat Schönemann, wurde je ein Abdruck der
Sitzungsvorlage zugeleitet.
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II. Antrag der Referentin
1. Von der Sachbehandlung wird Kenntnis genommen.
Im Stadtbezirk 15 Trudering-Riem wird zur Stärkung der Klimaresilienz in der
Messestadt Riem das Schwammstadt-Prinzip angewendet. Die vorgesehenen
Maßnahmen betreffen insbesondere Regenwassermanagement, Hitzevorsorge
sowie die Erhöhung von Grün- und Vegetationsflächen und werden stadtweit in
Planungs- und Bauprozessen berücksichtigt. Durch bereits laufende und geplante
Maßnahmen wie Entsieglungen und Baumpflanzungen soll langfristig ein
klimaangepasstes und lebenswertes Stadtquartier sichergestellt werden.
2. Die Empfehlung Nr. 20-26 / E 03159 der Bürgerversammlung des Stadtbezirkes 15
Trudering -Riem am 13.11.2025 ist damit gemäß Art. 18 Abs. 5 Gemeindeordnung
behandelt.
III. Beschluss
nach Antrag.
Der Bezirksausschuss des Stadtbezirkes 15 der Landeshauptstadt München
Der Vorsitzende Die Referentin
Stefan Ziegler Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer
Berufsm. Stadträtin
Seite 5
IV. Wv. Baureferat - RG 4 zur weiteren Veranlassung.
Die Übereinstimmung des vorstehenden Abdruckes mit dem Original wird bestätigt.
An den Bezirksausschuss 15
An das Direktorium - D-II-BA - BA-Geschäftsstelle Ost
An das Direktorium - Dokumentationsstelle
An das Referat für Klima- und Umweltschutz
An das Baureferat – TZ
Zur Stellungnahme vom 09.01.2026
An das Referat für Stadtplanung und Bauordnung – PLAN-HAII-32P
Zur Stellungnahme vom 02.02.2026
An das Baureferat RG 4
zur Kenntnis.
Mit Vorgang zurück an das Baureferat – Tiefbau – T 25750
zum Vollzug des Beschlusses.
Am .....................
Baureferat - RG 4
I. A.
Seite 6
V. Abdruck von I. - IV.
1. An das
Es wird gebeten, von der Abänderung des Beschlusses durch den Bezirksausschuss
Kenntnis zu nehmen, der Beschluss betrifft auch Ihr Referat.
Es wird um umgehende Mitteilung ersucht, ob der Beschluss aus dortiger Sicht
vollzogen werden kann.
2. Zurück an das Baureferat - RG 4
Der Beschluss
kann vollzogen werden.
kann / soll nicht vollzogen werden (Begründung siehe gesondertes Blatt).
VI. An das Direktorium - D-II-BA
Der Beschluss des Bezirksausschusses 15 kann vollzogen werden.
Der Beschluss des Bezirksausschusses 15 kann / soll nicht
vollzogen werden (Begründung siehe Beiblatt).
Der Beschluss ist rechtswidrig (Begründung siehe Beiblatt).
Es wird gebeten, die Entscheidung des Oberbürgermeisters zum weiteren Verfahren
einzuholen.
Am .....................
Baureferat - RG 4
I. A.
=== 20-26 _ V 19265_V 19265 Klimaresilienz Messestadt Riem A1.pdf ===
Betreff - Antrag
Starkung der Klimaresilienz in der Messestadt Riem
Antrag zum Themengebiet Sonstiges
Die LHS München wird aufgefordert hierzu geeignete Maßnahmen umzusetzen
und dabei das Konzept der „Schwammstadt" sowie Bürgerbeteiligung und
Vernetzung mit lokalen Einrichtungen zu berücksichtigen.
Folgende Ziele stehen im Vordergrund:
1. Im urbanen Teil der Messestadt werden Mikroklima, Hitzeschutz,.
Regenwasserspeicherung und -versickerung, Verdunstung sowie Biodiversitat
verbessert bzw. gefördert (z.B. durch Entsiegelung, zusätzliche
Baumpflanzung, Fassadenbegrünung, naturnahe Bepflanzung).
Damit werden bedrohliche Wirkungen von Hitze- und Starkregenereignissen
vorsorglich abgemildert.
2. Zur erfolgreichen Umsetzung der Klimaresilienzmaßnahmen wird ein
koordinierter Beteiligungsprozess unter Einbindung lokaler Einrichtungen und
Akteure der Wohnungswirtschaft in Gang gesetzt.
Dabei wird insbesondere auch auf die Verbesserung der Aufenthaltsqualität iim
Quartier und die soziale Vernetzung von Nachbarschaften geachtet.
Förderprogramme und Unterstützungsmöglichkeiten werden ggf. genutzt.
t
Raum für Vermerke des Direktoriums
[|] ohne Gegenstimme angenommen of mit Mehrheit angenommen
[] ohne Gegenstimme abgelehnt [] mit Mehrheit abgelehnt
=== 20-26 _ E 03159_E 03159 Klimaresilienz oeff.pdf ===
Betreff - Antrag
Starkung der Klimaresilienz in der Messestadt Riem
Antrag zum Themengebiet Sonstiges
Die LHS München wird aufgefordert hierzu geeignete Maßnahmen umzusetzen
und dabei das Konzept der „Schwammstadt" sowie Bürgerbeteiligung und
Vernetzung mit lokalen Einrichtungen zu berücksichtigen.
Folgende Ziele stehen im Vordergrund:
1. Im urbanen Teil der Messestadt werden Mikroklima, Hitzeschutz,.
Regenwasserspeicherung und -versickerung, Verdunstung sowie Biodiversitat
verbessert bzw. gefördert (z.B. durch Entsiegelung, zusätzliche
Baumpflanzung, Fassadenbegrünung, naturnahe Bepflanzung).
Damit werden bedrohliche Wirkungen von Hitze- und Starkregenereignissen
vorsorglich abgemildert.
2. Zur erfolgreichen Umsetzung der Klimaresilienzmaßnahmen wird ein
koordinierter Beteiligungsprozess unter Einbindung lokaler Einrichtungen und
Akteure...