Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Sportstätten" Münchner Sportclub e.V., Eberwurzstraße 28, Bewerbung für das Bundesprogramm, Hallenabriss sowie Errichtung einer Kaltlufthalle
=== 20-26 _ V 18723_V 18723 Bundesprogramm Eberwurzstrasse BE.pdf ===
Telefon: 0 233-83727 Referat für Bildung und
Sport
Vereinsförderung, Zuschüsse
RBS-S-V
Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“
Münchner Sportclub e.V., Eberwurzstraße 28,
Bewerbung für das Bundesprogramm,
Hallenabriss sowie Errichtung einer Kaltlufthalle
Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 18723
Beschluss des Sportausschusses des Stadtrates vom 14.01.2026 (SB)
Öffentliche Sitzung
Kurzübersicht
zum beiliegenden Beschluss
Anlass Antrag des Münchner Sportclubs e.V. auf Förderung der geplan-
ten Maßnahmen nach dem Bundesprogramm „Sanierung kom-
munaler Sportstätten“
Inhalt Darstellung des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler
Sportstätten“ sowie Darstellung der Baumaßnahme des Münch-
ner Sportclubs e.V. mit Finanzierung
Gesamtkosten /
Gesamterlöse
-/-
Klimaprüfung Eine Klimaschutzrelevanz ist gegeben: Nein
Entscheidungs-
vorschlag
Die Stadtverwaltung (Stadtkämmerei und Referat für Bildung und
Sport) wird beauftragt, sich für die Baumaßnahme des Münche-
ner Sportclub e.V. (Errichtung einer Kaltlufthalle auf der vereins-
eigenen Sportanlage an der Eberwurzstraße 28) beim Bundes-
programm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ für eine Förde-
rung zu bewerben.
Gesucht werden kann
im RIS auch unter
Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“
Münchener Sportclub e.V., Kaltlufthalle
Ortsangabe Eberwurzstraße 28
Telefon: 0 233-83727 Referat für Bildung und
Sport
Vereinsförderung, Zuschüsse
RBS-S-V
Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“
Münchner Sportclub e.V., Eberwurzstraße 28,
Bewerbung für das Bundesprogramm,
Hallenabriss sowie Errichtung einer Kaltlufthalle
Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 18723
Beschluss des Sportausschusses des Stadtrates vom 14.01.2026 (SB)
Öffentliche Sitzung
I. Vortrag des Referenten
1. Chancen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“
Der Deutsche Bundestag hat mit Beschluss des Bundeshaushalts 2025 in einer ersten
Tranche Programmmittel in Höhe von 666 Mio. Euro für ein neues Bundesprogramm „Sa-
nierung kommunaler Sportstätten“ bereitgestellt, mit dem Kommunen dabei unterstützt
werden, ihre Sportstätten zu erhalten und zu modernisieren. Der Projektaufruf wurde am
16.10.2025 veröffentlicht.
Fördergegenstand sind bauliche Anlagen, die primär der Ausübung von Sport dienen so-
wie deren typische bauliche Bestandteile und zweckdienliche Folgeeinrichtungen. Dies
umfasst auch Sporthallen. Bei Gebäuden steht hier vor allem die energetische Sanierung
im Fokus. Bei der Modernisierung von Sportstätten sollen diese überwiegend öffentlich
zugänglich bzw. außerhalb des Schulbetriebs öffentlich nutzbar sein. Das umfasst auch
Maßnahmen zur Erhöhung der Barrierefreiheit. Ersatzneubauten sind nur in Ausnahmefäl-
len förderfähig.
Das Projekt des Münchner Sportclub e.V. (MSC) zur Errichtung einer Kaltlufthalle erfüllt
nach Einschätzung des Referates für Bildung und Sport die Kriterien für eine Bewerbung
beim Bundesprogramm in besonderer Weise. Dies wird nachfolgend im Rahmen dieser
Beschlussvorlage dargestellt.
Derzeit können Vereine keinen Antrag auf Förderung stellen und werden als sog. „Dritte“
im Verfahren gesehen. Aber auch bei den Vereinsbaumaßnahmen gibt es einen erhebli-
chen Sanierungsstau. Vereinen mit geeigneten Projekten wurde daher vom Deutschen
Olympischen Sportbund (DOSB) und von den Sportbünden (in Bayern ist das der Bayeri-
sche Landessportverband – BLSV) empfohlen, sich mit ihrer Kommune in Verbindung zu
setzen. Von dieser Möglichkeit hat der Münchner Sportclub e.V. Gebrauch gemacht, da
der Verein zusammen mit der Landeshauptstadt München nicht in der Lage war, im Rah-
men der Vereinsförderung seine seit dem Jahr 2010 stillgelegte Sporthalle zu sanieren
oder alternative Planungen bei einem Hallenabriss am selben Standort voranzutreiben.
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2. Vereinsdaten
Der Münchner Sportclub e.V. (MSC e.V.) wurde im Jahr 1896 gegründet und ist
einer der ältesten und traditionsreichsten Hockey- und Tennisvereine in Deutschland.
