=== 20-26 _ T 084045_03040305 Antrag CSU Hang Menterschwaige.pdf ===
Freitag, 22. August 2025
Der BA möge beschließen:
Öffnung und Reparatur der Wege hinunterführend, am Gutshof Menterschwaige vom
Isarhochufer Hoher Weg zur Isar.
Begründung:
Die Hauptgefährdung sind an genannter Stelle wohl nicht Felsstürze, sondern eine Baumfällung
einer Buche (s. Foto u.), deren Wurzelwerk mittels Umflechten eines Felsvorsprung sowohl sich
selbst stabilisierte, als auch überhängendes Gesteinsmaterial.
Wenn ein solcher Baum geschnitten oder gefällt wird, verfault nicht nur langsam der Rest-
Stamm, sondern auch das Wurzelwerk. Die Folge ist, dass diese morschen Wurzeln den
Felsvorsprung nicht mehr halten können und das Material gesamt die Böschung hinunterkracht.
Ähnliche Vorfälle gab es schon, z.B. der Weg vom Isarhochufer hinter zur Marienklause. Hier
wurde dann eine hohe Mauer errichtet wegen der Folgen einer Fällung von einer alten
Hainbuche. Auch hier gab es keine Felsstürze.
Bei dem Abgang unterhalb des Gutshofes kam es zu einer vorschnellen Konsequenz nämlich
Sperrung des Abganges! Das Hauptrisiko ist Erosion, durch mangelnde örtliche Sicherung nach
solchen Baumfällungen.
Ein Gutachten liegt dem BA18 vor, welches sowohl die Erosionsmöglichkeiten, Hangrutsche und
Felsstürze an einem Isar-Hang beschreibt, aber an dieser genannten Stelle, westlich der
Hangkante des Gutshofes Menterschwaige steht ein jüngeres, kompaktes und durchgehend gut
verfestigtes Material an. Es handelt sich hier um einen stabileren Hang, als auf der Westseite,
welcher ca. 6km weiter flussaufwärts vorzufinden ist. welches hier als äußerst hangrutsch-
gefährdend, ausführlich beschrieben wird.
Südlich des Stauwehres unweit der Großhessesloher Brücke , Richtung Einöd, ändert sich die
Morphologie und die geologischen Gegebenheiten recht schnell. Altes Material mit
sogenanntem quellfähigen Gesteinsmaterial bilden an dieser Stelle die unterste sichtbare
Schicht, direkt westlich vom Georgenstein. Hierauf folgen Ablagerungen der unterschiedlichen
Eiszeiten bis zum jüngsten Hügel in Baierbrunn, worauf die Kirche erbaut wurde.
An dieser Stelle gibt es Felsstürze und Hangrutsche, die begrenzt mittels trivialen Schildern auf
eventuelle Gefahr hinweisen.
In der Höhe, des Gutshofes Menterschwaige liegen also nicht die oben beschriebenen
Gegebenheiten vor. Vielmehr sind hier einige wenige Bäume mit ihrem besonderen Wurzelwerk
verantwortlich, sowohl für deren eigene Absturz-Sicherheit, als auch für die umschlungenen
Felsvorsprünge, welche ansonsten abzurutschen könnten.
CSU Fraktion
im BA 18
Untergiesing-
Harlaching
Mitglieder:
Andreas Babor
Dr. Hildegard
Baumgärtner
Clemens
Baumgärtner
Mag. Ferdinand
M. Brinkmöller
Monika Scholz
Johannes Stöckel
Sprecher:
Andreas Babor
Dazu:
und
Abb.1: mittig Wuzelnetz der Buche unterhalb der Menterschwaige und Abb.2: weiteres Beispiel
zur Stabilität an einem Seeufer
Trotz unansehnlicher Bauzäune sollte der Abgang von Wanderern verhindert werden, während
am Hangende (also direkt unterhalb der vermeintlichen Gefahrenzone) zahlreiche
Freizeitsportler ihrer Aktivität nachgehen. Starker Pflanzenbewuchs zeigt, dass längst keine
Erosion oder sonstige Gesteinsbewegungen wohl seit nun 10 Jahren nicht mehr oder kaum
stattfand.
Resümee:
Nachdem es unterhalb des Gutshofes Menterschwaige zu keinerlei weiteren Hangrutschen oder
Felsstürzen kam und diese Hangkante geologisch auch nicht mit dem nahe gelegenen
Hangrutschgebiet bei Baierbrunn am Georgenstein vergleichbar ist, sollte die Situation
schnellstmöglich korrigiert und der Weg hinunter zur Isar wiederhergestellt werden. Vielleicht
einigen sich die zuständigen Referate ja doch auf ein Hinweisschild, so wie woanders üblich, z.
B. Grünwalder Auen: "Begehung auf eigene Gefahr!"
Vorschlag: Bevor eine kostspielige Maßnahme jeglicher Art beschlossen wird, sollte eine
zeitnahe Ortsbegehung die jetzige Gegebenheit erneut beurteilen und bei Restzweifel sollten
auch hier ein oder zwei Probebohrungen durchgeführt werden, wie einst beim Anna Kircherl.
Zusammenfassung: Seit der Sperrung gab es keine Hangrutsche oder herabfallende
Gesteinsbrocken zu beobachten. Wäre eine Öffnung zeitnah möglich, da inzwischen auch der
Gutshof Menterschwaige 2025 wiedereröffnete.
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Andreas Babor Mag. F. M. Brinkmöller
Fraktionsvorsitzender 2. Stellv. Vorsitzender