Baustellen Liebherrstraße

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=== 20-26 _ B 08210_B 08210 Baustellen Liebherrstrasse.pdf === Fraktion Bündnis 90-Die Grünen im BA 1 Altstadt-Lehel Ilga Fink, Peter Hörauf, Philippe Louis, Aaron Müller, Markus Stadler, Andrea Stadler-Bachmaier Antrag für die BA-Sitzung am 25.09.2025 Liebherrstraße die Zweite – Machtwort des OB gegenüber Investor und Stadtverwaltung, um die (Park)Situation im südlichen Lehel zu verbessern Der BA 1 möge beschließen: Der Oberbürgermeister wird aufgefordert • zum einem: Gespräche mit dem privaten Investor des Bauvorhabens „Lehel Höfe“ aufzunehmen und diesen aufzufordern die gigantische Baustelleneinrichtung für sein Projekt auf ein annährend verträgliches Minimum zu beschränken • zum anderen: die Stadtverwaltung anzuweisen, die genehmigten Flächen für die Baustelleneinrichtung (in Abstimmung mit dem Investor, wo dies notwendig ist) zu reduzieren und ggf. zu erlauben, Baustellencontainer höher zu stapeln, um die benötigte Grundfläche für die BE zu reduzieren. Das Mobilitätsreferat wird darüber hinaus gebeten, die Situation der aufgestellten Halteverbotsschilder im gesamten Umgriff der Baustelle zu überprüfen, veraltete Schilder zu entfernen oder zu korrigieren. Begründung: Schon seit geraumer Zeit läuft das private Bauvorhaben an der Ecke Thierschstraße/ Liebherrstraße mitten im südlichen Lehel. Das Bauvorhaben führt zu massiven Verkehrseinschränkungen auf der Thierschstraße durch die Einrichtung einer Ampel, sowie im westlichen Teil der Liebherrstraße durch Einrichtung eines Einbahnbetriebs aufgrund der verengten Fahrbahn. Dies war vorab der Baustelle bekannt und ist zu tolerieren, auch wenn die Auswirkungen auf den Betrieb der Trambahn aktuell noch schwer abschätzbar sind, da diese aufgrund der Baustelle am Maxmonument noch unterbrochen ist und erst anschließend betrachtet werden kann, wie die vielen Baustellenfahrzeuge, die Ampel und die Trambahn miteinander harmonieren. Der Umstand, der jedoch nicht bereits zu Beginn bekannt war und der mittlerweile die Bevölkerung im südlichen Lehel mit großer Sorge umtreibt, ist der gigantische Umfang der Baustelleneinrichtung. Aufgezählt bedeutet dies: 1. Fast der gesamte Teil der westlichen Liebherrstraße fällt für die Baustelleneinrichtung weg. Dies bedeutet, den Entfall des nördlichen Gehsteigs, sowie den Entfall von ca. 20 Stellplätzen. 2. Baustellencontainer in der östlichen Liebherrstraße auf den Schrägparkplätzen vor dem Eingang der Berufsschule – Entfall von 6 Stellplätzen 3. Baustellencontainer in der östlichen Liebherrstraße auf den Schrägparkplätzen vor dem neugebauten Haus (Liebherrstraße 16 / Thierschstraße 20) – Entfall von 12 Stellplätzen 4. Halteverbotszonen in der Mannhardstraße – Entfall von 4 Stellplätzen 5. Baustellencontainer in der Adelgundenstraße / Thierschstraße – Entfall von 4 Stellplätzen 6. Halteverbotszonen in der Thierschstraße – Entfall von ca. 20 Stellplätzen Insgesamt bedeutet dies den Entfall von ca. 60 Stellplätzen, eine Einbahnstraßenregelung, eine Ampeleinrichtung auf einer Trambahnstrecke, viel Baustellenverkehr, der regelmäßig in die Baustelle ein- und ausfahren muss, so wie eine hohe Lärm- und Schmutzbelastung mitten in einem dicht bebauten Wohngebiet. Ausgelöst durch ein einziges Bauvorhaben eines privaten Investors, der ein Wohn- und Geschäftshaus abgebrochen hat, um hier nun neuen Wohn- und Geschäftsraum im hochpreisigen Segment zu errichten. Direkt nebenan befinden sich die Großbaustelle der Lukaskirche, die nach vielen Jahren endlich zu Ende gehende Großbaustelle an den Ludwigsbrücken, die bald zu Ende gehende Großbaustelle der SWM (Gleissanierung) im Bereich der Tramgleise am Maxmonument, sowie eine gerade zu Ende gegangene Baustelle der SWM zur Verlegung von Fernwärme an der Kanalstraße/ Mannhardstraße/ Liebherrstraße. All diese Baustellen befinden sich im Umgriff von ca. 500m und bedeuten für die Bewohner*innen des südlichen Lehels seit Jahren spürbaren Einschnitte in ihr tägliches Leben. Der BA 1 hat in der Vergangenheit alles dafür getan um