Evaluation der Nutzung der in Berg am Laim eingerichteten "Mobilitätspunkte", Carsharing-Flächen und "Geteilte…
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Evaluation der Nutzung der in Berg am Laim eingerichteten "Mobilitätspunkte", Carsharing-Flächen und "Geteilten Abstellflächen für Mikromobilität" sowie der zu "Fahrradparken" und "Lastenradparken" umgewandelten Stellplätze
=== 20-26 _ B 07602_B 07602 Evaluierung Mobilitaetspunkte.pdf ===
CSU-Fraktion im Bezirksausschuss Berg am Laim
Fraktion: Angelika Buckenauer │ Christian Ebbecke │ Fabian Ewald │ Thomas Höhler │Johann Kott │ Egon Wullinger
Kontakt: kontakt@csu-berg-am-laim.de
Antrag vom Februar 2025
Evaluation der Nutzung der in Berg am Laim eingerichteten
„Mobilitätspunkte“, Carsharing-Flächen und „Geteilten Ab-
stellflächen für Mikromobilität“ sowie der zu „Fahrradpar-
ken“ und „Lastenradparken“ umgewandelten Stellplätze
Antrag
Das Mobilitätsreferat evaluiert die Nutzung der in Berg am Laim im Rahmen der Umset-
zung der „Teilstrategie Shared Mobility“ eingerichteten „Mobilitätspunkte“, Carsharing-Flä-
chen und „Geteilten Abstellflächen für Mikromobilität“ und teilt dem Bezirksausschuss die
durchschnittliche Auslastung jeder einzelnen Fläche mit.
Das Mobilitätsreferat evaluiert zudem die Nutzung sämtlicher in Berg am Laim für Fahr-
radparken und Lastenradparken umgewandelten Stellplätze und teilt dem Bezirksaus-
schuss die durchschnittliche Auslastung jeder einzelnen Fläche mit.
An Flächen mit besonders geringer Auslastung wird die Beschilderung zugunsten von Kfz-
Parkplätzen für die Allgemeinheit wieder entfernt.
Begründung
Im Mai 2024 hat der Bezirksausschuss mehrheitlich gegen die Stimmen der CSU-Fraktion
dem Umsetzungskonzept für die „Teilstrategie Shared Mobility“ zugestimmt. Inhalt war die
Umwandlung von rund 100 Parkplätzen im Stadtbezirk in Flächen für Car-Sharing-Fahr-
zeuge oder Mikromobilitätsangebote. Zudem wurden in den letzten Jahren zahlreiche
Parkplätze für beschildertes „Fahrradparken“ oder „Lastenradparken“ umgewandelt.
Das führt dazu, dass in manchen Quartieren ein erheblicher Anteil der Stellplätze im öf-
fentlichen Straßenraum nicht mehr für das allgemeine Parken von herkömmlichen Pkw
genutzt werden kann – in Baumkirchen Mitte sind beispielsweise knapp ein Viertel der
Stellplätze betroffen.
Inzwischen häufen sich – nicht überraschend – Beschwerden über eine deutlich ver-
schärfte Parkplatzknappheit und mehr Parksuchverkehr, während ein Großteil der umge-
wandelten Flächen meistens nur sehr wenig genutzt wird oder sogar vollständig leer steht.