Der Verein besitzt an der Eberwurzstraße 28 eine eigene Sportanlage mit zwei Großspiel-
feldern sowie 11 Tennisfreiluftplätzen und eine 2-Feld-Tennishalle (ganzjährig in Betrieb),
eine Winter-Traglufthalle (über 3 Freiplätze), zwei Padel-Spielfelder, ein Clubhaus mit
Gaststätte, Umkleidekabinen und Sanitäranlagen. Auf dem Gelände befindet sich auch ei-
ne Hockeyhalle, die seit dem Jahr 2010 behördlich gesperrt ist und seitdem außer Betrieb
genommen ist.
Der MSC e.V. ist ein gemeinnütziger, förderungsfähiger Münchner Sportverein mit derzeit
1.578 Mitgliedern (davon 1.322 aktive Mitglieder). Zum 01.01.2025 weist der Gesamtver-
ein folgende Mitgliederstruktur auf:
Stand 01.01.2025 männlich weiblich divers gesamt
Kinder bis 5 Jahre 36 30 0 66
Kinder von 6 - 13 Jahre 182 145 0 327
Jugendliche von 14 – 17 Jahre 112 80 0 192
Erwachsene von 18 – 26 Jahre 99 59 0 158
Erwachsene von 27 – 40 Jahre 62 58 0 120
Erwachsene von 41 – 60 Jahre 211 197 0 408
Erwachsene ab 61 Jahre 44 7 0 51
Passive 159 97 0 256
Gesamt 905 673 0 1578
Die Mitgliederzahlen des Vereins zeigen insgesamt eine steigende Tendenz (Vergleich
aus dem Jahr 2020: 1219 Gesamtmitglieder, davon 905 aktive Mitglieder und aus dem
Jahr 2023: 1437 Gesamtmitglieder, davon 1051 aktive Mitglieder). Der Anteil der aktiven
weiblichen Mitglieder beträgt rund 44 %; der Kinder- und Jugendanteil liegt bei rund 44 %
(immer gemessen an den aktiven Mitgliedern).
3. Hallensituation
Die noch auf der Anlage vorhandene kombinierte Hockey-/Tennishalle (Hans-Fleitmann-
Halle) wurde - nach dem Einsturz einer Sporthalle in Bad Reichenhall im Jahr 2006 – hin-
sichtlich der Statik der Dachkonstruktion mehrfach überprüft und aus Sicherheitsgründen
im Jahr 2010 behördlich gesperrt.
Der MSC beschloss damals, die Halle zu sanieren und ein Hockeyleistungszentrum zu in-
stallieren. Der MSC ist im Auftrag der Verbände vor Ort auch Träger des Bundesstütz-
punktes Hockey. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wurde deutlich, dass der MSC die-
se Maßnahmen als Vereinsbauprojekt nicht realisieren und finanzieren kann. Die Idee ei-
nes Hockeyleistungszentrums wurde dann vom Bayerischen Hockeyverband aufgegriffen
und bei allen Trägern zur Entscheidung gebracht. Bund und Land hatten daraufhin nur ei-
nen reduzierten Zuschuss i. H. v. ca. 1,5 Mio. € in Aussicht gestellt, weil Hockey nur auf
dem Feld olympisch ist. Mit Beschluss vom 05.10.2016 hat sich der Stadtrat gegen eine
Förderung entschieden, weil die Landeshauptstadt München im Ergebnis mehr als 80 %
der Baukosten und langfristig hohe Betriebskosten hätte tragen müssen.
Seit dem Jahr 2018 ist dann die Idee eines gemeinsamen Bundesstützpunktes Hockey
und Tischtennis in einer neu zu errichtenden Halle entstanden. Weil Tischtennis eine
olympische Hallensportart ist und Bayern eine hervorragende Kaderentwicklung junger
Talente aufweist, wurde mit einem deutlich höheren Förderanteil von Bund und Land ge-
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rechnet. Die Förderung seitens Bund und Land wurde bis heute verschoben. Der BTTV
hatte die Maßnahme „Errichtung eines Hockey- und Tischtenniszentrums“ an den Bun-
desstützpunkten Hockey und Tischtennis in München erneut für die Bewilligungsplanung
des Bundes im Jahr 2024 angemeldet. Seitens des Bundesministeriums des Innern wurde
zwischenzeitlich mitgeteilt, dass das Vorhaben zurückgestellt und ggf. in mittelfristige Pla-
nung geschoben wird.
Auch der im Jahr 2023 erstmals überlegte Ansatz, die Sporthalle vorrangig für den Schul-
sport zu nutzen und mit Fördermitteln der Regierung von Oberbayern kommunal zu finan-
zieren, scheiterte aufgrund des fehlenden schulsportlichen Bedarfs im entsprechenden
Stadtbezirk.
Der MSC sieht inzwischen Gefahr in Verzug in Bezug auf die stillgelegte Halle, was die
Einsturzgefahr betrifft, und räumt dem Abbruch absolute Dringlichkeit ein.
