=== 20-26 _ V 19016_V 19016 Seniorenresidenz Westpark BE.pdf ===
Telefon: 0 233-68211 Sozialreferat
Amt für Soziale Sicherung
Abteilung Altenhilfe und Pflege
Seniorenresidenz am Westpark
BV-Empfehlung Nr. 20-26 / E 03274 der Bürgerversammlung des
25. Stadtbezirkes Laim vom 25.11.2025
Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 19016
1 Anlage
Beschluss des Bezirksausschusses des 25. Stadtbezirkes Laim vom 05.03.2026
Öffentliche Sitzung
Kurzübersicht
zur beiliegenden Beschlussvorlage
Anlass • Empfehlung Nr. 20-26 / E 03274
des 25. Stadtbezirkes Laim vom 25.11.2025
• Seniorenresidenz am Westpark
Inhalt • Derzeitige Situation in der Seniorenresidenz am
Westpark
• Fehlende Einflussmöglichkeit der Landeshauptstadt
München
• Hinweis auf andere Versorgungsangebote
Gesamtkosten/
Gesamterlöse
-/-
Entscheidungsvorschlag
• Von der Sachbehandlung - laufende Angelegenheit
gem. § 22 Geschäftsordnung des Stadtrates der
Landeshauptstadt München - wird Kenntnis
genommen.
Gesucht werden kann im RIS
auch unter:
• Betreutes Wohnen
Ortsangabe • Stadtbezirk 25
Westendstraße 174, 80686 München
Telefon: 0 233-68211 Sozialreferat
Amt für Soziale Sicherung
Abteilung Altenhilfe und Pflege
Seniorenresidenz am Westpark
BV-Empfehlung Nr. 20-26 / E 03274 der Bürgerversammlung des
25. Stadtbezirkes Laim vom 25.11.2025
Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 19016
1 Anlage
Beschluss des Bezirksausschusses des 25. Stadtbezirkes Laim vom 05.03.2026
Öffentliche Sitzung
I. Vortrag der Referentin
In der Bürgerversammlung des 25. Stadtbezirks am 25.11.2025 wurde durch
Vertreter*innen des Bewohnerbeirats die derzeitige Situation in der Seniorenresidenz am
Westpark geschildert. Die vom Gremium ausgesprochene Empfehlung (Anlage) wird mit
vorliegender Beschlussvorlage beantwortet.
Die Empfehlung betrifft einen Vorgang, der nach Art. 37 Abs. 1 der Bayerischen
Gemeindeordnung (GO) und § 22 der Geschäftsordnung des Stadtrates der
Landeshauptstadt München (GeschO) zu den laufenden Angelegenheiten gehört. Da es
sich um eine Empfehlung einer Bürgerversammlung handelt, muss diese nach
Art. 18 Abs. 4 Satz 1 GO und § 2 Abs. 4 Satz 1 Bürger- und
Einwohnerversammlungssatzung vom Stadtrat bzw. Bezirksausschuss und gem.
§ 9 Abs. 4, 2. Spiegelstrich Bezirksausschusssatzung vom Bezirksausschuss behandelt
werden. Der Beschluss des Bezirksausschusses hat jedoch gegenüber der Verwaltung
nur empfehlenden Charakter.
1 Stellungnahme des Sozialreferats
Die Schilderungen zu den Entwicklungen in der Seniorenresidenz am Westpark, zu
weggefallenen Angeboten, finanziellen Unklarheiten und strukturellen Veränderungen
nimmt das Sozialreferat sehr ernst. Dem Sozialreferat ist bewusst, wie belastend es
sein muss, wenn das eigene Zuhause – ein Ort, an dem man sich sicher und gut
versorgt fühlen möchte – von solchen Unwägbarkeiten geprägt ist.
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Das Sozialreferat hat sich intensiv mit dem Sachverhalt auseinandergesetzt.
Allerdings kann die Stadt München nicht beeinflussen, ob die Seniorenresidenz
künftig wieder ausschließlich Seniorinnen und Senioren aufnehmen oder ein
betreutes Wohnkonzept reaktivieren kann. Sowohl die bauliche Instandsetzung als
auch die Vermietung liegt in der alleinigen Verantwortung der Eigentümer, ebenso die
Bemühungen um einen Anbieter, der den Betrieb im Sinne des betreuten Wohnens
übernehmen kann.
