=== 20-26 _ B 08549_B 08549 Probebetrieb Mikrowagen AWM.pdf ===
Im Bezirksausschuss Laim (25)
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02.12.25
An
BA-Geschäftsstelle West
Landsbergerstr. 486
81241 München
Antrag
Probebetrieb eines Mikrowagen der AWM in schwer zugänglichen
Straßen
Der Bezirksausschuss möge beschließen:
Die AWM wird gebeten, in besonders engen und für reguläre Müllsammelfahrzeuge schwer
zugänglichen Straßen im Stadtgebiet einen Probebetrieb mit einem Mikrowagen/Mikro-
Müllsammelfahrzeug einzurichten. Ziel ist es, die Müllentsorgung in diesen Bereichen
zuverlässig sicherzustellen.
Hierzu soll die AWM geeignete Straßenabschnitte identifizieren, den Einsatz eines
Mikrowagens testweise durchführen und dem Bezirksausschuss anschließend über die
Ergebnisse, Praxistauglichkeit und mögliche dauerhafte Umsetzung berichten.
Begründung
In verschiedenen Straßenzügen des Stadtteils ist die Müllentsorgung durch die engen
Platzverhältnisse erheblich erschwert. Die derzeit eingesetzten Müllfahrzeuge sind für
manche dieser Bereiche zu groß und zu wenig wendig, was regelmäßig zu Problemen bei der
Anfahrt und beim Entleeren der Behälter führt.
Der von der AWM verfügbare Mikrowagen ist deutlich kleiner und wendiger und damit
besser geeignet, solche Engstellen zuverlässig zu bedienen. Trotz seiner kompakteren
Bauweise ist er technisch in der Lage, Behälter ordnungsgemäß aufzunehmen und zu leeren.
In der Maxvorstadt soll ein solcher Einsatz bereits erfolgreich praktiziert worden sein,
wie berichtet wurde. Die dortigen positiven Erfahrungen sprechen dafür, dieses Modell auch
in anderen Stadtteilen zu testen.
Um die Entsorgungssituation zu verbessern und gleichzeitig weitere Halteverbote zu
vermeiden, erscheint ein zeitlich begrenzter Probebetrieb sinnvoll. Damit kann geprüft
werden, ob der Einsatz dieses Fahrzeugs langfristig eine praktikable Lösung für die
betroffenen Straßen darstellt.
Alexandra Gaßmann
Initiative
CSU Fraktionssprecherin
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80335 München
Telefon: 089 233-722871
Telefax: 089 233-726057
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Raum und Ressourcen für München
Landeshauptstadt
München
Kommunalreferat
Edwin Grodeke
Leiter des Kommunalreferats
An den Vorsitzenden des BA
25 - Laim
Herrn Josef Mögele
Marienplatz 8
80331 München
27.07.2026
Probebetrieb eines Mikrowagens der AWM in schwer zugänglichen Straßen
BA-Antrags-Nr. 20-26 / B 08549 des Bezirksausschusses des Stadtbezirkes 25 - Laim vom
15.01.2026
Sehr geehrter Herr Mögele,
der Bezirksausschuss des Stadtbezirkes 25 - Laim fordert mit dem oben genannten Antrag die
Landeshauptstadt München (LHM), Kommunalreferat, Abfallwirtschaftsbetrieb München
(AWM) auf, „in besonders engen und für reguläre Müllsammelfahrzeuge schwer zugänglichen
Straßen im Stadtgebiet einen Probebetrieb mit einem Mikrowagen/Mikro-Müllsammelfahrzeug
einzurichten. Ziel ist es, die Müllentsorgung in diesen Bereichen zuverlässig sicherzustellen.
Hierzu soll die AWM geeignete Straßenabschnitte identifizieren, den Einsatz eines Mikrowa-
gens testweise durchführen und dem Bezirksausschuss anschließend über die Ergebnisse,
Praxistauglichkeit und mögliche dauerhafte Umsetzung berichten.“
Dieser Antrag betrifft ein laufendes Geschäft nach Art. 88 Abs. 3 Satz 1 der Gemeindeordnung
in Verbindung mit der Betriebssatzung des Eigenbetriebes, weil die Bearbeitung aller Frage-
stellungen in Zusammenhang mit der Müllentsorgung zu den laufenden Geschäften des AWM
gehört. Die Behandlung erfolgt deshalb mit diesem Schreiben.
Zunächst möchte ich mich für die gewährte Fristverlängerung bedanken.
