Am Neudeck: Gedenktafel für die hier inhaftierten politisch Verfolgten der NS-Diktatur SOWIE Wiedervorlage aus der Sitzung

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Am Neudeck: Gedenktafel für die hier inhaftierten politisch Verfolgten der NS-Diktatur SOWIE Wiedervorlage aus der Sitzung vom 22.04.2026 bezüglich weiteres Vorgehen

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=== 20-26 _ B 08655_B 08655 Gedenktafel Am Neudeck.pdf === Am Neudeck: Gedenktafel für die hier inhaftierten politisch Verfolgten der NS-Diktatur Antrag Der BA 5 fordert die Landeshauptstadt München auf, im direkten Umfeld des ehemaligen Gefängnisses am Neudeck eine Gedenktafel zu errichten. Das Gefängnis war während der NS- Diktatur ein zentraler Ort des Unterdrückungsapparates der NS-Herrschaft und der Verfolgung Andersdenkender. Da die Erinnerung daran aus dem Bewusstsein und dem historischen Gedächtnis der Stadt weitestgehend verschwunden ist, soll zukünftig eine Tafel über die Bedeutung dieses Ortes in der Zeit von 1933 bis 1945 aufmerksam machen. Begründung Das Gefängnis am Neudeck, in dem schon 1918 Kurt Eisner und Sonja Lerch sowie 1922 Felix Fechenbach in Untersuchungshaft waren, diente von 1933 bis 1945 im Rahmen des NS-Justiz als Ort der Verfolgung und Internierung politischer Gegner*innen und Andersdenkender. Auch Alexander Schmorell und Kurt Huber von der Widerstandsgruppe „Die weiße Rose“ waren nach den Verhören im Gestapo-Gefängnis Wittelsbacher Palais bis zu ihrem Prozess vor dem Volksgerichtshof und der Hinrichtung im Gefängnis Stadelheim im März 1943 in der Haftanstalt Am Neudeck interniert. 2010 beschloss der Landtag, das Gebäude, das bis 2009 noch als Frauen- und Jugendgefängnis diente, zu verkaufen. Es wurde von einem privaten Investor gekauft, der Eigentumswohnun- gen erstellte und teuer vermarktete. Auf die Geschichte des Ortes verweist heute nichts mehr. Als Ergänzung der Begründung sind im Anschluss die Namen von Personen aufgeführt, die der SPD oder Organisationen aus dem Umfeld der SPD angehörten und aus politischen Gründen im Gefängnis Am Neudeck festgehalten wurden. Sie alle kamen vor Gericht und wurden unabhängig von den jeweiligen Haftstrafen anschließend zum Teil für mehrere Jahre zu sogenannter „Schutzhaft“ ins KZ Dachau oder andere Lager verbracht. Die Erstellung der folgenden Liste war der aktuelle Anlass für die Formulierung obigen Antrags: 21. Januar 2026 // 2 von 3 // Josef Andrä 3.4. bis 30.7.1940; + 6.5.1945 KZ Dachau Adalbert Antoni 2.8. bis 6.9.1933 Gustav Appel 21.4.1933 Rosa Aschenbrenner 17.3. bis 19.5.1933 Josef Augart 14.3. bis 7.4.1933 Johann Bartl 4.1. bis 26.3.1935 Josef Berghammer 22.12.1934 bis 7.3.1935 Josef Braun ab 18.3.1933 Konrad Dankesreiter 17.8.1933 Johann Deubzer Januar 1936 bis 9.7.1936 Karl Ederer 9.6. bis 12.6.1933 Georg Etterer 18.3. bis 1.5.1933 Karl Feidl 9.7. bis 19.8.1936 Xaver Joseph Fellner 24.10. bis 28.1.1934 Josef Forster 22.12.1934 bis 6.4.1935 Andreas Frey 2.8. bis 3.8.1933 Hermann Frieb ab 16.2.1942; Hinrichtung 12.8.1943 München/Stadelheim Paula Frieb 17.11.1942 bis 5.5.1943 Johann Fried ab 11.6.1934 Karl Füss 2.8.1933 Kasimir Heimkreitner 1.9. bis 17.12.1941 Friedrich Hötzendorfer 21.1. bis 30.4.1936 Felix Hofmeister 10.3.1933 bis 25.3.1933 Johann Jobst 28.4.1935 bis 9.7.1936 Josef Kerscher 17.8. bis 29.8.1934 Georg Kranz 8.5. bis 22.5.1933 Dietrich Kündinger 18.3. bis 14.5.1933 Mathias Lanzinger 23.3. bis 4.5.1933 Mathias Leininger 15.9. bis 29.9.1936 und 24.2. bis 23.4.1937 Josef Linsenmeier ab 11.6.1934 Ludwig Linsert 16.8. bis 15.9.1938 (später erneut) Albert Lörcher ab 12.8.1933 Jakob Mann 21.3. bis 15.4.1933 Franz Marx jun. ab 2.8.1933 Paul Mayer 2.8. bis 8.8.1933 Johann Meister 22.12.1934 bis 6.4.1935 Josef Meyr ab 2.8.1933 Karl Multerer ab 2.8.1933 Max Niederhuber ab 18.3.1933 Hans Nimmerfall zwischen 11.3. und 1.5.1933 Lorenz Rauch 2.8. bis 8.8.1933 Josef Reisbeck ab 26.4.1940 Jakob Schmid 3.8. bis 20.9.1933 Martin Schmid 2.8. bis 6.9.1933 Rudolf Schmidt 15.1. bis 7.5.1940, erneut bis 7.6.1940 Josef Schober zwischen 9.6.1934 und 18.10.1934 Josef Schöfthaler ab 11.3.1944, erneut von 2.8. bis 24.8.1944 Franz Seelmann ab 30.11.1940 Franz Xaver Staudacher 15.5. bis 22.10.1934 Sebastian Sterr 11.12. bis 31.12.1935 Alfred Uhl ab 18.3.1933 Josef Vierlböck 22.12.1934 bis 2.4.1935 Richard Wagner 18.7. bis 31.10.1940 Karl Wanninger ab 2.8.1933 Hermine Weber ab 18.3.1933 Simon Winkofer 11.12. bis 31.12.1935 Erna Zeh ab 18.3.1933 Karl Zeh 17.3. bis 8.4.1933 Katharina Zimmermann ab 18.3.1933 Nina Reitz Fraktionssprecherin Nicole Meyer Britta Puce Lena Sterzer Hermann Wilhelm 3 von 3 // === 20-26 _ B 08655_B_08655_Gedenktafel_AS.pdf ===

Sitzungsinformationen

Bezirksausschuss

Bezirksausschuss 05 - Au-Haidhausen

Sitzungsdatum

17.06.2026 um 19:00 Uhr

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