=== 20-26 _ B 07595_B 07595 Zukuenftige Verkehrsentwicklung .pdf ===
Sozialdemokratische Partei Deutschlands
SPD BA 18 Fraktion Untergiesing-Harlaching
Mitglieder:
Helga Hügenell (Stellv. Fraktionssprecherin)
Dr. Heike Kraemer
Violetta Rosendahl
Andreas Schreitmüller
Michael Sporrer (Faktionssprecher)
-
Zukünftige Verkehrsentwicklung 18. Stadtbezirk Untergiesing-Harlaching
Antrag:
Die Landeshauptstadt München und das zuständige Referat für Mobilität werden
aufgefordert ein zukünftiges Verkehrskonzept darzustellen, wie sich die
Verkehrsentwicklung bzw. Parkraummanagement, nach der Fertigstellung der beiden
Bauprojekte University of Maryland und Mc Graw Gelände Ost auf den 18. Stadtbezirk
Untergiesing-Harlaching auswirken wird.
Begründung:
München wächst und wächst – zwischen 2019 und 2023 stieg die Münchner Bevölkerung um zwei
Prozent und der Kfz-Bestand um fünf Prozent. Mittlerweile leben knapp 1,6 Millionen Menschen in
der Landeshauptstadt. Bis zum Jahr 2040 sollen es nach einer Prognose des Planungsreferats 1,85
Millionen sein – noch einmal 250 000 zusätzliche Einwohner. Dies bedeutet auch gleichzeitig einen
weiteren Anstieg des Kfz-Bestandes in München.
Derzeit baut die Stadibau (Gesellschaft für den Staatsbedienstetenwohnungsbau in Bayern mbH) im
17. Stadtbezirk Obergiesing-Fasangarten, zwei Projekte mit über 700 Wohneinheiten. Diese beiden
Bauprojekte University of Maryland und Mc Graw Gelände Ost befinden sich im näheren Umfeld des
18. Stadtbezirk Untergiesing-Harlaching.
Deshalb fordern wir die Landeshauptstadt München und das zuständige Referat für Mobilität auf,
eine Verkehrskonzept darzustellen wie sich die Verkehrsentwicklung bzw. Parkraummanagement
nach Fertigstellung der beiden Bauprojekte und der Einführung des Parklizenzgebiet Mangfallplatz
auf unseren Stadtbezirk auswirken wird.
Bei diesen Verkehrskonzept sollen folgende Straßenverläufe und das Parklizenzgebiet Mangfallplatz
berücksichtigt werden:
Peter-Auzinger-Straße, Mangfallplatz, Naupliastraße, Soyerhoferstraße und die Fläche um den St.-
Quirin-Platz, mit der der Tegernsee Landstraße und Chiemgaustraße.