Der AWM nimmt die im Antrag geschilderten Herausforderungen in engen und schwer zu-
gänglichen Straßen sehr ernst. Eine zuverlässige Abfallentsorgung muss auch dort sicherge-
stellt werden, wo die örtlichen Rahmenbedingungen durch geringe Straßenbreiten, parkende
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Fahrzeuge, schwierige Zufahrten oder beengte Standplatzsituationen besonders anspruchs-
voll sind.
Die Entsorgung im Münchner Stadtgebiet erfolgt auf Grundlage einer gesamtstädtischen Tou-
renplanung. Dabei werden die Behälterstandorte, die Abfallarten, die jeweiligen Behältervolu-
mina, die örtliche Verkehrssituation, die Erreichbarkeit der Standplätze sowie die verfügbaren
Fahrzeuge und Personalkapazitäten miteinander abgestimmt. Ziel ist es, eine möglichst zuver-
lässige, sichere und wirtschaftliche Entsorgung im gesamten Stadtgebiet zu gewährleisten.
Der AWM finanziert seine Leistungen nach den Vorgaben des Kommunalabgabengesetzes
kostendeckend. Als Eigenbetrieb der LHM darf der AWM keine Gewinne erzielen, muss seine
Leistungen aber wirtschaftlich erbringen. Deshalb ist bei allen organisatorischen Maßnahmen
auch zu berücksichtigen, welche Auswirkungen diese auf Aufwand, Personal- und Fahrzeugei-
nsatz sowie letztlich auf die Gebührenstabilität haben.
Für enge oder schwer zugängliche Straßen setzt der AWM bereits heute unterschiedliche klei-
nere Sammelfahrzeuge ein. Diese Fahrzeuge kommen dort zum Einsatz, wo reguläre Sam-
melfahrzeuge aufgrund der örtlichen Situation nur eingeschränkt oder nicht sinnvoll eingesetzt
werden können. Die Fahrzeugflotte wird dabei fortlaufend weiterentwickelt, um auf unter-
schiedliche Anforderungen im Stadtgebiet flexibler reagieren zu können.
Kleinere Fahrzeuge können in bestimmten Situationen eine gute Lösung sein. Gleichzeitig
sind sie nicht in jedem Fall die wirtschaftlich oder organisatorisch geeignetste Maßnahme. Auf-
grund ihrer geringeren Kapazität müssen sie häufiger entleeren, haben eine niedrigere Tages-
leistung und müssen sinnvoll in bestehende Touren eingebunden werden. Ein Einsatz ist da-
her immer im Zusammenhang mit der gesamten Tourenplanung, den Entsorgungswegen und
den vorhandenen Kapazitäten zu bewerten.
Ein isolierter Probebetrieb ausschließlich für einzelne Straßenabschnitte ist aus Sicht des
AWM deshalb nicht der zielführendste Weg. Sachgerechter ist die laufende fachliche Bewer-
tung im Rahmen der bestehenden Tourenplanung. Dabei werden problematische Straßenab-
schnitte identifiziert und geeignete Lösungen geprüft. Dazu kann der Einsatz kleinerer Sam-
melfahrzeuge gehören, sofern dies betrieblich, technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist. Ebenso
können im Einzelfall organisatorische Anpassungen oder andere betriebliche Lösungen erfor-
derlich sein.
Die vom Bezirksausschuss angesprochenen Herausforderungen werden in diese laufende Be-
wertung einbezogen. Der AWM wird die Situation in besonders engen bzw. schwer zugängli-
chen Straßen weiterhin beobachten und bei Bedarf geeignete Maßnahmen ergreifen, um die
Entsorgungssicherheit zu gewährleisten.
Zusammenfassend lässt sich festhalten: Der AWM verfolgt bereits den vom Bezirksausschuss
angeregten Ansatz, kleinere Fahrzeuge dort einzusetzen, wo sie zur Sicherstellung der
Müllentsorgung einen praktischen Mehrwert leisten können. Dies erfolgt jedoch nicht losgelöst
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für einzelne Straßen, sondern eingebettet in eine gesamtstädtische, betriebliche und wirt-
schaftliche Tourenplanung. Nur so kann eine zuverlässige Entsorgung für das gesamte Stadt-
gebiet gewährleistet werden.
Der Antrag des Bezirksausschusses des Stadtbezirkes 25 - Laim vom 15.01.2026 ist damit
satzungsgemäß erledigt.
Mit freundlichen Grüßen
gez.
Edwin Grodeke
Leiter des Kommunalreferats