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Prüfung der Umsetzbarkeit der Installation eines Taubenhauses auf dem Dach der Ruth-Drexel-Schule oder der Neuen Ziegelei zur Stabilisierung der lokalen Taubenpopulation; Antrag der Fraktion Bündnis90/DIE GRÜNEN

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=== 26-32 _ T 006336_260824_Antrag_Taubenhaus.pdf === Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Bezirksausschuss 13 Bogenhausen Wahlperiode 2026-2032 Antrag 16.08.2026 Prüfung der Umsetzbarkeit der Installation eines Taubenhauses auf dem Dach der Ruth- Drexel-Schule oder der Neuen Ziegelei zur Stabilisierung der lokalen Taubenpopulation Der Bezirksausschuss Bogenhausen beantragt eine Prüfung der technischen und rechtlichen Machbarkeit sowie der baulichen Umsetzbarkeit eines Taubenhauses auf dem Dach der Ruth-Drexel-Schule oder der Neuen Ziegelei durch das Kulturreferat und das Referat für Bildung und Sport. Die Ergebnisse der Prüfung sind dem Bezirksausschuss darzulegen. Begründung: Im Bereich des Maria-Nindl-Platz im Prinz-Eugen-Park ist in den letzten Jahren eine deutliche Zunahme der Taubenpopulation zu beobachten. Dies führt zunehmend zu Problemen in den unmittelbar angrenzenden Wohnhäusern, da die Tiere vermehrt Brutversuche auf Balkonen starten und Kotverschmutzungen verursachen. Um einer weiteren unkontrollierten Ausbreitung entgegenzuwirken und eine nachhaltige, tiergerechte Lösung für die Koexistenz von Mensch und Taube im Prinz-Eugen-Park zu finden, ist ein gezieltes Management der Brutplätze erforderlich. Die Einrichtung eines Taubenhauses (Taubenschlag) bietet hier einen nachhaltigen Ansatz: Durch die Bereitstellung kontrollierter Nistmöglichkeiten kann die Population stabilisiert werden (die Population wird durch den regelmäßig stattfindenden Eieraustausch auf einem konstanten Level gehalten und steigt nicht weiter an). Die Belastung der Anwohner:innen nimmt ab, da die Tauben nachts vor allem im Taubenschlag koten. Da ein Taubenhaus in der direkten Umgebung eines Brennpunkts eingerichtet werden muss – am besten auf Flachdächern oder leerstehenden Dachböden (siehe dazu auch anhängendes Schreiben des KVR) – bieten sich aufgrund der räumlichen Nähe zum Maria-Nindl-Platz und der baulichen Gegebenheiten die Dächer der Ruth-Drexel-Schule und der Neuen Ziegelei als potenzielle Standorte für ein Taubenhaus an, sofern dies mit den Anforderungen an den Betrieb der Einrichtungen und den technischen Gegebenheiten vereinbar ist. Antragsteller*innen: David Schindler, Pera Cockrell, Gunda Krauss Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Stadttaubenmanagement Ruppertstraße 19, 80466 München E-Mail: taubenmanagement.kvr@muenchen.de Website: www.muenchen.de/stadttauben Betreute Taubenhäuser in München nach dem „Augsburger Modell“ Große Schwärme von Stadttauben können zu Belästigungen und Verschmutzungen an Bauwerken führen. Die Landeshauptstadt München unterstützt daher die Einrichtung betreuter Taubenhäuser – ein tierschutzgerechter Lösungsansatz. Damit wird sowohl dem Wohl der Tiere als auch den Interessen der Münchner Bürger*innen Rechnung getragen. Die Vorteile auf einem Blick Standortsuche für ein Taubenhaus Ein Taubenhaus muss in der direkten Umgebung eines Brennpunkts eingerichtet werden (Umkreis max. 500 Meter), am besten auf Flachdächern oder in leerstehenden Dachböden. Wenn kein erhöhter Standort vorhanden ist, kann ein Taubenturm oder ein bodennaher Container aufgestellt werden. Wilde Brutplätze in der Umgebung müssen für eine optimale Annahme tierschutzgerecht verschlossen werden. Taubenhaus auf einem Flachdach Taubenschlag in einem Dachboden Weniger Tauben in störenden Bereichen – z.B. auf Balkonen und an Fassaden Reduzierung von Kotverschmutzungen in der Umgebung Gesunde Tauben durch artgerechte Fütterung und tierärztliche Versorgung Landeshauptstadt München Kreisverwaltungsreferat Stadttaubenmanagement Ruppertstraße 19, 80466 München E-Mail: taubenmanagement.kvr@muenchen.de Website: www.muenchen.de/stadttauben Bauliche Voraussetzungen • Zugänglichkeit: Gute Erreichbarkeit für die Betreuung, bei Häusern auf