Zehentstadelweg 6

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in Bezirksausschuss 21 - Pasing-Obermenzing, München

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Hintergrundinformationen

6 Quellen
Pasing-Obermenzing (BA 21) Baudenkmal Bebauungsplan Nr. A1516 Ø Miete 14,14 €/m² 1 Wikipedia
Adress-Steckbrief
Stadtbezirk
Pasing-Obermenzing (BA 21)
Bebauungsplan
Nr. A1516
Planinhalt bei der Stadt einsehen

Geodaten © Landeshauptstadt München, DL-DE-BY-2.0

Denkmalschutz

Baudenkmal · Zehentstadelweg 6

Kulturhaus

Zehentstadel, heute Vereinslokal, eingeschossiger Satteldachbau mit einseitigem Dachüberstand, ehemals zu Schloss Blutenburg gehörig, 1687.

Aktennummer D-1-62-000-7713

Ensemble

Schloss Blutenburg hatte Herzog Albrecht III. zwischen 1431 und 1440 durch Umbau einer aus dem 13. Jahrhundert stammenden Wasserburg zu seinem Landsitz errichten lassen. Albrecht III. lebte hier zusammen mit Agnes Bernauer und nach deren Ermordung 1435 mit seiner Gemahlin Anna von Braunschweig. Deren Sohn Herzog Sigismund zog sich nach dem Verzicht auf die Regentschaft 1467 auf die Blutenburg zurück und widmete sich dem weiteren Ausbau. Obwohl sich in der Anlage bereits eine Kapelle befand, ließ er 1488 durch die Bauhütte der Münchner Frauenkirche vermutlich nach Plänen von Jörg von Halsbach eine weit repräsentativere Schlosskapelle errichten und kostbar ausstatten, so mit drei Altären nach Entwurf von Jan Polack. Seit 1508 diente die Blutenburg als Jagdschloss des herzoglichen Niederjagdreservates Menzing. Mit der Schenkung von Kurfürst Ferdinand Maria an die Kurfürstin Henriette Adelaide erlosch das Interesse an den Jagdgebieten und das höfische Leben verlagerte sich nach Schloss Nymphenburg, dem vormaligen Weiler Kemnaten, der ihr ebenfalls geschenkt worden war. Nach ihrem Tod erwarb der Notar Anton von Berchem Blutenburg und ließ die Burg – vielleicht durch Antonio Viscardi – für seine Zwecke zum Landschloss umbauen, wobei er der Baugruppe im Wesentlichen die Gestalt gab, wie sie heute noch erhalten ist. Nach seinem Tod wurde die Hofmark Menzing wieder eingezogen und der Kurfürstin Therese Kunigunde übereignet, die das Schloss als Refugium nutzte. Aus dieser Zeit stammt die Verbindung zwischen Blutenburg und Nymphenburg als Diagonalachse des Nymphenburger Schlossparks, die Sichtschneise, die sich als „Durchblick“ bis heute erhalten hat. Das Staatsgut blieb zunächst ohne nennenswerte Nutzung. Zwischen 1866 und 1957 hatte es das Institut der Englischen Fräulein gepachtet und anschließend nutzten es die Schwestern des Dritten Ordens als Altersruhesitz. 1980-83 erfolgten eine grundlegende Sanierung und der Umbau der damals stark vernachlässigten Anlage zur Internationalen Jugendbibliothek. Das Schloss Blutenburg liegt in einer Flussschleife der Würm und ist von weiten Freiflächen umgeben. 1984 hat man in dieser Freifläche östlich der Blutenburg zwei Teiche angelegt. Nördlich der Verdistraße sind mit Zehentstadel und Mühle dem Schloss Blutenburg als Hofmark zugehörige Bauten erhalten. Die Gesamtanlage wird jetzt durch die als Autobahnzubringer ausgebaute Verdistraße geteilt, wodurch der ehem. funktionale Zusammenhang gestört ist.

Aktennummer E-1-62-000-78

Jede bauliche Änderung an einem Baudenkmal oder in einem Ensemble braucht eine Erlaubnis nach Art. 6 BayDSchG.

Geofachdaten © Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (CC BY-ND 4.0)

Nachbarschaft (Zensus 2022)

Werte für die 100 × 100 m große Rasterzelle, in der diese Adresse liegt. Fehlende Werte hält das Statistische Bundesamt aus Datenschutzgründen zurück.

Nettokaltmiete Ø
14,14 €/m²
Einwohner
12
Wohnungen
7
Eigentümerquote
36,4 %
Wohnfläche Ø
82 m²
Durchschnittsalter
47,8 Jahre
Anteil ab 65
23,1 %
Gebäude vor 1949
0 %
Häufigste Heizung
Gas

© Statistisches Bundesamt (Destatis), Zensus 2022, 100-m-Gitter, DL-DE-BY-2.0

Gebäude
Bezeichnung
Zehentstadel

© OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL)

Wikipedia · 1

Zehentstadel

Der Zehentstadel im Stadtteil Obermenzing der bayerischen Landeshauptstadt München wurde 1687 errichtet. Der Stadel am Zehentstadelweg 6 ist ein geschütztes Baudenkmal.

Wikidata (CC0) / Wikipedia (CC BY-SA 4.0)

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