=== 26-32 _ B 00035_B 00035 Mobilfunkversorgung Herzogpark.pdf ===
BEZIRKSAUSSCHUSS DES 13. STADTBEZIRKES
DER LANDESHAUPTSTADT MÜNCHEN
BOGENHAUSEN
Vorsitzender: Samuel Moser
Landeshauptstadt München, Direktorium
Friedenstraße 40, 81660 München
Referat für Arbeit und Wirtschaft
Samuel Moser
Geschäftsstelle:
Friedenstr. 40, 81660 München
Telefon: 233-761483
E-Mail: bag-ost.dir@muenchen.de
München, 17.06.2026
Ihr Schreiben vom Ihr Zeichen Unser Zeichen
TOP 2.2.1.14/16.06.2026
Unzureichende Mobilfunkversorgung im Herzogpark
Stellungnahme BA 13 Bogenhausen
Sehr geehrte Damen* und Herren*,
der BA 13 hat in sich in seiner Sitzung am 16.06.2026 mit dem o.g. Anliegen aus der Bürgerschaft be-
fasst und folgende Stellungnahme/weiteres Vorgehen einstimmig beschlossen:
Anfrage an das RAW zum Zeitplan zur Wiederherstellung der Mobilfunkversorgung im
betroffenen Bereich.
Der Bau sollte unbedingt beschleunigt werden. Parallel möge sich das RAW an die
Bundesnetzagentur wenden, um die Unterversorgung umgehend zu beheben.
Zuleitung der Antwort parallel an den Antragsteller aus dem BA-Antrag Nr. 20-26 / B 08228.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
gez.
Samuel Moser
Vorsitzender des BA 13 Bogenhausen
=== 26-32 _ B 00035_B 00035 Unzureichende Mobilfunkversorgung im Herzogpark AS.pdf ===
Herzog-Wilhelm-Str. 15
80331 München
Telefon: 089 233-722521
Telefax:
E-Mail: wirtschaftsfoerderung@muenchen.de
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LHM-intern
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Landeshauptstadt
München
Referat für Arbeit und
Wirtschaft
Dr. Christian Scharpf
Referent für Arbeit und Wirtschaft
An den Vorsitzenden
des Bezirksausschusses 13
Herrn Samuel Moser
Friedenstr.40
81660 München
30.07.2026
Unzureichende Mobilfunkversorgung im Herzogpark
Antrag Nr. 20-32 / B 00035 des Bezirksausschusses des Stadtbezirks 13 – Bogenhausen
vom 16.06.2026
Sehr geehrter Herr Moser,
der Bezirksausschuss hat am 16.06.2026 beantragt, dass das Referat für Arbeit und Wirtschaft
(RAW) den aktuellen Zeitplan zur Wiederherstellung der Mobilfunkversorgung im Herzogpark
darstellt und den weiteren Ausbau beschleunigt vorantreibt. Zudem soll sich das RAW an die
Bundesnetzagentur wenden, um die bestehende Unterversorgung umgehend zu beheben.
Da es sich um eine laufende Angelegenheit im Sinne des Art. 37 Abs. 1 Nr. 1 der
Gemeindeordnung handelt, ist der Oberbürgermeister zuständig. Mein Referat wurde daher
mit der Beantwortung beauftragt.
In diesem Zusammenhang hat mein Referat erneut Kontakt mit den Mobilfunkanbietern
Vodafone GmbH und Deutsche Telekom AG aufgenommen, um den aktuellen Sachstand zu
erfragen.
Die Vodafone GmbH hat mir mitgeteilt, dass im in Betracht stehenden Gebiet entlang der Isar,
zwischen Isarring und der Max-Joseph-Brücke, die Versorgung bisher über eine Basisstation
erfolgte, die sich auf dem Dach eines Bürogebäudes in der Ifflandstraße befand. Diese
Basisstation musste im Rahmen einer Sanierung des betreffenden Gebäudes zurückgebaut
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LHM-intern
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werden. Nach Beendigung der Sanierungsarbeiten ist vorgesehen, an diesem Standort, sofern
ein neuer Vertrag mit dem Eigentümer geschlossen werden kann, wieder eine Basisstation zu
betreiben.
Für die Zwischenzeit ist geplant, die Versorgung über eine temporäre Maßnahme - einen so-
genannten "Mobile Ground Tower (MGT)“ - bereitzustellen. Bei einem MGT handelt es sich um
einen oberirdisch fixierten Stahl- oder Leichtmetallmast, der aufgrund seiner Konstruktion und
Tragfähigkeit für die Überbrückung längerer Ausfallzeiten regulärer Mobilfunkstandorte
konzipiert ist (der MGT unterscheidet sich hiermit vom so genannten Mobile Radio Trailer
(MRT), der als mobile Basisstation auf einem Anhänger oder Lkw montiert eher für kurzfristige
Einsätze ausgelegt ist). Für die Installation des MGT ist nach einer aufwendigen
Standortsuche ein für alle Seiten akzeptabler Standort in der Sportanlage im nördlichen
Abschnitt der Ifflandstraße identifiziert worden.