4. Projektvorhaben
Mit dem Projektaufruf besteht nunmehr die besondere Möglichkeit, die Planung der Sport-
halle neu zu beleben, die seit 2010 gesperrt ist und dies in Verbindung mit einem neuen
und innovativen Ansatz einer Kaltlufthalle und mit nachhaltigen modularen Baukonzepten.
Ziel ist wieder ein Zentrum für Sport als gesellschaftlicher Zusammenhalt und soziale In-
tegration im Stadtbezirk zu bekommen.
Die Kaltlufthalle orientiert sich an einer klassischen Dreifeldsporthalle ohne baulichen Un-
terteilungsmöglichkeiten. Das Raumprogramm besteht aus der Sportfläche inklusive Tri-
büne und Erschließungsflächen. Angegliedert sind Umkleiden und Sanitäreinheiten mit
Abstellräumen. Ergänzt werden kann dieses Projekt durch Mehrzweckräume und Fitness-
bereiche.
5. Berücksichtigung der Aspekte der Nachhaltigkeit sowie der Barrierefreiheit
Eine Kaltlufthalle ist ungewöhnlich, aber innovativ. In Zeiten des spürbaren Klimawandels
sind neue Wege zu gehen, Normen zu hinterfragen und flexibel zu agieren. Das Konzept
geht von einem weitestgehend geschlossenen Holz-Kubus aus, der den Sonnenstrahl-
eintrag vermeidet, geschickte bauliche Lüftungsmöglichkeiten vorsieht und durch eine
stark reduzierte Haustechnik Investitionen reduziert. Deswegen ist eine modulare Bauwei-
se konzeptioniert. Die Nebenräume werden nicht integriert, sondern als eigenständige
Bauwerke unter dem auskragenden Dach aufgestellt. Dies schafft klare Bereiche und
Übergänge auch bzgl. Warm- und Kalträumen. Mit dieser Elementbauweise wird durch ei-
nen möglichst hohen Vorfertigungsgrad eine wirtschaftliche Lösung sichergestellt.
Die Fassade ist ebenfalls aus Holzelementen konzeptioniert. Neben der Nachhaltigkeit
(Ökobilanz) ist das natürliche Material gut geeignet, die bauphysikalischen Herausforde-
rungen einer Kaltlufthalle zu stemmen.
Durch konsequente Vermeidung von Fensterflächen wird die Sonneneinstrahlung redu-
ziert, der große Dachüberstand unterstützt und reduziert dazu die Verwitterung. Lüftungs-
möglichkeiten sind erforderlich und bedürfen einer aktiven Pflege und Kontrolle.
Für das Flachdach als Grundlage der extensiven Begrünung der Photovoltaikanlage wird
als tragendes Element Vollwandträger aus Brettschichtholz vorgesehen. Mit den Neben-
trägern gleicher Bauart werden Details vereinfacht.
Eine Kaltlufthalle benötigt aufgrund der Kondenswasserproblematik neben der planeri-
schen Untersuchung und Simulation im Vorfeld in der Wartung und Kontrolle ein hohes
Augenmerk. Innovation bedingt aber auch das Hinterfragen von Normen und Gewohnhei-
ten.
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Der Verein legt dabei großen Wert auf die sorgfältige Auswahl der verbauten Materialien
und die spätere umweltfreundliche und nachhaltige Unterhaltung der Außenanlage.
Das Sanierungsprojekt steht damit vollständig unter dem Leitgedanken der Nachhaltigkeit.
Zur wichtigen Barrierefreiheit gehört die konsequente Ebenerdigkeit für alle Räume und
Erschließungen.
6. Sportfachliche und vereinsübergreifende Bedarfe
Der Bau einer Hockeyhalle ist am geplanten Standort sportfachlich sinnvoll und der Bedarf
einer Hockeyhalle ist insgesamt stadtweit gegeben. Aufgrund dem bekannten Hallenman-
gel werden die Trainingszeiten und Spieltage für die Hallensaison (Oktober bis ca. April)
über den ganzen Stadtraum organisiert. Dies kann künftig an einem Standort gebündelt
werden.
Dazu kommt, dass der MSC aufgrund der Nähe zum Sportgymnasium an der Knorrstraße
Ausbildungsstätte für die Förderklassen der Schule ist, die Anlage soll daher neben dem
Vereinssport auch dem Schulsport zur Verfügung stehen.
Aus dem Stadtbezirk und den angrenzenden Stadtbezirken ist nicht nur der Hallenmangel
bekannt, sondern auch das Fehlen von Mehrzweckräumen, speziell für Mütter und Kinder.
Der MSC bietet bereits eine Ballsportschule an und entwickelt auch Angebote für Inklusi-
on, beides findet im Außenbereich statt. Die Halle schafft es, den derzeit begrenzten Ent-
wicklungsmöglichkeiten zu begegnen und auch Möglichkeiten für den Ganztag zu schaf-
fen. Es ist auch geplant, den Mehrzweckraum extern zu nutzen (z.B. durch die Volkshoch-
schule).
7. Kostenschätzung und Finanzierung
Der MSC hat im Rahmen seines Antrags auf Bewerbung im Ra...