Bis sich eine neue und vertrauenswürdige Führung für das Haus findet, muss auf das
breite Angebot an mobiler Unterstützung, Beratung und Hilfen verwiesen werden, das
allen Münchner Seniorinnen und Senioren zur Verfügung steht:
• https://stadt.muenchen.de/infos/pflege-angehoeriger.html
• https://stadt.muenchen.de/buergerservice/gesundheit-soziales/alter-pflege.html
Über bestehende Hilfen und Leistungen z. B. zu hauswirtschaftlicher Versorgung oder
Pflege können sich die Bewohner*innen des Hauses in folgenden Einrichtungen in
ihrer Nähe informieren:
• Alten- und Servicezentrum Laim, Kiem-Pauli-Weg 22,
• Alten- und Servicezentrum Westend, Tulbeckstraße 31,
• Sozialbürgerhaus Laim- Schwanthalerhöhe, Ridlerstraße 75.
Der Korreferentin, Frau Stadträtin Nitsche, der Verwaltungsbeirätin, Frau Stadträtin
Hübner, der Stadtkämmerei, der Gleichstellungsstelle für Frauen, dem Migrationsbeirat,
dem Sozialreferat/Fachstelle für migrationsgesellschaftliche Diversität, der
Beschwerdestelle für Probleme in der Altenpflege und dem Seniorenbeirat ist ein Abdruck
der Sitzungsvorlage zugeleitet worden.
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II. Antrag der Referentin
1. Von der Sachbehandlung – laufende Angelegenheit gem. § 22 GeschO – und den
Ausführungen des Sozialreferats zur Seniorenresidenz am Westpark wird Kenntnis
genommen.
2. Die Empfehlung Nr. 20-26 / E 03274 der Bürgerversammlung des 25. Stadtbezirkes
am 25.11.2025 ist damit gem. Art. 18 Abs. 4 GO behandelt.
III. Beschluss
nach Antrag.
Der Bezirksausschuss des 25. Stadtbezirkes Laim der Landeshauptstadt München
Der Vorsitzende Die Referentin
Josef Mögele Dorothee Schiwy
Berufsmäßige Stadträtin
IV. Wv. Sozialreferat/S-GL-AV/B
1. Die Übereinstimmung vorstehenden Abdrucks mit der beglaubigten Zweitschrift wird
bestätigt.
2. An den Bezirksausschuss des 25. Stadtbezirkes Laim
An das Revisionsamt
An die Gleichstellungsstelle für Frauen
An das Sozialreferat, Fachstelle für migrationsgesellschaftliche Diversität
An die Beschwerdestelle für Probleme in der Altenpflege
An den Seniorenbeirat
z. K.
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V. An das Direktorium HA II/BAG-West (3-fach)
☐ Der Beschluss des Bezirksausschusses kann vollzogen werden.
☐ Der Beschluss des Bezirksausschusses kann/soll nicht vollzogen werden
(Begründung siehe Beiblatt)
☐ Der Beschluss des Bezirksausschusses ist rechtswidrig (siehe Beiblatt).
Es wird gebeten, die Entscheidung des Oberbürgermeisters einzubinden.
Am
=== 20-26 _ V 19016_V 19016 Seniorenresidenz Westpark A.pdf ===
=== B 25_VG 16.04.2026 oeff. 3 4..pdf ===
Datum: 21.04.2026
Telefon: 089 - 23 33 74 15
Telefax: 089 - 233 989 373 56
Email: bag-west.dir@muenchen.de
Direktorium
HA II / BA
BA-Geschäftsstelle West
An das Sozialreferat
(E) Seniorenresidenz am Westpark
(UA Soziales)
Seniorenresidenz am Westpark
BV-Empfehlung Nr. 20-26 / E 03274 der Bürgerversammlung des 25. Stadtbezirkes Laim vom
25.11.2025
Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 19016
Abstimmungsergebnis
zur o.g. Sitzungsvorlage aus der Sitzung des
BA 25 - Laim
vom 16. April 2026
☒ Zustimmung einstimmig
☐ Zustimmung mehrheitlich
☐ Ablehnung einstimmig (Begründung siehe unten)
☐ Ablehnung mehrheitlich (Begründung siehe unten)
Maßgaben / sonstige Hinweise:
Begründung der Ablehnung:
=== 20-26 _ E 03274_E 03274 Seniorenresidenz am Westpark.pdf ===
Bürgerversammlung im Stadtbezirk Laim am 25.11.2025
Betreff
Situation der Seniorenresidenz am Westpark
Sie beiliegendes Schreiben
Antrag zum Themengebiet Soziales und Integration
=== 20-26 _ E 03274_E 03274 Seniorenresidenz am Westpark A1.pdf ===
Bericht über die derzeitige Situation in der Seniorenresidenz am
Westpark
Seit 1974 ist die Seniorenresidenz am Westpark eine geschätzte und
gefragte Adresse für ältere Menschen, die ihren Lebensabend unter der
Prämisse des betreuten Wohnens, verbringen wollten. -Das Haus war
1972 als Pressehotel für die Olympischen Spielen geplant, aber nicht
rechtzeitig fertig gestellt und dann als Seniorenwohnheim eingetragen
worden.- Die Residenz warb mit Schwimmbad, Sauna, Gastronomie,
Kiosk, Begleitung zu Arztbesuchen, reichhaltiger Mittagessensauswahl,
Kegelbahn und zahlreichen Gemeinschaftsaktivitäten. Diese
Möglichkeiten für eine körperliche und geistige Beweglichkeit wurden
dankbar angenommen. Die Einrichtung genoss einen sehr guten Ruf.