Dieser Standort befindet sich aktuell im Umsetzungsstatus "FMT (Fertigmeldung Technik)".
Dies bedeutet, dass die Bauarbeiten abgeschlossen sind und der MGT errichtet ist. Zudem ist
auch die aktive Mobilfunktechnik bereits installiert. Die Anbindung der Basisstation an das
Kernnetz - in diesem Fall über Richtfunk - steht hingegen noch aus. Da aufgrund von
Lieferschwierigkeiten des Herstellers ein wichtiges elektronisches Bauteil nicht verfügbar ist,
ist leider mit weiteren Verzögerungen zu rechnen. Ein Datum für die Inbetriebnahme der
Basisstation kann daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht genannt werden. Vodafone arbeitet
daran, den Standort so schnell wie möglich in Betrieb zu nehmen.
Aufgrund des dargestellten weit fortgeschrittenen Ausbaus der temporären Anlage ist die
Mitnutzung von Standorten anderer Netzbetreiber für die Vodafone GmbH keine Alternative,
im Sinne einer nur kurzfristigen Bereitstellung von Mobilfunk. Da die Vodafone GmbH davon
ausgeht, dass der bisherige reguläre Standort an der Ifflandstraße nach Abschluss der
Sanierungsarbeiten weiterhin genutzt werden kann, ist der kooperative Ansatz (gemeinsame
Nutzung eines Masten) auch auf längere Sicht keine geeignete Option.
Auch die Deutsche Telekom AG hat zur Sachlage im Herzogpark Stellung genommen. Diese
prüft zeitgleich unter anderem den Standort des ifo Instituts in der Poschingerstraße 5,
München, als möglichen Standort für eine Mobilfunkantenne. Für diesen Standort liegt bislang
keine Freigabe durch den Denkmalschutz vor. Ohne eine positive Rückmeldung kann die
Standortplanung dort im Moment nicht weiterverfolgt werden.
Weitere geeignete Standorte sind derzeit nicht verfügbar. Die Suche im Herzogpark gestaltet
sich weiterhin äußerst schwierig: Geeignete Gebäude sind entweder nicht zugänglich, werden
nicht zur Nutzung freigegeben oder unterliegen denkmalrechtlichen Beschränkungen. Auch die
Nutzung von Grünflächen ist aufgrund naturschutzrechtlicher Vorgaben (Ausweisung von
Biotopen) nur sehr restriktiv oder gar nicht möglich.
Vor diesem Hintergrund bleibt die Situation aus Sicht der Deutschen Telekom AG
unbefriedigend, da die Umsetzungsmöglichkeiten vor Ort aus den genannten Gründen stark
eingeschränkt sind.
Die Deutsche Telekom AG hat indes Ihre Bereitschaft signalisiert, mögliche weitere
Standortvorschläge aus dem Bezirksausschuss oder von Anwohnenden zu prüfen. Zudem
bietet sie an, den aktuellen Sachstand sowie die Herausforderungen bei einer persönlichen
Teilnahme an einer Bezirksausschusssitzung zu erläutern.
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LHM-intern
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Bezüglich Ihres Antrags, dass das RAW sich an die Bundesnetzagentur wenden möge,
möchte ich erneut darauf hinweisen, dass die Bundesnetzagentur keine lokalen
Standortentscheidungen beeinflussen und aufgrund fehlender gesetzlicher Grundlagen auch
künftig nicht in diese Prozesse eingebunden werden kann.
Das RAW hat bereits seit mehreren Jahren die Funktion der Breitbandbeauftragten
eingerichtet. Diese arbeitet in enger Abstimmung mit den Mobilfunkanbietern und den
zuständigen Verwaltungseinheiten daran, effiziente Lösungen bei der Versorgungslage,
insbesondere bei Unterversorgungen, zu entwickeln. Eine Beschleunigung des
Mobilfunkausbaus hat daher stets eine hohe Priorität, erfordert jedoch immer das gemeinsame
Engagement aller Beteiligten.
Ich hoffe, dass Ihnen diese Informationen einen guten Überblick über den aktuellen Stand und
die nächsten Schritte beim Mobilfunkausbau im Herzogpark geben.
Für Ihr Engagement im Stadtteil Bogenhausen möchte ich mich erneut ausdrücklich bedanken.
Mit freundlichen Grüßen
gez.
Dr. Christian Scharpf