=== 20-26 _ B 08615_B 08615 Lager Ebenboeckhaus.pdf ===
Interfraktionelle Runde
im Bezirksausschuss 21 Pasing – Obermenzing
Gemeinsamer Antrag zur Sitzung am 3. Februar 2026
Geeignete Lagermöglichkeiten zur kulturellen Nutzung
des Ebenböckhauses in Pasing sicherstellen
Das Kulturreferat der LH München wird aufgefordert, die vorhandene Garage beim Ebenböckhaus
dauerhaft als Lagerraum für Veranstaltungen zu erhalten oder für eine ebenerdige Ersatzlösung
Vorsorge zu tragen. Das Kulturprogramm der vielfältigen Anbieter aus dem Stadtbezirk muss dau-
erhaft gewahrt bleiben. Für eine Erweiterung des Programms Artists in Residence sind geeignete
Lösungen zu finden.
Begründung:
Dem Bezirksausschuss wurde zugetragen, dass der Garagenbau im Ebenböckhaus als Atelier für
das Artist-in-Residence-Programm umgestaltet werden soll. Seit vielen Jahren wird das Ebenböck-
haus und der dazugehörende Garten für viele Veranstaltungen im Stadtteil und darüber hinaus ge-
nutzt. Derzeit wird die Garage als Lagerraum ganzjährig für Kulturveranstaltungen verwendet und
benötigt. Hier werden Stühle, Bänke, Tische, Sitzkissen, Sonnenschirme, teilweise Veranstaltungs-
technik sowie Getränkevorrat gelagert. Die Veranstaltungen im Ebenböckhaus sind vielfältig, zahl-
reiche Veranstalter sind dort aktiv, unter anderem: Pasinger Fabrik, Kinder- und Jugendkulturwerk-
statt, Archiv der Münchner Arbeiterbewegung, Kulturforum München-West e.V., Kammermusik in
Pasing, Volkshochschule Pasing, Musikforum Blutenburg.
Bei Wegfall der Garagennutzung als Lagerraum sind sämtliche Veranstaltungen im Hause stark
gefährdet, bzw. können teilweise nicht mehr stattfinden. Es ist daher zwingend vor einem Umbau
für geeigneten Ersatz zu sorgen. Ein angedachter Bau eines Ersatzlagerraumes östlich der Ga-
rage oder an anderer Stelle im Ebenböckgarten kann, so die an den BA herangetragene Informa-
tion, aus Gründen des Denkmalschutzes (Gartendenkmal) nicht umgesetzt werden.
Im Hauptgebäude besteht zwar ein Kellerraum, dieser ist allerdings extrem feucht. In der Vergan-
genheit dort gelagertes Material war in kurzer Zeit verschimmelt. Der Zugang zu diesem Raum ist
nicht öffentlich. Die Treppe kann zum Transport von Veranstaltungsequipment nicht ausreichend
sicher benutzt werden. Die nur 70 cm breite Treppe ist auf engem Raum kurvig, Tritt- und Setzstu-
fen sind mit jeweils rund 20 cm sehr steil und entsprechen nicht dem üblichen Schrittmaß.
Das Artist-in-Residence-Programm für Kunstschaffende aus den Bereichen Theater, Performance,
Bildende Kunst, Tanz und Choreographie, Musik usw. ist im Ebenböckhaus grundsätzlich sehr will-
kommen. Für eine Erweiterung des Programms müssen jedoch geeignete (anderweitige) Lösun-
gen gefunden werden. Entweder andernorts oder mittelfristig durch eine gegebenenfalls freiwer-
dende Wohnung im Ostflügel.
Pasing – Obermenzing, den 26.01.2026
Vorstand: Fraktionssprecher/innen:
Frieder Vogelsgesang (CSU) Ingrid Standl / Gerald Zehetbauer (Grüne)
Romanus Scholz (Grüne) Sven Wackermann (CSU)
Franziska Messerschmidt (SPD) Constanze Söllner-Schaar (SPD)
Maria Osterhuber-Völkl (CSU) Karl-Heinz Wittmann (FW/ÖDP)
Hans-Joachim Kilian (FW/ÖDP)
Christa Stock (FDP)
Foto:
Kellertreppe im Ebenböckhaus. Für regelmäßige Nutzung als Lagerzugang nicht geeignet.
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LHM-offen
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Treppenabgang aus planerischen und finanziellen Gründen nicht zu empfehlen. Es trafen sich
Vertreter des Baureferats, Kommunalreferats und Kulturreferats zu einer Besichtigung des
bestehenden Kellers im Haus. Der Keller wurde für bedingt geeignet befunden zur Lagerung
von selten bewegten und witterungsunempfindlichen Gegenständen. Die bestehende Treppe
stellt eine zusätzliche Einschränkung für den Transport der einzulagernden Gegenstände dar.
Selbstverständlich soll und wird es auch nach einer Realisierung des geplanten Ateliers allen
Nutzer*innen des Ebenböckhauses weiterhin möglich sein, Veranstaltungen im Haus und Park
durchzuführen, und dies mit möglichst geringen Einschränkungen. Daher wird zusätzlich zum
Atelier eine Unterbringungsmöglichkeit in die Planung aufgenommen, in der die wichtigsten
und zu allen Jahreszeiten genutzten Gegenstände aufbewahrt werden können, darunter ca. 30
Klappstühle, die für eine Nutzung des Flöz im EG des Hauses notwendig sind. Für Getränke
und Catering kann weiterhin die Küche im EG genutzt werden. Gegenstände, die
ausschließlich für das Sommerfestival im Park benötigt und daher auch nur zweimal im Jahr
bewegt werden – hier sind vor allem die über 100 weißen Plastikstühle und die Mehrzahl der
Bierbank-Garnituren zu nennen, die den größten Platz in der jetzigen Garage einnehmen –
sollten zukünftig hingegen im Keller des Ebenböckhauses und/oder in den Räumen der
Pasinger Fabrik als Veranstalter aufbewahrt werden, sofern man bei den Biertischen und -
bänken zukünftig nicht vielleicht sogar besser mit einer Anmietung durch die beliefernde
Brauerei plant.
Der Verbrauch kostbarer, ebenerdiger Flächen für Gegenstände, die nur einmal im Jahr für
wenige Wochen genutzt werden, ist in einer Stadt wie München und an einem Ort wie dem
Ebenböckhaus nicht vermittel- und verantwortbar. Das Kulturreferat betreibt nicht nur das
Residenzprogramm im Ebenböckhaus, sondern unterstützt das Sommerfestival der Pasinger
Fabrik im Park des Ebenböckhauses sowie weitere Akteur*innen im Stadtteil seit vielen
Jahren. Die Kolleg*innen in unserem Hause werden diesen auch weiterhin gern mit Rat und
Tat zur Seite stehen, und ich bin sicher, dass es im Ebenböckhaus bei einem guten
Miteinander der verschiedenen Nutzer*innen bleiben wird.
Ich hoffe, dass Ihrem Anliegen mit dieser Entscheidung Rechnung getragen ist.
Mit freundlichen Grüßen
Marek Wiechers
Berufsm. Stadtrat