Das änderte sich schlagartig, als den Bewohnern, Ende 2019, die
dringende Empfehlung zum baldigen Auszug ausgesprochen wurde,
angeblich, um ihnen Unannehmlichkeiten während der geplanten,
großen Umbauarbeiten zu ersparen. Der Bewohnerbeirat wendete sich
an die städtische Behörde, um Hilfe angesichts dieses “QuasiRauswurfes”
zu erhalten. Die Stadt erklärte sich für nicht zuständig,
woraufhin viele Bewohner wegen absoluter Unsicherheit ihrer
Wohnsituation, in Panik auszogen.
Wie uns gesagt wurde, erlaubte die Stadt, die leerstehenden Apartments
temporär an Wohnungssuchende kurzzeitig zu vermieten.
Diese gravierenden Veränderungen gingen in den kurz darauf erfolgten
Covid Beschränkungen unter. Nach der erneuten Normalisierung
wurden keine Senioren mehr aufgenommen; Das Haus füllte sich mit
jungen Mietern. Daraus entstand ein sehr hohes Müllaufkommen. Die
Räume mit den Müllschluckern quollen über mit nicht hygienisch
entsorgten Resten, was zu einer massiven Ungezieferplage führte. Die
Räume wurden abgeschlossen. Der Müll muss seitdem in
Großcontainern auf der Hausrückseite des Hauses, im Freien, entsorgt
werden. Dies beansprucht den Freiraum vor der inzwischen
geschlossenen Gaststätte, wo man sich früher bei gutem Wetter im
Freien zu geselligem Beisammensein treffen konnte.
Das Schwimmbad und die Sauna wurden schon vor vielen Jahren
stillgelegt, ebenso der Kiosk.
Inzwischen sind gegenüber der hohen Zahl junger Mieter nur noch etwa
50 Senioren verblieben, die aufgrund zahlreicher Einschränkungen wie,
(Seh-/ Geh-/ und Hörschwächen, Vergesslichkeit, Orientierungslosigkeit)
dringend auf die im betreuten Wohnen angebotenen Hilfen angewiesen
sind. Die Betroffenen haben sich über die Jahre an die im betreuten
Wohnen tätigen Mitarbeitenden gewöhnt, was für verwirrte Menschen
unabdingbar ist. Sie brauchen Ordnung und Regelmäßigkeit; alles Neue
schafft Stress, Angst und Unsicherheit. Entscheidend ist außerdem eine
mitfühlende, verständnisvolle Zuwendung der Betreuer, die ihrer
Patienten gut kennen.
Der nun allen Senioren vorgelegte, neue Mietvertrag, enthält keinerlei
Betreuungsleistungen mehr. Alle notwendigen Dienste müssen
individuell organisiert und beantragt werden, womit die entsprechend
eingeschränkten Bewohner definitiv überfordert sind.
Wir älteren Menschen haben gehofft, nach einem arbeitsreichen, in der
Jugend entbehrungsreichen, anstrengendem Leben, einen friedlichen,
beschaulichen Lebensabend hier in der Seniorenresidenz verbringen zu
können. Aufgrund der geplanten Veränderung fühlen wir uns
diskriminiert und in unseren Bedürfnissen und individuellen Lebenslagen
nicht mehr gesehen. Wir hoffen auf eine menschenfreundliche und für
alle akzeptable Lösung.