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Mitglieder des BA 16 Kurt Damaschke und Rolf-Peter Döll
RESI und STEINI sollen bleiben – Bestehende Nachbarschaftsstationen in Neuperlach
erhalten!
Antrag
Der BA16 spricht sich dafür aus, dass die beiden Nachbarschaftsstationen RESI und STEINI
dauerhaft in Neuperlach erhalten werden.
Dafür sollen die städtischen Flächen „am Steinplatz“ (bestehender Standort STEINI) und -als
Alternativstandort für RESI- die Fläche „unter der St. Jakobus-Brücke“ (Südseite Quiddestraße,
östlich der Zuwegung zur Hausnummer 35b) prioritär geprüft werden.
Das Baureferat wird gebeten, die Eigentümerschaft für die Stationen auf seinen Flächen zu
übernehmen.
Das Handlungsraum-Management (HR6) wird gebeten, die Instandhaltung sicherzustellen und
(bestehende) Kümmerer-Strukturen zu konsolidieren.
Begründung
Die Nachbarschaftsstationen RESI und STEINI sind aus Metall und Holz bestehende
Konstruktionen, die bereits seit Ende Juni im öffentlichen Raum in Neuperlach aufgestellt sind
(siehe Abb. 1 und 2). STEINI steht am sog. Steinplatz (Karl-Marx-Ring, Ecke Peschlanger) und
RESI steht an der U-Bahn-Station Therese-Giehse-Allee. Die Stationen bieten unterschiedliche
Funktionen in den Bereichen Mobilität und nachbarschaftliche Interaktion. So kann man an beiden
Stationen Fahrräder, Rollatoren oder Kinderwägen reparieren und aufpumpen, oder Bücher
tauschen. An der RESI gibt es zusätzlich die Option, Gegenstände wie eine Biertischgarnitur, einen
Werkzeugkoffer, ein Lastenrad oder Outdoor-Spiele gratis auszuleihen. Am STEINI gibt es eine
Liegebank und eine Sitzgruppe sowie eine Grafittiwand. Das Konzept der Stationen sowie die
spezifischen Funktionsweisen wurden dem BA 16 im Plenum am 6. Juni 2024 vorgestellt.
Die Stationen sind im Rahmen des EU-finanzierten NEBourhood-Projektes in Kooperation mit dem
Lehrstuhl für Architekturinformatik der TU München entwickelt und gebaut worden und haben
derzeit eine befristete Sondernutzungsgenehmigung bis Ende März. Die Ergebnisse der Testphase
haben ergeben, dass beide Stationen von der Bevölkerung positiv angenommen werden. Somit
sollte der Erhalt der erfolgreichen Stationen in Neuperlach auch nach Projektende von
NEBourhoods (31.3.2025) unbedingt angestrebt werden.
Die Erfolge von RESI und STEINI wurden unter anderem in der Kontaktgruppe HR3/6-BA16-
NEBourhoods am 20.11.2024 erläutert. Der Standort am Steinplatz funktioniert sehr gut und daher
sollte STEINI sinnvollerweise dort verstetigt werden. Aufgrund der schwierigen Stromsituation und
Spartenlage am Standort der Therese-Giehse-Allee besteht jedoch eine Umzugs-Notwendigkeit für
RESI. Hier wurde bereits ein neuer Standort auf der städtischen Fläche unter der Jakobusbrücke
südlich der Quiddestraße identifiziert. Eine positive Ersteinschätzung von Seiten des Baureferats
(Ingenieurbau) zu diesem Standort liegt vor. Beide angestrebten Standorte liegen im
Sanierungsgebiet und zahlen mit ihren Funktionen auf die Sanierungsziele ein. Das
Handlungsraum-Management hat signalisiert, dass es bereit wäre, sich um die Sicherstellung der
Instandhaltung zu kümmern und -teils bereits bestehende- Kümmerer-Strukturen zu pflegen. Das
Baureferat sollte als Flächeneigentümer im Namen der LHM die beiden Stationen übernehmen und
grundlegende / ohnehin an diesen Flächen anfallende Aufgaben wie die Verkehrssicherheit,
Straßen-/Wege-Reinigung oder den Winterdienst sicherstellen
Antragsteller:
Kurt Damaschke und Rolf-Peter Döll –
Mitglieder der Kontaktgruppe BA 16 zu NEBourhoods – Handlungsraum-
Managements
=== 20-26 _ B 07389_B 07389 RESI und STEINI sollen bleiben AS.pdf ===
U-Bahn Linien U1/U2/U7
Haltestelle Fraunhoferstraße
U-Bahn Linien U1/U2/U3/U6/U7
Haltestelle Sendlinger Tor
Straßenbahn Linien 16/17/18
Haltestelle Müllerstraße
Metrobus: Linie 52/62
Haltestelle Blumenstraße www.muenchen.de
Landeshauptstadt
München
Referat für Stadtplanung
und Bauordnung
Landeshauptstadt München, Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Blumenstraße 28b, 80331 München
Perspektive München und soziale
Grundlagen
PLAN-HAI-21
Blumenstraße 28b
80331 München
Telefon:
Dienstgebäude:
Sachbearbeitung:
plan.ha1-21@muenchen.de
Bezirksausschuss 16 Ramersdorf-Perlach
Herrn Thomas Kauer
BA-Geschäftsstelle Ost
Friedenstraße 40
81671 München
Ihr Schreiben vom Ihr Zeichen Unser Zeichen Datum
29.04.2026
RESI und STEINI sollen bleiben –
Bestehende Nachbarschaftsstationen in Neuperlach erhalten!