Gez. Michael Sporrer, SPD-Fraktionssprecher BA 18 Untergiesing – Harlaching
Absender Adresszeile
Herr
Michael Sporrer
SPD BA 18 Fraktion
Untergiesing – Harlaching
Ihr Ansprechpartner Datum
Michael Sporrer
Fraktionssprecher
25.02.2025
=== 20-26 _ B 07595_B 07595 Zukuenftige Verkehrsentwicklung AS.pdf ===
U-Bahn: Linien U3,U6
Haltestelle Poccistraße
muenchenunterwegs.de
Bus: Linie 62
Haltestelle Poccistraße
muenchen.de/mor
Bus: Linie 132
Haltestelle Senserstraße
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Landeshauptstadt
München
Mobilitätsreferat
Landeshauptstadt München, Mobilitätsreferat
Postfach, 80313 München
Bezirksmanagement Ost
MOR-GB2.131
gb2-131.mor@muenchen.de
Per E-Mail
Über das DIR – BA-Geschäftsstelle Süd
bag-sued.dir@muenchen.de
An den BA 18 - Untergiesing - Harlaching
Ihr Schreiben vom Ihr Zeichen Unser Zeichen Datum
30.09.2026
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Zukünftige Verkehrsentwicklung 18. Stadtbezirk Untergiesing-Harlaching
BA-Antrag Nr. 20-26 / B 07595 des Bezirksausschusses des Stadtbezirkes 18 Untergiesing-
Harlaching
Sehr geehrter Mitglieder des Bezirksausschusses Untergiesing - Harlaching,
der o.g. Antrag des Stadtbezirkes 18 Untergiesing-Harlaching wurde dem Mobilitätsreferat zur
federführenden Bearbeitung zugeleitet. Darin bitten Sie darum, ein zukünftiges
Verkehrskonzept dazustellen, wie sich die Verkehrsentwicklung bzw. Parkraummanagement,
nach der Fertigstellung der beiden Neubauprojekte McGraw-Gelände West (Soyerhofstraße
17 - „University of Maryland“) und McGraw-Gelände Ost auf den 18. Stadtbezirk Untergiesing-
Harlaching auswirken werden. Des Weiteren schlagen Sie die Aufhebung der
Einbahnstraßenregelung in Richtung PI 23 (Tegernseer Landstraße) vor und erneuert ihre
Forderung, den Bus 139 auf einen 10-Minuten-Takt zu verdichten.
Zu Ihrem Antrag vom 25.02.2025 teilen wir Ihnen Folgendes mit. Für die gewährte
Fristverlängerung möchten wir uns bedanken.
Verkehrsentwicklung im Stadtbezirk 18
Zum McGraw-Gelände West (Soyerhofstraße 17 - „University of Maryland“) hat das Referat für
Stadtplanung und Bauordnung mitgeteilt, dass dort ein Teilabbruch und Umbau mit
Nutzungsänderung eines Verwaltungsgebäudes zu einem Wohngebäude (147 Wohneinheiten
= WE) sowie der Neubau einer Tiefgarage geplant ist. Die Baugenehmigung wurde am
08.11.2019 erteilt, das Gebäude befindet sich im Bau. Ein eigenes Verkehrsgutachten liegt
nicht vor, das Mobilitätsreferat war nicht in die Planung eingebunden.
I.
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Im McGraw-Gelände Ost sind 257 Wohneinheiten und 297 Wohnheimplätze sowie
Einzelhandel & Gastronomie und eine KiTa geplant. Im Jahr 2023 erfolgte der Spatenstich für
die Bauarbeiten, die seitdem im Gange sind.
Es wurde ein Verkehrsgutachten erstellt, welches sich auch mit dem direkten umliegenden
Straßennetz befasst hat. Ein wesentliches Ziel des Erschließungs- und Verkehrskonzepts für
die Neubebauung der ehemaligen McGraw-Kaserne war die effiziente und verträgliche
Abwicklung des motorisierten Individualverkehrs und insbesondere der Lieferverkehre.
Der MIV und die Anlieferung des Einzelhandels werden im Wesentlichen über die
Stadelheimer Straße abgewickelt („rechts rein, rechts raus“).
Die notwendigen Stellplätze wurden in der Tiefgarage nachgewiesen, Besucherstellplätze sind
oberirdisch vorhanden.
Die Leistungsfähigkeitsberechnungen der Knotenpunkte zeigten, dass die Knotenpunkte
leistungsfähig sind. Einzig der Knotenpunkt Soyerhofstraße/ Peter-Auzinger-Straße ist hoch
ausgelastet und erreicht nur die Qualitätsstufe E und nicht das geforderte D. Die
Berechnungen für den Prognosenullfall (ohne Entwicklung McGraw-Gelände Ost) zeigen
allerdings, dass auch hier nur die Qualitätsstufe E erreicht wird. Die wenigen Verkehre des
Bauvorhabens, die über die kritischen Ströme dieses Knotenpunktes fahren, sind somit nicht
ausschlaggebend für die nicht ausreichende Qualitätsstufe.
