=== 20-26 _ B 08653_B 08653 Einmündung Oefelestraße Humboldtstraße.pdf ===
Fraktion der Grünen im BA 05 Au-Haidhausen:
W. Beck, J. Fuhrmann, J. Gebhard, U. Goldstein, C. Harttmann, F. Klug, E. Lankes (Inititative), U. Martini, S.
Rümelin, S. Schmitz, B. Schreyer, J. Spengler, M. Wiesbeck
Fraktionssprecher*in: Franz Klug und Sonja Rümelin
München, den 26.01.2026
ANTRAG: Sicherung der Einmündung Oefelestr. /
Humboldtstraße für Fußgänger*innen/Schulkinder
Der BA 5 möge beschließen
Die LHM wird aufgefordert, die Einmündung von der Oefelestraße, rechts in die
Humboldtstraße, besser für Fußgänger*innen zu sichern,
• durch bessere Sicht auf die Ampel nördl. Ecke Oefele-/Humboldtstraße
• durch eine erweiterte Bedarfsampel mit drei Ampelpositionen, die gleichzeitig
auf Rot schalten, wenn Fußgänger*innen sie anfordern (zusätzliche Stadtorte:
rote Punkte in der Karte 1).
Begründung:
Die aktuell vorhandene Bedarfsampel (grün) ist für aus der Oefelestraße. kommende
Fahrzeuge praktisch nicht sichtbar (siehe Foto 1: parkende KFZ, oft Vans, Litfaßsäule).
Fahrzeuge, die rechts in die Humboldtstraße einbiegen wollen, fahren weit nach vorne,
oft bis auf den Fahrradeweg (Foto 2), und fahren zügig in die Humboldtstraße ein, wenn
von links nichts kommt. Dabei übersehen sie Fußgänger*innen, die bei Grün die Straße
überqueren (Zeuge: Besitzer des Obststands, der mich mehrfach darauf angesprochen
hat, dass er täglich gefährliche Situationen erlebt).
Zum Schuljahr 2026/27 ist außerdem eine Sprengeländerung geplant (siehe Karte 2).
Alle Kinder, die im Bereich Humboldt-, Untere Weidenstr. wohnen, müssen ab Herbst
2026 die Grundschule am Maria-Hilf-Platz besuchen. Für die Kinder, die im westlichen
Teil dieses Bereichs wohnen (Claude-Lorrain- bis einschließlich Oefelestr.) führt der
kürzeste Weg über die Oefele- und Falkenstr. zum Maria-Hilf-Platz.
Die Überquerung der dicht befahrenen Humboldtstraße ist für Kinder nur an einer
Ampel sicher möglich. Die Ampel an der Oefelestraße stellt eine Gefahrensituation dar,
die Überquerung an dieser Stelle muss gesichert werden, auch wenn dort bisher noch
kein schlimmerer Unfall passiert ist.
Karte 1, mit Markierung (Quelle: GeoPortal München)
Karte 2, zur Sprengeländerung
Blick aus der Oefelestraße Richtung Humboldtstraße 1 (eigenes Foto 1)
Blick aus der Oefelestraße auf die Humboldtstraße 2 (eigenes Foto 2)
=== 20-26 _ B 08653_B 08653 Einmuendung Oefelestrasse Humboldtstrasse AS.pdf ===
U-Bahn: Linien U3,U6
Haltestelle Poccistraße
muenchenunterwegs.de
Bus: Linie 62
Haltestelle Poccistraße
muenchen.de/mor
Bus: Linie 132
Haltestelle Senserstraße
Landeshauptstadt
München
Mobilitätsreferat
Landeshauptstadt München, Mobilitätsreferat
Postfach, 80313 München
Betrieb
MOR-GB2.412
80313 München
Bezirksausschuss des 5. Stadtbezirkes
Au-Haidhausen
Herrn Jörg Spengler
BA-Geschäftsstelle Ost
Friedenstr. 40
81660 München
Ihr Schreiben vom Ihr Zeichen Unser Zeichen Datum
13.04.2026
Sicherung der Einmündung Oefelestr. / Humboldtstraße für
Fußgänger*innen/Schulkinder
BA-Antrags-Nr. 20-26 / B 08653 des Bezirksausschusses des Stadtbezirkes 05
- Au-Haidhausen vom 11.02.2026
Sehr geehrter Herr Spengler,
zu Ihrem Antrag vom 11.02.2026 möchten wir Ihnen Folgendes mitteilen:
Aufgrund Ihres Antrags haben wir die Situation mehrfach - auch zu den schulrelevanten Zeiten
- vor Ort beobachtet. Fahrzeugführer*innen, welche aus der Oefelestraße kommend nach
rechts in die Humboldtstraße abbogen, beachteten während unserer Beobachtungen
ausnahmslos das Wartegebot bei rotem Signal. Eine Gefährdung der bei „Grün“ querenden
Fußgänger*innen durch rechtsabbiegende Fahrzeugführer*innen konnte von uns nicht
beobachtet werden. Aufgrund ihrer „wenig präsent“ wirkenden Zufahrtsmöglichkeit am
Edlingerplatz, wird die Oefelestraße augenscheinlich von eher ortskundigen
Fahrzeugführer*innen genutzt.
