=== 20-26 _ B 08232_B 08232 Defibrillator.pdf ===
Bündnis 90/Die Grünen
im Bezirksausschuss 24
01.10.2025
Antrag
Das Referat für Gesundheit um Umwelt prüft, wo auf der Westseite des
Bahnübergangs Fasanerie ein Defibrillator angebracht werden kann,
möglichst in der Nähe des S-Bahnhofes bzw. der Bushaltestelle, zum Beispiel
am Bahnwärterhäuschen am Bahnübergang Fasanerie.
Begründung
Anfang 2025 erlitt ein Kunde der EDEKA-Niederlassung Feldmochinger Str.
einen Herzinfarkt. Trotz beherzter Hilfe der Kunden und sachkundiger
Anweisung einer Krankenschwester vor Ort, kam die Hilfe mit dem sofort
verständigten Notarzt zu spät.
Der Notarztwagen hatte im Stau vor dem Bahnübergang gestanden und
konnte erst wegen des mehrmaligen, sehr kurzfristigen Schließens der
Bahnschranken sehr verspätet eintreffen.
Ein Defibrillator auf der Westseite des Bahnübergangs könnte in einem
ähnlichen Fall lebensrettend wirken.
Gottfried Klocke, Uta Lichius, Christine Lissner, Birgit Trautner
=== 20-26 _ B 08232_B 08232 Defibrillator S-Bahnhof Fasanerie AS.pdf ===
[
LHM-Schutzbedarf:
2
]
Landeshauptstadt
München
Gesundheitsreferat
Beatrix Zurek
Gesundheitsreferentin
Über die BA-Geschäftsstelle Nord
an die Vorsitzende des Bezirksaus-
schusses 24 - Feldmoching-Hasenbergl
Frau Bettina Obersojer
10.07.2026
[ LHM-Schutzbedarf: 2 ]
Einrichtung eines Defibrillators auf der Westseite des Bahnüberganges Fasanerie
BA-Antrag Nr. 20-26 / B 08232 des Bezirksausschusses
des Stadtbezirkes 24 - Feldmoching-Hasenbergl vom 14.10.2025
Sehr geehrte Frau Obersojer,
der o.g. Antrag wurde uns vom Direktorium mit der Bitte um weitere Bearbeitung zugeleitet;
er bezieht sich auf ein Geschäft der laufenden Verwaltung i. S. d. Art. 37 Abs. 1 Satz 1 GO und
§ 12 Abs. 3 Bezirksausschuss-Satzung.
Mit diesem Antrag fordert der Bezirksausschuss 24 - Feldmoching-Hasenbergl das
Gesundheitsreferat (GSR) auf, zu prüfen, „wo auf der Westseite des Bahnüberganges
Fasanerie ein Defibrillator angebracht werden kann, möglichst in der Nähe des S-Bahnhofes
bzw. der Bushaltestelle, zum Beispiel am Bahnwärterhäuschen am Bahnübergang Fasanerie.“
In der Begründung zu diesem Antrag wird u. a. ausgeführt, dass Anfang 2025 „ein Kunde der
EDEKA-Niederlassung Feldmochinger Str. einen Herzinfarkt [erlitt]. Trotz beherzter Hilfe der
Kunden und sachkundiger Anweisung einer Krankenschwester vor Ort kam die Hilfe mit dem
sofort verständigten Notarzt zu spät. Der Notarztwagen hatte im Stau vor dem Bahnübergang
gestanden und konnte erst wegen des mehrmaligen, sehr kurzfristigen Schließens der
Bahnschranken sehr verspätet eintreffen. Ein Defibrillator auf der Westseite des
Bahnüberganges könnte in einem ähnlichen Fall lebensrettend wirken.“
GSR-GP-SuG3
Bayerstraße 28a
80335 München
bdr.gsr@muenchen.de
I.
