=== 20-26 _ B 08631_B 08631 Defibrillator Buergerpark Oberföhring.pdf ===
Die SPD-Fraktion im Internet: http://www.spd-muenchennordost.de
SPD-Fraktion
Bezirksausschuss 13 – Bogenhausen
An den Bezirksausschuss 13 - Bogenhausen
z. Hd. Herrn Florian Ring, Vorsitzender BA13
München, 21. Januar 2026
ANTRAG
Aufstellung eines Defibrillators im Bürgerpark Oberföhring
Die Landeshauptstadt München wird gebeten, im Bürgerpark Oberföhring an zentraler Stelle einen
automatisierten externen Defibrillator (AED) aufzustellen. Der Defi ist an das Notrufsystem anzuschließen,
um zudem Hilfe alarmieren zu können.
Begründung
Der Bürgerpark Oberföhring wird von sehr vielen Besucherinnen
und Besuchern verschiedener Veranstaltungen (beispielsweise
Faschingstreiben, Besuch des Kasperltheaters, Besuch der
Volksbühne Watzmann etc.) sowie von Spaziergehenden gerne
genutzt. Damit entsteht eine immer stärker werdende
Notwendigkeit, in einer Gefahrensituation Hilfe zu rufen und ggf.
einen Defibrillator zu nutzen. Der Gebrauch ist auch für Laien gut
möglich, da das Gerät exakte Anweisungen gibt, die der
Nutzende Schritt für Schritt ausführen kann.
In Notfallsituationen erhöhen Defibrillatoren die
Überlebenschancen erheblich. Denn nur mit dem elektrischen
Schock des AEDs können Herzrhythmusstörungen
wie Kammerflimmern oder Kammerflattern unterbrochen
werden. Störungen, die den natürlichen Herz-Kreislauf
unterbrechen, sind z. B. Vergiftungen, Stromschläge, sehr
starker Blutverlust oder auch ein Herzinfarkt. Es kann also in
verschiedenen Situationen zu Kammerflimmern kommen. Da
das unbehandelte Kammerflimmern nach einigen Minuten zum
Herzstillstand führt, kommt es vor allem auf schnelles Handeln
an.
gez. Karin Vetterle
MdBA
SPD-Fraktionssprecherin, Initiative
Weitere Fraktionsmitglieder:
Christiane Hacker
Hermine Ruhland-Giles
Marko Poggenpohl
Carolina Brändle
Gerrit Dittrich
Beispielfoto (Poschinger Weiher,
Unterföhring)
Karin Vetterle
Fraktionssprecherin
E-Mail: kvdesign@web.de
=== 20-26 _ B 08631_B 08631 Defibrillator Buergerpark Oberfoehring AS.pdf ===
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LHM-Schutzbedarf:
2
]
Landeshauptstadt
München
Gesundheitsreferat
Beatrix Zurek
Gesundheitsreferentin
Über die BA-Geschäftsstelle Ost
an den Vorsitzenden des
Bezirksausschusses
13 - Bogenhausen
Herrn Samuel Moser
23.07.2026
[ LHM-Schutzbedarf: 2 ]
Aufstellung eines Defibrillators im Bürgerpark Oberföhring
BA-Antrags-Nr. 20-26 / B 08631 des Bezirksausschusses
des Stadtbezirkes 13 - Bogenhausen vom 21.01.2026
Sehr geehrter Herr Moser,
der o.g. Antrag wurde uns vom Direktorium mit der Bitte um weitere Bearbeitung zugeleitet;
er bezieht sich auf ein Geschäft der laufenden Verwaltung i. S. d. Art. 37 Abs. 1 Satz 1 GO und
§ 12 Abs. 3 Bezirksausschuss-Satzung.
Mit diesem Antrag wird die Landeshauptstadt München (LHM) gebeten, im Bürgerpark
Oberföhring an zentraler Stelle einen automatisierten externen Defibrillator (AED) aufzustellen
und an das Notrufsystem anzuschließen, um zudem Hilfe alarmieren zu können. Exemplarisch
ist eine Notrufsäule mit integriertem AED am Poschinger Weiher in Unterföhring abgebildet.
In der Begründung zu diesem Antrag wird u. a. ausgeführt, dass der Bürgerpark Oberföhring
von sehr vielen Besucher*innen verschiedener Veranstaltungen sowie von
Spaziergänger*innen frequentiert werde und damit eine immer stärker werdende
Notwendigkeit entstehe, in einer Gefahrensituation Hilfe rufen und ggf. einen Defibrillator
nutzen zu können.
Zu diesem Antrag kann ich Ihnen Folgendes mitteilen:
Öffentlich zugängliche automatisierte externe Defibrillatoren (AED) zur Anwendung durch
GSR-GP-SuG3
Bayerstraße 28a
80335 München
bdr.gsr@muenchen.de
I.
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LHM-Schutzbedarf:
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]
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medizinische Laien verbessern, sofern sie ergänzend zu frühestmöglichen
Wiederbelebungsmaßnahmen angewandt werden, signifikant die Überlebenschancen bei
einem außerklinischen Herz-Kreislauf-Stillstand. Der Europäische Rat für Wiederbelebung
(ERC) würdigt dies entsprechend in seinen Reanimationsleitlinien 2025. Herz-Kreislauf-
Stillstände können sehr variable Ursachen haben, von denen nicht alle durch eine Defibrillation
erfolgreich behandelt werden können. Ich stimme mit den Antragsteller*innen nichtsdestotrotz
darin überein, dass die Verbreitung öffentlich zugänglicher AED zur Anwendung durch Laien
im Rahmen von Wiederbelebungsmaßnahmen ein wichtiges Ziel darstellt.
