Erhöhung der Betriebssicherheit der S-Bahnlinien im Münchner Westen durch regelmäßig verkehrende Züge zum Heimeranplatz, Schr. Mobilitätsreferat
Volltext
Erhöhung der Betriebssicherheit der S-Bahnlinien im Münchner Westen durch regelmäßig verkehrende Züge zum Heimeranplatz, Schr. Mobilitätsreferat vom 05.05.26
=== 20-26 _ B 08721_B 08721 Betriebssicherheit S-Bahn.pdf ===
SPD Fraktion im Bezirksausschuss 22
Aubing – Lochhausen – Langwied
Antragsteller Fraktionsmitglieder:
Robert Brenner Robert Brenner
Brigitta Bacak, stellv. Fraktionssprecherin
Thomas Hampel, Fraktionssprecher
Claudia Stadler
München, 25.02.2026
Erhöhung der Betriebssicherheit der S-Bahnlinien im Münchner Wes-
ten durch regelmäßig verkehrende Züge zum Heimeranplatz
Antrag:
Aufgrund der Baumaßnahmen im S-Bahnnetz wurden in den vergangenen Monaten über einen
längeren Zeitraum regelmäßige S-Bahnverbindungen über Pasing zum Heimeranplatz ermög-
licht. Die betraf insbesondere die S4. Die regelmäßige Nutzung der Verbindung zwischen
Pasing und Heimeranplatz würde auch grundsätzlich zu einer Verbesserung der Betriebssicher-
heit führen, da beispielsweise Taktverdicher aller Linien auch auf diesem Streckenabschnitt ver-
kehren könnten.
Das Mobilitätsreferat wird nun gebeten, zusammen mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft
folgende Fragen zu beantworten:
- Aus welchen Gründen kann eine regelmäßige S-Bahnverbindung zum Heimeranplatz
von Pasing ausgehend nicht dauerhaft eingerichtet werden, obwohl dies im Baustellen-
betrieb aufgrund der Baumaßnahmen im S-Bahnnetz möglich war?
- Sind fehlende Triebzüge der alleinige Grund, weshalb ein regelmäßiger Betrieb der Stre-
cke zum Heimeranplatz nicht möglich ist?
- Kann eine derartige Verbindung allgemein von allen Zügen genutzt werden oder gibt es
hier betriebliche Einschränkungen wie im Bereich der Stammstrecke und können ent-
sprechende Züge auch zur Verfügung gestellt werden?
- Kann eine derartige Verbindung von allen S-Bahnlininen im Münchner Westen genutzt
werden und wo bestehen evtl. Einschränkungen?
Begründung:
Die Verbesserung der S-Bahnverbindungen im Münchner Westen war bereits Gegenstand ver-
schiedener Anträge im Bezirksausschuss 22. Es hat sich während der Baumaßnahmen zum
Bau der 2. Stammstrecke gezeigt, dass regelmäßige S-Bahnverbindungen zum Heimeranplatz
möglich sind und auch im laufenden Fahrbetrieb gewährleistet werden können. Am Heimeran-
platz besteht eine Umsteigeverbindung zur U5.
Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) plant, finanziert und kontrolliert den Schienenper-
sonennahverkehr im Auftrag des Freistaates Bayern. Damit verbunden ist auch die Vorgabe,
nach welchem Fahrplan Regionalzüge und S-Bahnen in Bayern fahren. Vor diesem Hintergrund
bestehen seitens der Landeshauptstadt München keine Zuständigkeiten in der Organisation
des S-Bahnbetriebes. Gleichwohl bildet die S-Bahn mit den fünf vorhandenen Linien im Münch-
ner Westen und dem Stadtbezirk 22 bis auf weiteres das Rückgrat im öffentlichen Personen-
nahverkehr.