regelmäßig mit den verschiedenen öffentlichen Institutionen, als auch mit der Kirche ins Gespräch zu kommen um die Auswirkungen der (Groß)Baustellen auf die Bewohner*innen so gering wie möglich zu halten. Vor allem aber hat sich der BA dafür eingesetzt, die Quote des Bewohnerparkens zu hoch wie möglich zu setzen, um damit den Stellplatzentfall durch die zahlreichen Baustellen so gut wie irgend möglich zu begegnen. Mittlerweile ist jedoch die Quote des Bewohnerparkens im südlichen Lehel am Maximum angekommen und eine weitere Steigerung ist (rechtlich) nicht mehr möglich. Wenn nun eine einzige Großbaustelle eines privaten Investors dazu führt, dass in Summe insgesamt ca. 60 Stellplätze von insgesamt ca. 700-750 öffentlichen Stellplätzen im Parklizenzgebiet über einen sehr langen Zeitraum entfallen, so bedeutet dies, dass in Summe ca. 8% aller verfügbaren Stellplätze für lange Zeit nicht verfügbar sein werden. Kombiniert man dies mit den weiteren (Groß)Baustellen im Viertel, so dürften aktuell 15-20% aller Stellplätze aufgrund von Baustellen nicht zur Verfügung stehen. Damit steigt die Frustration vieler Bewohner*innen im südlichen Lehel, da sie das Gefühl haben, seit Jahren von Baustellen erdrückt zu werden und nun mitansehen müssen, dass die riesige Baustelleneinrichtung eines einzigen Bauvorhabens über mehrere Jahre so viele Stellplätze und somit auch so viel öffentlichen Raum belegt. Vor allem die bereits sehr geplagten Anwohner*innen des neugebauten Anwesen der Münchner Wohnen in der Liebherrstraße trifft dies nun, da sich die gesamte Baustelleneinrichtung „vorne“ an der Liebherrstraße sowie „hinten“ an der Thierschstraße befindet und sie zeitgleich auch noch die Baustelle direkt vor der Haustür haben. Der BA 1 hat bereits im Sommer dieses Jahres versucht zu erreichen, dass der Investor mit seiner Baustelleneinrichtung innerhalb des direkten Umgriffs der Baustelle bleibt und nicht weiteren wertvollen öffentlichen (Park)raum belegt. Zu diesem Zeitpunkt war jedoch die weitere Ausweitung der Baustelleneinrichtung auf die Schrägparkplätze mitten in der Liebherrstraße noch gar nicht bekannt. Dazu kommt, dass sich die Anwohner*innen des Viertels mittlerweile überhaupt nicht mehr auskennen, überall stehen Halteverbotsschilder mit unterschiedlichen Anfangs- und Enddaten, manche gelten ganztägig, manche nur zu bestimmten Uhrzeiten. Bei manchen Schildern werden Daten einfach mit anderen überklebt oder mit Edding überschrieben. Dies führt zu großer Verunsicherung, wo man den überhaupt noch regelkonform sein KFZ abstellen kann und gleichzeitig zur Besorgnis, dass jederzeit neue Schilder hinzukommen oder bestehende Schilder verändert werden. Daher fordern wir den Oberbürgermeister auf, zügig Gespräche sowohl mit dem Investor als auch mit der Stadtverwaltung mit dem Ziel zu führen, die Baustelleneinrichtung drastisch zu verkleinern und die benötigten Container zu reduzieren bzw. wenn möglich diese höher aufeinander zu stapeln/ aufzuständern und somit die Belastung für die Bewohner*innen in der Liebherrstraße und im ganzen südlichen Lehel zu reduzieren. Zudem bitten wir darum, dass das Mobilitätsreferat die gesamte „Schildersituation“ hinsichtlich Halteverbote im südlichen Lehel zeitnah überprüft und veraltete/abgelaufene Schilder entfernt. Dadurch kann wieder mehr Klarheit hinsichtlich der tatsächlich geltenden Regelungen sowohl für Anwohner*innen als auch auswertigen Verkehr geschaffen werden. Nur wenn die Stadtpolitik als auch die Stadtverwaltung dazu beitragen, Regelungen so bürger*innenfreundlich wie möglich umzusetzen, kann es gelingen, gemeinsam mit der Bevölkerung die erforderliche Verkehrswende im Innenstadtbereich voranzubringen und den Umbau des Verkehrsraums zu Gunsten anderer Mobilitätsformen, aber mit erforderlichem Augenmaß auf die zur Verfügung stehenden Stellplätze anzutreiben. Anlage: Photos Fraktion B90/Die Grünen Fraktionsmitglieder im Bezirksausschuss 1 16.09.2025 Quelle: Open Street Maps Baustelleneinrichtung Liebherrstraße am Lion-Feuchtwanger-Platz Baustelleneinrichtung Liebherrstraße vor dem neuen