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in Bezirksausschuss 22 - Aubing-Lochhausen-Langwied, München
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Geodaten © Landeshauptstadt München, DL-DE-BY-2.0
Ensemble
Das 1010 als „Ubingen“ erstmals genannte Dorf Aubing, eines der ältesten und größten im Münchner Umfeld, bildet in seiner Gesamtausdehnung etwa aus der Mitte des 19. Jahrhunderts ein Ensemble. Die geschlossene Ortsform hat zwei Haupterschließungswege und nachgeordnete Verbindungs- und Seitenstraßen. Der wohl spätestens seit dem 5. Jahrhundert besiedelte Ort setzte sich gemäß der Anzahl der Bestattungen in Reihengräbern aus mehreren Höfen zusammen. 1330 übertrug Kaiser Ludwig IV. dem Kloster Ettal den Ort, das die Herrschaft bis zur Säkularisation innehatte. Seit 1818 war Aubing selbständig und wurde 1942 nach München eingemeindet. Der Ortskern teilt sich in zwei Bereiche mit jeweils einer Nord-Süd-gerichteten Haupterschließungsachse: im Westen verläuft die auf einem Lehmrücken fast gradlinige geführte Ubostraße und im Osten die tiefer gelegene Altostraße, die entlang dem Langwieder Bach (seit 1924 verrohrt) leicht gekurvt geführt ist und platzartige Aufweitungen hat. Der ältere Teil mit ehemals größeren Hofstellen befindet sich im westlichen, höheren Bereich. Auf den regelmäßig geteilten Parzellen waren bzw. sind die landwirtschaftlich geprägten Einfirsthöfe giebelständig und mit Wohnteil zur Straße ausgerichtet. Die zugehörigen Scheunen blieben vielfach erhalten. Im östlichen Bereich dagegen finden sich vermehrt kleinere Hofstellen und Sölden, die Parzellen sind kleiner und regelloser als im westlichen Bereich. Die Gebäude sind nicht einheitlich orientiert und dichter gesetzt. Hier setzte zunächst der Wandel vom Dorf zur Vorstadtgemeinde ein. An der Hangkante haben sich nur wenige der historischen Garten- und Grünflächen um die Hofstellen herum erhalten. Die im Süden des Orts befindliche Kirche St. Quirin war eine Urpfarrei und gehörte zum Bistum Freising. Der ehemals stattliche Pfarrhof lag der Kirche unmittelbar südlich gegenüber. Mit Schulen und Wirtshaus waren auch die weiteren Zentralfunktionen eines Dorfs im Süden vereint. Nach etwa 1870 wurden die Hofstellen im gesamten Ortskern teils geteilt und zusätzliche Bauten auf den unterteilten Flächen errichtet. Dieser Anwuchs der Siedlungstätigkeit ist sicher dem Eisenbahnanschluss mit dem 1873 eröffneten Bahnhof geschuldet gewesen. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts hatte sich die Zahl der Bauten fast verdoppelt. Auch in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg wurden weitere Bauten errichtet, doch sind vereinzelt in rückwärtigen Bereichen noch Garten- und Freiflächen erhalten. Trotz einiger Nachverdichtungen und der teilweise schwer ablesbaren ursprünglichen Ortsgrenze lässt sich in Wegeführung und durch die räumliche Anordnung der Bauten die Grundform des historischen Dorfes Aubing in wesentlichen Teilen ablesen.
Aktennummer E-1-62-000-5
Jede bauliche Änderung an einem Baudenkmal oder in einem Ensemble braucht eine Erlaubnis nach Art. 6 BayDSchG.
Geofachdaten © Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (CC BY-ND 4.0)
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© Statistisches Bundesamt (Destatis), Zensus 2022, 100-m-Gitter, DL-DE-BY-2.0
© OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL)
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