Im Bereich der Oefelestraße darf im erweiterten Einmündungsbereich zur Humboldtstraße auf
der Westseite geparkt werden (zeitlich befristet mit Parkschein bzw. unbefristet mit
Anwohnerparkausweis). Teile dieser Parkfläche werden temporär als Schanigarten genutzt.
Der zulässige Parkbereich ist eindeutig gekennzeichnet. Die gemäß § 12 Abs. 3 StVO
geschützten Bereiche, in denen Parken ohnehin unzulässig ist (5m ab Schnittpunkt
Fahrbahnkante, abgesenkte Bordsteinbereiche) sind hierbei vollumfänglich berücksichtigt. Die
Sichtbeziehungen sind somit auch als gut zu bewerten. Die Lichtsignalanlage (LSA) Humboldt-
/Oefelestraße kann mit der von allen Verkehrsteilnehmer*innen zu erwartenden nötigen
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Aufmerksamkeit im Straßenverkehr, somit auch frühzeitig wahrgenommen werden. Die
ebenfalls deutlich erkennbaren Fahrbahnmarkierungen, wie die Haltlinie und die
Fußgängerfurt, weisen zusätzlich auf die dortige LSA hin. Wir möchten hierzu anmerken, dass
es sich bei diesen Fahrbahnmarkierungen um Verkehrszeichen handelt. So ordnet eine
Haltlinie (Verkehrszeichen Z. 294) in Verbindung mit einer LSA an, dass dort bei „Rot“
angehalten werden muss.
(Befahrungsaufnahme, Quelle: Infra3D)
Aus der Oefelestraße ausfahrende Fahrzeugführer*innen, hielten während unseren
Beobachtungen zumeist noch vor der inzwischen rot eingefärbten Radfurt an und ermöglichten
somit eine störungsfreie Durchfahrt der Radfahrenden im Zuge der Humboldtstraße. Einzelne
Fahrzeugführer*innen, welche ausnahmsweise mit ihrer Fahrzeugfront in die Radfurt
hineinragten, setzten selbständig etwas zurück und ermöglichten somit hierdurch die
ungestörte Weiterfahrt der Radfahrenden. Eine Gefährdung Radfahrender konnte nicht
beobachtet werden.
Auffällig war jedoch, dass während unseren Beobachtungen einige Radfahrende das
Wartegebot bei rotem Signale augenscheinlich vorsätzlich missachteten, bereits bei „Rot“
wartende Radfahrende „überholten“ und sich sogar an die bereits bei „Grün“ querenden
Fußgänger*innen „vorbeischlängelten“. Bereits 2022 angebrachte zusätzliche und deutlich
wahrnehmbare Signalgeber mit der Symbolik „Rad“ konnten diese Klientel nicht dazu
bewegen, sich regelkonform zu verhalten.
In der Gesamtschau kann das Mobilitätsreferat derzeit keine Notwendigkeit für Änderungen an
der LSA Humboldt-/Oefelestraße erkennen.