Johann Kott Fabian Ewald
Thomas Höhler Initiative
Fraktionssprecher
CSU-Fraktion im Bezirksausschuss Berg am Laim
Fraktion: Angelika Buckenauer │ Christian Ebbecke │ Fabian Ewald │ Thomas Höhler │Johann Kott │ Egon Wullinger
Kontakt: kontakt@csu-berg-am-laim.de
Anlage: Beispiele für nicht genutzte Abstellflächen
1 Hachinger-Bach-Straße/Großvenedigerstraße
2 Echardinger Straße/Bad-Schachener-Straße
CSU-Fraktion im Bezirksausschuss Berg am Laim
Fraktion: Angelika Buckenauer │ Christian Ebbecke │ Fabian Ewald │ Thomas Höhler │Johann Kott │ Egon Wullinger
Kontakt: kontakt@csu-berg-am-laim.de
3 Hansjakobstraße
4 Hermann-Weinhauser-Straße
CSU-Fraktion im Bezirksausschuss Berg am Laim
Fraktion: Angelika Buckenauer │ Christian Ebbecke │ Fabian Ewald │ Thomas Höhler │Johann Kott │ Egon Wullinger
Kontakt: kontakt@csu-berg-am-laim.de
5 Hermann-Weinhauser-Straße
6 Hohenbrunner Straße
(Fotos: 1-3 F. Ewald, 4-5 E. Ludwig, 6 M. Gabarsky)
=== 20-26 _ B 07602_B 07602 Berg am Laim Mobilitaetspunkte AS.pdf ===
U-Bahn: Linien U1,U2,U3,U6
Haltestelle Sendlinger Tor
muenchenunterwegs.de
Straßenbahn: Linie 16-18, 27
Haltestelle Sendlinger Tor
muenchen.de/mor
Bus: Linien 52,152
Haltestelle Blumenstraße
[
LHM-Schutzbedarf:
2
]
Landeshauptstadt
München
Mobilitätsreferat
Landeshauptstadt München, Mobilitätsreferat
Postfach, 80313 München
Geteilte und vernetzte Mobilität
MOR-GB1.32
gb1-32.mor@muenchen.de
Per E-Mail
Über das DIR – BA-Geschäftsstelle Ost
bag-ost.dir@muenchen.de
An den BA 14 - Berg am Laim
Herr Friedrich
Ihr Schreiben vom Ihr Zeichen Unser Zeichen Datum
07.05.2026
[ LHM-Schutzbedarf: 2 ]
Evaluation der Nutzung der in Berg am Laim eingerichteten "Mobilitätspunkte",
Carsharing-Flächen und "Geteilten Abstellflächen für Mikromobilität" sowie der zu
"Fahrradparken" und "Lastenradparken" umgewandelten Stellplätze
BA-Antrag Nr. 20-26 / B 07602 des Bezirksausschusses des Stadtbezirkes 14 - Berg am Laim
Sehr geehrter Herr Friedrich,
zunächst möchten wir um Entschuldigung bitten, dass Sie bisher noch keine Rückmeldung von
uns erhalten haben.
In Ihrem oben genannten Antrag fordern Sie die Evaluation sämtlicher im Stadtbezirk 14 –
Berg am Laim zu Mobilitätspunkten, Carsharing-Stellplätzen und geteilten Abstellflächen für
Mikromobilität sowie Fahrrad- und Lastenradstellplätzen umgewidmeter Parkplätze und die
Umwidmung dieser zu allgemeinen Kfz-Stellplätzen im Falle einer besonders niedrigen
Nutzung.
Zu Ihrem Antrag vom 25.03.2025 teilen wir Ihnen Folgendes mit:
Die Bundesregierung verabschiedete im Jahr 2017 das Carsharing-Gesetz, das Städten die
Ausweisung von Stellplätzen für Carsharing-Fahrzeuge ermöglicht. Im Rahmen der
Teilstrategie Shared Mobility (Sitzungsvorlage 20-26 / V 04857) hat der Stadtrat Münchens im
Jahr 2022 die Umsetzung von bis zu 1.600 Carsharing-Stellplätzen beschlossen.
Privatfahrzeuge stehen im Durchschnitt rund 23 Stunden pro Tag ungenutzt im öffentlichen
Raum. Carsharing-Fahrzeuge können hingegen bis zu 16 private Pkw ersetzen und tragen
dazu bei, den Anteil autofreier Haushalte zu erhöhen. Voraussetzung für diese positiven
Effekte ist jedoch ein flächendeckendes Angebot sowohl von stationsungebundenem
(freefloating) als auch von stationsgebundenem Carsharing im Stadtgebiet von München.
I.
