Verkehrswende bezahlbar gestalten und Flächen in Neuperlach Süd erhalten

1 Dokument im RIS

Sitzungsunterlagen im RIS München öffnen

Klick öffnet die offizielle Tagesordnungs-Seite mit allen aktuellen Anlagen.

  • 20-26 _ B 06707_3.1.3_final_BA-Antrag Neuperlach Sued 2023-11-21.pdf
  • 20-26 _ B 06707_B 06707 Verkehrswende bezahlbar gestalten AS.pdf
Unterlagen herunterladen (ZIP)
Text aus den Unterlagen
=== 20-26 _ B 06707_3.1.3_final_BA-Antrag Neuperlach Sued 2023-11-21.pdf === ANTRAG An den Bezirksausschuss 16 • Ramersdorf-Perlach der Landeshauptstadt München Friedenstraße 40 81660 München 21. November 2023 Verkehrswende bezahlbar gestalten und Flächen in Neuperlach Süd erhalten Der Bezirksausschuss 16 möge beschließen: Der Stadtrat wird aufgefordert, für den U-Bahnbetriebshof Neuperlach Süd wie folgt zu beschließen: 1.) die aktuelle Planungsphase (Machbarkeitsstudie zur räumlichen Integration der Verlängerung der U5, des zweigleisigen Ausbaus der S7 und des U-Bahnbetriebshofs sowie Überarbeitung der Lärmschutzgutachten) wird abgeschlossen; 2.) auf das Planfeststellungsverfahren wird verzichtet, die Änderung des Flächennutzungsplans wird ausgesetzt und für das gesamte Projekt wird ein Moratorium bis zu einer endgültigen Ent- scheidung über die Verlängerung der U5 nach Südosten verhängt; 3.) in die Verhandlungen und Machbarkeitsstudien für die Verlängerung der U5 wird die Option ei- nes U-Bahnbetriebshofs entlang der ausgebauten Strecke im Landkreis oder am künftigen Endpunkt der Linie aufgenommen; 4.) die Höhenfreimachung (und mögliche Zusammenlegung) der Bahnübergänge Rotkäppchen- straße und Arnold-Sommerfeld-Straße samt Anschluss an die neugestaltete Carl-Wery-Straße wird in einem eigenen Trassierungsbeschluss behandelt, der auch die vollständige erstmalige Herstel- lung der Arnold-Sommerfeld-Straße beinhaltet. Begründung: Aktuelle Medienberichte erläutern eindrucksvoll das notwendige Sparprogramm der MVG und die Verzögerung der sog. Verkehrswende. Gespart werden muss in allen Bereichen der MVG: Die Rede ist von Einsparungen im Angebot, bei Anschaffungen und natürlich auch bei den Großprojek- ten. Der U-Bahnbetriebshof ist mit Kosten von deutlich über 500 Mio. Euro dabei einer der größten Brocken, wobei die endgültige Kostenentwicklung angesichts der Komplexität des Vorhabens noch gar nicht absehbar ist. Der Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach hat die verkehrliche Notwendigkeit des U-Bahnbe- triebshofs unter dem Paradigma und der Annahme des Ausbaus des öffentlichen Personennahver- kehrs in München nie bestritten und sich seiner gesamtstädtischen Verantwortung gerade auch in der Bürgerkommunikation gestellt. Wenn nun allerdings der Ausbau des ÖPNV generell in Frage gestellt ist, verändert dies auch mindestens die zeitliche Notwendigkeit des U-Bahnbetriebshofs. Oder kurz gesagt: Wenn keine zusätzlichen U-Bahnzüge angeschafft werden und kein Fahr- und Wartungspersonal da ist, braucht es auch keinen U-Bahnbetriebshof. Der Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach hat von Beginn an die Standortfrage kritisch gestellt und fortwährend begleitet. Der Standort Neuperlach Süd wurde dabei immer als alternativlos dar- gestellt, da der zweigleisige Ausbau der U-Bahn in den Landkreis München stets nachrangig ge- plant wurde. Dieses zeitliche Argument fällt nun ebenfalls weg; die in erheblichem Maße kofinanzierte Maßnahme (Bund, Land) scheint deutlich erreichbarer als ein (allein städtisch finan- zierter) U-Bahnbetriebshof. Klar ist, dass die Prioritäten künftig auf dem Erhalt des