gez. Antragssteller
=== 20-26 _ B 08721_B 08721 Betriebssicherheit der S-Bahnlinien AS.pdf ===
U-Bahn: Linien U1,U2,U3,U6
Haltestelle Sendlinger Tor
muenchenunterwegs.de
Straßenbahn: Linie 16-18, 27
Haltestelle Sendlinger Tor
muenchen.de/mor
Bus: Linien 52,152
Haltestelle Blumenstraße
[
LHM-Schutzbedarf:
2
]
Landeshauptstadt
München
Mobilitätsreferat
Landeshauptstadt München, Mobilitätsreferat
Postfach, 80313 München
Grundlagen und Innovationen im
Öffentlichen Verkehr
MOR-GB1.12
gb1-12.mor@muenchen.de
Per E-Mail
Über das DIR – BA-Geschäftsstelle West
bag-west.dir@muenchen.de
An den BA 22 - Aubing-Lochhausen-
Langwied
Herr Kriesel
Ihr Schreiben vom Ihr Zeichen Unser Zeichen Datum
05.05.2026
[ LHM-Schutzbedarf: 2 ]
Erhöhung der Betriebssicherheit der S-Bahnlinien im Münchner Westen durch
regelmäßig verkehrende Züge zum Heimeranplatz
BA-Antrag Nr. 20-26 / B 08721 des Bezirksausschusses des Stadtbezirkes 22 - Aubing-
Lochhausen-Langwied
Sehr geehrter Herr Kriesel,
zu Ihrem Antrag vom 25.02.2026 teilen wir Ihnen Folgendes mit:
Zur Beantwortung Ihres Antrags haben wir eine Stellungnahme bei der Bayerischen
Eisenbahngesellschaft (BEG) eingeholt, welche in Bayern für die Organisation, Planung und
Ausschreibung des Schienenpersonennahverkehrs zuständig ist.
Aus welchen Gründen kann eine regelmäßige S-Bahnverbindung zum Heimeranplatz von
Pasing ausgehend nicht dauerhaft eingerichtet werden, obwohl dies im Baustellenbetrieb
aufgrund der Baumaßnahmen im S-Bahnnetz möglich war?
Stellungnahme BEG: „Mit der S20 Pasing – Höllriegelskreuth besteht eine Linie, die zu den
nachfragestärksten Zeiten montags bis freitags die Relation Pasing – Heimeranplatz
(Sendlinger Spange) bedient. Hinzu kommen Verstärkerzüge der S4, die am Heimeranplatz
enden und wenden. Beide Linien entfallen, wenn bei Bauarbeiten ein Westast der S-Bahn-
Hauptlinien die mit nur einer Bahnsteigkante begrenzte Infrastruktur nutzt.
In langfristiger Perspektive ist ein Ausbau des Fahrtenangebots der S20 geplant. Dies steht
jedoch unter Finanzierungsvorbehalt.“
I.
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[
LHM-Schutzbedarf:
2
]
Sind fehlende Triebzüge der alleinige Grund, weshalb ein regelmäßiger Betrieb der Strecke
zum Heimeranplatz nicht möglich ist?
Stellungnahme BEG: „Siehe nächste Antwort“
Kann eine derartige Verbindung allgemein von allen Zügen genutzt werden oder gibt es hier
betriebliche Einschränkungen wie im Bereich der Stammstrecke und können entsprechende
Züge auch zur Verfügung gestellt werden?
Stellungnahme BEG: „Die Sendlinger Spange kann grundsätzlich von allen S-Bahn-
Fahrzeugen genutzt werden. Fehlende Triebzüge sind nicht der Grund, warum kein
ganztägiger S-Bahn-Taktverkehr Pasing – Heimeranplatz angeboten wird. Vielmehr ist – auch
vor dem Hintergrund der relativ geringen Nachfrage außerhalb des Berufsverkehrs – aufgrund
der knappen Regionalisierungsmittel keine Finanzierung zusätzlicher Fahrten der S20 möglich.
Sollten sich signifikante Steigerungen bei den Fahrgastzahlen ergeben, werden wir den
weiteren Ausbau des Fahrtenangebots prüfen.“
Kann eine derartige Verbindung von allen S-Bahnlininen im Münchner Westen genutzt werden
und wo bestehen evtl. Einschränkungen?
Stellungnahme BEG: „Wesentliche Einschränkung ist der derzeitige Ausbauzustand der
Sendlinger Spange. Neben der weitgehenden Eingleisigkeit steht an der Station
Heimeranplatz nur ein Bahnsteig zur Verfügung. Mittelfristig soll der Bahnhof ausgebaut
werden (siehe https://www.bahnausbau-muenchen.de/sendlinger-spange.html), sodass mehr
Kapazität zur Verfügung steht. Dies wird bei Bauarbeiten und Betriebsstörungen auch den
über Pasing laufenden S-Bahn-Linien zugutekommen. Die zusätzliche Durchbindung eines
weiteren S-Bahn-Westasts auf die Sendlinger Spange neben den bestehenden S4-
Verbindungen ist aufgrund zusätzlicher Risiken für die Betriebsqualität nicht vorgesehen.“
Der Antrag des Bezirksausschusses ist damit satzungsgemäß erledigt.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr MOR-GB 1.12