Anfrage zu den fehlenden Zuschusserhöhungen zum Ausgleich der Tarifverhandlungen in der Offenen Kinder- und Ju…
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Anfrage zu den fehlenden Zuschusserhöhungen zum Ausgleich der Tarifverhandlungen in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie Schulsozialarbeit im Bezirk Ramersdorf/Perlach
=== 20-26 _ B 08767_B 08767 Schulsozialarbeit.pdf ===
Bündnis 90/Die Grünen Fraktion im BA des 16. Stadtbezirks Ramersdorf-Perlach, Postanschrift: LH München, Direktorium HAII,
Bürgerangelegenheiten, Geschäftsstelle Ost für den BA 16, Friedenstr. 40, 81660 München
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05. Februar.2026
Anfrage zu den fehlenden Zuschusserhöhungen zum Ausgleich der
Tarifverhandlungen in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie
Schulsozialarbeit im Bezirk Ramersdorf/Perlach
Im Facharbeitskreis Jugend wurde von den offenen Jugendeinrichtungen sowie der
Schulsozialarbeit über erhebliche fehlende Zuschusserhöhungen berichtet. Diese Einsparungen
betreffen zentrale Angebote für Kinder und Jugendliche im Bezirk Ramersdorf/Perlach in
besonderem Maße.
Aktuelle Situation:
Beispielhaft ist zu nennen, dass die Falkenfreizeitstätte (Utopia/Jugendcafé) im laufenden Jahr
Einsparungen in Höhe von rund 60.000 Euro leisten soll. Der Kreisjugendring ist zu
Einsparungen von 10 % pro Einrichtung verpflichtet, wobei Schließungen von
Jugendeinrichtungen nicht ausgeschlossen werden. Auch die Schulsozialarbeit ist von
Stundenkürzungen betroffen.
Die Offene Kinder- und Jugendarbeit ist ein zentraler Bestandteil der sozialen Infrastruktur in
unserem Stadtteil. Sie bietet jungen Menschen freiwillige, niedrigschwellige und
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN · Franziskanerstraße 14 · 81669 München
An
Geschäftsstelle des BA 16
Friedenstr. 40
81660 München
GRÜNE Fraktion im Bezirksausschuss 16
Ramersdorf-Perlach
Bärbel Girardin und Werner Nüßle
Sprecherin und Sprecher der Fraktion
Angelika Hartmann, Paul Höcherl, Beatrix Katzinger,
Ursula Krusche, Ursula Meier-Credner, Christiane Metz,
Vaniessa Rashid, Sepp Sebald, Daniel Stuhlmann, Gunda
Wolff-Tinapp
Fraktionsmitglieder
Baerbel.Girardin@gruene-ba16.de
Werner.Nuessle@gruene-ba16.de
E-Mail
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beziehungsorientierte Räume jenseits von Schule und Familie. Gerade vor dem Hintergrund
zunehmend beengter Wohnverhältnisse gewinnt dies an Bedeutung. Neben Bildungs- und
Freizeitangeboten leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Prävention. Schulbezogene
Unterstützungsangebote sind ein ergänzender Baustein, jedoch nicht der Kernauftrag.
Die Jugendeinrichtungen bieten unter anderem Hausaufgabenbetreuung, Vorbereitungen auf
den Schulabschluss, Ferienbetreuung und Hilfe bei Bewerbungen an. Aufgrund der fehlenden
Zuschusserhöhungen sind diese Angebote akut gefährdet. Da ein Großteil der Leistungen über
kommunale Zuschüsse finanziert wird, führen Einsparungen unmittelbar zu Personalengpässen
und Angebotsreduzierungen.
Unser Stadtbezirk ist laut Armutsbericht einer der am stärksten von Armut betroffenen
Stadtbezirke Münchens und weist zugleich eine hohe Anzahl von Kindern und Jugendlichen auf.
Anfrage:
Vor diesem Hintergrund bitten wir das Sozialreferat um Beantwortung folgender Fragen:
- Auf welcher Grundlage wurden die fehlenden Zuschusserhöhungen beschlossen?
- Wurden externe Beratungsfirmen zur Entscheidungsfindung hinzugezogen?
- Liegt eine aktuelle Bedarfsanalyse für unseren Bezirk vor?
- Sind die fehlenden Zuschusserhöhungen zeitlich befristet, und ist eine Überprüfung
vorgesehen?
Fraktionssprecher*innen: Initiative:
Bärbel Girardin und Werner Nüßle Beatrix Katzinger
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Orleansplatz 11
81677 München
Telefon: 233 – 48088
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Landeshauptstadt
München
Sozialreferat
Dorothee Schiwy
Sozialreferentin
Landeshauptstadt München
Direktorium, BA-Geschäftsstelle Ost
Vorsitzender des BA 16
Herr Thomas Kauer
Friedenstr. 40
81660 München
Datum: 19.05.2026
Anfrage zu den fehlenden Zuschusserhöhungen zum Ausgleich
der Tarifverhandlungen in der Offenen Kinder- und
Jugendarbeit sowie Schulsozialarbeit im Bezirk
Ramersdorf/Perlach
BA-Antrags-Nr. 20-26 / B 08767 des Bezirksausschusses
des Stadtbezirkes 16 - Ramersdorf-Perlach vom 12.03.2026
Sehr geehrter Herr Kauer,
bei dem o. g. Antrag handelt es sich um eine laufende Angelegenheit der Verwaltung,
weswegen die Erledigung auf dem Büroweg erfolgt.
