Degenfeldstr. 4

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in Bezirksausschuss 04 - Schwabing-West, München

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Hintergrundinformationen

4 Quellen
Schwabing-West (BA 04) Ensemble Ø Miete 15,07 €/m²
Adress-Steckbrief
Stadtbezirk
Schwabing-West (BA 04)
Bebauungsplan
keiner an dieser Stelle

Geodaten © Landeshauptstadt München, DL-DE-BY-2.0

Denkmalschutz

Ensemble

Bei dem Ensemble Nordschwabing handelt es sich um einen stadtbaugeschichtlich bedeutsamen Quartiersbereich aus der Wende vom geometrischen zum sog. malerischen Städtebau. Der Bereich zwischen Leopold-, Hohenzollern-, Fallmerayer- und Karl-Theodor-Straße ist als besondere städtebauliche Leistung fassbar, wie über einem technokratisch entwickelten und zweidimensional gedachten Straßenschema eine bauliche Realität sich manifestieren konnte, die mit Differenzierungen im stadtbaugeschichtlich moderneren Bebauungsplandenken sich messen lässt. Zwei städtebauliche Konzeptionen, die in der 2. Hälfte des 19. Jahrhundert die Stadtgestalt Münchens in entscheidender Weise geprägt haben, stoßen hier aneinander: die traditionell-geometrische Stadterweiterung und der nach dem Stadterweiterungswettbewerb von 1892 unter Theodor Fischer durchgesetzte sog. malerische Städtebau. Im Schnittpunkt dieser beiden Prinzipien gelangt nicht nur die homogene Platzschöpfung Kaiserplatz und eine Zentrenbildung für den neuen Stadtteil Nordschwabing mit der Pfarrkirche St. Ursula. Im nördlichen Bereich sind die Schulgebäude Oskar-von-Miller- und Maximiliansgymnasium als Orientierungspunkte und städtebauliche Merkzeichen weithin wirksam. Auch berücksichtigte man die Schaffung neuer städtebaulicher Elemente, wie Hauptverkehrs- und Wohnnebenstraßen, beides unter Wahrung überschaubarer Straßenabschnitte für die Perspektive des Fußgängers mit entsprechenden architektonischen Pointierungen zu dessen Orientierung im städtischen Raum. Damit vollzog sich der stadtbaugeschichtlich wichtige Schritt vom quantitativen Straßenschema zum differenzierteren Bebauungsplan, vom Platzschema zum Platzbild, von der Rasterbebauung der Maxvorstadt zum städtischen Quartier. Unter Vorgabe der bereits festgelegten Hauptstraßenzüge, die zumindest seit den 1880er/90er Jahren als solche festgelegt und teilweise bebaut waren, wurde in dem Bereich zwischen Leopold-, Hohenzollern-, Belgrad- und Karl-Theodor- Straße ein von Theodor von Fischer entwickeltes Quartier angelegt, das dem Leitbild des sog. malerischen Städtebaus folgt. Darin bilden der Kaiserplatz mit der St.-Ursula-Kirche und der Ernst-Troller-Platz mit dem Schulgebäude wichtige städtebauliche Bezugspunkte. Insgesamt weist der südliche Quartiersbereich eine dichte Folge qualitätvoller Bauten des Historismus auf, meist aus der Zeit zwischen 1880 und dem Ersten Weltkrieg. Die Fassaden sind in Formen der Neurenaissance und des Neubarock gestaltet. Nördlich der Clemensstraße überwiegen große Baublöcke der 1920er/30er Jahre. Hier zeigen die Fassaden expressionistische und gemäßigtmoderne Formen oder den Einfluss des Reformstils. Im Zuge des 2. Weltkriegs erlitt der Bereich Nordschwabing Kriegsschäden unterschiedlicher Intensität von leichten Beschädigungen bis zur vollständigen Zerstörung von Gebäuden. Der anschließende Wiederaufbau bis in die 1960er Jahre hinein umfasste daher sowohl einfache Reparaturen und Teilergänzungen vielfach unter zeittypischer Vereinfachung als auch Neubauten im gestalterischen Sinne des Quartiers. Dabei entstanden jedoch bereits in Zusammenhang mit dem Wiederaufbau sowie auch in jüngerer Zeit unmaßstäbliche Erweiterungen oder Neubauten, die aufgrund ihrer Kubatur oder Gestaltung vereinzelte Störungen innerhalb des Ensembles darstellen.

Aktennummer E-1-62-000-42

Jede bauliche Änderung an einem Baudenkmal oder in einem Ensemble braucht eine Erlaubnis nach Art. 6 BayDSchG.

Geofachdaten © Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (CC BY-ND 4.0)

Nachbarschaft (Zensus 2022)

Werte für die 100 × 100 m große Rasterzelle, in der diese Adresse liegt. Fehlende Werte hält das Statistische Bundesamt aus Datenschutzgründen zurück.

Nettokaltmiete Ø
15,07 €/m²
Einwohner
231
Wohnungen
74
Eigentümerquote
30,2 %
Wohnfläche Ø
101 m²
Durchschnittsalter
47,0 Jahre
Anteil ab 65
25,5 %
Gebäude vor 1949
67 %
Häufigste Heizung
Gas

© Statistisches Bundesamt (Destatis), Zensus 2022, 100-m-Gitter, DL-DE-BY-2.0

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Verlauf an dieser Adresse

Behandlungen im Bezirksausschuss und amtliche Bekanntmachungen der Lokalbaukommission, neueste zuerst. Ab der Veröffentlichung im Amtsblatt läuft für Nachbarn eine einmonatige Klage- bzw. Einwendungsfrist.