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in Bezirksausschuss 22 - Aubing-Lochhausen-Langwied, München
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Geodaten © Landeshauptstadt München, DL-DE-BY-2.0
Ensemble
Die im Wesentlichen in den Jahren 1938/39 von der Heimbau-Bayern für Angehörige der Dornier-Flugzeugwerke errichtete Siedlung trug bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs den Namen Ludwig-Siebert-Siedlung, benannt nach dem mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 ins Amt gelangten bayerischen Ministerpräsidenten, der sich maßgeblich für den Siedlungsbau in Bayern während des Dritten Reiches einsetzte. Von der nach Plänen von Franz Ruf gebauten Siedlungsanlage, die sich in geschwungenen Straßenläufen vom Gößweinsteinplatz aus entwickelt, wurde nur der 406 Wohnungen umfassende Südabschnitt verwirklicht, der nördliche Bereich mit 400 Wohnungen kam auf Grund des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs nicht mehr zur Ausführung. Besonders deutlich lässt sich das siedlungspolitische Konzept am Gößweinsteinplatz fassen, wo sich Elemente des Dorfplatzes mit der Funktion als Aufmarschplatz vermischen. An drei Seiten ist der Platz von einem zweigeschossigen Hufeisenbau eingefasst, in dem Läden und ein Gasthaus untergebracht sind, die vierte Platzflanke schließt eine ebenfalls zweigeschossige Zeile von Wohnbauten. Eine Kirche im Ortszentrum fehlt, statt dessen findet sich dort ein in knappen romanisierenden Formen errichteter Uhrenturm mit Zeltdach. Eine bewusste Knappheit kennzeichnet auch die Architektur der Wohnbebauung, die mit acht Haustypen vom Einfamilienhaus bis zur zweigeschossigen Zeile unterschiedlichen Nutzungsansprüchen gerecht wird, wie dies zuvor schon in der Ramersdorfer Mustersiedlung programmatisch verwirklicht worden war. Die straff ausgespannten Fassaden, die scharf geschnittenen Dächer mit minimalem Dachüberstand bringen die Kubatur der Baukörper zur Geltung, betonen auch bei den längeren Zeilen die Schwingung der Fronten in Anlehnung an die leichten Kurven des Straßenverlaufs.
Aktennummer E-1-62-000-71
Jede bauliche Änderung an einem Baudenkmal oder in einem Ensemble braucht eine Erlaubnis nach Art. 6 BayDSchG.
Geofachdaten © Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (CC BY-ND 4.0)
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© Statistisches Bundesamt (Destatis), Zensus 2022, 100-m-Gitter, DL-DE-BY-2.0
Wikidata (CC0) / Wikipedia (CC BY-SA 4.0)
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