Infanteriestr. 18

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in Bezirksausschuss 04 - Schwabing-West, München

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Hintergrundinformationen

5 Quellen
Schwabing-West (BA 04) Ensemble Ø Miete 9,81 €/m² 1 Wikipedia
Adress-Steckbrief
Stadtbezirk
Schwabing-West (BA 04)
Bebauungsplan
keiner an dieser Stelle

Geodaten © Landeshauptstadt München, DL-DE-BY-2.0

Denkmalschutz

Ensemble

Die Kleinwohnungssiedlung auf dem dreieckigen Grundstücksareal zwischen Barbarastraße, Infanteriestraße und Schwere-Reiter-Straße ist als frühestes und einziges siedlungsgeschichtliches Beispiel ihrer Art ein Ensemble. Sie ist Dokument nicht nur allgemein für den in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg besonders geförderten Kleinwohnungsbau in München, sondern speziell auch für den durch die Bayerische Armee geförderten sozialen Wohnungsbau. Gleichzeitig sind hier unmittelbar die Prinzipien Theodor Fischers angewendet, wobei auch Elemente der Gartenstadtidee und des Heimatschutzgedankens in die Planung miteingegangen sind. Bei der Siedlung handelt es sich um einen in sich geschlossenen, architektonisch zusammenhängenden Wohnkomplex, der sich städtebaulich deutlich von den ihn umgebenden Kasernenbauten des alten Münchner Kasernenviertels abhebt. Ausgangspunkt der Siedlung sind die zwölf Wohngebäude, die entlang der Barbarastraße und den sich ihr anschließenden rückwärtigen Grundstücken und an der Ecke Schwere-Reiter-Straße von 1909 bis 1910 nach dem Vorentwurf des Baurates Beetz von Baurat Besold als einheitliche Konzeption errichtet wurden. Die Militärverwaltung stellte damit den Bediensteten des Korps-Bekleidungsamtes eine Kolonie von Zwei-, Drei- und Vierfamilienhäusern für insgesamt 36 Familien zur Verfügung. Sie ist aufgeteilt in fünf Reihenhäuser zu je vier Wohnungen. Zu jedem Haus gehört ein kleiner Vor- und größerer Nutzgarten. Die als "Kleinfamilienhäuser" bezeichneten Anwesen bestehen aus erdgeschossigen Giebelhäusern mit hohem Halbwalmdach und Fachwerk im Dachgeschoss oder aus traufständigen Reihenhäusern mit hohen Zwerchgiebeln und Schleppgauben. Die Anlage wirkt in sich geschlossen, gleichzeitig auch malerisch, da die unterschiedlichen Haustypen wechselweise verwendet sind. Ihr kleinständischer Charakter - auch betont durch die eingezäunten Gärten - zeigt deutlich den formalen Einfluss der Deutschen Gartenstadtgesellschaft. Die Bebauung wurde noch während des Ersten Weltkrieges fortgeschrieben. An die kleine Wohnstraße hinter der Barbarastraße und an die Infanteriestraße wurden 1916 je zwei große Wohnblocks gestellt: symmetrisch konzipierte, dreiflügelige Anlagen mit dreigeschossigem höherem Mitteltrakt und niedrigeren zweigeschossigen Seitentrakten, die risalitartig vorgezogen sind. Der dem Barock entlehnte Fassadenaufbau mit hohen Walmdächern zur Straßenseite hin ist zur Hofseite vielfältiger und differenzierter gegliedert, durch risalitartig vorgezogene Erker entlang der Schwere-Reiter-Straße errichteten Einzel- und Doppelhäuser sind als Fortschreibung des Bautyps an der Barbarastraße anzusehen. Verbindendes Element der Gesamtanlage sind die Grünanlagen innerhalb des bebauten Areals und die eingezäunten Vorgärten.

Aktennummer E-1-62-000-6

Jede bauliche Änderung an einem Baudenkmal oder in einem Ensemble braucht eine Erlaubnis nach Art. 6 BayDSchG.

Geofachdaten © Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (CC BY-ND 4.0)

Nachbarschaft (Zensus 2022)

Werte für die 100 × 100 m große Rasterzelle, in der diese Adresse liegt. Fehlende Werte hält das Statistische Bundesamt aus Datenschutzgründen zurück.

Nettokaltmiete Ø
9,81 €/m²
Einwohner
44
Wohnungen
29
Wohnfläche Ø
62 m²
Durchschnittsalter
51,0 Jahre
Anteil ab 65
34,1 %
Gebäude vor 1949
78 %
Häufigste Heizung
Gas

© Statistisches Bundesamt (Destatis), Zensus 2022, 100-m-Gitter, DL-DE-BY-2.0

Wikipedia · 1

Barbarasiedlung

Die Barbarasiedlung in München wurde 1909 bis 1918 für Bedienstete des militärischen Bekleidungsamts errichtet; sie ist auch als Militärwohnanlage Barbarastraße bekannt.

Wikidata (CC0) / Wikipedia (CC BY-SA 4.0)

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Behandlungen im Bezirksausschuss und amtliche Bekanntmachungen der Lokalbaukommission, neueste zuerst. Ab der Veröffentlichung im Amtsblatt läuft für Nachbarn eine einmonatige Klage- bzw. Einwendungsfrist.