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Die Auswahl geeigneter Standorte für Carsharing-Stellplätze erfolgt auf Grundlage einer
Kombination aus stadtweiten soziodemografischen Analysen und standortspezifischen
Rahmenbedingungen. Dabei werden sowohl statistische Daten zur Bevölkerungsstruktur als
auch konkrete örtliche Gegebenheiten berücksichtigt, etwa die Anbindung an den öffentlichen
Nahverkehr, die Verfügbarkeit von Parkraum sowie die städtebauliche Struktur des jeweiligen
Quartiers. Darüber hinaus wird differenziert betrachtet, ob es sich um ein überwiegend
wohngeprägtes Gebiet oder um ein gemischt genutztes Quartier mit Büros, Einzelhandel und
Dienstleistungsangeboten handelt. Auf Basis dieser Kriterien werden sowohl die Anzahl der
Stellplätze als auch das Verhältnis von stationsbasiertem zu freefloating-Carsharing
bedarfsgerecht festgelegt.
Zudem hat der Stadtrat im November 2023 mehrheitlich dem Beschluss „Zukunft geteilter
Mikromobilitätsangebote in München“
(https://risi.muenchen.de/risi/sitzungsvorlage/detail/7931800) zugestimmt. Hieraus ergibt sich
ein stadtweiter Ausbau von 675 geteilten Abstellflächen für Mikromobilität. Ziel ist es, ein
attraktives und geordnetes Angebot von geteilten Mikromobilitätsfahrzeugen (E-Tretroller,
Fahrräder/Pedelecs, E-Motorroller, E-Lastenräder) im gesamten Stadtgebiet sicherzustellen
und gleichzeitig die Abstellsituation der Mikromobilität und damit die Verkehrssicherheit für
Fußgänger*innen, insbesondere für Menschen mit Geh- und Sehbehinderungen, deutlich zu
verbessern. Grundlage für die Errichtung der Abstellflächen ist die Grundsatzuntersuchung
Mikromobilität in München (https://muenchenunterwegs.de/angebote/grundsatzuntersuchung-
mikromobilitaet-in-muenchen). Des Weiteren fließen neben der Flottengröße der Anbieter auch
der jeweils vorhandene Nutzungsdruck vor Ort in die Planung ein.
Die zuständigen Bezirksausschüsse werden im Rahmen des Anhörungsrechts gemäß aktuell
gültiger Bezirksausschuss-Satzung („Festlegung oder Änderung von Stellflächen für Shared-
Mobility-Angebote”) gehört und involviert.
Die Errichtung von Fahrradabstellplätzen findet in der Regel in zwei Hauptkontexten statt.
Einerseits geschieht dies projektintegriert, also im Rahmen von Neu- und Umplanungen von
Straßenzügen (z.B. Piusstraße) oder Neubaugebieten (z.B. August-Everding-Straße), um auch
die Bedürfnisse von Radfahrenden zu berücksichtigen. Andererseits kann die Erweiterung
auch aus Anregungen der Bezirksausschüsse oder Empfehlungen von Bürgerversammlungen
resultieren. Ein Beispiel dafür ist die Hermann-Weinhauser-Straße.
Unabhängig der Herstellung einer stadtweiten Abstellflächeninfrastruktur, teilen wir jedoch Ihre
Auffassung einer umfänglichen Evaluierung der Shared-Mobility-Maßnahmen, weshalb das
Mobilitätsreferat unterschiedliche Evaluationsansätze verfolgt.
Evaluation der Mobilitätspunkte
Im April 2025 hat das Mobilitätsreferat ein Forschungsinstitut mit der Evaluierung der
Mobilitätspunkte beauftragt. Das Ziel dieser Untersuchung ist es, Erkenntnisse über die
Bekanntheit, Nutzung und Akzeptanz der Mobilitätspunkte sowie der Shared Mobility
Infrastruktur im Allgemeinen zu gewinnen. Dies wird durch zwei Haushaltsbefragungen in den
Jahren 2025 und 2026 sowie durch die gezielte Auswertung und Analyse von Nutzungsdaten
erfolgen. Darüber hinaus wurden auch Fokusgruppen- und Expert*inneninterviews
durchgeführt.