Gebäude der München Wohnen Baustelleneinrichtung Adelgundenstraße / Thierschstraße Baustelle mit eingerichteter Ampel sowie Baustelleneinrichtung an der Thierschstraße Baustelle mit Baustelleneinrichtung an der Liebherrstraße / Thierschstraße Baustelleneinrichtung der Baustelle Lukaskirche am südlichen Mariannenplatz Bilder: Philippe Louis === 20-26 _ B 08210_B 08210 Baustellen Liebherrstrasse AS.pdf === U-Bahn: Linien U3,U6 Haltestelle Poccistraße muenchenunterwegs.de Bus: Linie 62 Haltestelle Poccistraße muenchen.de/mor Bus: Linie 132 Haltestelle Senserstraße [ LHM-Schutzbedarf: 2 ] Landeshauptstadt München Mobilitätsreferat Landeshauptstadt München, Mobilitätsreferat Postfach, 80313 München Verkehrs- und Bezirksmanagement Temporäre Anordnungen Baustellenbezirk Mitte MOR-GB2.32 baustellen.mor@muenchen.de Per E-Mail Über das DIR – BA-Geschäftsstelle Mitte bag-mitte.dir@muenchen.de An den BA 01 - Altstadt-Lehel Frau Stadler-Bachmaier Ihr Schreiben vom Ihr Zeichen Unser Zeichen Datum 27.04.2026 [ LHM-Schutzbedarf: 2 ] Baustellen Liebherrstraße BA-Antrag Nr. 20-26 / B 08210 des Bezirksausschusses des Stadtbezirkes 01 - Altstadt-Lehel Sehr geehrte Frau Stadler-Bachmaier, zu Ihrem Antrag vom 25.09.2025 teilen wir Ihnen Folgendes mit: Wir bitten die verspätete Beantwortung zu entschuldigen. Die zuständige Fachabteilung ist derzeit mit einer hohen Arbeitslast konfrontiert. Die Ende 2024 initiierte notwendige Haushaltskonsolidierung konfrontiert die Münchner Stadtverwaltung mit einer herausfordernden Personalsituation. Kürzungen im Finanz- und Personalhaushalt waren und bleiben zwingend erforderlich. Hiervon ist auch das Mobilitätsreferat betroffen und hat Stellen abgegeben. Die personellen Kapazitäten der zuständigen Abteilung Temporäre Anordnungen (MOR-GB2.3) sind derzeit auf 76% zurückgefahren. Im Gegenzug muss die Abteilung zusätzliche Pflichtaufgaben im Bereich der kritischen Infrastruktur übernehmen. Eine ordnungsgemäße Beantwortung innerhalb der vorgesehenen Fristen war daher nicht möglich. Trotz verspäteter Beantwortung wurde das Anliegen inhaltlich umgehend aufgegriffen und die Situation fortlaufend mit den Beteiligten geprüft. Sofern seitens des Bezirksausschusses gewünscht, kann ab Mai ein gemeinsamer Ortstermin mit den Baustellenverantwortlichen, dem Bezirksausschuss und dem Mobilitätsreferat vereinbart werden. Die mit der Baustelle verbundenen Belastungen für die Anwohnerschaft im südlichen Lehel sind dem Mobilitätsreferat bewusst. Insbesondere die Vielzahl parallellaufender Maßnahmen im Umfeld führt zu einer spürbaren Einschränkung der Park- und Verkehrssituation. Seite 2 von 2 [ LHM-Schutzbedarf: 2 ] Die Einrichtung von Baustellen sowie die verkehrsrechtlichen Anordnungen erfolgen stets unter Abwägung aller Belange, insbesondere der Verkehrssicherheit, der Aufrechterhaltung des ÖPNV sowie der zwingend erforderlichen Baustellenlogistik. Die Baustelleneinrichtung der Maßnahme Lehel Höfe wurde in Abstimmung mit dem Erlaubnisnehmer bereits überprüft und dem Baufortschritt angepasst. So konnte beispielsweise die Anzahl der Baustellencontainer reduziert und gestapelt werden, um den Flächenbedarf zu verkleinern. Zudem wurden die Haltverbotsregelungen zeitlich eingeschränkt und entsprechend eindeutig beschildert, sodass Anwohner*innen außerhalb der Baustellenbetriebszeiten weitere Parkmöglichkeiten nutzen können. In der Thierschstraße ist eine durchgehende Freihaltung der Flächen jedoch erforderlich, um die Andienung der Baustelle sicherzustellen und insbesondere den Tramverkehr nicht zu beeinträchtigen. Die hierfür notwendigen Flächen können daher aktuell nicht weiter reduziert werden. Die Beschilderung im Umfeld der Baustelle wird weiterhin überprüft. Veraltete oder nicht mehr erforderliche Verkehrszeichen werden im Zuge dessen entfernt oder angepasst, um die Übersichtlichkeit für alle Verkehrsteilnehmenden zu verbessern. Ziel ble...

Sitzungsinformationen

Bezirksausschuss

Bezirksausschuss 01 - Altstadt-Lehel

Sitzungsdatum

18.06.2026 um 19:45 Uhr

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