Beide Neubauprojekte wurden in das Verkehrsmodell der Landeshauptstadt München
eingepflegt. In den Straßenzügen um die beiden Bauvorhaben wird es in der Prognose 2035
zu keiner nennenswerten Verkehrsmehrung im Tagesverkehr kommen. Anzumerken ist, dass
das Verwaltungsgebäude der „University of Maryland“ vor der Nutzungsänderung zu
Wohnnutzung bereits Verkehr erzeugt hat.
Der Stadtrat hat am 05.02.2025 die Einführung der neuen Lizenzgebiete "Mangfallplatz" und
„Scharfreiterplatz“ beschlossen. Die Grenzen des Gebietes „Mangfallplatz“ umfassen folgende
Straßenzüge: Tegernseer Landstraße – Münchner-Kindl-Weg – Säbener Straße –
Rotbuchenstraße. Die Grenzen des im Osten anschließenden Parklizenzgebietes
„Scharfreiterplatz“ sind: Chiemgaustraße – S-Bahnlinie – Ständlerstraße –
Schwarzenbergstraße – Stettnerstraße – Maurerstraße – Lincolnstraße – Tegernseer
Landstraße.
Es sind unterschiedliche Regelungen, je nach Lage, von reinem Bewohnerparken bis zu
Mischparken mit Gebührenpflicht, geplant.
Die Umsetzung ist voraussichtlich Ende 2026. Die im Umgriff wohnenden / gewerbetreibenden
Antragsberechtigten werden circa 4 bis 6 Wochen vor Einführung der Parklizenzgebiete
informiert.
Nach Einrichtung ist die Verwaltung ständig bemüht, kleinräumige Optimierungen der
Parkregelungen vorzunehmen, insofern diese planerisch sinnvoll begründet werden.
Das McGraw-Gelände West (Soyerhofstraße 17 - „University of Maryland) gehört zum
Parklizenzgebiet „Mangfallplatz“, während das McGraw-Gelände Ost zum künftigen
Parklizenzgebiet „Scharfreiterplatz“ gehört.
Alle Bewohner*innen der beiden Neubaugebiete, die keinen Platz in ihren Tiefgaragen
bekommen, haben grundsätzlich einen Anspruch auf einen Parkausweis in den neuen
Lizenzgebieten.
Die Tegernseer Landstraße besitzt als Grenzstraße zwischen den beiden neuen
Parklizenzgebieten „Mangfallplatz“ und „Scharfreiterplatz“ eine starke Trennwirkung, sodass
der Parkdruck aus dem Stadtbezirk 17 nicht in den Stadtbezirk 18 übergreifen sollte.
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Im Nahverkehrsplan der Landeshauptstadt München (Sitzungsvorlage 20-26 / V 01848, VV
vom 03.03.2021 und Sitzungsvorlage 20-26 / V 16612, VV vom 30.07.2025) ist die U1-
Verlängerung ab Mangfallplatz entlang der Naupliastraße enthalten und soll bei den künftigen
Planungen, abhängig von der Haushaltslage, berücksichtigt werden.
Am 23.09.2026 hat der Mobilitätsausschuss eine neue Hierarchiestufe des Radnetzes für
München, die stadtbezirksübergreifenden Radverbindungen, als Grundlage für die zukünftige
Radverkehrsplanungen beschlossen (Sitzungsvorlage-Nr. 26-32/V 00804). Diese
Radvorrangrouten (Netzkategorie IR III) verbinden zentrale Punkte mit dem Hauptzentrum
sowie zentrale Punkte untereinander. Für die IR III-Verbindungen gilt eine Regelbreite von 2,5
m für Einrichtungsradwege und durch ein durchgängiges und leistungsfähiges Netz sollen
schnelle Reisezeiten (Fahrgeschwindigkeiten 20-25 km/h) ermöglicht werden.