BA-Antrags-Nr. 20-26 / B 07389 des Bezirksausschusses 16 - Ramersdorf-Perlach
vom 09.01.2025
Sehr geehrter Herr Kauer,
der o.g. Antrag des Stadtbezirkes 16 - Ramersdorf-Perlach wurde dem Referat für
Stadtplanung und Bauordnung zur federführenden Bearbeitung zugeleitet.
In Ihrem Antrag sprechen Sie sich für den Erhalt der beiden Nachbarschaftsstationen
RESI und STEINI aus und plädieren für eine prioritäre Prüfung der Standorte „Am
Steinplatz“ und „Unter der St. Jakobus Brücke“. Zudem sprechen Sie sich für eine
Übernahme der Eigentümerschaft durch das Baureferat aus und bitten das
Handlungsraum-Management im Referat für Stadtplanung und Bauordnung die
Instandhaltung sowie nötige Kümmerer-Strukturen sicherzustellen.
Zunächst bedanken wir uns für die gewährten Fristverlängerungen.
Eigentümerschaft und Standorte
Da es der TUM aufgrund der bayrischen Haushaltsordnung derzeit nicht möglich ist,
die im Rahmen des EU-Projekts „Creating NEBourhoods Together“ entwickelten
Nachbarschaftsstationen der LHM zu übertragen, wurde eine Forschungskooperation
vereinbart. Diese ermöglicht es der TUM als Eigentümerin die Hubs bis auf Weiteres in
Neuperlach zu belassen, während die LHM sich dazu bereiterklärt den Betrieb und die
damit verbundenen Verpflichtungen zu übernehmen und diese an einen dritten
Kümmerer zu übertragen. Eine Verlängerung dieser aktuell bis Ende 2027
vereinbarten Kooperation ist von beiden Seiten ausdrücklich erwünscht.
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Das Baureferat unterstützt eine Sondernutzung der im Antrag vom BA16 benannten
städtischen Flächen/Standorte, die Freigabe erfolgte bereits im Mai 2025 über einen
entsprechenden Sondernutzungsantrag beim KVR.
Kümmerer-Strukturen
Im Referat für Stadtplanung und Bauordnung wurden über das Handlungsraum-
Management Neuperlach die für den Betrieb und Unterhalt der beiden
Nachbarschaftsstationen notwendigen Haushaltsmittel bis Ende 2027 gesichert. Auf
dieser Grundlage wurde der Weiterbetrieb der NEBourhood Hubs an die
Erfindergarden Foundation gUG (EGF) vergeben.
Die EGF, die auch als Betreiber der „Münchner Werkzeugbibliothek“ bekannt ist, bringt
als Spezialistin für Tausch- und Sharing-Formate die Expertise und Erfahrung mit, die
es für Bespielung und Unterhalt der beiden Hubs in Neuperlach braucht. Mit der
Beauftragung soll der Betrieb und die grundlegende Instandhaltung der beiden
Stationen, die Weiterentwicklung der Angebote, die Aktivierung und Vernetzung der
Hubs in/mit der Nachbarschaft durch geeignete Maßnahmen und Veranstaltung sowie
die dazugehörige Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation sichergestellt werden. Das
Handlungsraum-Management Neuperlach (Referat für Stadtplanung und Bauordnung,
Hauptabteilung I/21) begleitet und steuert die EGF bei dieser Aufgabe.
Dem Antrag Nr. 20-26 / B 07389 kann nach Maßgabe der vorstehenden Ausführungen
entsprochen werden. Er ist damit behandelt.
Mit freundlichen Grüßen