Flachdächern oder in Dachböden idealerweise mit einem Aufzug. Ebenerdige Häuser müssen vor unbefugtem Zugang und Vandalismus geschützt werden (z.B. mit einem Zaun). • Statik: Das Gewicht eines Taubenhauses auf einem Flachdach inklusive Beschwerung beträgt ca. 2 bis 3 Tonnen. Alternativ kann das Taubenhaus in der Dachhaut verankert oder an bestehende Dachstrukturen angebaut werden (Gewicht 500 – 1.000 kg). • Stehhöhe: In Dachböden ist eine Stehhöhe von mindestens 2 Metern erforderlich. • Wasser- und Stromversorgung: Ein Wasseranschluss sollte sich in der näheren Umgebung befinden, ein Stromanschluss wird nicht benötigt. • Lagerraum: Ein Lagerraum kann direkt im Taubenhaus oder in der Nähe eingerichtet werden, um Futter und Reinigungsutensilien zu lagern. Alternativ kann auch eine wetterfeste Kiste o.Ä. aufgestellt werden. Finanzierung und Betreuung des Taubenhauses Die Baukosten für ein Taubenhaus belaufen sich – je nach Bauweise und örtlichen Gegebenheiten – auf 10.000 € bis 30.000 €. Die Betreuung wird von Tierschutzvereinen übernommen, die dabei anfallenden Kosten werden zum Teil von der Landeshauptstadt München getragen. Hierfür erhalten die Vereine im Jahr 4.500 € pro Taubenhaus. Für die Eigentümer*innen fallen monatlich noch etwa 500 € an. Die Kosten für die Einrichtung sowie auch die laufende Betreuung eines Tauben- hauses sind von den Eigentümer*innen der Taubenhäuser zu tragen. Das Stadttaubenmanagement unterstützt alle Interessent*innen bei der Klärung der Finanzierung – kommen Sie gerne auf uns zu! Da ein Taubenhaus dem gesamten Stadtbezirk zugutekommt, kann eine (Mit-)Finanzierung über das Stadtbezirksbudget beantragt werden. Zudem können teilweise Förderungen durch die Stadt München gewährt sowie Spenden durch Tierschutzorganisationen akquiriert werden. Stadttaubenmanagement Ruppertstraße 19, 80466 München E-Mail: taubenmanagement.kvr@muenchen.de Website: www.muenchen.de/stadttauben Häufig gestellte Fragen rund um Taubenhäuser Nimmt die Taubenpopulation durch ein Taubenhaus zahlenmäßig ab? Nur geringgradig, aber die Population wird durch den regelmäßig stattfindenden Eieraustausch auf einem konstanten Level gehalten und steigt nicht weiter an. Was bringt ein Taubenhaus dann, wenn die Population nicht abnimmt? Das Ziel eines Taubenhauses ist die Umlenkung der Population in einen Bereich, an dem niemand von ihrer Anwesenheit gestört wird. Da sich die Tauben nachts und auch überwiegend tagsüber im Taubenhaus aufhalten und dort brüten, wird der Taubenkot größtenteils dort abgesetzt. Dies verringert die Verschmutzung in der Umgebung erheblich und auch Nestbauversuche auf Balkonen gehen zurück. Insgesamt trägt die Einrichtung eines Taubenhauses somit langfristig zur Entlastung der Probleme mit Stadttauben in der Umgebung bei. Werden durch ein Taubenhaus Tauben aus der Umgebung angezogen? Nein, ein Taubenhaus bietet einem lokal bereits vorhandenen Taubenschwarm einen Aufenthaltsort, es werden keine zusätzlichen Tauben aus der Umgebung angezogen. Stadttauben schließen sich zu Brutschwärmen zusammen, die sich aufgrund der Standorttreue der Tiere auf ein bestimmtes Gebiet beschränken. Da zwischen unterschiedlichen Schwärmen nur wenig Austausch stattfindet, werden keine Tauben aus anderen Schwärmen angezogen. Gelegentlich schließen sich einem Taubenschwarm jedoch schwarmlose Jungtiere an. Kann ich mit einem Taubenhaus auf alle anderen Maßnahmen gegen Stadttauben verzichten? Nein, bereits vorhandene Vergrämungsmaßnahmen (z.B. Abwehrspikes, Netze) sollten am Gebäude verbleiben, um bisherige Sitz- und Brutplätze zu verschließen. Zudem sollten bekannte Nistplätze in der Umgebung tierschutzgerecht vergrämt und regelmäßig beobachtet werden, um auftretende Nestbauversuche zu verhindern. Führt ein Taubenhaus zu Lärm- oder Geruchsbelästigung? Nein, da sich die Häuser in abgeschiedener Lage befinden, in der Regel auf Flachdächern oder in leerstehenden Dachböden.

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Bezirksausschuss

Bezirksausschuss 13 - Bogenhausen

Sitzungsdatum

15.09.2026 um 19:30 Uhr

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