=== 20-26 _ B 08593_B_08593_nächtliche Sicherheit.pdf ===
Antrag vom Januar 2026
Verbesserung der nächtlichen Sicherheit im ÖPNV –
insbesondere für junge Frauen und Jugendliche
Antrag
Der Bezirksausschuss fordert die Landeshauptstadt München, insbesondere das Referat
für Arbeit und Wirtschaft (ÖPNV-Angelegenheiten), die Münchner Verkehrsgesellschaft
(MVG) auf, Maßnahmen zur Erhöhung der subjektiven und objektiven Sicherheit junger
Menschen – insbesondere junger Frauen – im öffentlichen Nahverkehr in den Nachtstun-
den zu prüfen und umzusetzen.
Hierzu sollen insbesondere folgende Punkte berücksichtigt werden:
1. Erhöhte Präsenz und Sensibilisierung des Fahrpersonals:
• Entwicklung eines Pilotprojekts, bei dem Fahrerinnen und Fahrer in den Abend- und
Nachtstunden regelmäßig durch die Fahrzeuge gehen, um Präsenz zu zeigen und das
Sicherheitsgefühl zu stärken.
• Erweiterte Schulungen zur Erkennung und Deeskalation von Belästigungssituationen
für das Fahrpersonal.
2. Kooperation mit dem Kreisjugendring München-Stadt (KJR):
• Gemeinsame Auswertung der aktuellen KJR-Studie „Wie kommst du von A nach B?“
für den Stadtbezirk 14 (Berg am Laim).
• Erarbeitung lokaler Maßnahmen zur Sensibilisierung und Prävention – insbesondere an
Haltestellen mit hoher nächtlicher Nutzung durch Jugendliche.
3. Sicherheitsinfrastruktur:
• Prüfung, ob an besonders frequentierten Haltestellen (z. B. Leuchtenbergring, Ampfing-
straße, Josephsplatz, Insbrucker Ring) eine bessere Beleuchtung, Videoüberwachung
oder Notrufmöglichkeiten installiert werden können.
Kommunikation und Aufklärung:
• Öffentlichkeitskampagne gemeinsam mit MVG und KJR zur Ermutigung von Zeuginnen
und Zeugen, Übergriffen entgegenzutreten und Vorfälle zu melden.
CSU-Fraktion im Bezirksausschuss Berg am Laim
Fraktion: Angelika Buckenauer │ Christian Ebbecke │ Fabian Ewald │ Thomas Höhler │Johann Kott │Kathrin Eva Schmid │ Egon Wullinger
Kontakt: kontakt@csu-berg-am-laim.de
Begründung
Die neue repräsentative Studie des Kreisjugendrings München-Stadt in Zusammenarbeit
mit dem Institut für empirische Soziologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlan-
gen-Nürnberg („Wie kommst du von A nach B?“) bestätigt:
• Tagsüber fühlen sich über 95 % der jungen Menschen im ÖPNV sicher,
• nachts jedoch nur 54 %.
• 75 % der jungen Frauen meiden den ÖPNV zu später Stunde,
• und fast 28 % gaben an, bereits sexuell bedrängt worden zu sein.
Diese Zahlen sind alarmierend und zeigen, dass das Thema von hoher Relevanz ist. Der
Bezirksausschuss sollte sich daher für konkrete, lokal wirksame Maßnahmen im Stadt-
bezirk einsetzen. Der öffentliche Nahverkehr darf kein Angstraum sein – insbesondere
nicht für junge Frauen und Jugendliche
Johann Kott Kathrin Eva Schmid
Thomas Höhler Initiative
Fraktionssprecher
CSU-Fraktion im Bezirksausschuss Berg am Laim
Fraktion: Angelika Buckenauer │ Christian Ebbecke │ Fabian Ewald │ Thomas Höhler │Johann Kott │ Egon Wullinger
Kontakt: kontakt@csu-berg-am-laim.de
=== 20-26 _ B 08593_B 08593 Verbesserung der naechtlichen Sicherheit im OePNV AS.pdf ===
U-Bahn: Linien U1,U2,U3,U6
Haltestelle Sendlinger Tor
muenchenunterwegs.de
Straßenbahn: Linie 16-17, 18
Haltestelle Sendlinger Tor
muenchen.de/mor
Bus: Linien 52, 62
Haltestelle Blumenstraße
[
LHM-Schutzbedarf:
2
]
Landeshauptstadt
München
Mobilitätsreferat
Landeshauptstadt München, Mobilitätsreferat
Postfach, 80313 München
ÖPNV Angebots- und
Infrastrukturentwicklung
MOR-GB1.11
gb1-11.mor@muenchen.de
Per E-Mail
Über das DIR – BA-Geschäftsstelle Ost
bag-ost.dir@muenchen.de
An den BA 14 - Berg am Laim
Herr Friedrich
Ihr Schreiben vom Ihr Zeichen Unser Zeichen Datum
07.05.2026
[ LHM-Schutzbedarf: 2 ]
Verbesserung der nächtlichen Sicherheit im ÖPNV - insbesondere für junge Frauen und
Jugendliche
BA-Antrag Nr. 20-26 / B 08593 des Bezirksausschusses des Stadtbezirkes 14 - Berg am Laim
Sehr geehrter Herr Friedrich,
in Ihrem Antrag vom 27.01.2026 fordern Sie, dass „Maßnahmen zur Erhöhung der subjektiven
und objektiven Sicherheit junger Menschen – insbesondere junger Frauen – im öffentlichen
Nahverkehr in den Nachtstunden“ geprüft und umgesetzt werden sollen.