[
LHM-Schutzbedarf:
2
]
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Zu diesem Antrag kann ich Ihnen Folgendes mitteilen:
Öffentlich zugängliche automatisierte externe Defibrillatoren (AED) zur Anwendung durch
medizinische Laien verbessern, sofern sie ergänzend zu frühestmöglichen
Wiederbelebungsmaßnahmen angewandt werden, signifikant die Überlebenschancen bei
einem außerklinischen Herz-Kreislauf-Stillstand. Der Europäische Rat für Wiederbelebung
(ERC) würdigt dies entsprechend in seinen Reanimationsleitlinien 2025. Herz-Kreislauf-
Stillstände können sehr variable Ursachen haben, zu denen auch der Herzinfarkt gehört.
Gleichwohl bleibt festzustellen, dass AED nicht die Ursache an sich, also beispielsweise den
Herzinfarkt, behandeln können. Abhängig vom auslösenden Ereignis sowie anderen äußeren
Einflussfaktoren ist daher auch die Auswirkung der Anwendung von AED auf die
Überlebenschancen im Einzelfall variabel. Es ist praktisch unmöglich, rückblickend zu
beurteilen, ob in diesem Einzelfall die entsprechende Verfügbarkeit zu einem anderen
Ausgang geführt hätte.
Das im Antrag angeführte Beispiel zeigt aber auf, dass das Eintreffen professioneller Hilfe
mitunter verzögert sein kann und daher Wiederbelebungsmaßnahmen durch medizinische
Laien umso wichtiger sind, so auch die Anwendung eines AED. Die LHM verfügt derzeit leider
nicht über ausreichende Haushaltsmittel, um aus freiwilligen Mitteln das Netz öffentlich
zugänglicher Defibrillatoren flächendeckend auszubauen (vgl. hierzu Antwortschreiben des
Kreisverwaltungsreferats auf den BA-Antrag Nr. 20-26 / B 07228 „Anzahl an Defibrillatoren im
Stadtbezirk 15 erhöhen und AED-Standorte besser bekannt machen“ des Bezirksausschusses
des Stadtbezirks 15 - Trudering-Riem vom 14.11.2024).
Dennoch wirkt die LHM bereits seit einigen Jahren auf die Verbreitung öffentlich zugänglicher
AED hin. So sind beispielsweise mittlerweile alle U-Bahnhöfe der Münchner
Verkehrsgesellschaft mbH (MVG) mit AED ausgestattet. Auch ermutigt die LHM Firmen und
Geschäfte mit entsprechendem Publikumsverkehr, AED vorzuhalten und diese im Sinne des
Gemeinwohls möglichst umfänglich für die öffentliche Nutzung zur Verfügung zu stellen.
Weiterhin werden bereits seit Frühjahr 2025 im Rahmen des „Bündnisses Lebensretter-Stadt
München“ durch eine Kooperation mit der Björn Steiger Stiftung in dem Projekt „Herzsicher in
der Schule“ Wiederbelebungsmaßnahmen an Münchner Schulen vermittelt und sowohl AED
als auch Trainings-AED für Schulungen ausgegeben. Einen guten Hinweis auf die bereits
vorhandene Verfügbarkeit solcher AED geben beispielsweise die Websites definetz.de mit
ihrem Defikataster (http://definetz.online/defikataster-1) bzw. OpenAEDMap
(https://openaedmap.org/de/).
Im Rahmen eines derzeit laufenden Projekts des MünchenBudgets 2025 werden aus dem zur
Verfügung stehenden Projektbudget von insgesamt 100.000 Euro öffentlich verfügbare AED
eingerichtet. Aus Sicht des GSR ergibt sich für den Stadtteil Fasanerie eine geografische
Besonderheit, sodass dort die Errichtung eines AED seitens des GSR bereits vorgemerkt ist
und ggf. bereits bis Ende des Jahres realisiert werden kann. Das GSR wird den
Bezirksausschuss informieren, sobald ein Termin für die Realisierung feststeht.
[
LHM-Schutzbedarf:
2
]
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Dem Antrag Nr. 20-26 / B 08232 des Bezirksausschusses des Stadtbezirkes 24 -
Feldmoching-Hasenbergl vom 14.10.2025 wird somit inhaltlich entsprochen, und er ist damit
satzungsgemäß erledigt.
Mit freundlichen Grüßen
gez.
Beatrix Zurek
berufsmäßige Stadträtin