Inwiefern ist der Königsplatz noch denkmalgeschützt?

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=== 26-32 _ T 002818_C 1.2.4 Inwiefern ist der Koenigsplatz noch denkmalgeschuetzt.pdf === Sofie Silbermann und Nina Zimmermann München, 20. Juni 2026 Inwiefern ist der Königsplatz noch denkmalgeschützt? Antrag Der Bezirksausschuss 3 Maxvorstadt fordert die Landeshauptstadt München auf, dem Bezirksausschuss darzustellen, in welchem Umfang der Königsplatz einschließlich seiner Kieswege, Grünflächen, Randbereiche und Wegeverbindungen derzeit denkmalrechtlich geschützt ist und welche konkreten denkmalrechtlichen Bindungen einer dauerhaft verkehrssicheren Sanierung der Wegeflächen entgegenstehen. Zudem wird die Landeshauptstadt München aufgefordert, zu prüfen und dem Bezirksausschuss zu berichten, ob und unter welchen Voraussetzungen ein schmaler, einmalig asphaltierter Radweg oder eine vergleichbar dauerhafte, glatte und barrierearme Wegeoberfläche auf einer bestehenden Wegebeziehung des Königsplatzes denkmalverträglich hergestellt werden kann. Dabei soll insbesondere dargestellt werden: • welche Teile des Königsplatzes als Einzeldenkmal, Bestandteil eines Ensembles oder lediglich als denkmalgeschütztes Umfeld bewertet werden; • ob sich der Schutz auf die heutige Kiesoberfläche selbst, auf die historische Platzfigur, auf Sichtachsen, auf die angrenzenden Bauten oder auf das Gesamtbild bezieht; • welche Veränderungen seit der Wiederherstellung beziehungsweise Umgestaltung 1987/1988 bereits vorgenommen wurden; • ob eine wassergebundene Decke, ein asphaltierter Radweg, ein gebundener Belag oder eine andere dauerhafte Bauweise denkmalrechtlich unterschiedlich bewertet werden; • welche jährlichen Unterhalts- und Reparaturkosten die derzeitige Kiesoberfläche verursacht und welche Kosten über einen Zeitraum von zehn Jahren für eine dauerhafte Lösung zu erwarten wären; • welche Lösung aus Sicht der Landeshauptstadt München die beste Verbindung aus Denkmalschutz, Verkehrssicherheit, Barrierearmut, Klimaanpassung und Wirtschaftlichkeit bietet. Begründung Die Kiesoberfläche des Königsplatzes befindet sich seit längerem in einem Zustand, der die Nutzung für Radfahrende, zu Fuß Gehende, mobilitätseingeschränkte Personen und Menschen mit Kinderwagen erheblich erschwert. Unebenheiten, Wellbildungen, Pfützenbildung bei Regen und Eisflächen im Winter führen zu Gefahrenstellen und zu Ausweichbewegungen. Das Baureferat verweist in seiner Antwort auf den BA-Antrag Nr. 20-26 / B 08684 darauf, dass der Königsplatz 1987/1988 unter Bezugnahme auf das Konzept Leo von Klenzes wiederhergestellt wurde. Zugleich zeigt die Geschichte des Platzes, dass der Königsplatz in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach tiefgreifend umgebaut, umgestaltet und unterschiedlich genutzt wurde: von der klassizistischen Platzanlage über die Versiegelung mit großformatigen Granitplatten in der NS-Zeit, die Nutzung als Parkplatz in der Nachkriegszeit bis zur erneuten Umgestaltung Ende der 1980er Jahre. Vor diesem Hintergrund ist für den Bezirksausschuss entscheidend, nicht pauschal auf den Denkmalschutz zu verweisen, sondern transparent zu klären, was genau geschützt ist und welche Spielräume für eine zeitgemäße, sichere und wirtschaftliche Lösung bestehen. Ein dauerhaft befestigter Radweg auf einer bereits bestehenden Wegebeziehung könnte die Verkehrssicherheit deutlich erhöhen, Barrieren abbauen und wiederkehrende Reparaturen reduzieren. Gerade wenn die Kiesoberfläche regelmäßig instand gesetzt werden muss, ist zu prüfen, ob eine einmalige dauerhafte Lösung langfristig wirtschaftlicher ist und ödentliche Mittel spart. Denkmalschutz und Alltagstauglichkeit dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Ziel muss eine Lösung sein, die die städtebauliche und historische Bedeutung des Königsplatzes respektiert und zugleich den heutigen Anforderungen an sichere, barrierearme und klimafeste Mobilität gerecht wird. Initiative: DIE LINKE im Bezirksausschuss 3 Maxvorstadt

Sitzungsinformationen

Bezirksausschuss

Bezirksausschuss 03 - Maxvorstadt

Sitzungsdatum

14.07.2026 um 19:30 Uhr

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