Betreffend Ihre Anfrage zu Einsparungen im Bereich der Angebote der offenen Kinder- und
Jugendarbeit sowie der Schulsozialarbeit, kann ich Ihnen Folgendes mitteilen:
Grundsätzlich müssen die Erhöhungen von Zuwendungssummen durch den Stadtrat
beschlossen werden. Die Entscheidungsgrundlagen orientieren sich dabei an aktuellen
Bedarfen und berücksichtigen auch die aktuelle Haushaltslage. Es entspricht nicht den
Tatsachen, dass der Stadtrat zur Entscheidungsfindung betreffend der einzelnen
Zuwendungssummen im Handlungsfeld der Offenen Kinder- und Jugendarbeit externe
Beratungsfirmen hinzugezogen hat.
Neue und veränderte Bedarfe werden selbstverständlich ebenso wie die aktuelle
Angebotsausrichtung der sozialpräventiven Angebote für Kinder*, Jugendliche* und junge
Erwachsene*, unter Einbezug der Zielgruppen, in regelmäßigen Abständen überprüft und
fließen in die zukünftigen Planungen mit ein.
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Aufgrund der angespannten Haushaltslage und gleichzeitig entstehender Mehrbedarfe wurde
im Bereich „Förderung freier Träger“ gemeinsam mit den freien Trägern bereits Ende 2024
folgende Vereinbarung getroffen:
• Freiwerdende Stellen sollen 3 Monate nicht nachbesetzt werden, sofern diese nicht
unbedingt zur Aufrechterhaltung des Angebots nötig sind.
• Es müssen eigene Einsparmaßnahmen der Träger forciert werden, z. B.
Reduzierungen des Leistungsspektrums oder von Öffnungszeiten nach vorheriger
Abstimmung mit der Steuerung.
• Es müssen Einsparungen im Sachkostenbereich erfolgen, z. B. der Verzicht auf
den Ankauf neuer Ausstattungsgegenstände oder das Verschieben von
Renovierungsmaßnahmen o. ä.
• Die Zusammenlegung von Standorten kann neben dem generellen
Umstrukturierungsprozess im Einzelfall mit der Steuerung abgestimmt und umgesetzt
werden.
Wenn trotz Ergreifen dieser Maßnahmen eine Existenzbedrohung eines Projektes
besteht, können die Träger einen entsprechenden Antrag auf zusätzliche Mittel stellen.
Wichtig ist dabei aber zu betonen, dass bisher keine Einsparungen im Sozialbereich
vorgenommen worden sind, aber die fehlende Deckung von Kostensteigerungen als solche
wahrgenommen wird.
Mit Datum vom 30.03.2026 teilte der Kreisjugendring München Stadt betreffend Ihrer Anfrage
Folgendes mit:
Der Träger nimmt im Haushaltsjahr 2026 Einschränkungen des Sachmittelbudgets im
Angebotsbereich der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Höhe von zehn Prozent vor, um
einen ausgeglichen Trägerhaushalt zu ermöglichen. Gleichzeitig sollen tiefgreifendere
Leistungseinschränkungen vermieden werden.
Auch für Standorte der Schulsozialarbeit mussten Einsparungen im Bereich der Sachmittel
durch den Träger erfolgen, um den nicht möglichen Ausgleich von Kostensteigerungen zu
kompensieren.
Im Bereich der Schulsozialarbeit besteht keine konkrete Einsparvorgabe von zehn Prozent.
An den staatlichen Grund- und Mittelschulen, sowie an den Realschulen und Förderschulen im
Stadtbezirk 16, an denen Schulsozialarbeit/Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) von freien
Trägern durchgeführt wird und über kommunale Zuschüsse finanziert wird, wurden bisher
keine Personal- bzw. pauschalen Sachkostenkürzungen vorgenommen. Jedoch gelten auch
hier die beschriebenen Vorgaben zur Kostenreduzierung, um nicht immer höhere Fehlbedarfe
zu erzeugen. Die sozialpädagogischen Bedarfe an den Schulen werden in den Gesprächen
mit den an den Schulen tätigen Trägern besprochen und dabei Möglichkeiten erörtert, wie
diese abgedeckt werden können.
Sie können versichert sein, dass ich mich als Sozialreferentin für die bedarfsgerechte
Ausstattung aller Angebote des Sozialreferats einsetze, bitte aber auch um Verständnis, dass
ich jedoch auch die Haushaltslage und die damit verbundenen Einschränkungen beachten
muss.
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Um einen langfristigen Umgang mit den immer knapper werdenden Finanzmitteln im
Zuschussbereich zu finden, wurde auf meine Anregung gemeinsam mit der ARGE Freie
Wohlfahrt München, KJR und Münchner Trichter und dem Sozialreferat die AG
Zukunftssicherung gegründet. Ziel dieser AG ist es, eine gemeinsame Strategie zu entwickeln,
um die soziale Landschaft und Angebotsstruktur angesichts steigender Kosten und
Konsolidierungsvorgaben des Stadtrats weitestmöglich aufrecht zu erhalten und auskömmlich
zu finanzieren.
Der Antrag Nr. 20-26 / B 08767 des Bezirksausschusses des 16. Stadtbezirkes vom
12.03.2026 ist damit geschäftsordnungsgemäß behandelt.
Bei weiteren Fragen können Sie sich gerne an folgendes Gruppenpostfach wenden:
jugendarbeit.soz@muenchen.de
Mit freundlichen Grüßen
gez.
Dorothee Schiwy
Berufsmäßige Stadträtin