Dazu führen Sie verschiedene Punkt zu folgenden Themenfeldern an:
Erhöhte Präsenz und Sensibilisierung des Fahrpersonals
Kooperation mit dem Kreisjugendring München-Stadt (KJR)
Sicherheitsinfrastruktur
Kommunikation und Aufklärung
Zu Ihrem Antrag teilen wir Ihnen Folgendes mit:
Nach objektiven Daten weist die Sicherheit in München (auch im ÖPNV) einen konstant hohen
Standard auf und viele der aktuell diskutierten Maßnahmen werden bereits angeboten. Im
Austausch mit dem Polizeipräsidium München, der Stadtwerke München GmbH / Münchner
Verkehrsgesellschaft mbH (SWM/MVG) und der Deutschen Bahn (DB) besteht Einigkeit
darüber, dass das Hauptproblem ein fehlender Informationsstand und eine fehlende
Wahrnehmung bezüglich bestehender Sicherheitseinrichtungen/-angebote in der Münchner
Bevölkerung ist (z.B. Notrufknöpfe, Videoüberwachung, Halt auf Wunsch).
Eine wesentliche Maßnahme zur Verbesserung dieser Situation stellt die von der SWM/MVG
I.
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[
LHM-Schutzbedarf:
2
]
in Kooperation mit der S-Bahn München und der Polizei erarbeitete Informationskampagne
dar, die im März 2026 gestartet ist. Vor der Veröffentlichung der Kampagne erfolgten auch
Abstimmungen mit dem Kreisjugendring München. Die Zusammenarbeit wird im Rahmen der
anschließenden Evaluation aufrechterhalten.
Forderungen über das bestehende Angebot an Maßnahmen hinaus, werden hinsichtlich des
Nutzen-Kosten-Verhältnisses als nicht zielführend eingestuft.
Zu Ihrem Antrag haben wir die SWM/MVG um Stellungnahme gebeten, die wie folgt lautet:
„Nach Bekanntwerden der Studie des KJR haben MVG, Polizei München, Bundespolizei und
S-Bahn München gemeinsam die Kampagne „Sicher unterwegs“ ins Leben gerufen. Details
zur Kampagne, Handlungsoptionen im Notfall sowie Kontaktmöglichkeiten finden Fahrgäste
auch auf unserer Homepage: https://www.mvg.de/ueber-die-mvg/unser-engagement/sicher-
unterwegs.html.
Zu den Ergebnissen der Studie auf BA-Ebene kann nur der KJR Auskunft geben. Der Aspekt
„Kommunikation durch Zeug*innen“ soll in der 2. Stufe der Kampagne "Sicher unterwegs" von
MVG, S-Bahn München, Polizeipräsidium München und Bundespolizeiinspektion München ab
Herbst 2026 umgesetzt werden.“
Zum Thema Beleuchtung liegt seitens der SWM/MVG folgende Information vor:
„Bei der Gestaltung (und Sanierung) der U-Bahnhöfe stellt die Beleuchtung einen gewichtigen
Aspekt dar. Sukzessive werden unsere U-Bahnhöfe auf LED-Leuchtmittel umgerüstet. Neben
der Energieeinsparung wird so auch die Beleuchtungsstärke erhöht. LED-Leuchtmittel
erlauben zudem eine ausgewogenere Lichtfarbe, die der Aufenthaltsqualität dienlich ist. Bei
Bus- und Tramhaltestellen an der Oberfläche ist zu beachten, dass die Haltestellen über die
Straßenbeleuchtung beleuchtet werden und in der Regel außerhalb der Wartehallen keine
separate Beleuchtung durch die SWM/MVG erfolgt.“
Zum Thema erhöhte Präsenz und Sensibilisierung des Fahrpersonals kann mitgeteilt werden,
dass aus Sicht der MVG die grundsätzliche Sensibilisierung der Mitarbeitenden gegeben ist
und keine Beschwerden über das Verhalten der Mitarbeitenden in entsprechenden Situationen
bekannt sind. Mögliche Maßnahmen werden aber nochmals prüfen.
Der Antrag des Bezirksausschusses ist damit satzungsgemäß erledigt.
Mit freundlichen Grüßen
Mobilitätsreferat - GB 1.11