Darüber hinaus können aufgrund des bereits fortgeschrittenen Betriebsalters der LSA und der
Herstellerspezifika des Steuergerätes - nach Auskunft des Baureferates - auch keinerlei
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Änderungen mehr vorgenommen werden. Erweiterungen der Außenanlage (wie etwa
zusätzliche Signalgeber o.ä.) sind somit ausgeschlossen. Ein vorgezogener Austausch des
Steuergerätes wird aufgrund des stabilen Betriebszustandes der LSA Humboldt-/Oefelestraße
derzeit nicht priorisiert.
Wir bitten um Verständnis.
(Lageplan, Quelle: MOR)
Aktuell bildet die Humboldtstraße die Sprengelgrenze zwischen den beiden Grundschulen
Agilolfinger Platz und Mariahilfplatz und weist deshalb kaum Querungen von Schulkindern auf.
Die Geschwindigkeit in der Humboldtstraße ist auf 30 km/h beschränkt, die Oefelestraße liegt
in einer Tempo 30-Zone. Nach der geplanten Sprengeländerung zum Schuljahr 2026/27
müssen Grundschüler*innen auf dem Weg zur Grundschule Mariahilfplatz insbesondere auch
die Humboldtstraße queren. Dies ist an der bestehenden Lichtsignalanlage sicher möglich. Die
vorgesehene Umsprengelung wurde bereits 2025 auf Anfrage des Referats für Bildung und
Sport von unserer Fachdienststelle Schulwegsicherheit unter Einbindung des
Polizeipräsidiums München, sowie unter Inaugenscheinnahme der entsprechenden
Örtlichkeiten umfassend geprüft. Im am 15.04.2025 verfassten verkehrlichen Gutachten heißt
es dazu auszugsweise:
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„ (…)Aufgrund der Verbindungsfunktion über die Isar hinweg, gilt insbesondere für die
Humboldt- und die Ohlmüllerstraße, ist zu den Hauptverkehrszeiten mit erhöhtem
Verkehrsaufkommen zu rechnen. In der Humboldtstraße, im Abschnitt zwischen
Pilgersheimer- und Eduard-Schmid-Straße, sowie in der Pilgersheimer- und Falkenstraße gilt
ganztägig eine Geschwindigkeits-beschränkung auf 30 km/h.
Für die Querung der o.g. Straßen stehen verschiedene gesicherte Querungseinrichtungen in
Form von signalisierten Übergängen zur Verfügung. So kann die Humboldtstraße auf Höhe der
Oefelestraße, an der Eduard-Schmid-Straße und an der Pilgersheimer Straße sicher gequert
werden (…).
(…)Hinsichtlich der allgemeinen Verkehrssituation sowie unter Zugrundelegung der
Unfallauswertung sind keine Umstände erkennbar, welche auf eine besondere Gefahrenlage
hinweisen. Bei einem verkehrskonformen Verhalten können die Schulwege von Kindern im
Grundschulalter bewältigt werden.
Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass seitens der Polizei München, sowie des
Mobilitätsreferates keine Einwände gegen die Sprengeländerungen im Sinne der Anfrage
bestehen.“
Unabhängig davon wurde hier auch der Vorschlag des Einsatzes von Schulweghelfenden
explizit an der Querung Humboldtstraße aufgegriffen und wird von uns auch ausdrücklich
begrüßt. Die Suche nach geeigneten Personen erfolgt jedoch durch die Schule und den
jeweiligen Elternbeirat. Interessierte Freiwillige können sich an
schulwegdienste.mor@muenchen.de wenden und sich bewerben.
Seitens unserer Fachdienststelle Schulwegsicherheit hat sich an der Einschätzung von 2025
nichts geändert. Im Gegenteil: Durch die Anbringung einer eigenen Signalisierung für den
Radverkehr, hat sich die allgemeine verkehrliche Situation weiter verbessert. Die
Unfallsituation ist erfreulicherweise weiterhin unauffällig.
Die Polizeiinspektion 21 hat Abdruck von diesem Schreiben erhalten.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team
Verkehrssteuerung und Verkehrsleitzentrale
Lichtsignalanlagen Planung, Betrieb, ÖPNV (GB2.41)