Die LHM verfügt derzeit leider nicht über ausreichende Haushaltsmittel, um aus freiwilligen
Mitteln das Netz öffentlich zugänglicher Defibrillatoren flächendeckend auszubauen (vgl.
hierzu Antwortschreiben des Kreisverwaltungsreferats auf den BA-Antrag Nr. 20-26 / B 07228
„Anzahl an Defibrillatoren im Stadtbezirk 15 erhöhen und AED-Standorte besser bekannt
machen“ des Bezirksausschusses des Stadtbezirks 15 - Trudering-Riem vom 14.11.2024).
Dennoch wirkt die LHM bereits seit einigen Jahren auf die Verbreitung öffentlich zugänglicher
AED hin. So sind beispielsweise mittlerweile alle U-Bahnhöfe der Münchner
Verkehrsgesellschaft (MVG) mit AED ausgestattet. Auch ermutigt die LHM Firmen und
Geschäfte mit entsprechendem Publikumsverkehr, AED vorzuhalten und diese im Sinne des
Gemeinwohls möglichst umfänglich für die öffentliche Nutzung zur Verfügung zu stellen.
Weiterhin werden bereits seit Frühjahr 2025 im Rahmen des „Bündnisses Lebensretter-Stadt
München“ durch eine Kooperation mit der Björn Steiger Stiftung in dem Projekt „Herzsicher in
der Schule“ Wiederbelebungsmaßnahmen an Münchner Schulen vermittelt und sowohl AED
als auch Trainings-AED für Schulungen ausgegeben. Einen guten Hinweis auf die bereits
vorhandene Verfügbarkeit solcher AED geben beispielsweise die Websites definetz.de mit
ihrem Defikataster (http://definetz.online/defikataster-1) bzw. OpenAEDMap
(https://openaedmap.org/de/).
Im Rahmen eines derzeit laufenden Projekts des MünchenBudgets 2025 werden aus dem zur
Verfügung stehenden Projektbudget von insgesamt 100.000 Euro öffentlich verfügbare AED
eingerichtet.
Derzeit bestehen im näheren Umfeld des Bürgerparks Oberföhring keine öffentlich
zugänglichen AED. Wie jedoch bereits in den vergangenen Jahren auf entsprechende Anträge
der Bezirksausschüsse wiederholt dargestellt, werden Parkanlagen dabei aus verschiedenen
Gründen seitens des GSR nicht als günstige Aufstellorte erachtet (vgl. Antwortschreiben des
Baureferats zum BA-Antrag-Nr. 20-26 / B 01552 „Zusätzliche Notrufsäulen mit Defibrillatoren
für den Ostpark“ des Bezirksausschusses des Stadtbezirks 16 - Ramersdorf-Perlach vom
11.01.2021). Zum einen kann die notwendige Erschließung mit Strom- und ggf.
Telekommunikationsleitungen, die eine Unabhängigkeit von der Verfügbarkeit eines
Mobilfunknetzes gewährleisten, an solchen Orten deutlich erschwert sein. Andererseits sind
diese vor allem in den Nachtstunden kaum belebt. Viel mehr konzentriert sich das
Besucher*innenaufkommen in der Regel hauptsächlich auf Wochenenden und Feiertage
sowie ggf. sommerliche Abendstunden. In den übrigen Zeiten sind AED verstärkt der Gefahr
von Vandalismus ausgesetzt, welcher die Verfügbarkeit im Notfall gefährdet. Dies bedingt
gegenüber anderen Standorten einen erheblich gesteigerten Instandhaltungs- und
Kontrollaufwand, zumal die gesetzlichen Betreiberpflichten ab dem 01.01.2027 diesbezüglich
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LHM-Schutzbedarf:
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]
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noch einmal verschärft werden.
Bei größeren Veranstaltungen mit hohem erwarteten Besucher*innenaufkommen ist ferner die
Bestellung eines Sanitätsdienstes regelmäßig Auflage der Ordnungsbehörden. Dessen
speziell geschultes Personal ist in der Regel ebenfalls mit AED ausgerüstet.
Der Antrag sieht zudem den Anschluss des aufzustellenden AED an das Notrufsystem vor,
wofür exemplarisch die Integration in eine Notrufsäule vorgeschlagen wird. In dem
vorgenannten Antwortschreiben führt das Baureferat dazu unter Berücksichtigung einer
Stellungnahme des Rettungszweckverbands München aus, dass Notrufsäulen bei der
heutigen technischen Entwicklung nicht mehr zeitgemäß seien. Eine verletzte oder erkrankte
Person kann bei einem Notruf über ein Mobiltelefon genau geortet werden. Dieser Vorteil
entfällt bei einer Notrufsäule, was letztendlich zu einem deutlichen Zeitverlust führen würde.
Aus diesen Gründen erkennt das GSR zwar das grundsätzliche Interesse an der Errichtung
eines öffentlich zugänglichen AED im Bereich des Bürgerparks Oberföhring zwar an, spricht
sich jedoch für die Wahl eines alternativen Standortes in der näheren Umgebung aus. In
diesem Zusammenhang prüft das GSR momentan eine konkrete Umsetzungsoption in
Kooperation mit einer gemeinnützigen Institution im Rahmen des laufenden MünchenBudget
2025-Projekts. Über das Ergebnis der Prüfung wird das GSR den Bezirksausschuss
informieren. Sollte diese Prüfung nicht wie erhofft ein positives Ergebnis haben, werden
weitere Umsetzungsmöglichkeiten evaluiert.
Der Antrag Nr. 20-26 / B 08631 des Bezirksausschusses des Stadtbezirkes 13 - Bogenhausen
vom 21.01.2026 ist damit satzungsgemäß erledigt.
Mit freundlichen Grüßen
gez.
Beatrix Zurek
berufsmäßige Stadträtin