Für Sommer 2026 ist ein erster Zwischenbericht geplant, der die bis dahin durchgeführte
Literaturrecherche, das methodische Konzept der ersten Befragungswelle sowie erste
Auswertungen von Nutzungsdaten enthält. Der umfangreiche Abschlussbericht ist für das Jahr
2027 vorgesehen.
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Indikatorensystem Shared Mobility
Zusätzlich erfolgt derzeit im Rahmen des Projekts „Indikatorensystem Shared Mobility“ die
maßgeschneiderte Entwicklung und Anwendung eines Indikatorensets. Damit kann die LHM
objektiv, wissenschaftlich fundiert und langfristig bestimmen und kommunizieren, inwiefern
Shared Mobility zur Erreichung strategisch wichtiger Ziele beiträgt. Im Rahmen dieses
Indikatorensystems werden unter anderem das stadtweite Angebot, die Erreichbarkeit sowie
die Akzeptanz und Bekanntheit erfasst und bewertet. Die Erhebungen und Auswertungen im
Rahmen dieses Projekts finden in den Jahren 2025, 2026 und 2027 statt. Ein erster
Ergebnisbericht, der die Ergebnisse der ersten Erhebungswelle aufzeigt, ist für Mitte 2026
angedacht.
Dauerhaftes Monitoring von Shared-Mobility
Nicht zuletzt überwacht das Mobilitätsreferat bereits jetzt die Nutzung der geteilten
Abstellfläche für Mikromobilität sowie die Einhaltung der Vorgaben, die gemäß der freiwilligen
Selbstverpflichtungserklärung (FSVE) mit den Shared Mobility Anbietern geschlossen wurden,
unter Berücksichtigung der verfügbaren technischen und personellen Ressourcen. Hierfür
verwendet das Mobilitätsreferat ein Monitoring-Dashboard, das auf Echtzeitdaten der Anbieter
basiert und die Verteilung sowie Nutzung der E-Tretroller genauer überwacht. Ebenso können
Auswertungen auf Basis von historischen Daten durchgeführt werden. Auch die Anbindung der
Carsharing-Anbieterfirmen soll im Laufe des Jahres 2026 erfolgen.
Anhand der oben genannten Vorhaben möchten wir die Wirkung der Maßnahmen überprüfen
und Empfehlungen für das weitere Vorgehen ableiten. Dementsprechend wird das
Mobilitätsreferat erst nach Abschluss der genannten Evaluationsprojekte eine abschließende
Bewertung vornehmen. Zeitgleich verfolgen wir die Entwicklungen laufend und kritisch und
ergreifen so weit wie möglich weitere Maßnahmen, um die Akzeptanz und Nutzung zu
erhöhen. Beispielsweise verfolgen wir eine breit angelegte Öffentlichkeitsarbeit und stehen im
kontinuierlichen Austausch mit allen Anbieterfirmen.
Die von Ihnen per Foto monierten geteilten Abstellflächen für Mikromobilität (Beispiele 1 – 4
und 6) wurden alle zwischen dem 04.11.2024 und 20.01.2025 durch das Baureferat
beschildert im Anschluss von den Anbieterfirmen in die jeweiligen Apps übernommen.
Die Überwachung der Abstellflächen über das städtische Monitoring-Dashboard zeigt seit
Einrichtung eine deutliche Annahme der Abstellflächen und einen Rückgang der
Abstellvorgänge im direkten Umfeld auf Gehwegen.
Es wird vermutet, dass die geringe Auslastung auf Ihren Fotos auf die sehr kurze Zeitspanne
zwischen Einrichtung der Flächen und Fotoaufnahme zurückzuführen ist. Uns ist bewusst,
dass durch den notwendigen Informationsfluss von Baureferat an Mobilitätsreferat und weiter
an die Anbieterfirmen oft gewisse Zeit vergehen k...