heutigen Leistungsangebots oder geringfügigen Verbesserungen (z.B. mittels Bussen) liegen müssen. Hier wäre es nicht ver- mittelbar, Takte auszudünnen oder Verbindungen zu kappen, parallel aber einen top-modernen U-Bahnbetriebshof zu bauen. Der Abschluss der aktuellen Planungsphase ist wichtig und richtig, weil sie neue Erkenntnisse brin- gen wird für den Ausbau der U-/S-Bahn. Eine Fortsetzung des FNP- Änderungsverfahrens oder die Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens nach AEG ohne Aussicht auf Finanzierbarkeit des Projekts würden jedoch Fakten schaffen, die sämtliche Alternativüberlegungen für die Grundstücke blockieren. Deshalb müssen jetzt die Planungsressourcen auf einen U-Bahnbetriebshof ent- lang oder am Ende der ausgebauten Strecke im Landkreis gelenkt werden. Damit wird die Komplexität der Ausbauplanungen in Neuperlach reduziert und es werden wertvolle städti- sche Flächen geschont. Mit Blick auf den bedauernswerten Zustand der Straßeninfrastruktur vor Ort gilt es zudem, die not- wendigen Maßnahmen in eigener städtischer Zuständigkeit zu ergreifen und die Straßen in einen adäquaten Zustand zu versetzen. Hinweise des Bezirksausschusses dazu gibt es genug. Hier sollten lieber Gehwege als Luftschlösser gebaut werden Für die Fraktion der CSU gez. Simon Soukup Fraktionssprecher Initiative: Thomas Kauer === 20-26 _ B 06707_B 06707 Verkehrswende bezahlbar gestalten AS.pdf === U-Bahn: Linien U1,U2,U3,U6 Haltestelle Sendlinger Tor muenchenunterwegs.de Straßenbahn: Linie 16-18, 27 Haltestelle Sendlinger Tor muenchen.de/mor Bus: Linien 52,152 Haltestelle Blumenstraße [ LHM-Schutzbedarf: 2 ] Landeshauptstadt München Mobilitätsreferat Landeshauptstadt München, Mobilitätsreferat Postfach, 80313 München Strategie MOR-GB1 Per E-Mail Über das DIR – BA-Geschäftsstelle Ost bag-ost.dir@muenchen.de An den BA 16 - Ramersdorf-Perlach Herr Kauer Ihr Schreiben vom Ihr Zeichen Unser Zeichen Datum 13.03.2026 [ LHM-Schutzbedarf: 2 ] Verkehrswende bezahlbar gestalten und Flächen in Neuperlach Süd erhalten BA-Antrag Nr. 20-26 / B 06707 des Bezirksausschusses des Stadtbezirkes 16 - Ramersdorf- Perlach Sehr geehrter Herr Kauer, zu Ihrem Antrag vom 16.05.2024 teilen wir Ihnen Folgendes mit: Das Mobilitätsreferat hat die MVG um Stellungnahme gebeten, die wie folgt lautet: "Die Option, den Neubau des U-Bahnbetriebshofs Neuperlach Süd mit der Verlängerung der U5 in den Landkreis München zu koppeln, ist nicht sinnvoll, da mit der Fertigstellung und Inbetriebnahme der U-Bahn-Streckenerweiterung erst für den Zeitraum nach 2045 zu rechnen ist. Das würde bedeuten, dass der neue Betriebshof zu spät verfügbar wäre, um den gegenwärtigen und mittelfristig zu erwartenden Bedürfnissen des U-Bahn-Betriebs gerecht zu werden. Zudem würde eine Verschiebung des Baus des Betriebshofs auf einen solch späten Zeitpunkt zu Einschränkungen in der Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit des U-Bahn- Verkehrs führen. Eine Verlängerung der U5 und ein Ausbau der S-Bahn ist auch mit dem Neubau des Betriebshofs in Neuperlach möglich. " Der Antrag des Bezirksausschusses ist damit satzungsgemäß erledigt. Mit freundlichen Grüßen Ihr Team Gb 1 Strategie

Sitzungsinformationen

Bezirksausschuss

Bezirksausschuss 16 - Ramersdorf-Perlach

Sitzungsdatum

11.06.2026 um 19:15 Uhr

Alle TOPs dieser Sitzung anzeigen

Wenn hier etwas Neues kommt, erfährst du es zuerst

Folge dieser Adresse oder dem ganzen Bezirk und bekomme eine E-Mail bei jedem neuen Antrag — kostenlos und jederzeit kündbar.

Kostenlos · keine Kreditkarte · jederzeit abbestellbar