Die kleinräumigeren, innerbezirklichen Radverkehrsbindungen zwischen wichtigen Quell- und
Zielpunkten (Netzkategorie IR IV) sollen dem Stadtrat im Jahr 2027 zur Entscheidung
vorgelegt werden.
IR III-Radvorrangrouten im Umfeld der beiden Neubauprojekte sind von Norden kommend die
Soyerhofstraße bis zum Mangfallplatz und von da nach Osten führend die Peter-Auzinger-
Straße/Stadelheimer Straße in den Stadtbezirk 17 hinein. Entlang des „Am-Hohen-Weges“
nach Süd-Westen sowie des „Franz-Eigl-Weg“ nach Nord-Osten führt der Äußere Radlring
über den St.-Quirin-Platz in den Grünanlagen.
Als IR III-Zielkonzeption wurde vom Mangfallplatz nach Süden die Miesbacher Straße
aufgenommen. Damit ist der Stadtbezirk 18 bezüglich Radvorrangrouten nicht bis ins Innere
erschlossen, jedoch das Umfeld der beiden Neubauprojekte optimal abgedeckt.
Als IR IV-Radverkehrsverbindungen sollen ab dem Mangfallplatz die Naupliastraße (u.a. zur
Anbindung des Krankenhauses Harlaching), die Oberbiberger Straße sowie die Miesbacher
Straße im Umfeld der beiden Bauvorhaben klassifiziert werden. Ebenso ist angedacht die
östliche Nebenfahrbahn der Tegernseer Landstraße zwischen St.-Quirin-Platz und St.-Quirin-
Straße, weiterführend in der St.-Quirin-Straße in den Stadtbezirk 17 als eine IR IV-
Radverkehrsverbindung zu führen.
Im Rahmen des Bezirksmanagement beobachten wir die Entwicklungen in ihrem Stadtbezirk
genau, um möglichst frühzeitig positiv Einfluss auf diese zu nehmen.
Umfangreiche Verkehrskonzepte für einzelne Straßenzüge bzw. Teilgebiete (die i. d. Regel
extern beauftragt werden), werden nur durchgeführt, wenn große Neubaugebiete in diesem
geplant werden (wie beispielsweise Freiham). In Anbetracht der aktuellen Haushaltssituation
muss besonders abgewägt werden, welche externen Leistungen beauftragt werden.
Forderung nach Aufhebung der Einbahnregelung
Zu Ihrer Forderung der Aufhebung der Einbahnstraßenregelung in Richtung PI 23 (Tegernseer
Landstraße) nehmen wir wie folgt Stellung:
Die Nebenfahrbahnen der Tegernseer Landstraße sind als Ortsstraßen gewidmet und dienen
der innerörtlichen Erschließung. Eine Aufhebung der Einbahnstraßenregelung in Richtung PI
23 auf der östlichen Nebenfahrbahn der Tegernseer Land wird aufgrund der zur Verfügung
stehenden Maße (0,50 m Abstand zur Mauer und ca. 4,00 m Fahrbahnbreite) sowie den daran
anschließenden und benötigten Schrägparkplätzen nicht weiterverfolgt.
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Forderung nach Taktverdichtung Bus 139
Zur Forderung den Bus 139 auf einen 10-Minuten-Takt zu verdichten, nimmt die Fachabteilung
des MOR folgendermaßen Stellung:
„Die Stabilisierung und der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) sind
zentrale Anliegen des Mobilitätsreferats der Landeshauptstadt München. Leider wirkt sich die
weiterhin angespannte Haushaltslage der Stadt auch negativ auf die Finanzierung des ÖPNV
aus. Die finanziellen Mittel, die für die Weiterentwicklung und Verbesserung des ÖPNV
erforderlich sind, sind stark begrenzt. Diese Einschränkungen haben direkte Auswirkungen auf
die Planung und Umsetzung...